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Bauchschmerzen - Harmlos oder nicht?

, aktualisiert am

Bauchweh ist oft harmlos und geht von selbst vorüber. Akute, ansteigende Schmerzen aber sind ernst. Wenn Kinder über Bauchweh klagen, kann die Ursache auch ganz woanders liegen.

Bauchgrimmen? Bei Stress ist das normal. Meldet es sich aber längerfristig bei jeder seelischen Belastung, sollte man sich Entspannung verschaffen, am besten eine Entspannungstechnik erlernen. Auch zu stark gewürztes oder verdorbenes Essen kann Bauchweh verursachen; Infektionen, Bakteriengift oder Parasiten können Schmerzen auslösen.

Verstopfung und Durchfall

Ein chronisch aufgeblähter Bauch und der Wechsel von Verstopfung und Durchfall sind typisch für einen Reizdarm. Nach dem Gang zum Klo ist man erleichtert, doch der Schmerz kommt wieder und wieder. Zwanzig Prozent der Bevölkerung leiden daran, in der Mehrzahl Frauen. Meist handelt es sich um Funktionsstörungen des Dünndarms, der den Speisebrei nicht vollständig weiterschiebt. Das Problem wird durch Störungen sowohl der Nerven in der Darmwand als auch jener Nerven verursacht, die die Darmtätigkeit steuern.

Vielleicht Darmvertikel

Eine veränderte Verdauung kann aber auch Darmdivertikel anzeigen und unter Umständen gar ein Warnzeichen für Darmkrebs sein. Bauchschmerzen mit blutigem, schleimigem Stuhl können Anzeichen einer Darmentzündung sein. Dauernde Magen- und Bauchschmerzen, die für kurze Zeit leichter werden, wenn man einige Bissen zu sich nimmt, sind möglicherweise Symptom eines Geschwürs im Verdauungstrakt.

Andere Organe spielen mit

Auch Signale aus anderen Organen können sich als Bauchschmerz äußern: Starke Koliken mit galligem Erbrechen deuten auf Gallensteine hin; Schmerz unter dem rechten Rippenbogen ist typisch für eine Leberentzündung; Schmerzen im Oberbauch, die sich nach Mahlzeiten und im Liegen verstärken, können eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse signalisieren.

Kleinkinder deuten oft auf den Bauch, wenn man sie nach ihren Beschwerden fragt – egal, ob der Schmerz in Hals, Magen oder Unterbauch sitzt; da muss man genau nachfragen und eventuell vorsichtig tasten, um die Ursache herauszufinden. Manchmal führen bei Kindern harmlose Gefäßkrämpfe zu starken Schmerzen, die von selbst wieder vergehen. Krampfartige Schmerzen, insbesondere im rechten Unterbauch, bei denen das Kind die Beine anzieht, weisen dagegen auf eine akute Blinddarmentzündung hin.

Selbsthilfe mit Tee und Bad

Eine Tasse Tee kann mit ihrem Tanningehalt Bakterien oder Stoffe unschädlich machen, die den Verdauungstrakt belasten, und besänftigt den Schmerz meist schon nach einer Stunde. Ruhe, ein warmes Bad, eine Wärmflasche, ein Bauchwickel und leichte Bauchmassage lindern Bauchweh. Verstärken sich die Schmerzen durch Wärme, sollte man jedoch rasch den Arzt aufsuchen. Bei chronischen Verdauungsproblemen Koffein, Nikotin, Schokolade, Alkohol, stark gewürzte und große, fettreiche Mahlzeiten meiden. Es kann helfen, lösliche Ballaststoffe einzunehmen. Sie sind in Haferflocken, Nudeln, Reis und Sauerteigbrot enthalten. Unlösliche Ballaststoffe – in rohen Früchten, Gemüse und Vollkornprodukten – verschärfen das Problem. Einen Monat lang ein Essenstagebuch zu schreiben kann klären, welche Nahrungsmittel die Probleme auslösen, sodass man sie gezielt meiden kann. Biofeedback kann bei chronischen Bauchschmerzen helfen.

Arznei

Bei Reizdarm können Antidepressiva (SSRI) in geringer Dosis eine Normalisierung einleiten.

Wann zum Arzt

  • Wenn beim Kind die Bauchschmerzen nicht nach drei Stunden nachlassen.
  • Wenn Bauchschmerzen beim Erwachsenen einige Tage anhalten; wenn sie immer wiederkehren; wenn sie mit blutigem Stuhl verbunden sind.
  • Wenn starke, scharfe Schmerzen plötzlich einsetzen, dringend den Notarzt verständigen.

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