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Getönte Tagescremen - Für Make-up-Muffel

, aktualisiert am

Getönte Tagescremen versprechen einen frischen, ebenmäßigen, gepflegten Teint. Die beste ist um 18,40 € pro 100 Milliliter zu haben. Es gibt aber auch gute um weniger Geld. Etliche teure sind lediglich mittelmäßig, eine fiel durch.

Wer nach einem kritischen Blick in den ­Spiegel mit seinem Aussehen hadert, sich zu blass und müde findet, greift gerne zu einer getönten Tagescreme. Diese Cremen sollen den Teint frisch und ebenmäßig aussehen ­lassen und natürlich wirken. Und darüber hinaus sollen sie die Haut selbstverständlich gut pflegen.

Unsere Kollegen von der deutschen Stiftung Warentest haben im Labor und in einem groß angelegten Praxistest geprüft, ob getönte Tagescremen für normale Haut diesen Ansprüchen gerecht werden. Insgesamt wurden 10 in Österreich erhältliche Produkte untersucht und von über 150 Probandinnen im Alltag erprobt und bewertet.

Jede zweite Creme gut

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mehr als jede zweite Creme im Test ist gut. Nivea Visage Getönte Feuchtigkeitscreme (18,40 € pro 100 Milliliter Vergleichsmenge) wurde insgesamt am besten beurteilt. Sie punktete bei den Probandinnen vor allem mit ihren kosmetischen Eigenschaften: So ebenmäßig, frisch und natürlich wie mit dieser Creme ­erschien ihnen die Haut mit keiner anderen. Ebenfalls gut, aber wesentlich preiswerter sind dm/Balea Getönte Feuchtigkeitscreme (5,90 €/100 ml) und Müller/Terra Naturi ­Getönte Tagescreme Cranberry & Sesam (6,98 €/100 ml).

Preis ist kein Qualitätsgarant

Preis kein Garant für Qualität

Wie schon bei vielen Kosmetik-Tests zeigte sich auch diesmal: Ein hoher Preis ist kein ­Garant für Top-Qualität. Ausgerechnet die ­teuren Cremen von Douglas (37,90 €/100 ml), Vichy (56,83 €/100 ml) und Shiseido (mit 73 €/ 100 ml beim Preis einsamer Spitzenreiter) heimsten jeweils nur ein „Durchschnittlich“ ein. Die Cremen von Vichy und Shiseido waren in ihren kosmetischen Eigenschaften wenig überzeugend. Die Probandinnen fanden, dass die Haut nicht so ebenmäßig, frisch und natürlich aussah wie mit anderen Cremen. Bei Douglas Beauty System Tinted Day Cream gaben die Pflegeeigenschaften Anlass zu ­Kritik. Mit einem speziellen Messgerät, dem Corneometer, lässt sich feststellen, ob eine Creme die Haut gut mit Feuchtigkeit anreichert.

Die Messungen ergaben: Douglas Beauty System liefert der Haut nur mäßig Feuchtigkeit. Die besten Pflegeeigenschaften hat Olaz Complete Touch of Foundation (20,60 €/100 ml), eines der vergleichsweise wohlfeileren Produkte. Olaz Complete er­zielte beim Prüfpunkt „Feuchtigkeitsanreicherung“ als einzige ein sehr gutes Ergebnis.

Mehr Inhalt vorgetäuscht

Für die Verpackung kassierte Olaz Complete allerdings ein fettes „Nicht zufriedenstellend“. Denn diese täuscht bei Weitem mehr Inhalt vor als tatsächlich vorhanden. Die Cremen von Müller/Terra Naturi, Bebe Young Care und Vichy stecken ebenfalls in klassischen Mogelpackungen. Damit es zu Hause keine unliebsame Überraschung gibt: Lesen Sie die Angaben zur Füllmenge auf der ­Packung, bevor Sie sich im Geschäft für ein Produkt entscheiden!

Im Belastungstest verkeimt

Dr. Hauschka Tönungs Pflegecreme (mit 63,33 €/100 ml das zweitteuerste Produkt im Test) heimste zwar bei den meisten Prüfpunkten gute Noten ein, fiel aber beim Konservierungs-Belastungstest durch. Im Alltag, wenn beispielsweise die Finger beim Entnehmen einer Creme nicht ganz sauber sind, können Keime eingetragen werden. Doch selbst in Produkten ohne Konservierungsstoffe sollten potenzielle Krankheitserreger bald wieder absterben. Beim Konservierungs-Belastungs­test wurden im Labor Bakterien und Pilze in die Cremen eingeschleust. Bei den meisten starben die Keime, so wie es sein soll, ­innerhalb bestimmter Zeit ab. Doch bei Dr. Hauschka Tönungs Pflegecreme stieg die Keimzahl sogar an. Dr. Hauschka fiel daher beim Prüfpunkt mikrobiologische Qualität durch und wurde im Testurteil auf „Nicht ­zufriedenstellend“ abgewertet.

Gute Hautverträglichkeit

Im Praxistest wurde jede Creme von je 30 Probandinnen eine Woche lang täglich verwendet. Die Hautverträglichkeit wurde bei allen Produkten als sehr gut bewertet, und auch hinsichtlich Hautgefühl gab es bei den getesteten Cremen kaum etwas zu beanstanden. Dennoch: Die getönten Tagescremen im Test enthalten bis zu 40 verschiedene Inhaltsstoffe. Unangenehme Reaktionen, wie beispielsweise Hautirritationen, lassen sich nie ganz ausschließen. Auch allergische Reak­tionen sind in Einzelfällen möglich. Auslöser können Substanzgruppen wie etwa Kon­servierungsstoffe oder Parfüms sein. In der Tabelle sind diese Substanzgruppen zur Information von Allergikern und Hautärzten ­aufgelistet.

Weniger Deckkraft als Make-up

Ohne Nachschminken

Zusätzlich zu den Probandinnen waren im Praxistest noch einige Profitesterinnen am Werk. Sie trugen die Cremen jeweils einmal auf und beurteilten danach nicht nur das ­Aussehen und das Hautgefühl, sondern auch die Haltbarkeit der Tönung. Ergebnis: Einen Arbeitstag lang kommt man demnach ­meistens ohne Nachschminken aus. Auch am Entnehmen, der Konsistenz und Verteilbarkeit – kurz: an der Anwendung der Cremen – gab es nur wenig zu bekritteln. Probandinnen und Profitesterinnen beurteilten die meisten Cremen als angenehm, Nivea Visage und Olaz Complete sogar als sehr gut anzuwenden.

Weniger Deckkraft als Make-up

Bei den geprüften Cremen sorgen ähnlich wie bei Make-up Farbpigmente (meistens ­Eisenoxid) für die Tönung. Die Pigmentdichte der getönten Cremen und daraus resultierend ihre Deckkraft ist aber geringer als die von Make-up. Wer ein unproblematisches Hautbild hat, hat die besten Voraussetzungen, mit einer getönten Creme makellos und natürlich-frisch auszusehen. Unregelmäßigkeiten oder kleine Pickel können mit einer getönten Creme alleine allerdings nur begrenzt versteckt werden. Wer problematische Hautstellen hat, kann sie vor dem Cremen mit einem Abdeckstift kaschieren. Reicht das nicht aus, bleibt nur der Griff zu einem ­Make-up mit höherer Deckkraft.

Farbton nur Orientierungshilfe

Die meisten getönten Tagescremen werden in unterschiedlichen Farbnuancen angeboten. Müller/Terra Naturi Getönte Tagescreme Cranberry & Sesam und Dr. Hauschka Tönungs ­Pflegecreme gibt es jeweils nur in einem Farbton. Welche Farbnuance zu ihrer Hautfarbe passt, können Sie nur durch Probieren herausfinden. Der auf manchen Packungen angezeigte Farbton ist lediglich eine grobe Orientierungshilfe. Die Creme kann in Ihrem Gesicht ganz anders aussehen.

In gut geführten Geschäften sind für die ­Kunden Test-Tuben bereit gestellt. Selbst wenn es Ihnen umständlich vorkommen sollte: Wenn Sie wissen wollen, ob eine Tönung passt, müssen Sie die Creme im Gesicht auftragen, nicht auf dem Handrücken. Der Handrücken hat meistens einen anderen natür­lichen Hautton als das Gesicht. Prüfen Sie die Farbe nicht im Geschäft, sondern vor der Tür, am besten bei Tageslicht. Wählen Sie auch besser einen Farbton aus, der eine Spur heller ist als Ihr Teint. Das wirkt natürlicher.

Lichtschutzfilter zweifelhaft

Wenn Sie eine getönte Tagescreme quasi nur als „leichtes“ Make-up verwenden und auf Ihre gewohnte Tagescreme nicht verzichten wollen: Es spricht nichts dagegen, „Ihre“ Creme unter der getönten zu verwenden. Etliche getönte Gesichtscremen enthalten übrigens auch ­Lichtschutzfilter, um die Haut vor der Sonne zu schützen. Die ausgelobten Lichtschutzfak­toren reichen von 6 bis 20. Damit ein Sonnenschutzmittel den ausgelobten Lichtschutz­faktor liefern kann, muss es großzügig aufgetragen werden. Experten betonen immer wieder: Beim Auftragen von Sonnenschutzmitteln darf nicht gegeizt werden, nur viel hilft viel. Für getönte Gesichtscremen mit Lichtschutzfaktor gilt dasselbe: Um den ausgelobten Lichtschutzfaktor tatsächlich zu erreichen, muss die Creme dick aufgetragen werden, was bei solchen ­Produkten aber wohl kaum jemand macht. Wer sich gut vor zu viel Sonne schützen will, verwendet besser ein richtiges Sonnenschutzmittel unter der getönten Tagescreme.

Nur im Gesicht anwenden

Zuletzt noch ein Tipp: Tragen Sie getönte Tagescremen nur im Gesicht auf, lassen Sie den Hals frei. Die Wahrscheinlichkeit, dass die getönte Creme auf dem Kragen Farbspuren hinterlässt, ist hoch. Um den Übergang zwischen aufge­tragener Creme und natürlicher Hauttönung zu kaschieren, wischen Sie am besten mit einem feuchten Schwämmchen über die Kinnlinie.

Testtabelle: Getönte Tagescremen

Zusammenfassung

  • Gute Ergebnisse. Mehr als jede zweite getönte Tagescreme im Test ist insgesamt gut. Alle sind sehr gut hautverträglich.
  • Gut und günstig. Die getönte Feuchtigkeitscreme von Nivea Visage (18,40 €/ 100 ml) überzeugte im Praxistest am ­meisten. Die beste Pflege bietet Olaz Complete Touch of Foundation (20,60 €/ 100 ml). dm/Balea Getönte Feuchtigkeits­creme (5,90 €/100 Milliliter) und Müller/Terra Naturi getönte Tagescreme (6,98 €/ 100 ml) sind gut und die preiswertesten Produkte im Test.
  • Passender Farbton. Um feststellen zu können, ob eine getönte Creme im Farbton zu Ihrem Teint passt, müssen Sie sie im Gesicht und wenn möglich bei Tageslicht ausprobieren.
  • Extra abdecken. Getönte Tagescremen decken Unregelmäßigkeiten nur begrenzt ab. Kleine Wimmerln o. Ä. können vor dem Auftragen der Creme mit einem Abdeckstift kaschiert werden.
  • Vor Sonne schützen. Es gibt zwar getönte Tagescremen mit Lichtschutzfaktor, doch um sich vor zu viel Sonne zu schützen, tragen Sie besser ein Sonnenschutzmittel unter der getönten Creme auf.

Testkriterien

Die Stiftung Warentest hat 10 in Österreich erhältliche getönte Tagescremes getestet. 

  • Kosmetische Eigenschaften. Praxistest über eine Woche mit 30 Probandinnen pro Produkt und Einmalanwendung durch drei geschulte Prüferinnen. Beurteilt wurden: Ebenmäßigkeit der Haut, Frische und Natürlichkeit des Aussehens sowie Haltbarkeit der Tönung.
  • Pflegeeigenschaften. Zur Feuchtigkeitsanreicherung, Corneometermessungen an den Unterarminnenseiten von jeweils 30 Personen. Anwendung der Produkte zwei Wochen lang nach Gebrauchsanleitung oder zweimal täglich. Messungen vor der ersten und zwölf Stunden nach der letzten Anwendung. Die 30 Personen des Praxistests beurteilten Hautgefühl und Hautverträglichkeit.
  • Anwendung. Die 30 Probandinnen des Praxistests und drei geschulte Prüferinnen beurteilten zum Beispiel Entnehmen und Konsistenz der Produkte.
  • Mikrobiologische Qualität. Gesamtkeimzahl, Nachweis bestimmter Mikroorganismen in Anlehnung an Ph. Eur, 6. (2.6.12/13); Prüfung auf ausreichende Konservierung in Anlehnung an Ph. Eur., 6. (5.1.3) unter Berücksichtigung der SCCP-Leitlinien.
  • Deklaration. Ein Sachverständiger überprüfte die Deklaration gemäß den Vorschriften der Kosmetik-, Bedarfsgegenstände- sowie der Fertigpackungs-verordnung und des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches. Ferner wurden Lesbarkeit sowie Werbeaussagen überprüft.
  • Verpackung. Der Nutzinhalt, also den Anteil vom Gesamtinhalt, der maximal entnommen werden konnte, ohne dabei das Behältnis zu zerstören, wurde ermittelt. Mogelpackung: Ein Sachverständiger überprüfte, ob die Packung eine Mogelpackung ist. Fertigpackungen so gestaltet und befüllt sein, dass sie keine größere Füllmenge vortäuschen, als in ihnen enthalten ist.

 

Stellungnahme WALA Heilmittel

Stellungnahme der WALA Heilmittel GmbH zum Produkt "Dr.Hauschka Tönungs Pflegecreme" im Test Getönte Tagescremen.

Bei der Dr. Hauschka Tönungs Pflegecreme handelt es sich um ein hochwertiges und sicheres kosmetisches Produkt. Nur wenn die mikrobiologische Ausgangskontrolle keinerlei Auffälligkeiten zeigt und die Creme qualitativ einwandfrei ist, wird sie für den Handel freigegeben.

Zur Bestimmung der mikrobiologischen Qualität führte KONSUMENT den sogenannten Konservierungsbelastungstest durch. Bei der angewandten Methode handelt es sich um einen Test, bei dem das Produkt extremen Belastungen ausgesetzt wird. Das Produkt wird gezielt mit einer großen Menge an Keimen beimpft. Erwünschtes Ziel des Tests ist eine signifikante Reduktion der eingebrachten Keime. Diese Vorgabe hat die Dr.Hauschka Tönungs Pflegecreme nicht erreicht.

Wir sind der Auffassung, dass der Konservierungsbelastungstest kein umfassendes Bild der mikrobiologischen Qualität eines Produktes in der praktischen Anwendung liefert. Sinnvoll erscheint der Belastungstest bei Produkten, bei denen durch die Entnahme ständig Keime eingetragen werden können, z. B. bei Präparaten in Tiegelform mit großer Oberfläche. Auch für Kosmetika in Plastiktuben, bei deren Entnahme durch die Rückverformung der Packung Luft, Mikroorgansimen oder auch kontaminiertes Produkt selbst in die Tube zurückgezogen werden kann, ist das Bestehen des Belastungstests ein wichtiges Kriterium.

Um einen Eintrag von Keimen von vorne herein zu verhindern, achten wir besonders darauf, dass Produkt und Verpackung optimal aufeinander abgestimmt sind. So findet, anders als beim Großteil der getesteten Kunststoffverpackungen, bei der Aluminiumtube der Dr. Hauschka Tönungs Pflegecreme nach der Entnahme des Präparates kein Zurückziehen von Luft, Mikroorganismen oder Produkt statt. Die kleine Entnahmeöffnung erschwert ohnehin das Eindringen von Keimen ins Innere der Tube.

Bedingungen, wie sie beim Konservierungsbelastungstest gegeben sind, treten bei normaler hygienischer Entnahme nicht auf.

Bei der Dr. Hauschka Tönungspflegecreme handelt es sich um ein sehr gut verträgliches Produkt. So wurde in den letzten 5 Jahren bei über 1 Million verkauften Packungen keine einzige dermatologisch bestätigte Unverträglichkeitsreaktion registriert.

Rezepturänderung Dr.Hauschka Tönungs Pflegecreme

Anfang letzten Jahres wurde die Rezeptur der Dr. Hauschka Tönungs Pflegecreme im Zuge der geplanten NATRUE-Zertifizierung überarbeitet und dabei leicht verändert. Die optimierte Creme zeigt die gleichen positiven Pflegeeigenschaften wie ihr Vorgänger, enthält als zertifizierte Biokosmetik eine Vielzahl an Inhaltsstoffen aus kontrolliert-biologischem Anbau und besteht nun auch den von KONSUMENT geforderten Konservierungsbelastungstest.

Die neue Variante der Dr. Hauschka Tönungs Pflegecreme ist direkt am aufgedruckten NATRUE-Label erkennbar.

WALA Heilmittel GmbH
Dorfstraße 1
73085 Bad Boll/Eckwälden
Telefon: 0049(0)7164/930-518
Montag-Freitag von 8-16 Uhr

Leserreaktionen

Dr. Hauschka Tönungs Pflegecreme

Die Dr. Hauschka Tönungs Pflegecreme erreichte im Test von KONSUMENT aufgrund einer Abwertung beim mikrobiologischen Belastungstest lediglich das Gesamturteil „nicht zufriedenstellend“. Bei der im Test angewandten Methode wird das Produkt gezielt mit einer großen Menge an Keimen beimpft. Erwünschtes Ziel des Tests ist eine signifikante Reduktion der eingebrachten Keime. Diese Vorgabe hat die Dr. Hauschka Tönungs Pflegecreme nicht erreicht. Wir sind der Auffassung, dass der Konservierungsbelastungstest kein umfassendes Bild der mikrobiologischen Qualität eines Produktes in der praktischen Anwendung liefert. Sinnvoll erscheint der Belastungstest bei Produkten, bei denen durch die Entnahme ständig Keime eingetragen werden können, etwa bei Präparaten in Tiegelform mit großer Oberfläche. Um einen Eintrag von Keimen von vorne herein zu verhindern, achten wir besonders darauf, dass Produkt und Verpackung optimal aufeinander abgestimmt sind. Die kleine Entnahmeöffnung erschwert das Eindringen von Keimen ins Innere der Tube. Bedingungen, wie sie beim Konservierungsbelastungstest gegeben sind, treten bei normaler hygienischer Entnahme nicht auf.

WALA Heilmittel GmbH
Bad Boll/Eckwälden (Deutschland)
(aus KONSUMENT 4/2012)

Nanotechnologie

Nivea visage hat hier am besten abgeschnitten. Ist es nicht so, daß Nivea bei der kompletten Visage-Serie Nanotechnik einsetzt? Ich glaube zu wissen, dass KONSUMENT der Nanotechnik eher kritisch gegenübersteht.

Michaela Hofmann
E-Mail
(aus KONSUMENT 4/2012)

Laut Firma Beiersdorf werden bei Nivea Visage getönte Tagespflege keine Nanopigmente eingesetzt.

Nanotechnologie kann in der Kosmetikindustrie bestimmte Vorteile aufweisen; so ist es etwa möglich, eine gleichmäßigere Größe der Öltropfen im Produkt sicherzustellen, wodurch eine Verbesserung der Emulsion erreicht wird, deshalb fühlen sich die Cremen besser an.

Urea als Feuchtigkeitsspender soll ja in die Haut eindringen. Geschieht dies in Form von fettumhüllten Nanopartikeln, wird die Wirkung der Feuchtigkeitscreme verbessert, ohne dass gesundheitliche Risiken damit verbunden sein müssen.

Anders sieht dies bei Titanoxid aus: Wenn die Partikelgröße unter 20 Nanometer fällt, kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen kommen. Leider gibt es derzeit noch keine Methode, um dies beim fertigen Produkt zu analysieren. Immerhin soll die Kennzeichnungspflicht für Nanopartikel, die wir seit Jahren fordern, bald kommen.

Die Redaktion

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