Medikamente: Allergospray Nasenspray - Bei allergischem Schnupfen

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"Nebenwirkungen": unsere Arzneimittel Test-Rubrik. Wir bewerten für Sie rezeptfrei erhältliche Medikamente aus der Apotheke - diesmal: Allergospray Nasenspray - bei allergischem Schnupfen.

Allergospray Nasenspray: bei allergischem Schnupfen; (Bild: VKI)

Stichworte: bei allergischem Schnupfen.


Ausgewählt werden in der Rubrik "Nebenwirkungen" besonders häufig nachgefragte und rezeptfrei erhältliche Medikamente aus der Apotheke. Die Bewertung nahm ein Expertengremium von anerkannten Medizinern und Wissenschaftlern vor. Als Grundlage dienten klinische Studien. Die Eignung der jeweiligen Präparate wurde für die Indikation bewertet, die der Hersteller angibt.

Die Informationen stammen aus unserem Ratgeber "Medikamente". Die Bewertung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest und basiert auf vier Stufen:

  • Geeignet
  • Auch geeignet
  • Mit Einschränkung geeignet
  • Wenig geeignet

Testurteil im Detail

Geeignet bei allergischem Schnupfen

Geeignet bei allergischem Schnupfen. Antihistaminika, zu denen der Wirkstoff Azelastinhydrochlorid gehört, ­verhindern allergische Reaktionen, indem sie die Bindestellen (Rezeptoren) für das Gewebehormon Histamin besetzen. Das körpereigene Histamin kann dort dann nicht mehr andocken. Allergische Reaktionen werden so ­blockiert – allerdings meist nicht vollständig, weil sie auch noch von anderen Substanzen ausgelöst werden.

Wie lange die Allergie unterdrückt wird, hängt auch davon ab, wie stark und wie lange das Antihistaminikum an den Rezeptor bindet. Dass über die Nasenschleimhaut aufgenommene Präparate mit ­Antihistaminika allergisch bedingte ­Beschwerden lindern, ist in Kurzzeit­studien nachgewiesen. Sie wirken in erster Linie direkt auf der Nasenschleimhaut, also dort, wo sich auch die aller­gischen Beschwerden zeigen, und nicht an anderen Stellen im Körper. In geringem Umfang gelangen die Mittel allerdings auch in den Blutkreislauf. Azelastinhydrochlorid gehört zu den nicht oder nur wenig müde machenden Anti­histaminika. 

Präparat

Allergospray Nasenspray 

Wirkstoff

Azelastinhydrochlorid 

Preis

10 ml 11,90 Euro 

Anwendung

Ein bis zwei Mal täglich einen Sprühstoß in jedes Nasenloch ­geben. Der Niesreiz sollte nach wenigen Minuten, spätestens nach einer halben Stunde abklingen und die Nase sollte wieder frei werden. Das Mittel nicht länger als sechs Wochen ununterbrochen anwenden, weil Verträglichkeit und Wirksamkeit der Substanz ­bisher nur für diesen Zeitraum nach­gewiesen sind. 

Gegenanzeigen, Wechsel- und ­Nebenwirkungen

Nasensprays können die Nasenschleimhaut reizen. Das macht sich durch Brennen, Jucken und Niesreiz bemerkbar, vergeht aber wieder. Bei Azelastinhydrochlorid tritt dies bei 4 von 100 Anwendern auf. Etwa 20 von 100 Anwendern empfinden den Geschmack von Azelastin als unan­genehm (bitter), wenn es über die Nase in den Rachen und somit in den Mundraum gelangt.

Um das zu verhindern, sollten Sie den Kopf beim Einsprühen nicht nach hinten neigen, sondern aufrecht halten. 2 von 100 Anwendern ­fühlen sich abgeschlagen, müde, erschöpft und schwach. Wenn diese ­Beschwerden nach jeder Anwendung erneut auftreten, sollte mit einem Arzt besprochen werden, ob die Allergie besser mit anderen Mitteln bekämpft werden sollte. 

Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder

Es liegen keine Erfahrungen am Menschen mit der Anwendung während der Schwangerschaft und der Stillzeit vor. Zwar gibt es aus tierexperimen­tellen Studien keine Anhaltspunkte für eine fruchtschädigende Wirkung, dennoch entspricht es der gegenwärtigen ­allgemeinen Auffassung über den Arzneimittelgebrauch, Allergospray-­Nasenspray in der Schwangerschaft, besonders aber im ersten Trimenon, nicht ­anzuwenden. Es ist nicht bekannt, ob Azelastin in die Muttermilch übergeht. Das Mittel sollte daher auch ­während der Stillzeit nicht appliziert werden. Kinder unter sechs Jahren ­dürfen nicht mit Azelastinhydrochlorid behandelt werden. 

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Aus dem Inhalt

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  • Lindert es die Symptome, ist es nachhaltig von Nutzen?
  • Ist es lange erprobt und wirkt es?
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100 Medikamente Buch, (Quelle: VKI)

 

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