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Medikamente: Bepanthen Wund- und Heilsalbe, Betaisadona - Wunden auf der Haut

Unsere Testrubrik "Nebenwirkungen" nimmt rezeptfreie Medikamente unter die Lupe, Medikamente, die häufig nachgefragt oder stark beworben werden. – Diesmal: Bepanthen Wund- und Heilsalbe und Betaisadona.

Hier in "Konsument" 3/2008

  • Bepanthen Wund- und Heilsalbe
  • Betaisadona Jod-Lösung

Stichworte: Wundpflege, Desinfektion von Wunden und Haut

Die Bewertung nahm ein Expertengremium von anerkannten Medizinern und Wissenschaftlern vor. Als Grundlage dienten klinische Studien. Die Eignung der jeweiligen Präparate wurde für die Indikation bewertet, die der Hersteller angibt. Die Informationen stammen aus unserem Ratgeber " Medikamente ". Die Bewertung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest und basiert auf vier Stufen:

  • Geeignet
  • Auch geeignet
  • Mit Einschränkungen geeignet
  • Wenig geeignet

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Bepanthen Wund- und Heilsalbe

Geeignet zur Wundpflege

Wund- und Heilsalben mit hautpflegenden Substanzen sollen die Wunde abdecken und die Bildung von Granulationsgewebe fördern. Dexpanthenol ist ein gut haut- und wundverträglicher Stoff, der vom „Hautvitamin“ Pantothensäure abgeleitet ist. Es ist nicht sicher nachgewiesen, dass Dexpanthenol die Wundheilung beschleunigt. Zur Pflege von oberflächlichen Schürfwunden und Wundrändern sind Cremen mit Dexpanthenol jedoch geeignet.

Präparat : Bepanthen Wund- und Heilsalbe 30 Gramm

Wirkstoff : Dexpanthenol

Preis : € 5,60

Anwendung : Bei jedem Verbandwechsel oder mehrmals täglich neu auftragen.

Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen : Allergische Hautreaktionen (Rötung, Brennen, Jucken) können in Ausnahmefällen auftreten. Wenn die Haut gerötet bleibt, juckt und sich zusätzlich Bläschen auf der Haut bilden, sollte das Mittel abgesetzt werden. Klingen die Hauterscheinungen nach einigen Tagen nicht ab, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Dexpanthenol darf das Präparat nicht angewendet werden.

Schwangerschaft und Kinder : Bei Anwendung gemäß Gebrauchsinformation sind keine Einschränkungen bekannt.

Betaisodona

Testurteil: Geeignet zur Desinfektion von Wunden und Haut.

Jod tötet Bakterien, Pilze und Viren wirksam ab und ist zur Desinfektion von Wunden und Haut geeignet. Jodtinktur enthält reines Jod, bei anderen Mitteln ist es an die Trägersubstanz Polyvinylpyrrolidon gebunden und wird als Polyvidon-Jod bezeichnet. Mit diesen Mitteln können kleine und große Wunden sowie die umgebende Haut gut desinfiziert werden.

Anwendung : Bei jedem Verbandwechsel oder mehrmals täglich neu auftragen.

Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen : Allergische Hautreaktionen (Rötung, Brennen, Jucken) können in Ausnahmefällen

Präparat : Betaisodona Lösung standardisiert 15 ml

Wirkstoff: Polyvidon-Jod

Preis : € 2,20

Anwendung : Auf intakte Haut und oberflächliche Schürfwunden Präparat direkt auftragen. Auf fettiger Haut mindestens zehn Minuten, auf trockener Haut eine Minute einziehen lassen. Für feuchte Umschläge die Lösung mit Wasser verdünnen, sauberes Tuch damit tränken und auf die Wunde legen. Der verletzte Bereich kann auch in der verdünnten Lösung gebadet werden. Offene oder tiefe Wunden dürfen nicht mit Jod gespült werden, weil zu viel Jod in den Körper gelangen würde. Solche Verletzungen ärztlich behandeln lassen.

Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen : Jodtinktur brennt auf verletzter Haut stark, Polyvidon-Jod hingegen wird auch auf Wunden gut vertragen. Jodhaltige Präparate dürfen nicht verwendet werden, wenn eine Überfunktion der Schilddrüse vorliegt. Wenn sich auf der Haut Bläschen bilden und die Haut sich verstärkt rötet und juckt, liegt vermutlich eine Allergie gegen Jod vor. Dann sollte das Mittel abgesetzt werden. Sind die Hauterscheinungen einige Tage später nicht deutlich abgeklungen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei zusätzlich auftretendem Juckreiz, Herzrasen, Atemnot, Schwäche und Schwindel ist die Anwendung sofort abzubrechen und ein Notarzt zu rufen, da eine lebensbedrohliche Allergie vorliegen kann. Treten Herzrasen, Fieber, Schwitzen, Unruhe, Angst, Erbrechen, Durchfall auf oder reagiert der Patient auf Ansprache apathisch, besteht Verdacht auf eine lebensbedrohliche Schilddrüsenüberfunktion, die unverzüglich ärztlich zu behandeln ist.

Schwangerschaft und Kinder : Säuglinge dürfen nicht mit diesem Mittel behandelt werden. In der Schwangerschaft sollte das Präparat prinzipiell nicht angewendet werden. Ab dem dritten Monat besteht die Gefahr, dass in den kindlichen Kreislauf gelangtes Jod die unreife Schilddrüse des Kindes zu stark anregt. In der Stillzeit dürfen jodhaltige Mittel nicht angewendet werden, da Jod in die Muttermilch übergeht und die Schilddrüsenfunktion des Babys zu stark anregt.

 

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