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Editorial: Zahnbehandlung in Ungarn - Zufriedenheit ist relativ

, aktualisiert am

Die Patienten sind mit ihren österreichischen Zahnärzten zufrieden; mit den ungarischen auch.

Zufrieden mit den Zahnärzten?

Die Patientenzufriedenheit ist ein Vogerl, ein scheues und wankelmütiges Vogerl.

Als wir 2004 die „Konsument“-Leser baten, uns ihre Erlebnisse mit österreichischen Zahnärzten zu schildern, erreichten uns fast ausschließlich negative Berichte. Kein Wunder, dass die Salzburger Ärztekammer sofort die Zahlen einer Patientenbefragung nachreichte: Über 80 Prozent der befragten Salzburger Patienten seien mit ihren Zahnärzten zufrieden oder sehr zufrieden.  Als wir auf unserer Homepage im Jänner 2005 unter Abonnenten in einer Umfrage die selbe Frage stellten, bestätigten sie die Salzburger Zahlen. 

Abstimmung mit den Füßen

In den Befragungen fehlen offensichtlich die Zahntouristen. Es gibt geschätzte 160.000 bis 200.000 Österreicher, die alljährlich nach Ungarn pilgern, um sich dort die Zähne reparieren zu lassen. So rasend zufrieden können die Patienten also nicht sein. Das ist eine Abstimmung mit den Füßen. Gewiss: Die Ansprüche sind gestiegen und bisweilen überzogen. Es gibt auch viele Patienten, die die Zahnpflege vernachlässigen und dann Billigwunder erwarten. Aber wäre es nicht ebenso denkbar, dass ein Teil dieser „Flüchtlinge“ von der Behandlung hier zu Lande mit gutem Grund schlicht und einfach ang’fressen ist?

Keine Daten

Wir baten die Leser, uns auch über ihre Erfahrungen mit ungarischen Zahnärzten zu berichten. Ergebnis: Die deutliche Mehrheit ist sehr zufrieden. Heimische Zahnärzte können dem Zahntourismus naturgemäß nicht viel abgewinnen. An kritischen Kommentaren zur Qualität zahnärztlicher Leistungen der ungarischen Konkurrenz fehlt es nicht. Manches davon mag sogar berechtigt sein. Was wirklich schmerzt: Es gibt  keine aussagekräftigen Daten zur Qualität zahnärztlicher Leistungen in Österreich. 

Patientenberichte im Mittelpunkt

Auch wir können mit einem Qualitätsvergleich zahnärztlicher Leistungen (noch) nicht aufwarten. Aber wir können Ihnen Fakten und Erfahrungsberichte für Ihre persönliche Entscheidung zur Verfügung stellen.

Redakteur Dr. Manfred Tacha (Foto: Ehrensberger)

 

 

 

 

 

                                                              Redakteur Dr. Manfred Tacha

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