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Investmentfonds - Geldanlage in der Krise

, aktualisiert am

Investmentfonds werden von Fondsgesellschaften oder auch von Kapitalanlagegesellschaften (KAG) herausgegeben und bieten Anlegern die Möglichkeit, in verschiedenste Finanzinstrumente und Märkte zu investieren.

Beurteilung

Sicherheit je nach Fondstyp mittel bis sehr hoch
Renditechancen je nach Fondstyp gering bis hoch
Kosten je nach Fondstyp gering bis hoch
Liquidität hoch bis sehr hoch
Komplexität, Handhabung, Bequemlichkeit einfach
Mindestveranlagung bei Fondssparplänen ab 50 Euro pro Monat, bei Einzelinvestitionen ab 4.000 Euro
Anteil am Portfolio bis 40 %


Vereinfacht gesprochen handelt es sich bei den Fondsgesellschaften gewissermaßen um Kapitalsammelstellen, die das von den Anlegern eingezahlte Geld verwalten. Die Anleger investieren ihr Geld jedoch nicht in die Fondsgesellschaft selbst, sondern in von ihr emittierte Investmentfonds, die von einem professionellen Fondsmanagement nach gesetzlichen Richtlinien verwaltet werden.

Sicherheit

Fonds weisen eine Vielfalt auf wie sonst kaum ein Anlageprodukt– von grundsoliden Papieren bis hin zu hoch riskanten Hedgefonds – und ebenso vielfältig ist das Risikopotenzial, einen Teil seines Geldes zu "versenken". Am besten fährt man, wenn man auch bei Investmentfonds nicht alles auf ein Pferd setzt, also seine Anlagen in verschiedene Fondstypen steckt, oder – wenn das eigene Vermögen das (noch) nicht zulässt – in Mischprodukte investiert, z.B. in gemischte Fonds.

Ein sehr geringes Risiko bergen Dachfonds, also Fonds, die sich ihrerseits wieder aus Fonds zusammensetzen, was den Nachteil hat, dass hier nicht nur die Managementgebühren für den Dachfonds eingerechnet werden, sondern auch die Handlingkosten für die dahintersteckenden Fonds. Hier sollte schon sehr genau abgewogen werden, ob die Mehrfachbelastung an Managementgebühren durch eine wirkliche Sicherheitserhöhung gerechtfertigt ist. Gering ist das Risiko auch bei Geldmarktfonds, Renten- und Mischfonds.

Riskanter sind hingegen Aktienfonds. Unterschiedlich ist die Situation bei Immobilienfonds: Hier ist von hoher Sicherheit bis zu hohem Risiko (bei geschlossenen Fonds) alles möglich. Als Faustregel sollte man hier beherzigen: Hände weg von Produkten, die man nicht durchschaut oder nicht nachvollziehen kann.

Renditechancen

So wie bei Anleihen richten sich auch bei Fonds die Renditechancen nach dem jeweiligen Typus. Ist ein Fonds ausschließlich in Aktien investiert, besteht ein höheres Risiko, und somit bestehen auch höhere Renditechancen.

Ist es ein aus Aktien und Anleihen gemischter Fonds, wird das Risiko der Aktienkursschwankungen durch die Anleihen abgefedert. Das kostet aber auch Rendite. Natürlich gibt es auch innerhalb der einzelnen Kategorien Unterschiede. So ist ein Aktienfonds, der vorwiegend auf etablierte Unternehmen setzt, einem geringeren Verlustrisiko ausgesetzt als ein Aktienfonds mit Schwerpunkt "Neue Technologien". Verallgemeinernd lässt sich dennoch sagen:

  • Dachfonds: Sehr geringe Renditechancen
  • Geldmarktfonds: Sehr geringe Renditechancen
  • Immobilienfonds: Geringe Renditechancen
  • Rentenfonds: Geringe bis mittlere Renditechancen
  • Aktienfonds: Mittlere bis sehr hohe Renditechancen
  • Mischfonds: Mittlere bis hohe Renditechancen
  • Hedgefonds: Sehr hohe Renditechancen

Verschiedene Fondsarten

Investmentfonds: ein Bündel verschiedener Wertpapiere

Ein Investmentfonds ist ein "Korb", der verschiedene Wertpapiere enthält. Das können Aktien, Anleihen (Renten), Anlagen auf dem Geldmarkt, Immobilienbeteiligungen, hoch spekulative Anlageformen, aber auch andere Investmentfonds sein. In einem Fonds können diese verschiedenen Arten von Wertpapieren auch gemeinsam vertreten sein, dann spricht man von Mischfonds.

Eine Kapitalanlagegesellschaft (KAG) sammelt Geld von vielen Anlegern und kauft damit ein. Sie verwaltet das Vermögen nur treuhändisch, bei einer Insolvenz der KAG bleibt das Fondsvermögen unangetastet.

Aktienfonds: große Vielfalt

Aktienfonds sind die größte Gruppe unter den Investmentfonds: Neben Fonds, die in Aktien von Unternehmen auf der ganzen Welt oder nur in Europa investieren, gibt es Fonds mit Aktien, die ausschließlich von Unternehmen eines Landes, einer Branche oder Region stammen.

Bei einigen Gruppen gibt es auch sogenannte Nebenwerte. Darunter versteht man Fonds, die gezielt in Aktien kleinerer oder weniger bekannter Unternehmen dieses Marktes investieren. Möglicherweise hat das eine oder andere ja eine große Zukunft vor sich. Auch Aktienfonds in Schwellenländern wie China, Indien oder Lateinamerika spekulieren mit der Hoffnung auf die Zukunft.

Nebenwertefonds und Fonds in Hoffnungsmärkten sind riskanter, daher weniger für Kleinanleger geeignet und nur eventuell als Beimischung sinnvoll.

Rentenfonds (Anleihen): nicht alle sind sicher

Rentenfonds investieren in Anleihen. Euro-Rentenfonds sind weitgehend sichere Anlagen. Manche Fonds investieren in Anleihen mit bestimmten Laufzeiten – beispielsweise nur kurze. Es gibt aber auch Fonds, die nur in länger laufende Anleihen investieren.

Rentenfonds, die in Fremdwährungsanleihen investieren, bergen wegen möglicher Wechselkursschwankungen ein wesentlich höheres Risiko. High-Yield-Rentenfonds investieren in Anleihen von Schuldnern geringer Bonität, sind also höchst riskant.

Mischfonds: Aktien und Renten gemischt

Nicht jeder Anleger will oder kann selbst ein Portfolio aus Fonds mit unterschiedlicher Chance-Risiko-Struktur zusammenstellen. Daher werden auch gemischte Fonds angeboten.

Bei Mischfonds mit offensiver Ausrichtung oder ausgewogener bis offensiver Ausrichtung überwiegt der Aktienanteil. Hier steht höheren Ertragschancen ein größeres Risiko gegenüber.

Bei Mischfonds mit defensiver Ausrichtung oder defensiver bis ausgewogener Ausrichtung überwiegt der Anteil an Anleihen. Sie sind sicherer, dafür sind keine starken Ertragszuwächse zu erwarten.

Darüber hinaus gibt es auch Investmentfonds mit ausgewogener Ausrichtung. Bei manchen Fonds ist das Mischungsverhältnis fix vorgegeben, andere Fonds ändern es nach den Marktgegebenheiten.

Geldmarktfonds: für kurze Anlagedauer

Geldmarktfonds investieren in Anleihen mit kurzer Restlaufzeit (bis zu einem Jahr) sowie in Fest- und Termingelder. Euro-Geldmarktfonds sind sehr sicher. Außerdem werden sie ohne Ausgabeaufschlag angeboten. Daher eignen sie sich auch dafür, Geld kurzfristig zu parken. Ihr Ertrag ist aber mäßig. Geldmarktfonds in anderen Währungen weisen ein höheres Risiko auf.

Immobilienfonds: Investieren in Grund und Boden

Was Immobilien betrifft, gibt es zwei Möglichkeiten, in einen Fonds zu investieren. Zum einen die Offenen Immobilienfonds, zum anderen gibt es Fonds, die in Immobilienaktien investieren. Letztere weisen jedoch eine deutlich höhere Chance-Risiko-Klasse auf als Offene Immobilienfonds.

Spezielle Fonds 

Dachfonds investieren nicht direkt in Wertpapiere, sondern in andere Fonds. Das heißt: Sie werden doppelt gemanagt. Deshalb sind hier auch die Kosten höher.

"Grüne" Fonds investieren nach ethischen oder ökologischen Grundsätzen. Teilweise wird dabei auf eine Renditeorientierung verzichtet. Die Einstufung, ob ein Unternehmen diesen Kriterien entspricht, ist aber von Fonds zu Fonds unterschiedlich.

Hedgefonds sind hochriskante Anlageformen, die oft auch mit sehr hohen Spesen belastet sind. Wir empfehlen diese Anlagegruppe für Privatanleger grundsätzlich nicht. Unter der Bezeichnung "Fonds" werden mitunter auch ebenfalls problematische Anlageformen wie Beteiligungen oder Genussscheinkonstruktionen vertrieben.

Kosten, Handhabung

Kosten

Bei nahezu allen Fonds fallen Ausgabeaufschläge (AGA) an. Ihre Höhe richtet sich nach der Zusammensetzung des Fonds: Reine Geldmarktfonds sind am günstigsten, Aktienfonds am teuersten. Dazu kommen Depotkosten zwischen 0,1 und 0,2 Prozent plus Umsatzsteuer, meist auch die Kosten für ein Verrechnungskonto, die meist um die 20 Euro pro Jahr liegen. Letztere fallen üblicherweise weg, wenn man bereits ein Konto bei der Bank hat, über die man einen Fonds kauft. Auch beim Verkauf fallen meist noch einmal Spesen an, welche die Rendite um ein paar Zehntelprozent verringern, darunter nicht zuletzt die 27,5-prozentige Kursgewinn-Steuer. Die Liste der möglichen Gebühren, Spesen und Kosten ist lang, es gibt zum Beispiel auch Rücknahmegebühren, Managementgebühren (üblicherweise 0,5-2 % der Anlagesumme), Kosten für Wirtschaftsprüfer, Kosten für externe Berater und Kosten für die Veröffentlichung der Geschäftsberichte.

Manche Gebühren sind verhandelbar; es lohnt sich daher, immer nach Rabatten zu fragen. Vor allem bei den Ankaufspesen bzw. Ausgabeaufschlägen sind oft Nachlässe von 50 bis 100 % drinnen. Um Vergleiche anstellen zu können, ist es hilfreich, ein Musterdepot zusammenzustellen und anhand dessen die Mindestgebühren, die pro Depot oder Position jährlich anfallen, sowie die Kontoführungsgebühren zu vergleichen. Bei einer Erhebung 2014 reichte hier die Bandbreite an jährlichen Mindestspesen von 0 (flatex.at und INGDiba) bis fast 85 Euro (Bank Austria).

Kapitalertragsteuer

Melde- und Nicht-Meldefonds

Bei der Besteuerung von Investmentfonds ist zwischen Meldefonds und Nicht-Meldefonds zu unterscheiden. Meldefonds haben einen steuerlichen Vertreter in Österreich, unabhängig davon, ob diese ausländische oder inländische Fonds sind. Meldefonds müssen die Kapitalertragssteuer (KESt) auf Ausschüttungen und ausschüttungsgleiche Erträge an die Österreichische Kontrollbank (OeKB) melden. Anhand dieser Meldungen, die innerhalb von fünf Monaten (bei inländischen Fonds) bzw. sieben Monaten (ausländische Fonds) nach dem Ende des Fondsgeschäftsjahres zu erfolgen hat, rechnet die inländische depotführende Bank die 27,5%ige KESt ab. Tatsächliche Ausschüttungen (bei ausschüttenden Fonds) sind zu 100 Prozent steuerpflichtig und werden zum Zeitpunkt der Ausschüttung versteuert. Die Meldefonds werden auch weiße Fonds und die Nicht-Meldefonds schwarze Fonds genannt. Eine Liste aller weißen Fonds finden Sie auf der Website der Österreichischen Kontrollbank (Menüpunkt; links: KESt-Meldefonds, Liste der Meldefonds)  Mehr zu diesem Thema unter „Investmentfonds und KESt“ (https://www.konsument.at/geld-recht/investmentfonds-und-kest)

Kosten sparen mit ETFs

Exchange Traded Funds (zu Deutsch: "börsengehandelte Fonds") werden nicht über KAG, sondern direkt über die Börse gehandelt. Dadurch entfällt der von KAGs verrechnete Ausgabeaufschlag (AGA), und auch die Management- und Verwaltungsgebühren liegen oft deutlich unter denen klassischer Fonds, weil dahinter nicht (mehr oder weniger umfangreiche) Fondsmanagement-Teams stecken.

ETFs gibt es mittlerweile in großer Vielfalt; gemeinsam ist allen, dass sie einen Index nachbilden, seien es Börsenindizes wie DAX oder STOXX, Branchenindizes wie etwa jener der Automobilindustrie, Regionenindizes oder – wenn man sich nicht auf eine bestimmte Sparte festlegen will – globale Märkte.

Obwohl die (meisten) ETFs nicht aktiv gemanagt werden, können sie von der Performance her mit klassischen Fonds mithalten und weisen dank deutlich niedrigerer Gebühren sogar häufig bessere Nettorenditen auf. ETFs können wie andere Wertpapiere über Bank- oder Vermögensberater erworben werden. Besonders kostengünstig ist der Onlinekauf über Direktbanken. Online-Tutorials oder Webinare erleichtern Neueinsteigern die Abwicklung.

Liquidität

Wer in Fonds investiert, sollte prinzipiell eine Anlagedauer von mindestens drei bis fünf Jahren im Auge haben. Zwar können Fonds praktisch täglich über eine KAG gekauft und auch wieder abgestoßen werden. Die Rendite kann aber ordentlich zusammenschrumpfen, falls man den Fonds genau dann verkaufen muss, wenn er wegen ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gerade weniger wert ist.

Das gilt auch beim Fondssparen, wo es noch dazu eine Weile dauert, bis mit den kleineren Beträgen eine einigermaßen stattliche Summe zusammengekommen ist. Es gibt zwar vereinzelt Verträge, die auf eine bestimmte Laufzeit oder ein Zielkapital abgeschlossen werden.

Das Standardangebot kann jedoch jederzeit verkauft werden. Zum Beispiel, wenn es nicht hält, was man sich davon versprochen hat, oder wenn man – meist zu ermäßigten Gebühren – zu einer besseren Variante switchen, also wechseln will. Änderungen sind bei allen Anbietern möglich, insbesondere was die zukünftigen Raten betrifft. In diesem Fall wird der alte Sparplan stillgelegt und ein neuer abgeschlossen.

Komplexität, Handhabung, Bequemlichkeit

Investmentfonds sind für Börse-Laien deutlich einfacher abzuwickeln als Investitionen in einzelne Wertpapiere, vor allem Aktien. Sie sind aber – speziell in der Auswahl – herausfordernder als Sparbücher oder auch Anleihen: Man muss sich aus der riesigen Bandbreite, die heutzutage angeboten wird, einen Fonds aussuchen, von dem man annimmt, dass er gut abschneiden wird. Der Ertrag ist aber, anders als bei festverzinslichen Produkten, offen.

Auch die Laufzeit ist nicht fix vorgegeben. Das bedeutet: Auch wenn das Fondsportfolio von mehr oder weniger professionellen Fachleuten gemanagt wird, sollte man die eigenen Papiere immer ein wenig im Auge behalten, um abschätzen zu können, wann ein Ausstieg profitabel wäre oder nicht. Um Schlimmes zu verhindern, kann es auch sinnvoll sein, Stop-Loss-Limits zu setzen. Das heißt: Sinkt der Fonds unter einen Kurswert von XX, soll er verkauft werden, um die Verluste im Rahmen zu halten.

Wer sich damit nicht auskennt, sollte sich entsprechend beraten lassen. Bank- und Vermögensberater müssen von jedem neuen Kunden ein Anlegerprofil erstellen. Dabei sollten auch wirklich alle unklaren Punkte zum Produkt geklärt werden. Ein anderes Kapitel, was Komplexität betrifft, sind sogenannte Fondspolizzen. Dabei handelt es sich um fondsgebundene Lebensversicherungen mit allen Herausforderungen, die Versicherungsprodukte zum Ansparen mit sich bringen.

Mindestveranlagung, Anteil am Portfolio

Mindestveranlagung

Bei Fondssparplänen kann man sich bereits ab circa 30 Euro in unterschiedlichen Risikostufen beteiligen. Will man mit größeren Beträgen einsteigen, liegt das von KAGs oder Banken vorgegebene Mindestveranlagungslimit oft bei 2.500 Euro aufwärts. Das ist auch richtig so, denn je kleiner der Einstiegsbetrag, desto stärker wirken sich die Gebühren auf die Rendite aus. Wir empfehlen daher sogar ein unteres Limit von 4.000 Euro.

Die nachfolgende Tabelle zeigt beispielhaft, warum: Bei einem Anleger, der 1.000 Euro investiert, müsste der Kursgewinn demnach bei mindestens 13 % liegen, damit die Transaktionsspesen wieder ausgeglichen würden. Deutlich realistischer wird die Sache ab 5.000 Euro: 3 % Kursgewinn nach Steuern sind zumindest im Bereich des Möglichen. Der Schluss daraus: Kleine Einmal-Investitionsbeträge lohnen sich selten; besser ist, zuerst über einen Sparplan oder Ähnliches einen größeren Betrag anzusparen.

Ordervolumen verrechnete Spesen inkl. Mindestspesen in % des Ordervolumens benötigter Kursgewinn abzgl. KESt, um Kosten zu decken
1.000 € 50 € 5,00 % 13 %
2.000 € 50 € 2,50 % 7 %
5.000 € 50 € 1,00 % 3 %
6.250 € 50 € 0,80 % 2 %
7.000 € 56 € 0,80 % 2 %
10.000 € 80 € 0,80 % 2 %

Anteil am Portfolio

Investmentfonds können, sofern bereits ein ausreichender Grundstock an täglich Fälligem und mittelfristig Verfügbarem vorhanden ist, bis zu 50 % der Anlagen ausmachen. Wichtig ist eine entsprechende Mischung, die verschiedene Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt abfedert. Je nach Fondstyp kann sich das Fondsportfolio zusammensetzen aus:

  • 30 bis 60 % Aktienfonds und
  • 30 % Rentenfonds oder
  • bis zu 80 % Mischfonds als Alternative zu den Aktien- und Rentenfonds,
  • bis zu 20 % Geldmarktfonds und
  • maximal 10 % Immobilien- und Hedgefonds.

Nachhaltige Fonds

Mit steigendem Wohlstand interessieren sich Anleger neben der Zusammensetzung und Rendite eines Fonds auch dafür, ob er ihren sozialen, ethischen und ökologischen Ansprüchen gerecht wird. Wie Untersuchungen zur nachhaltigen Geldanlage zeigten, wissen die Fondskäufer aber meist nicht, was sie mit einem Nachhaltigkeitsfonds eigentlich kaufen.

Bei vielen Ökofonds werden die Kriterien, wenn überhaupt, nur beispielhaft angeführt, meist ist Soziales ohne weitere Erklärung über das Wie und Warum mit Ethik- und Umweltkriterien gemischt. Das kann etwa dazu führen, dass ein Unternehmen in dem einen Nachhaltigkeitsfonds enthalten ist, im anderen aber z.B. wegen Verletzung der Arbeiterrechte nicht.

Auch die Grenzen, ab wann von einem nachhaltigen Produkt gesprochen werden kann, sind sehr unterschiedlich. Manchmal genügen anscheinend schon 51 % nachhaltige Werte, ein anderes Mal müssen es mindestens 75 % sein. Solange keine einheitlichen Kriterien und Grenzen festgelegt sind, müssen Anleger also beim Anbieter sehr genau nachfragen und auf Informationen bestehen, wenn ihnen Nachhaltigkeit ein echtes Anliegen ist. Hilfe bieten anerkannte Zertifizierungen wie dasÖsterreichische Umweltzeichen: Grüne Fonds.
 

Fonds-Lexikon

Aktienfonds:  Investmentfonds, der überwiegend oder ausschließlich in Aktien investiert

Ausgabeaufschlag:  Gebühr, die ein Anleger beim Kauf eines Investmentfonds bezahlen muss; wird in Prozent der Anlagesumme angegeben

Branchenfonds:  Fonds, der grundsätzlich in Aktien von Unternehmen einer bestimmten Branche investiert, beispielsweise Informationstechnologie oder Goldminen.

Dachfonds:  Fonds, der überwiegend nicht in einzelne Wertpapiere, sondern in andere Fonds investiert

Depotgebühr:  Spesen für die Verwahrung von Wertpapieren bei einer Bank

Fondsprospekt:  Offizielle, von der Finanzmarktaufsicht genehmigte Information über einen Investmentfonds; eine Kurzfassung, der sogenannte vereinfachte Fondsprospekt, muss dem Anleger vor Vertragsabschluss angeboten werden

Futures und Optionen:  Hoch spekulative Wertpapiere; in bestimmten Fällen als Absicherung gegen Kursschwankungen sinnvoll; daher auch als Beimischung in anderen Fonds zu finden

Geldmarktfonds:  Fonds, der vorwiegend in Anleihen mit kurzer Restlaufzeit und Geldmarktpapiere investiert

High Yield Rentenfonds:  Fonds, der in Anleihen von Schuldnern mit schlechter Bonität investiert

Investmentfondszertifikat:  Anteil an einem Investmentfonds

Kapitalanlagegesellschaft (KAG):  Gesellschaft, die Investmentfonds auflegt und verwaltet

Kurswert:  aktueller Wert der Anteile eines Investmentfonds; wird dem Anleger unter anderem im Depotauszug angegeben

Länder-/Regionenfonds:  Fonds, der hauptsächlich in Aktien von Unternehmen eines bestimmten Landes oder einer bestimmten Region (zum Beispiel Mittel- und Osteuropa) investiert

Managementgebühr:  Sie wird für die Verwaltung eines Investmentfonds eingehoben, ist im Kurs bereits berücksichtigt

Mischfonds:  Fonds, der sowohl in Aktien als auch in Anleihen (Renten) investiert

Mischfonds mit ausgewogener Ausrichtung:  Mischfonds, der ungefähr zu gleichen Teilen in Aktien und Anleihen investiert

Mischfonds mit defensiver Ausrichtung:  Mischfonds, der zum größeren Teil in Anleihen (Renten) investiert

Mischfonds mit offensiver Ausrichtung:  Mischfonds, der zum größeren Teil in Aktien investiert

Nebenwerte-Fonds:  Investiert in Aktien weniger bekannter oder kleinerer Unternehmen eines bestimmten Marktes

Offener Immobilienfonds:  Fonds, der in Immobilien investiert; in Österreich erst seit Ende 2003 zugelassen. Davon zu unterscheiden sind Immobilien-Aktienfonds, die in einzelne Immobilienaktien investieren.

PTR (Portfolio Turnover Ratio):  Kennziffer, die Auskunft über die Häufigkeit von Käufen und Verkäufen gibt. Sie ist damit ein Anhaltspunkt für die Höhe der Spesen, die beim An- und Verkauf von Wertpapieren im Fonds anfallen; je niedriger die PTR, desto weniger Wertpapiere hat der Fonds ge- oder verkauft.

Rentenfonds:  Fonds, der überwiegend in Anleihen investiert

TER (Total Expense Ratio):  Kennziffer, die das prozentuelle Verhältnis der Kosten (Ausgabeaufschlag, Managementgebühr u.a.) zum Fondsvermögen darstellt

Thesaurierender Fonds:  Anders als bei ausschüttenden Fonds werden die jährlichen Erträge automatisch wiederveranlagt.

 

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