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Investmentfonds im Dauertest: Top-Fonds gesucht - Beispiele für Rentenfonds

  • Auswahl gut überlegen
  • Kennzahlen sind hilfreich
  • Verlustrisiko beachten

Vielversprechende Inhalte, klingende Namen

Das Angebot an Fonds ist kaum noch überschaubar. Wöchentlich kommen neue Produkte auf den Markt, mit vielversprechendem Portfolio und klingenden Namen. Allein unsere Datenbank, die nur Fonds berücksichtigt, die seit über fünf Jahren am Markt etabliert sind, zählt rund 3.000 Fonds. (Für jüngere Fonds liegen erst wenige aussagekräftige Kennzahlen vor. Eine seriöse Ertrags-/Risikobewertung ist daher noch nicht möglich.)

Wie aber den besten – also ertragsstärksten – Fonds im Rahmen des gewählten Risikoprofils in einem derartigen Überangebot finden? Indem Sie beispielsweise Ihrem Berater vertrauen und ihm die Auswahl überlassen. Damit verzichten Sie möglicherweise auf einige Tausend Euro. Oder aber Sie nehmen sich die Zeit und machen sich selbst auf die Suche nach Ihrem persönlichen Top-Fonds. Unsere Fonds-Info liefert Ihnen dazu die nötigen Anhaltspunkte.

Chance ist gleich Risiko

Fonds haben den Vorteil höherer Ertragschancen als klassische Sparprodukte – das kann sein, muss aber nicht sein. Diese leidvolle Erfahrung haben in der Vergangenheit viele Anleger gemacht. Fakt ist: Je nach Fondskategorie besteht ein mehr oder weniger großes Risiko von Kursschwankungen und Verlusten. Verluste werden aber erst schlagend, wenn man den Fonds verkauft, somit lohnt es sich, Kurstiefs zu durchtauchen. Wer sich für Fonds entscheidet, sollte daher über einen gesicherten finanziellen Grundstock verfügen. Einerseits in Form eines Notfallgroschens für alle Fälle. Andererseits in Form von abgesicherten Veranlagungen, die auch von Turbulenzen auf den Finanzmärkten nicht so leicht angeknabbert werden.

15 Risikoklassen

Als Hilfe für die Risikobewertung bieten wir eine Klassifizierung aller in unserer Datenbank gelisteten Fonds an. Auf Basis der tatsächlich eingegangen Risken in der Vergangenheit werden die Fonds in Risikoklassen von 1 bis 15 zugeordnet. Risikoklasse 1 bedeutet ein Verlustrisiko von 2,5 Prozent des Anlagebetrages. In Risikoklasse 4 ist bereits mit einem Verlust bis zu 10 Prozent zu rechnen. Mit einem sehr hohen Risiko (mehr als 80 Prozent) behaftet sind alle Fonds der Klassen 13, 14 und 15.

Qual der Wahl

Ob zu Ihrem Risikoprofil am besten Renten-, Aktien-, Misch- oder indexgebundene Fonds passen, sollten nicht nette Prospekte oder „Geheimtipps“ von guten Bekannten entscheiden, sondern harte Fakten. Dazu ist es durchaus ratsam, sich professionelle Beratung über aktuelle Finanztrends bei der Hausbank, bei Finanzberatern oder im Internet zu holen. Diskutieren Sie Fragen wie Zinsentwicklung, Wachstumsbranchen, stabile Anlageregionen oder Prognosen für Fremdwährungskurse mit Experten, bevor Sie sich für ein konkretes Produkt entscheiden.

Und: Sondieren Sie unbedingt mehrere Anbieter und Produkte. Manche Finanzdienstleister oder Banken bieten nicht alle Fonds an. Sie können Ihren Wunschfonds auch über Fondsbörsen erwerben. Meist reicht jedoch eine gewisse Hartnäckigkeit aus.

Unterschiede können riesig sein

Leider wird immer noch viel zu häufig zum erstbesten Angebot gegriffen. Dabei können die Unterschiede wirklich riesig sein. Von den regelmäßigen Auswertungen unserer Fonds-Info wissen wir: Wer in den letzten fünf Jahren im Bereich Aktien welt- weit investiert hat, kann eine durchschnittliche Performance pro Jahr von 0,2 Prozent bis zu 24,9 Prozent erzielt haben. Bei einer einmaligen Anlage von 10.000 Euro ist man damit im ersten Fall über einen Betrag von 10.140 Euro enttäuscht – oder man freut sich über 30.395 Euro!

Risiko streuen

Wer mit Fonds gutes Geld machen will, muss sich also zunächst gründlich informieren, dann die zu seinem Sicherheitsbedürfnis passende Kategorie wählen und schließlich die richtige Wahl treffen. Generell raten wir, nicht nur auf ein Pferd zu setzen, sondern das Risiko über mehrere Fonds zu streuen oder einen Mischfonds zu wählen, der in unterschiedliche Arten von Papieren investiert.

Index als Messlatte

Die rentabelsten Fonds einer Kategorie (ohne Berücksichtigung des Risikos) findet man am schnellsten durch einen Vergleich der Performance mit einem Referenzwert. Als Referenzwerte dienen häufig Indizes des gleichen Marktes, z.B. in unserer Tabelle von Euro-Rentenfonds mit mittlerem Risiko der Citigroup-Euroland-Staatsanleihen- Index. Fonds, die im Vergleich zur generellen Entwicklung dieser Branche überdurchschnittlich abgeschnitten haben, sind sogenannte Outperformer. Die Orientierung an der Performance eines Fonds ist ein guter Maßstab für die Qualität des Fondsmanagements. Denn: Wer es weit über den Durchschnitt geschafft hat, hat sich überdurchschnittlich für die Anleger ins Zeug gelegt.

Nicht nur Performance zählt

Aber nicht nur die Performance zählt. Keinesfalls sollten Sie sich wegen eventuell höherer Erträge zu mehr Risiko hinreißen lassen. Natürlich verheißen hochriskante Branchen oder Regionen attraktive Wertsteigerungen. Auf das Verlustrisiko wird jedoch selten hingewiesen. In unserer Fonds-Info verwenden wir daher für die Erfolgsbewertung zusätzlich eine gewichtete Performance-Sicherheitskennzahl, wobei die Wertentwicklung mit 75 Prozent und die Stabilität der Ergebnisse mit 25 Prozent gerechnet wird. Damit lässt sich auf einen Blick erkennen, wie der Wunschfonds im Vergleich zu den Konkurrenten in seinem Segment abschneidet und ob die erzielten Wertzuwächse auch längerfristig gehalten wurden.

Auch Stabilität ist wichtig

Dem Anleger stehen damit als Entscheidungshilfe drei aussagekräftige Kennzahlen zur Verfügung: die Performancekennzahl, die Stabilitätskennzahl und von uns bereits vorberechnet die konsolidierte Bewertung nach der 75-%-Performance-/25- %-Sicherheitsgewichtung. Für einen überdurchschnittlich gut laufenden Fonds sollten die Werte aller drei Kennzahlen über 55 liegen (der Durchschnitt jedes Marktes ist immer 50; ab 55 Bewertungspunkten ist ein Fonds also „überdurchschnittlich“). Aber Achtung: Ein Vergleich verschiedener Kategorien ist nicht sinnvoll. Nur innerhalb eines Anlageschwerpunkts lässt sich ein Fonds sinnvollerweise anhand der besten Kennzahlen auswählen.

Entwicklung kaum vorhersehbar

Fazit: Trotz aller Vorsicht ist die Entwicklung eines Fonds nicht hundertprozentig vorhersehbar. Ein gutes Management und eine über mehrere Jahre nachgewiesene stabile Performance innerhalb der jeweiligen Kategorie sind aber Anhaltspunkte, wie es mit diesem Fonds in den nächsten Jahren weitergehen könnte.

Chance-Risiko-
Klasse

Verlust bis zu
... Prozent

1

2,5
2 5
3 7,5
4 10
5 15
6 2
7 25
8 30
9 40
10 50
11 60
12 70
13 80
14 90
15 > 90

Investmentfonds: Kompetent mit „Kosument“

  • Gründlich vorbereiten. Auf lange Sicht ist die richtige Auswahl einige Tausend Euro wert. Daher ist die Zeit für die Suche nach guten Fonds und die Beschäftigung mit relevanten Kennzahlen gut investiert.
  • Hartnäckig bleiben. Das Angebot an Fonds ist riesig, aber nicht alle sind sofort erhältlich. Signalisieren Sie Ihrem Berater, dass er sich bei Ihnen ins Zeug legen muss. Es gibt Alternativen für den Ankauf, etwa über die Fondsbörse ( www.fondsboerse.de ).
  • Kostenargument nicht überbewerten. Nicht selten werden Fonds der Hausbank mit dem Hinweis auf günstigere Konditionen angepriesen. Trotzdem muss auch die Entwicklung des Fonds stimmen. Sonst ist der Spesenvorteil rasch aufgebraucht.
  • Einige sind besser. Eine gute Performance wird meist über einen längeren Zeitraum durchgehalten. Auch bei schwierigem Umfeld schaffen gut gemanagte Fonds zufriedenstellende Zuwächse.

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