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Reiseversicherungen - Was wirklich nötig ist

Individuell abgeschlossene Reiseversicherungspolizzen decken besser den eigenen Bedarf und verhindern Doppelversicherungen. Allerdings muss man wissen, was man braucht.

Reiseversicherungen werden oft im Paket als Komplett-Schutz angeboten. Das ist angenehm für den Versicherten, weil er sich dann auf Reisen rundum geschützt fühlen kann. Dazu zwei Preisbeispiele: So kostet das Paket „Reiseschutz mit Storno Familie Europa“ für einen 14-tägigen Griechenland-Urlaub (Reisepreis 2000 Euro) bei der ELVIA 105 Euro, das vergleichbare Paket bei der Europäischen Reiseversicherung 96 Euro. Einzelpersonen zahlen für den 14-tägigen weltweiten Schutz (inklusive Stornoversicherung, gleicher Reisepreis) bei der ELVIA 73 Euro und bei der Europäischen 77 Euro.

Mit ein wenig Recherche in der eigenen Dokumentenmappe könnte derselbe Schutz aber deutlich günstiger ausfallen: Zum einen bringt ein Blick in die Haushaltsversicherung oder Kreditkartenunterlagen oft die erfreuliche Überraschung, dass für die bevorstehende Urlaubsreise bereits einige Pannen abgesichert sind.

Zum anderen stecken hinter den Komplett-Paketen mehrere Teilversicherungen (siehe Kasten), von denen manche wenig bis gar nichts bringen. Also wozu dafür mitzahlen?

Jahresschutz oder jede Reise extra

Wenn Sie sehr oft verreisen, kann sich ein Jahresschutz-Paket lohnen, denn dann müssen Sie nicht jedes Mal wieder an die Versicherung denken. Allerdings ist auch im Jahresvertrag die Dauer der einzelnen Reisen begrenzt (etwa bei der Europäischen Reiseversicherung auf 42 Tage pro Reise). Wenn Sie also eine länger dauernde Rundreise planen, müssen Sie einen speziellen Einzelvertrag abschließen.

Bei Pauschalreisen aus dem Katalog sind Versicherungspakete manchmal im Buchungspreis inkludiert. Falls Sie das nicht wünschen (weil Sie über die Kreditkarte ausreichend versichert sind oder weil Sie einen anderen Versicherer möchten), geben Sie das im Reisebüro bekannt. Sie können dann entweder selbst Kontakt mit dem Versicherer Ihrer Wahl aufnehmen oder per Erlagscheinpolizze direkt im Reisebüro das Angebot eines der beiden Reiseversicherer ELVIA oder Europäische Reiseversicherung mitbuchen. Beachten Sie aber, dass hier meist nur das größte und damit teuerste Versicherungspaket angeboten wird. Ein individueller Ausschluss der Risiken, die vielleicht schon durch andere Polizzen abgedeckt sind, ist hier nicht möglich.

Checkliste für die Auswahl

  • Was brauchen Sie? Versicherungsschutz für ein, zwei Urlaubsreisen im Jahr, für eine mehrmonatige Tour oder für mehrere Reisen innerhalb eines Jahres?
  • Wohin fahren Sie? Die meisten Reiseversicherungen gelten nur im Ausland, für Inlandsreisen gibt es eigene Angebote.
  • Besteht bereits Versicherungsschutz? (Kreditkarte, Haushalts-, Kranken- oder Unfallversicherung)
  • Wer/wie viele Personen sollen mitversichert sein? (Partner, Kinder bis zu welchem Alter, mitreisende Freunde der Kinder)
  • Gibt es Selbstbehalte? Wenn ja, wie hoch?
  • Wie hoch sind die Versicherungssummen? Schauen Sie auf die einzelnen Bereiche.
  • Welche Ausnahmen stehen in den Versicherungsbedingungen? (unbedingt verlangen!)
  • Wann beginnt und endet der Versicherungsschutz? (bei Abreise zu Hause, bei Ankunft im Urlaubsland ...)

Bausteine des Rundum-Schutzes

Die einzelnen Komponenten werden entweder alle gemeinsam oder in verschiedenen Kombinationen angeboten. Reisestorno und Auslandsreisekrankenschutz können meist auch einzeln abgeschlossen werden.

  • Reisestornoversicherung: Wirklich lohnend ist sie eher bei teuren Reisen oder wenn der Urlaub schon sehr lange im Voraus gebucht wird. Achtung bei chronischen Krankheiten, die – wenn überhaupt – nur eingeschränkt mitversichert werden.
  • Auslandsreisekrankenversicherung: Mit vielen Ländern (auch außerhalb der EU) gibt es ein Abkommen zum gegenseitigen Krankenschutz. Für Reisen in Länder ohne Abkommen, wie etwa die USA, ist die zusätzliche Polizze aber unbedingt zu empfehlen. Wer sichergehen will, dass er im Krankheitsfall nach Hause zurücktransportiert wird, sollte darauf achten, dass die Rückholung inkludiert ist.
  • Reiseunfallversicherung: Hier gibt es meist umfassende Ausschlüsse (vor allem von gefährlichen sportlichen Aktivitäten) und teilweise viel zu geringe Deckungssummen. Bezahlt wird meist erst ab einer 50-prozentigen Invalidität. Empfehlenswerter ist der Abschluss einer privaten Unfallversicherung für den gesamten Freizeitbereich mit weltweiter Gültigkeit und höherer Deckungssumme.
  • Reisegepäckversicherung: Kommt wegen der vielen Ausschlussgründe (unter anderem auch von Wertgegenständen) und der strengen Sorgfaltspflichten nicht oft zum Tragen. Zum Teil ist das Gepäck aber ohnehin durch die Haushaltsversicherung geschützt.
  • Haftpflichtversicherung: Wird oft durch den weltweiten Schutz der Haushaltsversicherung abgedeckt.

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