DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Allgemeines zu Spareinlagen - Geldanlage in der Krise

, aktualisiert am

Sie sind so etwas wie die Eintrittskarte zur Geldanlage, und selbst bei niedriger Verzinsung kommt man kaum um sie herum: Spar-Cards, Sparbücher, Online-Sparkonten und Termingelder, also Einlagen bei Kreditinstituten, die – anders als Girokonten – nicht dem Zahlungsverkehr dienen und unbefristet oder auf eine bestimmte Zeitspanne hin gebunden angelegt werden.

Beurteilung

Sicherheit sehr hoch
Renditechancen gering
Kosten null bis sehr gering
Liquidität je nach Bindungsdauer gering bis hoch
Bequemlichkeit sehr einfach und transparent
Mindestveranlagung sehr gering bis mittel
Anteil am Portfolio 10 bis 30 %


Je nach Angebot sind Spareinlagen mit fixem oder variablem Zinssatz erhältlich, und auch wenn sie in Niedrigzinszeiten nicht gerade durch viel Ertrag punkten, hat dennoch fast jeder einen Teil seines Vermögens so gelagert.

Die unschlagbar positiven Assets: Sparbuchgeld unterliegt keinen Kursschwankungen, muss nicht ständig im Hinterkopf behalten werden, ist im Gegensatz zu Bargeld durch ein Losungswort vor Diebstahl und Verlust geschützt und lässt sich je nach Bedarf für kurzfristige Behebungen oder auch längerfristiges Ansparen anlegen. Der große Nachteil: Die Rendite ist so mager, dass oft nicht einmal die Kaufkraft des angelegten Geldes erhalten bleibt. Wer Wert auf höchstmögliche Sicherheit legt, kommt dennoch kaum darum herum.

Sicherheit

Spareinlagen gelten als mündelsichere Veranlagungsform, da sie vor Verlusten geschützt sind. Das heißt, was man einzahlt, erhält man (fast immer) garantiert auch wieder zurück, üblicherweise mit ein paar Zinsen drauf. Dazu muss jede Bank, die hierzulande ihre Dienste anbietet, per Gesetz für Guthaben auf Sparbüchern und Sparkonten, aber auch auf den Girokonten eine Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro pro Person vorsehen.

Zu einem Kapitalverlust kann es in einer Krisensituation, wie etwa dem Konkurs einer Bank, daher nur dann kommen, wenn jemand bei ein und derselben Bank mehr als 100.000 Euro in Form von Sparbüchern und Sparkonten gelagert hat. Gegen dieses Risiko kann man sich schützen, indem man sein Vermögen auf mehrere Bankinstitute verteilt. Ein kleines Risiko für Minimalverluste besteht weiters bei kleinen Beträgen mit sehr niedriger bis gar keiner Verzinsung, wie unter "Kosten" beschrieben wird.

Bindungsdauer und Renditechancen

Renditechancen

Mit Spareinlagen konnte man sich noch nie eine goldene Nase verdienen, aber ein solides kleines Vermögen ließ sich mit etwas Ausdauer dank Zinseszinseffekt auf jeden Fall ansammeln. Vor allem in Hochzinszeiten kann man mit fix verzinsten Sparprodukten auf fünf oder mehr Jahre zum Teil besser fahren als z.B. mit wankelmütigen Wertpapieren oder Gold. Mit hohen Zinsen wurden Sparer aber schon seit Jahren nicht mehr verwöhnt, im Gegenteil: Spareinlagen bieten heute generell eine sehr geringe Rendite.

Ein Werterhalt wird unter solchen Bedingungen mit Sparprodukten immer schwieriger bis unmöglich. Wer regelmäßig die Konditionen vergleicht, kann dennoch ein wenig mehr herausholen als beim Griff zum erstbesten Sparbuch der Hausbank. Der Ertrag lässt sich leicht errechnen – sei es durch Eingabe von Betrag, Verzinsung und Laufzeit in einen der Zinsenrechner oder mithilfe der Formel:

[(Kapital x Tage x Zinssatz) : 36.000] – 25 %

Beispiel:
5.000 Euro werden auf zwei Jahre zu 2,00 % veranlagt.
(5.000 € x 720 Tage x 2,00) : 36.000 = 200 € – 25 % = 150 € Zinsen

* Ein Bankmonat besteht aus 30 Tagen, ein Bankjahr aus 360 Tagen

Länger gebundene Spareinlagen

Länger gebundene Spareinlagen, bei denen einmal ein größerer Betrag deponiert wird, bieten üblicherweise mehr Rendite als kurzfristig gebundene oder täglich fällige Spareinlagen sowie Anspar- und Prämiensysteme, wo über Jahre immer wieder ein kleiner Betrag dazugelegt wird. Auch Online-Sparprodukte sind üblicherweise etwas besser verzinst, aber das gilt nicht automatisch für alle Angebote.

Eine gute Übersicht bietet unser regelmäßig aktualisierter Sparzinsen-Überblick in den Tabellen "Täglich fällige Sparprodukte", "Sparcards" und "Gebundene Fixzinsprodukte". Bei Spareinlagen stellt sich immer auch die Frage, wie lange man sich binden soll. Gehen die Zinsen irgendwann wieder deutlich hinauf oder bleiben sie wohl noch eine ganze Weile wie gehabt?

Üblicherweise galt in Niedrigzinszeiten immer die Devise: lieber nur auf ein bis zwei Jahre festlegen. In den vergangenen Jahren hat sich das aber auch nicht als ideal erwiesen: Seit Längerem sind die Zinsen nun wie einbetoniert; und wenn sich etwas bewegte, dann sickerten sie eher noch weiter nach unten.

Wer sich 2010 auf zehn Jahre band, kann sich mittlerweile über Zinsen freuen, die sogar noch um die 4 % lagen. Selbst 2012 waren auf drei Jahre noch 3,6 % erzielbar – und es sieht so aus, als wäre das auf einige Zeit hinaus fast so etwas wie eine "Traumverzinsung". Damit sich Sparprodukte rentieren, müssen somit vier Voraussetzungen erfüllt werden: ein Vergleich der Zinssätze, die passende Laufzeit, keine vorzeitige Behebung und keine Spesen.

Wie lange binden?

Um die Frage "Wie lange binden?" kann man sich auch mithilfe von gestaffelten Kapitalsparbüchern herumwinden. Ein Teil eines Betrags wird längerfristig gebunden, der Rest wandert auf ein kurzfristig gebundenes oder täglich fälliges Spar- oder Termingeldkonto.

Nach einem Jahr kann man je nach den Zinsaussichten einen weiteren Teil langfristig binden oder eine ganz andere Anlageform wählen und so fort. Damit entgeht einem zwar ein Teil des Zinsgewinns, der eventuell höher gewesen wäre, wenn gleich alles auf längere Frist gebunden worden wäre. Andererseits kann man flexibler reagieren, wenn sich an der Zinsfront doch etwas ändern sollte.

Kosten, Liquidität, Verfügbarkeit

Kosten

Für Sparcards werden meist – ähnlich wie bei Girokonten – Kontoführungsgebühren verrechnet, Sparbücher und Online-Sparkonten verursachen in der Regel keine Kosten. Darauf verlassen sollte man sich aber nicht. Es können Kontoführungs- oder Schließungsgebühren anfallen. Auch "Jahresgebühren" sind bereits verrechnet worden – allesamt nicht sehr hoch, aber wenn es sich um einen kleinen Betrag handelt, der noch dazu niedrig verzinst ist, kann es trotzdem passieren, dass das Bankinstitut bei der Auflösung des Sparbuchs weniger auszahlt, als eingezahlt wurde.

Beispiel: Ein Vermieter legte die Kaution eines Mieters (540 Euro) auf ein ungebundenes Sparbuch, weil er jederzeit Zugriff auf das Geld haben wollte, falls der Mieter früher als geplant auszog. Nach nicht ganz vier Jahren löste er das Sparbuch auf, um die Kaution an den Mieter zurückzuzahlen. An Zinsen hatte sich bis dahin kein einziger Cent angesammelt. Dafür musste er 5 Euro Schließungsgebühr bezahlen und erhielt nur noch 535 Euro ausgezahlt.

Liquidität

Hier ist zwischen täglich fälligen Einlagen, Termingeldern und Kapitalsparbüchern zu unterscheiden. Bei täglich fälligen Sparprodukten kann man jederzeit Geld einzahlen, bei gebundenen Fixzinsprodukten wie auch bei Termingeldern wird einmalig ein Betrag für eine bestimmte Laufzeit zu einem bestimmten fixen Zinssatz angelegt. Als Sonderform gibt es (selten, aber doch) Ansparbücher, bei denen regelmäßig ein kleiner Betrag vom Girokonto auf ein Sparbuch gelegt wird. Sie sind ebenfalls fix verzinst und auf eine bestimmte Bindedauer festgelegt, funktionieren also von der Verfügbarkeit des Geldes her ähnlich wie Kapitalsparbücher.

Tipp: Wenn Sie es sich nicht gleich leisten können, einen großen Betrag länger zu binden, sparen Sie jeweils mit kleinen Beträgen übers Jahr eine größere Summe zusammen und legen Sie sie dann auf ein Kapitalsparbuch. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass nach drei bis fünf Jahren in regelmäßigen Abständen ein größerer Sparbetrag "abreift", der dann entweder für notwendige Ausgaben zur Verfügung steht oder den aktuellen Bedingungen am Kapitalmarkt entsprechend neu angelegt werden kann.

Verfügbarkeit je nach Bindung

Je nach Bindungsdauer ist das angelegte Geld entweder jederzeit oder erst nach einer gewissen Frist wieder verfügbar.

- Täglich fällige Spareinlagen sind meist noch am selben Tag verfügbar, wenn es sich um einen Bankwerktag handelt und der Betrag nicht zu hoch ist. Sicherheitshalber sollte man vor dem Beheben anrufen, ob der Betrag verfügbar ist.

- Termingelder können zwischen drei Monaten und zehn Jahren gebunden sein.

- Kapitalsparbücher sind üblicherweise zwischen ein und fünf Jahren gebunden, in Ausnahmefällen auch ab sechs Monaten und bis zu zehn Jahre. In diese Kategorie fallen auch Stufensparbücher und Ähnliches, bei denen die Zinsen mit zunehmender Behaltedauer steigen. Tritt nun akute Geldnot auf, kann man seine Kapitalsparbücher zwar beheben, das kostet aber Vorschusszinsen (z.B. bei einer Teilbehebung oder vorzeitigen Auflösung für den behobenen Betrag 1 ‰ Vorschusszinsen pro nicht eingehaltenen Bindungsmonat).

Über Termingelder kann man in der Regel nicht vorzeitig verfügen. Auch hier werden aber gegen Zahlung von Vorschusszinsen oder Verrechnung eines niedrigeren Zinssatzes Ausnahmen gemacht. So wird bei vorzeitiger Kontoauflösung dann zum Beispiel anstelle des vereinbarten Zinssatzes nur ein Mindestzinssatz von 0,5 % für die bereits veranlagte Laufzeit vergütet.

Handhabung, Anteil am Portfolio

Komplexität, Handhabung, Bequemlichkeit

Sparprodukte sind einfach aufgebaut und leicht nachvollziehbar. Das Schwierigste bei Sparbüchern ist wohl, die Losungswörter im Gedächtnis zu bewahren, sie bei mehreren Büchern (so vorhanden) nicht durcheinanderzubringen und die Bindefristen im Auge zu behalten. Nach Ablauf der Bindungsfrist fällt der Zinssatz von Kapitalsparbüchern meist auf ein sehr niedriges Niveau (für täglich fällige Einlagen).

Um eine automatische Verlängerung oder lange Niedrigstverzinsung zu vermeiden, sollte der Betrag kurz nach Ablauf neu veranlagt oder der Zins neu verhandelt werden. Bei täglich fälligen bzw. variabel verzinsten Sparvarianten sollte in Zeiten steigender Zinsen öfter kontrolliert werden, ob die Bank Zinsänderungen auch am Sparbuch durchgeführt hat.

Mindestveranlagung

Bei täglich fälligen Spareinlagen ist (außer bei Aktionsangeboten) meist kein bestimmter Mindestbetrag vorgesehen. Ansparpläne oder Prämiensparen sind erst ab bestimmten Summen möglich, oft ist man aber schon ab 10 Euro monatlich dabei; und wenn man das lange genug macht, läppert sich dank des Zinseszinses auch einiges zusammen.

Bei fix verzinsten Kapitalsparbüchern ist oft eine bestimmte Mindestsumme (z.B. „ab 1.000 Euro“) vorgegeben. Da sie oft (aber nicht immer) ertragreicher sind als variabel verzinste Sparprodukte, kann es sich lohnen, etwa über ein Prämiensparbuch oder einen Ansparplan einen größeren Einmalbetrag anzusammeln und – sobald die Mindestsumme erzielt ist – auf ein besser verzinstes Kapitalsparbuch umzuschichten.

Anteil am Portfolio

Um im Bedarfsfall rasch Bargeld zur Hand zu haben, sollte ein gewisser Mindeststock an Reserven auf täglich fälligen Sparprodukten geparkt sein. Häufig wird hier ein Betrag in Höhe von drei Monatsgehältern empfohlen. Falls aber bereits absehbar ist, dass in den nächsten Monaten größere Ausgaben anfallen werden, z.B. weil man umzieht, weil eine Zahnsanierung ansteht oder die Kinderzimmer neu eingerichtet werden müssen, so kann der täglich fällige oder nur kurzfristig gebundene Anteil auch höher ausfallen. Das gilt ebenso für Anleger in höherem Alter, die für den Fall einer schweren Erkrankung oder von Pflegebedürftigkeit kurzfristig Zugriff auf ihre Spareinlagen haben sollten.

Insgesamt sollten die Sparprodukte je nach Sicherheitsbedürfnis zwischen 10 und 30 % des eigenen Vermögens ausmachen. Tendenziell höher sollte der Anteil in jüngeren Jahren ausfallen, wo man vor allem einmal einen sicheren Grundstock aufbaut, sowie bei Anlegern in höherem Alter, die unter Umständen sehr rasch auf ihre Mittel zugreifen müssen und Kurstäler auf dem Wertpapiermarkt nicht mehr aussitzen können.

Sichere Verwahrung

Damit Sparbücher, speziell solche ohne Losungswort, nicht einfach von Unbefugten leergeräumt werden, sollten sie am besten in Schließfächern des jeweiligen Bankinstituts deponiert werden.

Für Online-Sparkonten und Cards gilt das, was generell für Internet- und Kartennutzer gilt: PIN-Codes nicht gemeinsam mit anderen Zugangsdaten oder gar der Spar-Card aufbewahren; Passwörter für den Onlinezugang regelmäßig ändern und keine telefonischen anfragen oder E-Mail-Anfragen zu Codes und persönlichen Daten beantworten.

Auch bei modernen Sparformen zählen im Kundenkontakt nur der gute alte Brief per Schneckenpost oder per SMS zugesandte PINs.
 

Sparformen im Vergleich

Wollen Sie für eine spätere Anschaffung monatlich sparen? Die lukrativsten Spar­zinsen: Hier finden Sie das aktuelle Zinsniveau von täglich fälligen Sparguthaben, Sparcards, Kapitalsparbüchern und Sondersparformen.

Die besten Sparzinsen

Beim Sparen gibt es viele Möglichkeiten. Sowohl die Formen (Sparbuch, Sparcard, Sparen via Internet...) als auch Laufzeiten, Zinssätze und Konditionen sind sehr unterschiedlich.

Täglich fällige Sparprodukte

Bei täglich fälligen Sparprodukten können Sie jederzeit Geld beheben oder einzahlen. Grundsätzlich ist die Verzinsung bei täglich fälligen Sparbüchern eher gering, es gibt hierbei jedoch eine große Bandbreite. Online-Sparen ist üblicherweise besser verzinst. 

Die Bank kann den Zinssatz ändern. Die Höhe des aktuellen Zinssatzes erfahren Sie, wenn Sie den entsprechenden Aushang in der Bank lesen, das Sparbuch am Schalter bzw. Automaten vorlegen oder über Ihren Online-Zugang.

Sparcards

Einlagen auf Sparcards sind üblicherweise ebenfalls täglich behebbar. Die Zinsen sind in der Regel höher als bei einem täglich fälligen Sparbuch. Eingezahlt wird üblicherweise per Überweisung, die Auszahlungen tätigt man meist mit der Sparkarte durch Eingabe eines PINs an einem Geldausgabeautomaten des jeweiligen Institutes. Behebungen sind meist auch mittels Überweisung möglich.

Hohe Spesen am Schalter

Für Transaktionen am Schalter verrechnen die meisten Geldinstitute hohe Spesen. Diese Transaktionskosten können unter Umständen die höheren Zinsen (im Vergleich zu täglich fälligen Sparbüchern) "auffressen"! Erfragen Sie daher in jedem Fall vorher die Spesen, ehe Sie eine Sparcard ins Auge fassen.

Gestaffelte Verzinsung

Die Zinssätze sind meist gestaffelt. Die Verzinsung steigt mit der Höhe der Einlage. Sowohl die Staffelung der Beträge als auch die Höhe der Verzinsung sind äußerst unterschiedlich. Achten Sie bei der Auswahl der Sparcard nicht nur auf den Basiszinssatz, sondern auch auf die Betragsstufen!

Die aktuellen Zinssätze für täglich fällige Sparprodukte finden Sie in den Tabellen "täglich fällige Sparprodukte" und "Sparcards".

Gebundene Fixzinsprodukte

Bei den hier dargestellten gebundenen Fixzinsprodukten wird einmalig ein Betrag für eine bestimmte Laufzeit zu einem bestimmten fixen Zinssatz angelegt. Meistens gibt es einen Mindestveranlagungsbetrag.

Bei einem Kapitalsparbuch wird ein bestimmter Betrag für einen bestimmten Zeitraum zu einem fixen Zinssatz angelegt. Die Zinsen werden jährlich kapitalisiert; je länger die Laufzeit, desto höher ist üblicherweise die Verzinsung. Üblich sind Laufzeiten zwischen 1 und 5 Jahren. Einige Institute bieten Kapitalsparbücher für eine Dauer von 6 Monaten bis zu 7 Jahren an.

Beim Termingeld (Festgeld, Termineinlage) wird ein bestimmter Betrag zu einem fix vereinbarten Zinssatz für eine vereinbarte Zeit angelegt. Die Gutschrift der Zinsen erfolgt zumeist erst am Ende der Laufzeit.

Vorzeitige Abhebung, geringere Zinsen

Hebt man von einem Kapitalsparbuch vor Ablauf der Laufzeit Geld ab, so wird der entnommene Betrag zu einem niedrigeren Zinssatz verzinst. Dieser richtet sich nach der eingehaltenen Laufzeit und ist üblicherweise in der Zinsstaffel angeführt. Für das verbleibende Kapital bleibt der ursprüngliche Zinssatz bis zum Laufzeitende aufrecht. Für den Betrag, der vorzeitig behoben wurde, fallen üblicherweise Strafzinsen in der Höhe von einem Promille pro Monat der nicht eingehaltenen Bindungsfrist auf den behobenen Betrag an (Vorschusszinsen gemäß Bankwesengesetz).

Eine vorzeitige Verfügung über Termingelder ist in der Regel nicht möglich. Banken lassen jedoch immer wieder eine vorzeitige Verfügung gegen Zahlung von Vorschusszinsen oder Verrechnung eines niedrigeren Zinssatzes zu.

Nach Anlagezeitraum niedriger Zinssatz

Nach Ablauf der Laufzeit verzinst die Bank das Geld üblicherweise nur noch mit dem Zinssatz für täglich fällige Spareinlagen. Daher sollten Sie diese Summe entweder beheben oder auf ein neues Kapitalsparbuch/neues Termingeld übertragen.

Tabelle "Gebundene Fixzinsprodukte"

In der Tabelle „Gebundene Fixzinsprodukte“ sind die Zinssätze für die verschiedenen Laufzeiten angeführt. Auf den ersten Blick können Sie die Daten für die Laufzeiten von ein bis drei Jahren einsehen. Die Konditionen für weitere Laufzeiten finden Sie, wenn Sie auf das Dreiecksymbol vor dem entsprechenden Produkt klicken.

Die Konditionen für Einmalerläge mit fixer Verzinsung und Laufzeitbindung finden Sie in der Tabelle "gebundene Fixzinsprodukte". 

Prämiensparbücher und Bonusprodukte

Die Banken bieten viele Sparformen mit unterschiedlicher Ausgestaltung, die schwer bis gar nicht miteinander vergleichbar sind. Bei diesen Sondersparformen sollten Sie sich die Merkmale des jeweiligen Produktes genau ansehen.

Besonders über folgende Punkte sollten Sie sich informieren:

  • Sind die Zinsen beim angebotenen Produkt fix oder variabel?
  • Wie wirkt sich eine vorzeitige Behebung aus?
  • Wie wirkt sich eine vorzeitige Auflösung aus?
  • Wird das Sparprodukt automatisch verlängert?
  • Wie wird das Sparprodukt nach Ablauf der Bindefrist verzinst?
  • Welche Spesen fallen an? Schließungsspesen, Kontoführungsspesen, Spesen für einzelne Transaktionen.
  • Verlangen und lesen Sie die Geschäftsbedingungen.

Kontinuierlich aktualisiert

Alle Zinssätze verstehen sich p.a. (per annum), also jährlich. Die Daten aktualisieren wir laufend. Sie beruhen auf Angaben der Geldinstitute.

Wo ist mein Geldinstitut?

Sie suchen vergeblich nach Ihrer Bank? Wir versuchen einen Querschnitt der österreichischen Geldinstitute sowie der in Österreich anbietenden Online-Banken zu erfassen. Auch wenn Ihr Institut nicht dabei ist, können Sie bei Verhandlungen mit Ihrer Bank die hier genannten Zinsen als Orientierungshilfe und als Argumentationsgrundlage verwenden.
 

Tabelle: Täglich fällige Sparprodukte

Tabelle: Sparcards

Tabelle: Gebundene Fixzinsprodukte

Downloads

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail
Zum Seitenanfang