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Geburtenkliniken - Sanfte Ankunft

, aktualisiert am

  • Österreichweit guter Standard, großes Angebot
  • Die Unterschiede liegen in den Details
  • Erstmals: ein Blick hinter die Kulissen

Häufigste Privatleistung

Entbindungen zählen zu den am häufigsten in Anspruch genommenen Privatleistungen des Gesundheitssystems. Die Geburtenabteilungen sind daher auch die großen „Umsatzbringer“ in den Spitälern, da viele Frauen über Privatversicherungen verfügen. Dementsprechend intensiv werden Entbindungen von den Kliniken beworben. Kaum ein Geburtshaus, das heute nicht nahezu die gesamte Palette rund um die Geburt anbietet, angefangen von Geburtsvorbereitungskursen über alle Varianten an natürlichen, sanften oder alternativen Entbindungen bis hin zum Babyschwimmen nach der Geburt (siehe die ausführliche Testtabelle mit etwa 170 erhobenen Detail-Infos pro Klinik).

Hingehen und ansehen

Obwohl also scheinbar in allen Häusern ohnehin mehr oder weniger aus dem Vollen geschöpft werden kann, ist es trotzdem notwendig, sich möglichst umfassend zu informieren und umzusehen. Denn neben den „atmosphärischen“ Bedingungen, die jede Frau nur vor Ort „erspüren“ kann, gibt es bei genauerem Hinsehen doch deutliche Unterschiede.

Wieviele Stillschwestern pro Mutter?

Manches davon, wie etwa die Bandbreite an Zusatzangeboten, lässt sich leicht in einem Informationsgespräch erfragen. Wie sich in unserem Test herausgestellt hat, ist damit aber noch nicht gewährleistet, dass Sie auf das Angebot auch in jedem Fall zurückgreifen können – sei es, weil es nur in geringer Zahl vorhanden ist oder aus Personalmangel. Beispiel diplomierte Stillschwester: Wenn diese neben Ihnen noch 39 andere Mütter und Kinder zu betreuen hat, kann es schon passieren, dass Sie über eine Stunde warten müssen.

Statistik und Besuche vor Ort

Um herauszufinden, was tatsächlich hinter den Werbeaussagen der Kliniken steckt, und um die Leistungsangebote vergleichen zu können, haben wir Daten erhoben, die bisher hinter dem Vorhang blieben, und der Geburtenstatistik des jeweiligen Hauses gegenübergestellt. Außerdem wurde jedes der 25 Spitäler, die insgesamt immerhin rund 40 Prozent der Geburten in Österreich abwickeln, von einer Testerin aufgesucht.

Das insgesamt gute bis sehr gute Abschneiden lässt sich zum Teil darauf zurückführen, dass sehr viele Punkte abgefragt wurden – das heißt, Schwächen in einzelnen Bereichen konnten durch Stärken in anderen Punkten wieder ausgeglichen werden. Trotzdem ließ sich zumindest zwischen guten und sehr guten Leistungen unterscheiden. Angeführt wird die Reihe der „sehr guten“ Geburtshäuser von der Privatklinik Döbling in Wien, dem Diakonissen-Krankenhaus Linz und der Semmelweis Klinik Wien.

Pro Tag ein Baby

Das zweitplatzierte Diakonissen-Krankenhaus liegt zwar mit 185 Geburten pro Jahr deutlich unter der Rate von 365 Geburten, die seit einiger Zeit als Mindestmaß zur Qualitätsgarantie diskutiert wird. Allerdings handelt es sich bei dieser Klinik um ein reines Belegspital; das heißt, die Gebärenden werden durch ihre privaten Gynäkologen betreut, wodurch das Risiko mangelnder Routine stark von der Erfahrung des jeweiligen behandelnden Arztes abhängt.

Der erste Kontakt

Ziemlich einheitlich präsentierten sich die Spitäler bei der Erstinformation: Der Großteil bietet regelmäßig Vorträge an – die meisten davon kostenlos –, bei denen Details zu den Angeboten des Hauses vorgestellt werden. Unangenehm aufgefallen ist hier das SMZ-Ost in Wien mit Unfreundlichkeit und wenig Information. Ausführlichere Details oder gar eine Besichtigung der Räumlichkeiten wurden unserer Testerin erst für den Geburtsvorbereitungskurs in Aussicht gestellt – also erst, nachdem man sich definitiv dort angemeldet hat!

Eigener Arzt?

Wenig Spielraum gibt es bei der Arztwahl: In den privaten Spitälern kommt der eigene Gynäkologe zur Geburt mit; bei den öffentlichen Krankenhäusern war das in unserem Test nur im St.-Josef-Spital und unter zusätzlichen Kosten möglich. Die Mitnahme einer eigenen Hebamme war in sechs der getesteten Spitäler möglich, zwei Häuser wiesen darauf hin, dass dadurch zusätzliche
Kosten (500 bis 1000 Euro) entstehen. Innerhalb mancher Häuser kann man sich auch eine Hebamme aussuchen oder für eine reine Hebammengeburt, ohne Arzt, anmelden. Hier gilt es also den jeweiligen „Hausbrauch“ zu erfragen.

Die Ausstattung weckt Interesse

Interessant wird es bei den Geburtseinrichtungen, also der Zahl der Kreißzimmer, Badewannen, Geburtshocker, Roma-Räder und Ähnlichem, da die Ausstattung des Hauses gern als wichtiges Entscheidungskriterium für die Patientinnen hervorgestrichen wird. Wenn Sie hier eine ganz bestimmte Einrichtung nutzen möchten, sollten Sie darauf achten, wie viele davon vorhanden sind. Bei Wassergeburten beispielsweise kommt hinzu, dass ständig eine Hebamme anwesend sein muss. Hier sollten Sie sich also auch noch die Zahl der Hebammen im Tag- und Nachtdienst ansehen.

Hochgerechnet auf die Anzahl der Geburten in den jeweiligen Häusern ist die Wahrscheinlichkeit, in einem privaten Spital beispielsweise eine Badewanne benutzen zu können, viermal höher als in öffentlichen Häusern. Bei den Roma-Rädern, die 9 der getesteten Häuser anboten, liegt die Chance zwischen 12 Prozent (AKH Wien) und 89 Prozent (Privatklinik Döbling).

Personal ist wichtiger als Geräte

Auch wenn die privaten Spitäler hier besser abschnitten, kann es aber selbst bei noch so guter Planung passieren, dass Sie nicht auf die gewünschte Art und Weise entbinden können – sei es, weil das vorhandene Roma-Rad gerade von anderen Gebärenden benutzt wird oder weil die Hebammen sich zu dem Zeitpunkt um mehrere Geburten kümmern müssen und Sie daher in der Geburtswanne nicht ständig betreuen können. Um Enttäuschungen vorzubeugen, sollten Sie sich daher nicht allzu sehr auf eine bestimmte Art der Entbindung festlegen. Und ganz nebenbei: Oft zeigt sich erst in der Stunde X, in welcher Stellung oder Lage die Wehen am erträglichsten sind. Das muss nicht zwangsläufig jene sein, die Ihnen Ihre Freundin wärmstens ans Herz gelegt hat.

Arzt ständig auf der Station: "sehr gut"

Ein wichtiger „Wohlfühlfaktor“ im Krankenhaus ist zweifelsohne die personelle Betreuung. Je mehr Ärzte und Pfleger zur Verfügung stehen, desto schneller kann auf Bedürfnisse und Wünsche der Patientinnen eingegangen werden. Als Vergleichsmaßstab wurde in unserem Test beim medizinischen Personal ein rund um die Uhr auf der Station verfügbarer Arzt mit „sehr gut“ beurteilt, ein Arzt auf Rufbereitschaft (also im Notfall erreichbar, wenn auch mit einer gewissen Zeitverzögerung) als „durchschnittlich“; war kein Arzt dieser Fachgruppe vertreten als „nicht zufriedenstellend“.

Große öffentliche: bei Risiko sicherer

In die Beurteilung wurden Stationsarzt, Gynäkologe, Anästhesist und Neonatologe (Spezialisten für Neugeborene) einbezogen. Hier konnten die öffentlichen Häuser insgesamt stärker punkten. Das gilt auch für die medizinischen Einrichtungen: Zwar bieten bereits alle getesteten Häuser eine 24-Stunden-OP-Bereitschaft. Die relativ kostenträchtigen Intensivstationen gibt es bei den Privaten allerdings nur in Ausnahmefällen, Kinderintensivstationen waren generell nur an öffentlichen Spitälern zu finden, und auch dort nicht überall. In den meisten Fällen sind es zwar nur wenige Kilometer bis zur Notfallstation eines anderen Krankenhauses,  jedoch können im Notfall auch Minuten entscheiden.

Kurzzeit-Intensivbetten

Manche Häuser bieten, um keine Zeit zu verlieren, so genannte Kurzzeit-Intensivbetten, die eine gute Betreuung der Babys bis zur Überstellung auf eine Kinderintensivstation gewährleisten. Sollte bei den Voruntersuchungen während der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko festgestellt worden sein, sind Sie in einem größeren Haus mit allem Drum und Dran besser aufgehoben.

Pflegekräfte: Schwach in der Nacht

Beträchtliche Unterschiede fanden sich im Betreuungsschlüssel der Pflegekräfte, die sich nach der Geburt um Mütter und Babys kümmern, also Krankenpflegerinnen und Kinderschwestern. Ausgehend vom schlechtesten Fall (die Abteilung ist voll belegt) wurde ein Betreuungsschlüssel errechnet. Ein „sehr gut“ gab es, wenn eine Schwester fünf Betten zu betreuen hatte, ein „nicht zufriedenstellend“ bei über zehn Betten. Im Nachtdienst lag diese Spanne bei zehn bis über zwanzig Betten. Lediglich vier Häuser (Diakonissen Linz, Semmelweis Klinik, AKH Linz und LKH Feldbach) konnten hier im Tag- und Nachtdienst die Bestnote erzielen. Schlechter das Bild bei den Kinderschwestern: Hier musste in der Hälfte aller Fälle ein „nicht zufriedenstellend“ vergeben werden.

Hebammen: besser bestückt

Deutlich erfreulicher hingegen das Resultat bei den Hebammen: Bis auf ein Spital (Rudolfinerhaus) ist die Anzahl der diensthabenden Geburtshelferinnen tagsüber optimal; für den Nachtdienst ergab sich bei drei öffentlichen und drei privaten Häusern Aufstockungsbedarf.

Zu den medizinischen Eingriffen bei einer Geburt zählen vor allem Dammschnitt, Geburt mit Saugglocke oder Zange und nicht zuletzt ein Kaiserschnitt. Letzterer wird heute von den Zusatzversicherungen wie jede andere Geburt honoriert; der finanzielle Anreiz einer Schnittentbindung für Spitäler und Ärzte ist somit weggefallen. Trotzdem hat sich gezeigt, dass in privaten Spitälern in medizinisch schwierigen Situationen eher ein Kaiserschnitt durchgeführt wird als in öffentlichen Häusern (39 versus 23 Prozent) – Häuser mit hohen Kaiserschnittraten haben auch eine niedrigere Anzahl an komplizierten vaginalen Geburten.

Private tendieren zu mehr Kaiserschnitten

Die Werte bei den Dammschnittraten sind in privaten wie öffentlichen Krankenhäusern vergleichbar (35 versus 33 Prozent), jedoch variieren sie zwischen den einzelnen Häusern stark (von 8 bis 40 Prozent).
Sowohl beim Kaiserschnitt als auch bei Dammschnitt oder -riss gibt es unterschiedliche Philosophien. Neben der medizinischen Notwendigkeit spielen dabei auch wachsendes Sicherheitsdenken, Routine und die Übung in bestimmten Eingriffen oder auch mangelnde Aufklärung der Patientinnen eine Rolle („Welche Konsequenzen hat ein Kaiserschnitt?“, „Mit welchen Methoden kann einem Dammschnitt/vorgebeugt werden?“).

Keine Auskunft? Klinik wechseln!

Wenn Sie eine möglichst sanfte Entbindung mit so wenig medizinischen Eingriffen wie möglich wünschen, sollten Sie nach den Dammschnitt- und Kaiserschnittraten fragen. Falls man Ihnen keine Auskunft erteilt oder die Zahlen deutlich über den genannten Mittelwerten liegen, sollten Sie sich besser nach einer anderen Klinik umsehen.

Geburtenkliniken: Tipps und Infos

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Entscheidungshilfen

Was ist in meiner Nähe? Gute Erreichbarkeit zählt nicht nur dann, wenn es „losgeht“, sondern auch, wenn Sie in der Klinik regelmäßig Untersuchungen, Geburtsvorbereitungskurse oder Nachbetreuung in Anspruch nehmen wollen.

Wo fühle ich mich wohl? Freundliche Auskünfte, ein entspanntes Klima auf der Geburtenabteilung, ein höflicher, sympathischer Umgang (auch der Mitarbeiter untereinander), nette, einladende Zimmer, viel Raum für eigene Vorstellungen oder die Sicherheit, dass das Haus auch für sämtliche Notfälle ausgerüstet ist – all das kann dazu beitragen, dass man sich gut aufgehoben fühlt und die Vorgänge rund um eine Geburt viel entspannter erlebt.

Was ist mir wichtig? Das hängt einerseits vom Verlauf der Schwangerschaft ab: Treten Wachstumsstörungen beim Kind auf, besteht die Gefahr einer Frühgeburt oder anderer Komplikationen? Dann wird die medizinische Versorgung (Neonatologische Abteilung/ Kinderintensivstation etc.) im Vordergrund stehen.

Sonderwünsche? Bei normalem Verlauf hängt die Auswahl des Spitals von den individuellen Vorlieben ab: Soll die Geburt möglichst „sanft“ und natürlich ablaufen, mit selbst ausgesuchter Musik, Bachblüten oder Duftkerze, mit eigener Hebamme? Dann muss ein Spital ausgewählt werden, das solche Eigeninitiative gestattet. Soll unbedingt in der Wanne, auf dem Roma-Rad entbunden werden? Dann überprüfen Sie, ob auch bei voller Auslastung genügend Wannen (plus Hebammen zur ständigen Betreuung) und Räder vorhanden sind.

Oder legen Sie in jedem Fall Wert darauf, dass bei der Geburt im Zweifelsfall alle Notfalleinrichtungen und -fachkräfte direkt im Haus vorhanden sind? Dann müssen Sie dafür vielleicht auf den eigenen Gynäkologen oder die eigene Hebamme verzichten.

Sonderklasse – aus eigener Kasse oder versichert?

Schönere Zimmer, besseres Essen:  Gerade bei einer Geburt wird oft die Unterbringung auf Sonderklasse erwogen. Auf die medizinische Betreuung sollte das keine unmittelbare Auswirkung haben, denn diese ist kraft des Gesetzes für alle Patientinnen in gleicher Weise zu erbringen. Dafür ist ein höheres Maß an Komfort und Intimität gewährleistet: Üblich sind Ein- bis Zweibettzimmer und je nach Spital das eine oder andere Zusatzangebot wie etwa größere Menüauswahl, kostenlose Tageszeitung, integriertes Badezimmer, ausgedehntere Besuchszeiten ...

Und vielleicht fällt auch das Lächeln des medizinischen und pflegerischen Personals „auf Klasse“ gelegentlich um eine Spur breiter aus, denn: Von Privatpatientinnen haben alle etwas. Der Zusatzbetrag wird nach einem im Haus festgelegten Schlüssel auf das Spital und das Personal aufgeteilt – vom Primar über die Ärzte bis - im Idealfall - zu den Pflegekräften. Fairerweise sei allerdings betont, dass unsere Testerin auch als Nicht-Privat-Versicherte bis auf wenige Ausnahmen sehr zuvorkommend und freundlich informiert wurde.

Versicherung oder privat bezahlen:  Für Patientinnen, die auf Klasse liegen möchten, stellt sich die Frage, ob sie dafür eine private Krankenversicherung abschließen oder die paar Tage (Tagessätze siehe Internet) aus eigener Tasche bezahlen. Um eine ungefähre Vorstellung von den anfallenden Kosten zu geben hier zwei Beispiele: Im Krankenhaus Feldkirch kostet eine Geburt auf Sonderklasse rund 2500 Euro (unter der Voraussetzung, dass sie relativ komplikationsfrei verläuft, denn für jede weitere Leistung fallen zusätzliche Kosten an). In Wien-Döbling sind Geburten mit zirka 4500 Euro pauschaliert – dafür fallen keine zusätzlichen Kosten an.  Aber Achtung: Nur für eine Entbindung eine derartige Versicherung abzuschließen muss nicht unbedingt günstiger sein als Barzahlung.

Achtung bei privat in öffentlich:  Bei öffentlichen Spitälern und Zahlung aus eigener Tasche sollten Sie dafür beachten: Sobald Sie privat auf ein besseres Zimmer aufzahlen, sind laut Gesetz auch alle medizinischen Leistungen privat abzugelten. Handelt es sich um ein Sonderklasse-Zweibettzimmer, sind diese Kosten in einer Sonderklasse-Honorarordnung vorgegeben. Für das Einbettzimmer können die Tarife jedoch frei festgelegt werden!

Untersuchungen vor der Geburt (Pränataldiagnostik)

Die Pränataldiagnostik klärt, ob eine Schwangere ein gesundes Kind auf die Welt bringen wird oder ob Störungen, Fehlbildungen oder Behinderungen vorliegen. Es gibt dazu ein ganzes Bündel von Untersuchungen, die wir unten beschreiben.

Uns ist im Zuge der Recherchen aufgefallen, dass einige untersuchte Geburtskliniken Frauen nur unvollständig über Art und Umfang, Vorteile und Nachteile der vorgeburtlichen Untersuchungen informieren. Sie informieren normalerweise über die Untersuchungen, die an dem Haus üblich und möglich sind. Über die Genauigkeit der Untersuchung oder über andere Untersuchungen, die vielleicht zu einem anderen (früheren) Zeitpunkt möglich sind und an dem Haus nicht angeboten werden, äußern sich – so unsere Erfahrung - die wenigsten Geburtsstationen.

Menschlich gesehen ist eines für die schwangere Frau sehr wichtig: Die Wartezeit auf die Untersuchungsergebnisse sollte möglichst kurz sein. Nichts ist für eine Frau, der die Ärzte andeuten, dass mit ihrem Kind etwas nicht in Ordnung sein könnte, unangenehmer als Ungewissheit und Warten.

Wahrscheinlichkeit eines Down-Syndroms

Die Wahrscheinlichkeit ein Kind mit Down-Syndrom (andere Bezeichnung: Trisomie 21 oder der frühere Begriff „Mongolismus“) zu bekommen, steigt mit dem Alter der Mutter drastisch an. 

Alter der Mutter (Jahre)

Wahrscheinlichkeit

20

1:1530

25

1:1350

30

1:900

32

1:660

34

1:450

35

1:360

38

1:170

40

1:100

42

1:55

44

1:30

Neben dem Alter der Mutter beeinflussen auch andere Faktoren die Gesundheit des heranwachsenden Kindes.

Nackendichtemessung

Mittels Ultraschall wird zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche die Nackendichte des Embryos gemessen. Dies gibt erste Informationen über die Wahrscheinlichkeit von Trisomie 21 (Down-Syndrom). Die Ergebnisse liegen sofort vor. Diese Untersuchung erkennt rund 80 Prozent aller Föten mit Down-Syndrom. Die Ultraschalluntersuchung ist harmlos.

Combined-Test

Zur Risikoberechnung bzw. Früherkennung von möglichen Chromosomenschäden - v.a. Down-Syndrom in der 11 bis 14. Schwangerschaftswoche. Der Combined Test ermittelt mit Hilfe von Ultraschall die Nackendichte, bestimmt aus einer mütterlichen Blutprobe zwei Hormonwerte; das Alter der Mutter ist der dritte Faktor. Ein Computerprogramm errechnet die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbildung.

Bei Ergebnissen, die eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Trisomie von 1:300 zeigen, wird meist eine Amniozentese (Fruchtwasserpunktion) empfohlen. Dies betrifft etwa fünf Prozent aller Frauen.

Die Ergebnisse des Combined-Test liegen erst nach ungefähr zwei bis drei Tagen vor, eine u.U. unangenehme Wartezeit für die Schwangere. Mit dieser Methode werden ca. 90 Prozent aller Down-Kinder erkannt.

OSCAR-Test

OSCAR steht für One Stop Clinic for Assessment of Risk. Er wird in der 11.- 14. Schwangerschaftswoche (SSW), durchgeführt und beruht auf dem selben Prinzip wie der Combined-Test – die Ergebnisse liegen jedoch schon nach rund 30 Minuten vor. Mit dieser Methode werden ca. neunzig Prozent aller Kinder mit Down-Syndrom erkannt. Bei Ergebnissen, die eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Trisomie von 1:300 zeigen, wird meist eine Amniocenthese (Fruchtwasserpunktion) empfohlen. Dies betrifft etwa fünf Prozent aller Frauen.

Fruchtwasserpunktion (Amniocenthese)

Ab der 16. Schwangerschaftswoche, also eher spät, was für die Schwangere Wartezeit und Unsicherheit bedeuten kann. Die Untersuchung ähnelt einer Blutabnahme. Zuerst wird mittels Ultraschall die beste Punktionsstelle ausgesucht. Dann wird der Bauch steril gereinigt; es folgt eine Lokalanästhesie. Und zuletzt wird mit einer dünnen Nadel etwas Fruchtwasser in eine Spritze aufgezogen. Er dauert nur wenige Minuten und erfolgt unter ständiger Sichtkontrolle durch Ultraschall.  Nach drei Tagen liegen im Fall des Down-Syndroms die ersten Ergebnisse vor; nach zwei Woche ist die gesamte Auswertung fertig. Bei rund einer von hundert Frauen führt die Fruchtwasserpunktion zu einer Fehlgeburt.

Chorionzotten-Biopsie

Chorionzotten sind Teile der Plazenta (Mutterkuchen). Zuerst wird mittels Ultraschall die beste Punktionsstelle ausgesucht, dann wird der Bauch steril gereinigt und die Frau erhält eine Lokalanästhesie. Im nächsten Schritt führen Arzt bzw. Ärztin eine dünne Nadel durch den Bauch in die Plazenta ein und saugen wenige Chorionzotten an. Der Vorgang ähnelt einer Blutabnahme. Er dauert nur wenige Minuten und wird mittels Ultraschall am Bildschirm ständig kontrolliert. Nach drei Tagen liegen (bei Down-Syndrom) die ersten Ergebnisse vor; nach zwei Wochen ist die gesamte Auswertung fertig.

Die Chorionzotten-Biopsie kann etwas früher als die Fruchtwasseruntersuchung vorgenommen werden, nämlich in der 11. bis 14. SSW. Zu dem Zeitpunkt ist die Schwangerschaft u.U. für andere noch nicht sichtbar.

Bei rund einer von 100 Frauen führt die Chorionzotten-Biopsie zu einer Fehlgeburt (Abortus). Manche Fachleute sprechen dieser Methode höhere Abortusraten als der Amniozentese zu.

Der frühere Untersuchungstermin ermöglicht es jedoch Frauen, die sich gegen ein behindertes Kind mit Down-Syndrom entscheiden, früher einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Dies ist für die Frauen sowohl körperlich als auch emotional von Vorteil.

Organscreening

Die 20. bis 24. Schwangerschaftswoche ist die beste Zeit, um die gesamte Anatomie des Kindes zu untersuchen (Organscreening). Es handelt sich um eine harmlose Ultraschalluntersuchung. Arzt oder Ärztin untersuchen besonders genau Gehirn, Gesicht, Wirbelsäule, Brustkorb mit Herz und Lunge, Bauchwand und Bauchorgane, Nieren, Blase und Skelett. Die häufigsten angeborenen Fehlbildungen sind Herzfehler (vier von 1000 Kindern). Besonders wichtig ist die genaue Untersuchung des fetalen Herzens, wenn es Herzfehler in der Familie gibt oder wenn bei der Ultraschalluntersuchung in der 11.  bis 14. SSW die Nackentransparenz des Fötus erhöht war.

Bei ungefähr fünf Prozent aller Untersuchungen wird eine Erkrankung oder Fehlbildung eines Organes erkannt. Eine frühe Diagnose eröffnet mehr Möglichkeiten darauf zu reagieren. In diesem Fall können Betroffene bereits vor der Geburt mit Spezialisten sprechen, die sich u.U. auch nach der Geburt um das Kind kümmern. Ungefähr neunzig Prozent aller schweren strukturellen Fehlbildungen werden durch diese Ultraschalluntersuchung erkannt.

3D-Ultraschall

Sie kommt nach den genannten Untersuchungen zum Einsatz, ermöglicht eine genauere Beurteilung der einzelnen Organe und wird meist nur bei Missbildungsverdacht angewendet.

 

 

 „Habe mit Wunschkaiserschnitten kein Problem“

Gespräch mit Univ.Prof. Dr. Peter Wagenbichler, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Semmelweis-Frauenklinik Wien

Univ.Prof.Dr. Peter Wagenbichler; Foto: Simonis

 

Suche: Konsument: Wann soll sinnvollerweise mit der Suche nach der passenden Geburtenklinik begonnen werden?
Möglichst bald, da viele Gebärkliniken Untersuchungen im Rahmen der Pränataldiagnostik anbieten. Diese Untersuchungen, die ab der 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, sind dort meist kostenlos.

Auswahl:  Was sind Ihrer Ansicht nach die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl?
In Regionen, wo nicht so eine große Auswahl besteht, muss man sich natürlich nach dem vorhandenen Angebot richten. Ansonsten würde ich aber darauf achten, dass rund um die Uhr alle Einrichtungen und alle Fachkräfte zur Verfügung stehen. In der Praxis handelt es sich sehr oft um Empfehlungen von Frau zu Frau: Welche Erfahrungen gibt es mit bestimmten Häusern, welchen Ruf hat eine Abteilung?

Entscheidung: Ist es überhaupt sinnvoll, sich auf eine bestimmte Form der Entbindung zu fixieren? Wie oft kommt es dann nach Ihren Erfahrungen tatsächlich zu der gewünschten Variante?
Wichtig ist, sich zu entscheiden, ob man auf normalem Weg gebären will oder mittels Kaiserschnitt. Die Feinheiten – ob in der Badewanne oder auf dem Geburtshocker – spielen da noch keine Rolle. In etwa 15 Prozent der Fälle, in denen eine normale Geburt gewünscht war, kommt es dann doch zu einem Kaiserschnitt.

Wunschkaiserschnitt: Alle Häuser bieten Wunschkaiserschnitt an. Wie ist Ihre Einstellung zum Wunschkaiserschnitt?
Der Kaiserschnitt ist heute so risikoarm, dass er auch ohne medizinische Indikation durchgeführt werden kann. Ich habe daher mit Wunschkaiserschnitten kein Problem, solange ihnen eine entsprechende Aufklärung der Patientinnen vorausgeht.

Hebammen: Beim Betreuungsschlüssel zeigte sich, dass nur die Hebammen wirklich gut besetzt sind, Krankenpflegerinnen und Kinderschwestern jedoch nicht. Trotzdem ein zufriedenstellendes Ergebnis?
Ja, denn die Hebammen sind nicht nur für die Entbindung, sondern auch für die Nachbetreuung ausgebildet. Vor allem in kleineren Häusern ist es üblich, dass sie Mütter und Kinder nach der Geburt weiter betreuen.

Empfehlungen für drei Typen von Frauen

Unsere umfangreiche Tabelle enthält tausende Einzeldaten. Zum leichteren Verständnis haben wir modellhaft drei Typen werdender Mütter skizziert.

  • Typ 1 - Sicherheit:  Das ist eine Frau, die in erster Linie medizinische Sicherheit schätzt.
  • Typ 2 - Alternativ: Dieser Frau ist es wichtig, dass es alternative Angebote gibt.
  • Typ 3 – Service: Diese Frau legt besonderen Wert auf Service – also breites Angebot und umfassende Betreuung. 

Wir haben im nächsten Schritt versucht, aus der Tabelle das für den jeweiligen Typ am besten geeignete Angebot herauszufiltern (siehe unten). Natürlich kann unser Vorschlag Ihre individuelle Analyse nicht ersetzten.

  TYP 1: Medizinische Sicherheit geht vor

  • Sie wollen auf Nummer sicher gehen und suchen die bestmögliche medizinische Betreuung – für Sie und ihr Kind.
  • Hohe medizinische Sicherheit bedeutet üblicherweise, dass Sie sich in einen umfassenden medizinischen Betrieb einordnen. Für diese Sicherheit sind Sie eventuell bereit, auf gewisse Annehmlichkeiten (Ambiente, Betreuungsintensität etc) zu verzichten.

Wenn Sie sich zu Typ 1 zählen, dann sollten Sie folgende Rubriken unserer Testtabelle genau analysieren:

Medizinische Einrichtungen: Testurteil sehr gut
Hier haben wir folgendes abgefragt:

  • Gibt es eine 24-Stunden Operations-Bereitschaft?
  • Ist eine Intensivstation für die Mutter vorhanden?
  • Gibt es eine Kinderstation?

Erhoben aber nicht bewertet haben wir:

  • Ist eine Kinderintensivstation bzw. Frühgeburtenstation vorhanden?
  • Wie viele Kilometer sind es bis zum nächsten Spital, das über eine Kinderintensiv bzw. Frühgeburtenstation verfügt?

Drohende Frühgeburten werden üblicherweise noch vor der Geburt in ein Schwerpunkt-Krankenhaus überwiesen. Nur in seltenen Fällen benötigen Neugeborene intensivmedizinische Versorgung, wenn die Schwangerschaft komplikationsfrei verlaufen ist. Sollte dies trotzdem nötig sein, wird das Kind in ein Spital mit Kinderintensivstation verlegt – die Mutter bleibt üblicherweise in der Klinik, in der entbunden wurde.

Ärzte: sehr gut
Wir haben wir geprüft, ob und wie weit folgende Ärzte zur Verfügung stehen.

  • Gynäkologe?
  • Stationsarzt?
  • Anästhesist?
  • Neonatologe (Kinderarzt für Neugeborene)?

Unsere Bewertung sieht so aus: Ist ein Arzt im Dienst? Wenn ja, dann lautet unsere Bewertung „sehr gut“. Befindet sich ein Facharzt an einem anderen Ort nur in Rufbereitschaft, dann vergeht Zeit, bis der Arzt bei der Gebärenden eintrifft, daher gibt es in der Bewertung nur ein „durchschnittlich“. Ist kein Arzt der genannten Fachgruppen verfügbar, haben wir mit „nicht zufriedenstellend“ bewertet.

Tipp

(Geburten- und Schwergeburtzahlen haben wir erhoben, sie flossen aber nicht in das Testurteil ein):

  • Hohe Geburtenzahlen:  Je höher, desto mehr Routine hat ein Team.
  • Niedrige Schwergeburtenzahlen:  Auffallend hohe Schwergeburtenzahlen kombiniert mit üblichen Kaiserschnittraten deuten darauf hin, dass hier in medizinisch komplizierten Situationen nicht sicherheitshalber zu einer Schnittentbindung geraten wird. Anders formuliert: Suchen Sie sich Häuser, die sicherheitshalber – bevor Sie eine Schwergeburt riskieren – einen Kaiserschnitt machen.

Folgende Häuser sind nach unserer Bewertung für Typ 1 geeignet:

Spital (fast alle öff.)       

Geburtenzahl

Schwer-
geburten
in %        

Kaiser-
schnitt
in %

AKH Wien

2953

4,3

36,5

SMZ-Ost          

ca.2000           

k.A.

17

LK St. Pölten

1046

1,4

34,6

KH Amstetten              

966

5,7

12,9

KH Wr. Neustadt          

1349

5,7

15,1

KH Eisenstadt             

730

7,4

27,9

LKH Graz                    

2400

31,2

25,6

LKH Klagenfurt             

1566

7,8

25,5

Diakonissen Linz (privat)

185

k.A

44,9

Kreuzschw. Wels         

1825

24,6

19,7

Barmh. Brüder Linz      

1216

5,8

23,2

LKH Salzburg              

2300

17

14

LKH Innsbruck             

1946

9,9

37,6

KH Feldkirch                

1023

12,2

23,5

         

Typ 2: Alternatives Angebot - die natürlichste Sache der Welt

  • Sie wollen Ihr Kind in möglichst entspannter Atmosphäre und unter möglichst natürlichen Bedingungen auf die Welt bringen.
  • Die Leitung der Geburt durch eine Ihnen vertraute Person (Hebamme oder Arzt bzw. Ärztin) und der Einsatz von alternativen Methoden ist Ihnen wichtig.

Wenn Sie sich zu Typ 2 zählen, sollten Sie folgende Rubriken unserer Testtabelle genau analysieren:

Alternative Begleitung der Geburt: sehr gut
Hier haben wir erfragt, ob folgende Methoden zum Einsatz kommen können:

  •  
    • Akupunktur zur Geburtsvorbereitung?
    • Homöopathie?
    • Bachblütentherapie?
    • Aromatherapie?
    • Blütenessenztherapie?
    • Kann man Musik auswählen/mitbringen? 

Organisatorische Informationen: sehr gut
Hier haben wir neben dem Vorhandensein von Informationsmaterial (Vortrag, Homepage, Broschüre) folgende Fragen geklärt:

  •  
    • Können Sie eine Hebamme zur Geburt mitbringen?
    • Können Sie sich eine Hebamme aus dem Haus aussuchen?
    • Ist eine Hebammengeburt möglich? Also eine Geburt, die die Hebamme leitet und bei der nur bei Komplikationen der Arzt zugezogen wird.
    • Können Sie den eigenen Arzt zur Geburt mitbringen?
    • Können Sie sich einen Arzt aus dem Haus aussuchen?

Tipp

(Die folgenden Daten haben wir erhoben, sie flossen aber nicht in das Testurteil ein):

  • Niedrige Kaiserschnittraten:  Je niedriger die Kaiserschnittraten desto länger wird in diesem Haus zugewartet und Möglichkeiten für eine natürliche Geburt gesucht.
  • Niedrige Dammschnittraten:  Unter Fachleuten ein strittiges Thema; stellen Sie sich darauf ein, dass Sie widersprüchliche Informationen erhalten. In manchen Häusern wird der Dammschnitt fast routinemäßig durchgeführt – obwohl er in einigen Fällen zu vermeiden wäre. Der behandelnde Arzt wird tun, was der Primar wünscht. Niedrige Dammschnittraten sind aber nur dann ein Plus, wenn auch die Kaiserschnittrate niedrig ist (für einen Kaiserschnitt wird natürlich kein Dammschnitt benötigt).

Folgende Häuser sind nach unserer Bewertung für Typ 2 geeignet:

Spital (fast alle privat)   

Kaiser-
schnitt 
in %

Damm-
schnitt
in %

Privatklinik Döbling                   

41,2                            

7,0

St. Josef (öffentlich)                  

15,7                             

11,1

Privatklinik Graz-Ragnitz           

49,0                            

k.A

Sanatorium St. Leonhard          

38,1                            

11,0

Diakonissen Salzburg               

27,0                            

8,0

Sanat. Kettenbrücke                

k.A.                            

k.A.

TYP 3: Service & Betreuung

  • Sie wollen Ihr Kind in nettem Ambiente auf die Welt bringen. Ihnen ist wichtig, dass Sie alle Möglichkeiten der Entbindung haben und dass Sie und Ihr Kind nach der Geburt gut versorgt werden.
  • Ihnen ist wichtig, dass Ihnen, wenn Sie Wünsche haben, schnell und jederzeit Betreuungspersonal zur Verfügung steht.

Wenn Sie sich zu Typ 3 zählen, sollten Sie folgende Spalten unserer Testtabelle genau analysieren:

Geburtseinrichtungen: sehr gut
Unter dieser Rubrik haben wir erfragt, ob (und wie viele) folgende Geburtsmöglichkeiten im Haus zur Verfügung stehen:

  •  
    • Anzahl der Geburtslandschaften/Kreißzimmer?
    • Anzahl Roma-Rad?
    • Gebärhocker?
    • Sprossenwand/Seil?
    • Gebärwannen zur Entspannung?
    • Gebärwannen für die Wassergeburt?
    • Möglichkeiten eines Kreuzstichs: nach Planung oder jederzeit?
    • Ist ein Wunschkaiserschnitt möglich?

Bei dieser Rubrik sollten Sie darauf achten, wie viele dieser Einrichtungen vorhanden sind. Was nützt die schönste Gebärbadewanne, wenn zu viele Frauen sie gleichzeitig nutzen wollen? Setzten Sie die Zahl des Angebotes  in Relation zur Anzahl der Geburten pro Tag (Geburtenzahl/365 Tage),  dann sehen Sie, wie hoch Ihre Chance ist, eine Einrichtung auch tatsächlich nutzen zu können.

Betreuung nach der Geburt: sehr gut
Wir haben folgende Kriterien erhoben:

  •  
    • Ist Rooming-in 24 Stunden möglich? Kann ihr Kind auch in der Nacht bei Ihnen sein, wenn Sie das wünschen?
    • Gibt es ein Kinderzimmer? Können Sie das Kind von Schwestern betreuen lassen wenn sie Ruhe benötigen?
    • Wird eine Babypflegeschulung nach der Geburt durchgeführt?
    • Gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit für Ihre Begleitperson und was kostet diese Übernachtung?

Beurteilung des Vortrags/Führung: sehr gut
Wir haben folgende Kriterien erhoben:

  •  
    • Wie ist der Informationsgehalt der Veranstaltung?
    • Hat man ausreichend Möglichkeit Fragen zu stellen?
    • Wie ist das Ambiente der Zimmer?
    • Wie ist das Ambiente der Gebärzimmer/Kreißzimmer?
    • Gibt es einen offenen Umgang mit Preisen für Zusatzleistungen?

Betreuungsschlüssel Pflegepersonal: sehr gut oder gut
Um die Betreuung im Spital beurteilen zu können, haben wir mit unserem Experten einen Betreuungsschlüssel festgelegt. Wir sind dabei immer von einer maximalen Belegung ausgegangen. Die Anzahl der Krankenschwestern und Kinderschwestern haben wir auf die Anzahl der Betten in der Geburtenabteilung bezogen, die Anzahl der Hebammen im Dienst auf die Anzahl der Kreißzimmer. Je weniger Patientinnen eine Betreuungsperson betreuen muss, desto schneller wird ihnen geholfen werden, wenn Sie etwas benötigen.

Personal

Dienst

Verhältnis

VKI Testurteil

Kranken- und Kinderschwestern

Tag

bis 1:5

sehr gut

bis 1:10

zufriedenstellend

über 1:10

nicht zufriedenstellend

Nacht

bis 1:10

sehr gut

bis 1:20

zufriedenstellend

über 1:20

nicht zufriedenstellend

Hebammen

Tag und Nacht

bis 1:2

sehr gut

bis 1:4

zufriedenstellend

über 1:10

nicht zufriedenstellend

Folgende Häuser sind nach dieser Beurteilung für Sie (Typ 3) geeignet:

  • Privatklinik Döbling
  • Semmelweis Klinik (öff.)
  • AKH Wien (öff.)
  • Privatklinik Graz-Ragnitz
  • Sanatorium St. Leonhard
  • LKH Feldbach (öff.)
  • Diakonissen KH Linz
  • AKH Linz (öff.)
  • Diakonissen KH Salzburg

 

Kompetent mit Konsument: Geburtskliniken

  • Privat oder öffentlich.   Privatspitäler schneiden bei Ausstattung mit Geburtseinrichtungen und Pflegepersonal besser ab, öffentliche bei medizinischem Personal und intensivmedizinischen Einrichtungen.
  • Eckdaten erfragen.  Geburtenzahlen in Relation zur Anzahl der Hebammen, Krankenpflegerinnen im Tag-/Nachtdienst, Stillschwestern etc. liefern Ihnen wichtige Hinweise darauf, ob Sie bei Bedarf rasch Unterstützung erhalten werden.
  • Private Krankenversicherung.   Rechtzeitig und am besten nicht ausschließlich für eine Entbindung abschließen. Sollten Sie privat auf die Sonderklasse aufzahlen wollen, lassen Sie sich vom Spital vorab einen Kostenvoranschlag erstellen.

Geburtenkliniken - Adressen

ÖFFENTLICHE KRANKENHÄUSER

AKH-Wien
Währinger Gürtel 18-20, 1092 Wien
Tel.: 01/40400-0
Prim. Prof. Dr. Peter Husslein

SMZ Ost
Langobardenstraße 122, 1220 Wien
Tel.: 01/28802-0
Primar Prof. Dr. Karl Philipp

Semmelweis Klinik
Bastiengasse 36-38, 1180 Wien
Tel.: 01/47615-0
Departmentleiter Dr. Michael Adam

St. Josef
Auhofstraße 189, 1130 Wien
Tel.: 01/878 44-0
Prim. Dr. Andreas Brandstätter

KH Amstetten
Krankenhausstraße 21, 3300 Amstetten
Tel.: 07472/604-0
Prim. Dr. Karl Weghaupt

KH Wr. Neustadt
Corvinusring 3-5
2700 Wiener Neustadt
Tel.: 02622/321-0
Prim. Dr. Christian Gamber

Landesklinikum St. Pölten
Propst-Führer Straße 4, 3100 St. Pölten
Tel.: 02742/300-0
Prim. MR.  Univ. Doz. Dr. Johann Lahodny

Kreuz-Schwestern Wels
Grieskirchnerstraße 42, 4600 Wels
Tel.: 07242/415-0
Prim. Univ. Doz. Dr. Klaus Reisenberger

Konventhospital Barmherzige Brüder Linz
Seilerstätte 2, 4021 Linz
Tel.: 0732/7897-0
Prim. Dr. Harald Gründling

AKH Linz
Krankenhausstraße 9, 4021 Linz
Tel.: 0732/7806-0
Prim. Dr. Helmuth Stöger

LKH Graz
Auenbruggerplatz 14, 3. Obergeschoß, 8036 Graz
Tel.: 0316/385-0
Prim. Prof. Dr. Uwe Lang

LKH Feldbach
Ottokar-Kernstock-Straße 18, 8330 Feldbach
Tel.: 03152/899-0
Prim. Univ. Doz. Dr. Hans Hofmann/ OA Dr. Mezler

LKH-Universitätskliniken Innsbruck
Anichstraße 35, 6020 Innsbruck
Tel.: 050504-0
Prim. Univ. Prof. Dr. Christian Marth

KH Feldkirch
Carinagasse 47, 6807 Feldkirch
Tel.: 05522/303-0
Prim. Prof. Dr. Peter Schwärzler

LKH Klagenfurt
St. Veiter Strasse 47, 9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/538-0
Prim. Prof. Dr. Stefan Michael Szalay

Landesklinikum Salzburg
Müllner Hauptstraße 48, 5020 Salzburg
Tel.: 0662/4482-0
Prim. Prof. Dr. Alfons Staudach

KH Barmh. Brüder Eisenstadt
Esterhazystraße 26, 7001 Eisenstadt
Tel.: 02682/601
Prim. Prof Dr. Lothar Clemens Fuith

 

PRIVAT-KRANKENHÄUSER

Privatspital Goldenes Kreuz
Lazarettgasse 16-18, 1090 Wien
Tel.: 01/40111-0 oder AKH 01/40400
Prim. Prof. Dr. Fritz Nagele

Rudolfinerhaus
Billrothstraße 78, 1190 Wien
01/36036-0
Ärztlicher Leiter Prof. Dr. Shapour Djavan

 

Geburtenkliniken: So haben wir getestet

Fragebögen verschickt

Für diesen Test wurden einerseits Fragebögen an die Primarärzte bzw. Ärztlichen Leiter der ausgewählten Kliniken gesandt. Die Gewichtung der Parameter wurde mit dem externen Experten Univ.-Prof. Dr. Peter Wagenbichler erstellt. Die zu bewertenden Häuser wurden ihm nicht bekannt gegeben.

Kliniken besucht

Weiters besuchte unsere Testerin alle Geburtenkliniken. Soweit möglich wurde dafür ein allgemein öffentlicher Termin (periodischer Informationsvortrag) wahrgenommen. Wenn dies nicht möglich war, wurde ein Informationstermin vereinbart. Alle Testergebnisse wurden von der Testerin sofort schriftlich im Fragebogen dokumentiert, datiert und unterzeichnet. - Alle Fragebögen wurden ausgewertet und auf Vollständigkeit und Schlüssigkeit geprüft. Die Angaben der Primarärzte wurden ebenfalls auf Plausibilität der Daten überprüft. Bei Unklarheiten haben wir telefonisch oder per E-Mail nachgefragt.

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