Impfen: Fernreisen - Gesund nach Hause kommen

Bei Fernreisen sollte man sich frühzeitig um den notwendigen Impfschutz kümmern. Viele tödlich verlaufende Krankheiten lassen sich mit einer Impfung wirksam verhindern.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie zum Thema Impfen:

Impfen - Teil 1:  Impfen: Kinder im 1. Lebensjahr - Nutzen und Risiken

Impfen - Teil 2:  Impfen: Kinder ab dem 2. Lebensjahr - Nutzen und Risiken bzw. Auffrischung von Impfungen

Imfpen - Teil 3: Impfen: Erwachsene - Alles im Plan

Impfen - Teil 4: Übersicht zu Reiseimpfungen

Der vierte Teil unserer Impfserie beschäftigt sich mit Reiseimpfungen. Sie finden die Bereiche Impfschutz, Impfempfehlungen und Steckbriefe zu folgenden Krankheiten: von Meningokokken über Hepatitis A und B, Japanische Enzephalitis, Typhus, Tollwut und Cholera bis hin zu Gelbfieber.


Hier der Bericht:

Frau und Herr Österreicher sind reisefreudig. Für 2014 verzeichnet die Statistik Austria 5,9 Millionen Reisen ins Ausland. Die bevorzugten Destinationen liegen in Europa, aber auch Fernreisen nach Asien oder Lateinamerika sind beliebt. Wen es in ferne Länder oder die Tropen zieht, der beginnt besser früh­zeitig mit der Reiseplanung und informiert sich dabei unbedingt auch über notwendige Reise­impfungen. Dabei sollte auf ­jeden Fall kont­rolliert werden, ob ein aktueller Impfschutz gegen in Österreich verbreitete Infektionskrankheiten ge­geben ist, insbesondere gegen Diphtherie, Tetanus, Polio, Pertussis, Masern, Mumps, Röteln. Viele Infektionskrankheiten, die in Österreich nur noch ­selten oder gar nicht vorkommen, sind anderswo noch weit verbreitet.

Impfungen von Land und Reiseroute abhängig

Welche Reise­impfungen sinnvoll (beziehungsweise notwendig, weil vorgeschrieben) sind, ergibt sich nicht nur daraus, welches Land bereist wird, sondern auch aus der Reiseroute. Gefährliche Tropenkrank­heiten wie Gelbfieber kommen nämlich nur in bestimmten Klimazonen vor. Ganz besonders in den Gelb­fieber-Hochburgen Süd­amerikas und Afrikas ist die Gelbfieber-Impf­indikation unter Berücksichtigung des genauen Reiseablaufes zu stellen. Einen Überblick darüber, mit ­welchen gesundheitlichen Risiken Reisen in bestimmte Länder verbunden sind, gibt es etwa auf der Homepage desÖsterreichisches Außenministerium: Reiseinformation oder bei auf Reisen spezialisierten Ärzten.

Zeit bis zur Entfaltung der Wirkung einplanen

Ebenfalls ausschlaggebend für die Impf­entscheidungen sind unter anderem der Gesundheitszustand des Reisenden, Reise­dauer, Reisestil (Rucksack oder Luxus­ressort) sowie das Alter der Person. Wichtig ist auch, dass man sich rechtzeitig über die notwendigen Impfungen informiert. Viele Impfstoffe benötigen eine gewisse Zeit, bis sie ihre Wirkung voll entfalten, oder müssen in mehreren Teilimpfungen verabreicht ­werden. Selbstverständlich sollten auch bei Reisen die Basisimpfungen (z.B. Polio oder Tetanus) in ausreichender Wirksamkeit vorhanden sein. Die Impfkosten sind bei privaten Reisen grundsätzlich selbst zu tragen, bei beruflichen Auslandsreisen sind die ­Kosten in der Regel vom Dienstgeber zu ersetzen.

Krankheiten und Impfungen

Meningokokken

Meningokokken verursachen bakterielle Gehirn­hautentzündung und kommen weltweit vor. Ein besonderes Risiko besteht in Afrika südlich der Sahara. Das höchste Anste­ckungsrisiko besteht während der Trockenzeit, die je nach Land bis zu zehn Monate andauern kann. Ein erhöhtes Ansteckungspotenzial ist auch in Nordafrika, im Nahen Osten, in Saudi-Arabien, Teilen Indiens, ­Nepal und Teilen Südamerikas gegeben. ­Besonders empfohlen wird eine Impfung für Pilgerreisen nach Mekka (Saudi-Arabien).

Hier ist eine Impfung gegen die Stämme A, C, W135 und Y ohnehin verpflichtend. Ebenfalls dringend anzuraten ist die Impfung, wenn man sich in epidemische Gebiete begibt und dort engen Kontakt zur Bevölkerung hat. Auch Entwicklungshelfer sollten gegen ­Meningokokken geimpft sein. Vor Reisen in Endemiegebiete, vor Gruppenveranstaltungen und Austauschprogrammen für Schüler und Studenten in Ländern mit erhöhtem ­Risiko sollte eine entsprechende Impfung ­gegen Meningokokken erfolgen (z.B. Groß­britannien, Frankreich, Malta, USA etc.).

Impfstoffe:

Bei allen in der Folge genannten Impfstoffen können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Je nach Serum können sich diese unter anderem äußern in Fieber, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Reaktionen an der Injektionsstelle (Schmerzen, Rötung, Schwellung usw.), Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Durchfall, Erbrechen, Schwindel und Übelkeit. Seit Jänner 2013 ist in Europa ein Impfstoff gegen Meningokokken B zugelassen. Diese sind in Österreich die häufigste Ursache für Meningokokkenmeningitis.

Apothekenverkaufspreise:

Nimenrix (Meningok. ACWY): 69,25 Euro

Menveo (Meningok. ACWY): 79,10 Euro

Menjugate (Meningok. C): 51,85 Euro

NeisVac C (Meningok. C): 55,30 Euro

Bexsero (Meningok. B; der Impfstoff ist relativ neu und steht noch unter Überwachung): 140,50 Euro

Impfungen gegen Hepatitis A und B, Japanische Enzephalitis, Typhus

Krankheiten und Imfpungen

Hepatitis A und B

Hepatitis A (virale Leberentzündung) ist weltweit verbreitet und kommt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen, aber auch in Südeuropa vor. Neben Italien und Spanien zählen Ägypten, Marokko, ­Tunesien und die Türkei zu den Ländern, in denen österreichische Urlauber in den letzten Jahren besonders häufig infiziert wurden. Darüber hinaus besteht in Afrika, Mittel- und Südamerika sowie in Asien ein ­hohes Risiko, sich mit Hepatitis A zu infizieren. Hepatitis-A-Viren können über Trinkwasser und Nahrungsmittel (besonders Meerestiere) aufgenommen werden. Bei Kindern verläuft Hepatitis A meist recht harmlos und hinterlässt eine lebenslange Immunität, über Kinder wird das Virus allerdings häufig weiterverbreitet. Mit zunehmendem Alter nimmt die Schwere der Erkrankung zu, auch Todesfälle sind dokumentiert. Infizierte Reisende können nach der Rückkehr in ihre Heimat andere Personen anstecken.

Die Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus zählt zu den häufigsten viralen Infektionen überhaupt. Schätzungen zufolge sind weltweit über 2 Milliarden Menschen betroffen. Etwa zwei Millionen Menschen sterben jährlich an den direkten Folgen der Hepatitis B (meist durch ein Leberkarzinom). Infizierte Personen können das Hepatitis-B-Virus durch Körperflüssigkeiten auf andere Menschen übertragen. Nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden die meisten Erkrankungen in Afrika südlich der Sahara und in Ostasien verzeichnet. Erhöhte Erkrankungsraten finden sich auch in der Amazonasregion (Südamerika) sowie in den südlichen Gebieten von Ost- und Zentral­europa. Die Infektion wird über Blut- und Blutprodukte, Sexualkontakte etc. übertragen und verläuft oft lange ohne Symptome.

Impfstoffe:

Für alle Hepatitis-Impfstoffe gelten die­selben Empfehlungen hinsichtlich Auffrischungsimpfungen nach erfolgter Grund­immunisierung:

Hepatitis A: Auffrischungsimpfung nach ­frühestens 20 Jahren.

Hepatitis B: Dauer des Impfschutzes abhängig vom Antikörperspiegel. Titerkontrolle nach erfolgter Grundimmunisierung bei Risikogruppen wie z.B. Reisenden empfohlen. Es gibt sogenannte Low-Responder, die vermindert auf die Hepatitis-B-Impfung ansprechen.

Twinrix Erwachsene: Impfstoff gegen Hepatitis A und B. Ab dem 16. Lebensjahr. Grund­immunisierung: 3 Dosen. Zweite und dritte Dosis im Abstand von einem und sechs ­Monaten nach der ersten Impfung.

Mögliche Nebenwirkungen: unter anderem Mattigkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit, Durchfall, Schmerzen und Rötungen an der Injektionsstelle.

Apothekenverkaufspreis: 74,90 Euro

Engerix B 20 Mikrogramm: Hepatits-B-­Totimpfstoff. Grundimmunisierung: drei ­Dosen innerhalb von sechs Monaten. Bei ­rascherer Immunisierung beschleunigtes Impfschema möglich.

Mögliche Nebenwirkungen: unter anderem Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Appetit­ver­lust, Müdigkeit, Reaktionen an der Einstichstelle, Reizbarkeit.

Apothekenverkaufspreis: 44,45 Euro

HBVax-Pro 10 Mikrogramm: Hepatitis-B-­Totimpfstoff. Ab dem 16. Lebensjahr. Grund­immunisierung: drei Dosen innerhalb von sechs Monaten.

Mögliche Nebenwirkungen: unter anderem Lokalreaktionen an der Injektionsstelle.

Apothekenverkaufspreis: 44,05 Euro

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis handelt es sich um eine virale Entzündung des Gehirns, das Virus ist verwandt mit dem in Österreich heimischen FSME-Virus (Frühsommer­meningoenzephalitis). Die Übertragung des Virus erfolgt durch Stechmücken. Die Erkrankung ist in Asien weit verbreitet und kommt gehäuft in China und Indien vor. Die Infektion kann mild, mit grippeähnlichen Symptomen oder sogar symptomlos verlaufen. In schweren Fällen treten jedoch nach einer Inkubationszeit von 5 bis 15 Tagen Nackensteife, Erbrechen sowie erhebliche Bewusstseinsstörungen auf. Es kann zu Krämpfen, Lähmungserscheinungen und Bewusstlosigkeit kommen, die Infektion kann nur symptomatisch behandelt werden. Besonders im höheren Lebensalter verläuft die Erkrankung dramatisch, mit Todesfällen; bei Überlebenden ist die Rate an neurologischen Folgeschäden beträchtlich.

Impfstoff:

Ixiaro: Totimpfstoff. Ab 2 Monaten. Grund­immunisierung: zwei Dosen im Abstand von 28 Tagen. Die Grundimmunisierung sollte mindestens eine Woche vor der Ankunft im Urlaubsland abgeschlossen sein. Auffrischung: innerhalb von 12 bis 24 Monaten nach der 2. Dosis der Grundimmunisierung bei Erwachsenen, danach kann man von ­einem Schutz für zumindest 4 Jahre aus­gehen. Bei Kindern und Jugendlichen liegen keine Daten zur Auffrischung vor. Neben­wirkungen sind unter anderem: Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelschmerzen, Schmerzen an der Injektionsstelle, Fieber, grippeähn­liche Symptome, Ermüdung.

Apothekenverkaufspreis: 119,50 Euro

Typhus

Typhus ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit. Sie wird durch Salmonella typhi verursacht. Die Krankheit kommt vor allem in tropischen und subtropischen Ländern mit schlechtem Hygienestandard vor. Hauptverbreitungsgebiete sind Nordafrika, Ostafrika, Indien, Nepal, Peru und Indonesien. Die Erreger werden über den Stuhl ausgeschieden. Die Ansteckung erfolgt dabei meist über verseuchtes Trinkwasser und kontaminierte Nahrungsmittel. Unbehandelt kommt es zu Wochen dauerndem, hohem Fieber und ­einer schweren Beeinträchtigung des Allgemeinzustands. In schweren Fällen können Darmblutungen oder Darmperforationen, Herzmuskelentzündung, Venenentzündungen, Lungenentzündung, Gallenblasenentzündung und Meningoenzephalitis (Hirn- und Hirnhautentzündung) sowie Knochenmarkseiterungen auftreten; auch Todesfälle kommen vor.

Impfstoffe:

Typhim Vi: Totimpfstoff ab dem 2. Lebensjahr. Keine Grundimmunisierung, einmalige Impfung, Schutzdauer etwa 3 Jahre.

Mögliche Nebenwirkungen: Lokalreaktionen an der Einstichstelle und Fieber.

Apothekenverkaufspreis: 29,50 Euro

Hepatyrix: Kombinationsimpfstoff mit ­Hepatitis A. Ab dem 15. Lebensjahr. Grund­immunisierung: eine Dosis. Schutzdauer ­etwa 3 Jahre. Für die Hepatitis-A-Grund­immunisierung: 6 bis 12 Monate nach der Primärdosis eine Dosis mit einem inaktivierten Hepatitis-A-Impfstoff.

Mögliche Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Hautreizungen, Juckreiz, Schmerzen, Fieber, Reaktionen an der Einstichstelle, Appetitlosigkeit, Erbrechen.

Apothekenverkaufspreis: 72,85 Euro

Viatim: Kombinationsimpfstoff mit Hepatitis A. Ab dem 16. Lebensjahr.

Grundimmunisierung: eine Dosis (Schutzdauer zirka drei Jahre).

Für die ­Hepatitis-A-Grundimmunisierung: 6 bis 12 ­Monate nach der Primärdosis eine Dosis mit einem inaktivierten Hepatitis-A-Impfstoff.

Mögliche Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Unbehagen, Schwäche, Reaktionen an der Injektionsstelle, Fieber.

Apothekenverkaufspreis: 83,10 Euro

Tollwut, Cholera, Gelbfieber

Tollwut

Die Tollwut zählt zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten, weil sie bei Krankheitsausbruch immer tödlich endet. Die von der WHO erfassten Todesfälle treten hauptsächlich in Asien (vor allem Indien) und Afrika auf. Verursacht wird die Krankheit durch ein Virus, das von infizierten Tieren mit dem Speichel ausgeschieden wird. Gelangt das Virus in den Körper, wandert der Erreger über die Nervenzellen und entlang der ­Nerven ins Rückenmark und Gehirn. Am gefährlichsten sind Bisse ins Gesicht beziehungsweise sehr tiefe Bisse, bei denen infizierter Speichel ­direkt in die Blutbahn gelangt, die Übertragung kann aber auch durch Belecken kleiner Hautdefekte (Kratzer) erfolgen.

Besonders gefährdet sind hier auch Kinder – das Tollwutvirus kann durch die Bindehaut der ­Augen in den Körper eintreten, wenn z.B. das Gesicht von einem mit Tollwut infizierten Tier beleckt wird. Die Inkubationszeit (Zeit von der Infektion bis zum Auftreten der klinischen Symptome) ist ­variabel; sie liegt zwischen einigen Tagen und mehreren Jahren. Auch nach einer Infektion kann eine Impfung den Ausbruch der Krankheit verhindern. Die Impfung muss aber möglichst schnell erfolgen und ist nur dann wirksam, wenn das ­Virus noch nicht die Nervenbahnen erreicht hat. Ist dies geschehen, lässt sich der Tod auch mit intensivmedizinischer Behandlung nicht verhindern.

Impfstoff:

Rabipur: Totimpfstoff für alle Altersgruppen. Zur prä- und postexpositionellen Anwendung (vor und nach einer Infektion). Grundimmunisierung (zur präexpositionellen Prophylaxe): 3 Dosen an den Tagen 0, 7 und 21.

Mögliche Nebenwirkungen: Reaktionen an der Einstichstelle, Fieber, Schwäche, Unwohlsein, grippeähnliche Symptome, Ermüdung, Schüttelfrost, Lymphknotenschwellungen, Kopfschmerzen, Ausschlag, Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen.

Apothekenverkaufspreis: 90,40 Euro

Cholera

Die Cholera ist eine schwere, durch das Bakterium Vibrio cholerae verursachte Infek­tionskrankheit des Dünndarms, die häufig mit Erbrechen und schweren Durchfällen einhergeht. Die Infektion erfolgt zumeist über verunreinigtes Trinkwasser oder infizierte Nahrung. Behandelt wird die Cholera mit einem raschen Ausgleich des Wasser- und Elektrolytverlustes sowie mit Anti­biotika (diese ­wirken jedoch nicht gegen die Toxine).

Die Cholera ist in weiten Teilen von Asien und Afrika sowie seit 1991 auch in Süd- und Mittelamerika verbreitet und es kommt ­immer wieder zum Ausbruch von Epidemien. Die beste Vorbeugungsmaßnahme gegen eine Ansteckung ist die Einhaltung einer strikten Lebensmittelhygiene (etwa der Verzicht auf Eiswürfel oder Salat). Bei gesunden Reisenden verläuft die Cholera in der Regel wie ein schwerer Reisedurchfall. Eine Impfung wird vor allem Personen empfohlen, die sich länger in einem choleragefährdeten Gebiet aufhalten (beispielsweise Entwicklungs­helfer).

Impfstoff:

Dukoral: orale Verabreichung. Ab 2 Jahren. Grundimmunisierung: bei Kindern von 2 bis 6 Jahren drei Dosen, ab 6 Jahren zwei Dosen im Abstand von jeweils einer Woche. Bei Kindern unter 6 Jahren wird eine Auffrischung nach 6 Monaten empfohlen, ab 6 Jahren eine einzelne Auffrischung innerhalb von 2 Jahren. Als Nebenwirkung treten unter anderem gelegentlich Kopfschmerzen auf.

Apothekenverkaufspreis: 69,25 Euro

Gelbfieber

Die in Südamerika und Afrika vorkommende Krankheit wird durch ein von Stechmücken übertragenes Virus ausgelöst. Es tritt hohes Fieber (39 bis 40 °C) mit Kopfschmerzen und ausgeprägten Allgemeinsymptomen auf. Bei milden Verlaufsformen (häufig bei Einheimischen in den Verbreitungsgebieten) erfolgt nach mehreren Tagen eine Genesung. In schweren Fällen tritt ein tödliches Kreislauf- und Organversagen ein. Bei nicht geimpften Personen, die noch nie mit dem Virus Kontakt hatten, kommt es häufig zu schweren Krankheitsverläufen. Die letzten Fälle von Gelbfieber bei Reisenden verliefen tödlich.

Personen, die eine Gelbfieber­erkrankung durchgemacht haben, sind lebens­lang immun. Die beste Vorbeugung gegen Gelbfieber ist eine Impfung. Impfungen dürfen nur durch eine autorisierte Impfstelle durchgeführt werden. In einigen ­Ländern besteht Impfpflicht, das bedeutet, dass eine Impfung durch eine autorisierte Gelbfieberimpfstelle im internationalen Reise­pass vorgewiesen werden muss. Die Impfung muss mindestens 10 Tage vor der Einreise erfolgt sein.

Impfstoff:

Stamaril: Lebendimpfstoff. Zulassung ab dem 9. Lebensmonat (unter besonderen Umständen ab dem 6. Monat), wobei Kinder unter 1 Jahr wegen des Risikos schwerer Neben­wirkungen nur in Ausnahmesituationen geimpft werden sollten. Einmalige Impfung. Obwohl laut Gebrauchsinformation eine Einzeldosis lebenslange Immunität ­garantiert, verlangen Staaten, in denen Gelbfieber verbreitet ist, derzeit noch, dass die Impfung alle zehn Jahre aufgefrischt wird. Der Nachweis muss bei der Einreise durch einen entsprechenden Eintrag im ­internationalen Impfausweis erbracht werden.

Mögliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Muskelschmerzen, Lokalreaktionen an der Einstichstelle, Fieber, Abgeschlagenheit. Bei Kindern unter einem Jahr und über 60-Jäh­rigen besteht ein seltenes Risiko schwerer Nebenwirkungen, darum strenge Indika­tionsstellung bei diesen Personen.

Apothekenverkaufspreis: 47,80 Euro

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