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Online-Sparen - Marktübersicht - Auf zur Zinsenrallye!

  • Attraktive Zinsen bei täglich fälligem Geld
  • Direktbanken bieten oft mehr als Filialbanken
  • Online bei gebundenen Sparformen kaum Vorteile

Girokonto plus Online-Sparkonto

Die Leitzinsen steigen, und mit etwas Verzögerung ziehen auch die Banken nach. Doch das bedeutet nicht automatisch, dass man sein Geld gleich langfristig binden sollte. Zum einen ist nicht ausgemacht, dass es nicht weitere Erhöhungen geben kann. Zum anderen gibt es auch für täglich fällige Spareinlagen relativ günstige Guthabenzinsen. Möglich wird das durch Online-Sparen, bei dem zusätzlich zum Girokonto ein Online-Sparkonto (bei derselben oder einer anderen Bank) eröffnet wird, auf dem der Sparbetrag eingezahlt und über das Internet auf das Girokonto ausgezahlt wird.

Direktbanken auf dem Vormarsch 

Vorreiter dieser neuen Sparform sind die Direktbanken, die laut unserer Erhebung auch fast durchgängig die besten Konditionen für täglich fällige Spareinlagen bieten. Zudem ist das Online-Sparen dort meist kostenlos (aber nicht immer, daher die Homepages der Anbieter genau ansehen). Möglich werden die in der Regel besseren Konditionen dadurch, dass die Online- oder Direktbanken auf ein teures, personalintensives Netz von Zweigstellen verzichten und ihre Kunden stattdessen fast ausschließlich über Internet, Telefon oder Post betreuen.

Bei den Instituten mit Filialbetrieb ist Online-Sparen zwar mittlerweile meist ebenso möglich. Aber manchmal werden dafür Gebühren verrechnet, und der Zinssatz ist an die Höhe der Einlage gebunden. Interessant wird es dort oft erst ab mehreren Tausend Euro.

Weniger überzeugend bei gebundenen Produkten

Bei den auf Monate oder Jahre gebundenen Sparprodukten waren die Online- und Direktbanken nicht so überzeugend. Erstens gibt es weniger Angebote und zweitens sind die Zinssätze ähnlich wie bei den Filialbanken. Die österreichische Bundesfinanzierungsagentur ( OEBFA ) bietet als einzige Direktbank nur gebundene Online-Sparprodukte an. Die Verzinsung liegt zwischen 3,70 (1 Monat) und 5,25 Prozent (10 Jahre), und so wie auch bei den anderen Anbietern kann, natürlich mit Zinsabschlägen, jederzeit auf das Kapital zugegriffen werden (mehr Informationen unter www.bundesschatz.at ).

So funktioniert’s

Der Antrag für die Eröffnung eines Online-Kontos kann entweder direkt auf dem PC ausgefüllt und dem Anbieter gemailt werden, oder Sie drucken ihn aus und schicken ihn auf dem Postweg. Bei Banken mit Filialnetz kann man das Konto auch persönlich eröffnen. Da sich Online-Anmelder legitimieren müssen, erfolgt hier meist eine eingeschriebene Rücksendung der Online-Bank, die der zukünftige Kunde persönlich im Postamt unterzeichnen muss. Bei Online-Anbietern, die mit Finanzdienstleistern kooperieren, kann auch deren Vertriebs- oder Filialnetz zur Anmeldung genutzt werden; z.B. bei der easybank die BAWAG/P.S.K.-Filialen, bei der Allianz Investment Bank der Außendienst des Allianz-Vertriebs – die Vertreter dieser Versicherung wollen natürlich bestehende Polizzen prüfen und neue verkaufen. 

Einzahlen und Beheben über Referenzkonto

Das Einlagekonto der AutoBank wird auch über den AWD vertrieben, das Produkt der Generali Bank über deren Außendienstmitarbeiter und die Deutsche Vermögensberatung AG.

Mit der Kontoeröffnung ist auch schon der ärgste Aufwand erledigt. Die Einzahlung oder Behebung des Kapitals erfolgt dann meist über ein bei der Kontoeröffnung angegebenes Referenzkonto, üblicherweise das Girokonto. Hier steckt auch ein möglicher Nachteil dieses Systems: Bare Transaktionen sind meist nicht möglich. Um Geld abzuheben, müssen Sie den Betrag erst auf das Referenzkonto überweisen, und dafür sollten Sie mindestens zwei Tage einkalkulieren. Immerhin haben Sie die Gewähr, dass es sich um ein ziemlich sicheres System handelt: Überweisungen sind nur auf Konten möglich, auf die Sie als Berechtigter Zugriff haben. Und wenn Sie selbst noch auf Sicherheit achten (Passwort regelmäßig ändern, Angaben zum Konto weder in der Brieftasche noch in der Dokumentenmappe oder gar im Computer festhalten, Virenscanner regelmäßig aktualisieren und keine Software oder Mails aus unbekannter Quelle akzeptieren), kann nur wenig schiefgehen.

Durch Einlagensicherung geschützt

Dass das Geld auch bei den Direktbanken sicher ist, dafür sorgt die gesetzliche Einlagensicherung mit bis zu 20.000 Euro pro Kunde und Bankinstitut. Bei manchen Anbietern (wie etwa ING-DiBa , Instituten des Raiffeisen- und Sparkassensektors sowie den Bundesschätzen) ist die Haftung noch höher.

Online-Sparen: So viel bringen höhere Zinsen

Selbst bei geringeren Einlagen zahlt es sich aus, sein Geld auf ein höher verzinstes Konto zu legen.

  • Herr K. möchte monatlich 100 Euro ohne Bindefrist ansparen. Für sein täglich fälliges Sparbuch bei der BA-CA erhält er 0,375 % Zinsen. Würde er das Geld auf ein gut verzinstes täglich fälliges Online-Konto legen, hätte er einen  deutlich besseren Ertrag (KESt wurde berücksichtigt):

Einzahlung € 100,– monatlich

Bank BA-CA Allianz Investmentbank
Zinssatz in Prozent 0,375   3,85
Guthabenstand in € nach  

1 Jahr

1.201,85 1.219,01

2 Jahren

2.407,14   2.473,82

3 Jahren

3.615,86   3.765,26

4 Jahren

4.828,02   5.094,50

5 Jahren

6.043,64  6.462,66 

 

  • Frau K. hat eine Lebensversicherung ausbezahlt bekommen und rechnet in nächster Zeit mit größeren Ausgaben für einen Wohnungskauf. Wenn sie das Kapital statt auf einem täglich fälligen Sparbuch auf einem Online-Konto anlegt, kann sie in nur zwei Jahren um 537 Euro mehr lukrieren!

Einzahlung von einmalig € 10.000,–

Bank BA-CA Allianz Investmentbank
Zinssatz in Prozent 0,375   3,85
Guthabenstand in € nach  

1 Jahr

10.028,44   10.291,96

2 Jahren

10.057,11   10.594,09 

Online-Sparen: Kompetent mit "Konsument"

  • Attraktive Zinsen. Bei täglich fälligen Spareinlagen schneidet Online-Sparen deutlich besser ab als das herkömmliche Sparbuch; bei Einlagen mit Bindefrist kaum Unterschiede.
  • Mindesteinlage. Bei den meisten Anbietern geringe bis gar keine, bei Denizbank und Direktbank 1000 Euro. Bei Filialbanken höhere Zinsen, aber oft erst ab bestimmten Beträgen.
  • Kosten. Bei Direktbanken meist keine, bei Filialbanken in manchen Fällen Kontoführungsgebühren, noch häufiger aber Kontoschließungsspesen.
  • Nicht zu lange binden. Weitere Zinssatzsteigerungen sind möglich!

Online-Sparen: Mehr zum Thema

Die Zinsen werden vermutlich weiter steigen. Im Serviceteil "Ihr Geld" bieten wir Ihnen den laufenden aktualisierten Überblick für Sparzinsen - nicht nur von täglich fälligen, sondern auch von gebundenen Spareinlagen.

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