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Skihelme - Riemen als Restrisiko

Skihelmtest: Sie sind sicherer geworden. Dennoch ist es nicht egal, welches Modell Sie kaufen.

Lesen Sie auch unseren Test Skischuhe 11/2012 und die Marktübersicht Skigebiete 12/2012

Es ist gar nicht so lange her, dass ein Skihelm im Wintersport nur bei professionellen Skirennläufern oder bei Bobfahrern und Rennrodlern im Eiskanal zu sehen war. Nur ­wenige damals noch exotisch anmutende Hobby­sportler tummelten sich mit Kopfschutz auf den Pisten. Heute sieht der Trend ganz ­anders aus. Zu verdanken ist diese Umkehr zahlreichen Initiativen vonseiten der Politik, einer umfangreichen medialen Bericht­erstattung und vor allem einem damit einhergehenden Umdenken bei den Skifahrern.

Skihelme: Qualität hat sich verbesert

Das Resultat ist eine Vielzahl unterschied­licher Helmmodelle und der Wandel von der skurrilen Kopfbedeckung zu einem modischen Accessoire, das nicht nur der Sicherheit, sondern eben auch den Anforderungen an ein angesagtes Outfit gerecht wird. Natürlich gilt aber: Nicht die farbliche Abstimmung des ­Skihelmes mit den Schuhen ist ausschlag­gebend, sondern die Qualität. Und die hat sich im Vergleich zu unseren vorhergehenden Tests zumindest ein wenig verbessert.

Auch Skihelm vom Diskonter ist sicher

In puncto Sicherheit haben die Hersteller seit unserem letzten Skihelm-Test 12/2009 offenbar dazugelernt. Keiner der Helme ging dieses Mal bei der technischen Prüfung k.o. – ganz im Gegenteil: Alle Modelle haben den Test auf Durchdringungsfestigkeit (der das Eindringen eines spitzen Gegenstandes simuliert) bestanden. Und das, obwohl die Skihelme nach der strengsten Auslegung der Norm ­getestet wurden. Bei diesem Kriterium gab es also bei keinem Hersteller echte Mängel. Hier zeigt sich auch deutlich, dass der Preis nicht unbedingt ein Zeichen für gute Qualität sein muss. Selbst der vergleichsweise wirklich günstige Skihelm von Diskonter Hofer bietet einen hohen Sicherheitsstandard.

Stoßdämpfung besser als früher

Die Stoßdämpfung simuliert den Aufprall auf einer eisigen Piste. Auch in diesem Punkt sind im Vergleich zum vergangenen Test ­bessere Ergebnisse zu verzeichnen, wenngleich es Unterschiede zwischen einzelnen Modellen gibt. Grundsätzlich gilt: Die Ver­letzungsgefahr ohne Skihelm ist natürlich um ein Vielfaches größer als selbst mit einem in diesem Punkt etwas schlechteren Helm.

Schäden am Skihelm

Immer noch gilt: Ein Skihelm sollte nach einem heftigen Aufprall aus Sicherheitsgründen ­getauscht werden. Es kann nämlich zu von außen nicht sichtbaren Beschädigungen am Material kommen, die den Helm in seiner Schutzfunktion beeinträchtigen.

Skihelm muss gut passen

Dennoch bleiben Mängel

Leider haben die Hersteller aber nicht in allen Punkten ihre Lektion gelernt. Nach wie vor zu bemängeln ist die Reißfestigkeit der Riemen. Abgesehen von vier Produkten (Atomic, Uvex, Wintex und Red) sind alle Kandidaten dringend verbesserungsbedürftig. Wie schon in den vorhergehenden Tests würde der Helm auch diesmal erst zu spät freigegeben, wenn es bei einem Unfall nötig wäre. Das ist nicht ungefährlich. Bleibt der Skifahrer nämlich mit dem Helm an einem fixen Gegenstand hängen, kann das zu schweren Verletzungen führen, wenn das Band zu spät reißt.

Für Kinder und Jugendliche ­gefährlich

Das ist insbesondere für Kinder und Jugendliche ­gefährlich. Weil es für Skihelme keine dies­bezügliche Norm gibt, haben wir die Norm für Schutzhelme herangezogen, wonach sich Helmriemen bei einer Belastung von 50 bis 100 Kilogramm öffnen müssten. Bei den ge­testeten Skihelmen haben wir jedoch Aus­lösewerte bis annähernd 160 Kilogramm ­gemessen.

Besser hören

Auch für Skifahrer ist es wichtig, die Umgebungsgeräusche wahrnehmen zu können. Das ist letztlich auch eine Sicherheitsfrage. Die Ohrschützer sollten daher möglichst schalldurchlässig sein, damit man das Pistengeschehen akustisch verfolgen kann. Wintex, Giro, Head und Cratoni sind in diesem Punkt problematisch, weil sie Außengeräusche stärker als andere Helme dämmen. So mancher Hersteller möchte die Skifahrer ­sogar noch zum Musikhören animieren, indem er Reißverschlüsse in die Ohrenschützer einbaut, die eine leichtere Verkabelung zulassen – keine besonders gut durchdachte Innovation.

Skihelm muss passen

Neben einem hohen Sicherheitsstandard ist vor allem die Passform das ausschlag­gebende Kriterium. Ob der Helm richtig sitzt oder nicht, lässt sich nicht sofort beurteilen. Wer ein Modell ausgewählt hat, es nur kurz probiert und sich noch schnell im Spiegel betrachtet, erlebt unter Umständen später eine böse Überraschung. Oft ist es nämlich so, dass ein Helm erst nach längerem Tragen seinen wahren Tragekomfort offenbart.

Probetragen ist nötig

So ist es durchaus möglich, dass ein anfäng­liches Engegefühl nach einiger Zeit verschwindet oder aber ein Helm, der scheinbar perfekt gepasst hat, nach ein paar Minuten zu drücken beginnt. Es ist daher immer ratsam, sich genügend Zeit zu nehmen. Schließlich wird dieser Helm viele Stunden täglich auf der Piste getragen.

Verstellbares Kopfband hat sich bewährt

Mindestens ebenso wichtig ist der feste Sitz. Der Helm sollte bei ruckartigen Bewegungen nicht verrutschen. Um das zu erreichen, lassen sich die Hersteller so einiges einfallen: Die meisten Skielme sind mit einem verstellbaren Kopfband versehen, das sich in unserem Test auch größtenteils bewährt hat. Zwei Hersteller, Salomon und Red, versuchen es mit einem Pumpsystem. Hier waren die Ergeb­nisse unterschiedlich. Während die Tester den Tragekomfort des Salomon-Modells als gut beurteilten, schnitt der Helm von Red schlecht ab – der Luftpolster lag zu hoch und drückte unangenehm auf den Hinterkopf.

Mit Pads die Passform verändern

Noch eine Möglichkeit, die Passform zu verändern, sind Pads, die in unterschiedlichen Größen und mit Klettverschluss an der Innenseite des Helms befestigt werden. Dieses System ist weder sonderlich komfortabel noch sehr flexibel. Angeboten wird es lediglich von zwei Her­stellern, Poc und TSG. Skibrille und optische Gläser sollten beim Probetragen immer mit dabei sein. Passen Helm und Brille nicht zusammen, leidet darunter unnötigerweise der Fahrspaß. Ärgerlich: Man darf nicht einmal bei Brille und Helm vom gleichen Hersteller automatisch davon ausgehen, dass sie zusammenpassen.

Komfort geht vor

Wenig Freude haben die Wintersportler auch dann, wenn sich die Funktionen am Helm nicht einigermaßen leicht mit Skihandschuhen bedienen lassen. Das gilt für die Riemen ebenso wie für die Belüftung oder die Halterung der Skibrille. Am besten ist es daher, die Hand­schuhe gleich zu den Brillen zu stecken, wenn es zum Helmkauf geht. Es kann auch nicht schaden, sich die Funktionen des Helms vom Verkäufer erklären zu lassen. Unter Umständen lassen sich beispielweise die Belüftungsschlitze nicht oder nur teilweise schließen.

Kalte Luft am Kopf

Bei Scott, TSG, Red und Limar gibt es gar keine Möglichkeit, die Belüftungsöffnungen zu verschließen. Der INOC ist nur im Stirn­bereich verschließbar. Die Folge ist ein per­manenter kalter Luftzug am Kopf, der einem die Skitour leicht vermiesen kann.

Auch die Riemenverschlüsse sind nicht bei ­jedem Modell gleich. Zur Wahl stehen hauptsächlich Raster- und Schnappverschluss. ­Casco hat ein ganz eigenes System namens Quick Loc entwickelt, das bei den Testper­sonen durchaus gut angekommen ist.

Schdstoffbelastung: Uvex verliert Platz eins

Last, but not least sind die Schadstoffe auch in ­diesem Test wieder ein Thema. Obwohl sich die Hersteller in diesem Punkt offenbar selbst an die Kandare genommen haben, sind nach wie vor Schadstoffe zu finden. Bei Cratoni wurden schädliche Substanzen nachgewiesen. Auch der Uvex-Helm ist mit Schadstoffen belastet, das kostete ihn schließlich Platz eins.

Testtabelle: Skihelme

Bildergalerie: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

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Steckbriefe: 18 Skihelme kurz beurteilt

Atomic XEED Ritual
Kopfband auch höhenverstellbar, dazu sind aber beide Hände nötig; durch Vliesabdeckung umständlich zu handhaben. Gute Belüftung, variabel einstellbar (die Öffnungen im Hinterkopfbereich sind nicht verschließbar), Passform wurde von allen Testern gut bewertet, keine Mängel bei technischer Prüfung.

Uvex hypersonic
Kopfband auch höhenverstellbar, sehr gute Passform. Rasterverschluss des Kinnriemens erleichtert die Anpassung der Riemenlänge. Die Belüftung erfolgt über die Betätigung eines Schiebereglers an der Helmoberseite und ist auch mit Handschuhen gut zu bedienen. Sieger im Praxistest, aber Innenfutter mit Weichmachern belastet.

Wintex ELITE V44 Racing Gear
Keine Kopfbandschnellverstellung, gute Passform. Rasterverschluss ermöglicht einfaches Anpassen der Riemenlänge. Steifes Kinnriemenpad mindert den Tragekomfort. Belüftung durch schwergängigen, flachen Schieberegler an der Helmoberseite, Innenfutter nicht herausnehmbar, Befestigung der Skibrille durch filigrane Bügel umständlich, starker Innenfutterverschleiß.

Giro G10
Kopfband auch höhenverstellbar; Drehrad ist nur mit dem Daumen zu bedienen, daher gewöhnungsbedürftig; gute Passform. Belüftung über auch mit Handschuhen gut bedienbaren Schieberegler an der Helmoberseite. Positiv ist das verrutschsichere Pad des Halteriemens. Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Scott Chase Mips
Gute Passform; Kopfband auch höhenverstellbar, jedoch umständlich zu bedienen. Zur Höhenverstellung muss das Innenfutter teilweise entnommen werden. Belüftungsöffnungen nicht verschließbar und teilweise durchs Innenfutter abgedeckt, was die Wirkung mindert. Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Carrera Makani
Kopfbandschnellverstellung mittels Drehknopf, gute Passform. Helm reicht weit in den Stirnbereich, dadurch Probleme mit der Skibrille (passendes Modell wählen!). Verstellbare Belüftungsöffnungen mit Handschuhen schwierig zu bedienen. Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Salomon Ranger Custom Air
Helm mit guter Passform und Größenanpassung durch Aufpumpen des Nackenbereichs („Custom Air System“). Belüftung erfolgt über die Betätigung eines Schiebereglers. Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Head Sensor
Kopfbandschnellverstellung mit „Rutschkupplung“; höhenverstellbare, gut anpassbare Ohrpads. Passform insgesamt gut. Zwei kleine Schieber zur Regelung der Belüftung (links und rechts auf der Helmoberseite). Rasterverschluss des Kinnriemens ist einfach zu bedienen und erleichtert die Längenanpasssung. Skibrille kann durch nach unten offene Helmhalterungen abgleiten. Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Casco SP-5.1
Kopfband auch höhenverstellbar mit kleinem Drehknopf. Passform unterschiedlich bewertet, Anpassung mittels Kopfband bei Zwischengrößen nicht immer optimal möglich. Innenfutter angenehm, aber nicht herausnehmbar; Zugluft bei Ohrabdeckungen. Anpassung der Kinnriemenlänge sehr einfach, gut zu bedienender Verschluss. Belüftung über zwei Klappen an der Helmoberseite. Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Alpina Cheos
Kopfband auch höhenverstellbar (Drehknopf), nur durchschnittliche Passform; bei längerem Tragen kommt es durch relativ steife Abdeckungen zu Druckstellen an den Ohren. Belüftung mittels Schieberegler variabel einstellbar, mit Handschuhen jedoch schwierig zu bedienen. Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Bollé Synergy
Kopfbandschnellverstellung, die über Drehknopf gut bedienbar ist; gute Passform. Schieberegler der Belüftungsöffnungen an der Helmoberseite ist (vor allem mit Handschuhen) schwierig zu bedienen. Kleines, kratziges Pad am Kinnriemen. Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Smith Aspect
Kopfband auch höhenverstellbar, Verstellrad gut zu bedienen, gute Passform. Belüftung eher mäßig, dicke Ohrpads, Geräuschwahrnehmung daher etwas eingeschränkt. Starker Innenfutterverschleiß, Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Cratoni C-Durango
Kopfband auch höhenverstellbar; kleiner, schwierig zu bedienender Drehknopf. Mäßige Passform, Druck auf Ohren bei längerem Tragen. Loses Riemenpad erschwert das Aufsetzen. Skibrille kann durch nach unten offene Halterungen leicht abgleiten. Belüftung mittels Schieberegler an der Stirnseite variabel einstellbar. Innenfutter angenehm, aber schadstoffbelastet. Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Diskonterhelm (INOC) SP-13
Kopfband auch höhenverstellbar (Drehknopf schwer zugänglich). Passform wurde mehrfach bemängelt, Druckstellen an Ohren und Wangen. Störend sind die losen Trageriemen und das lose Kinnpad, insbesondere beim Aufsetzen. Mäßige Wirkung der im vorderen Bereich verschließbaren Belüftungsöffnungen, jene an der Helmoberseite nicht verschließbar. Skibrille kann leicht abgleiten. Starker Innenfutterverschleiß, Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Poc Receptor BUG
Keine Kopfbandschnellverstellung, Anpassung erfolgt über Austausch von Pads unterschiedlicher Stärke. Passform recht unterschiedlich bewertet, da mit den Pads eine wirklich exakte Feinanpassung nicht möglich ist. Gut wirksame Belüftung, Öffnungen nur über Einlegevlies zu schließen. Steifes Kinnriemenpad mindert den Tragekomfort, leichte Pfeifgeräusche bei geringer Fahrgeschwindigkeit. Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

TSG Arctic Kraken
Keine Kopfbandschnellverstellung, Anpassung erfolgt über Austausch von Pads unterschiedlicher Stärke, trotzdem gute Passform. Keine Möglichkeit zum Regulieren der Belüftungsöffnungen, dadurch Zugluft am Kopf. Unkomfortables Kinnriemenband mit kratzigem Pad spannt bei Kopfneigung, Pfeifgeräusche bei höherer Fahrgeschwindigkeit. Starker Innenfutterverschleiß, Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Red Hifi Mips
Keine technischen Mängel, konnte im Praxistest hinsichtlich Passform aber niemanden überzeugen; zahlreiche Druckstellen. Größenanpassung durch Aufpumpen des Nackenbereichs führt zu einem starken Druckgefühl. Steifes Kinnriemenpad ist unangenehm zu tragen und drückt auf den Kehlkopf, Belüftungsöffnungen können nicht reguliert werden.

Limar X-TR9
Schwierig zu bedienende Kopfbandschnellverstellung (Drehknopf innen); Passform im Praxistest durchwegs bemängelt, zahlreiche Druckstellen. Anpassung mittels Kopfband bei Zwischengrößen nicht immer optimal möglich, Faltenbildung des Innenfutters. Kleine, nicht verschließbare, kaum wirksame Belüftungsöffnungen. Druckknopf der Skibrillenhalterung viel zu leichtgängig (öffnet sich unbeabsichtigt). Reißfestigkeit des Haltesystems zu hoch.

Zusammenfassung

  • Einkauf. Lassen Sie sich die Funktionen des Helms genau erklären und testen Sie gleich vor Ort, ob Sie damit gut zurechtkommen. Versuchen Sie, eine Umtauschmöglichkeit für den Fall zu vereinbaren, dass der Helm nicht passen sollte – das zeigt sich nämlich oft erst nach längerer Tragezeit.
  • Komfort. Die flexiblen Teile des Helms wie Belüftungsöffnungen und Kopfbandverstellung sollten auch mit Handschuhen gut zugänglich und leicht bedienbar sein. Bei vielen Helmen lässt sich das Kopfband auch in der Höhe verstellen.
  • Reißfestigkeit. Die Hersteller haben leider wenig dazugelernt. Nach wie vor geben die Riemen auf Zug zu spät nach. Im Ernstfall kann es so zu schweren Verletzungen kommen.
  • Aufbewahrung. Da es zu einer Alterung durch UV-Strahlen kommen kann, sollte der Helm stets lichtgeschützt verwahrt werden. Am besten in einem Stoffsack, der in der Regel vom Hersteller mitgeliefert wird. Casco bietet sogar eine Box, die aber ziemlich sperrig ist. Nach drei bis fünf Jahren oder nach einem Sturz sollte der Helm getauscht werden.

Testkriterien

Im Test: 18 Skihelme, der Klasse B (Halbschalenform) für Erwachsene im Preisbereich bis 150 €, die laut Hersteller die Marktpräsenz gut abdecken.

Gewichtung

Technische Prüfung 50 %, Praktische Prüfung 45 %, Schadstoffe 5 %

Abwertung

Das KONSUMENT-Testurteil konnte nicht besser sein als das Urteil für die praktische Prüfung. Bei einem „nicht zufriedenstellend“ im Punkt Festigkeit konnte das Haltesystem nur um eine Stufe besser bewertet werden, die technische Prüfung um eine Stufe besser als das Haltesystem. Das Urteil für Schadstoffe konnte nicht besser sein als das schlechteste Einzelurteil der Schadstoffbewertung.

Technische Prüfung

Die technische Prüfung erfolgte in Anlehnung an die EN 1077. Weiters wurden Durchdringungsfestigkeit (erhöhte Anforderung nach Helmklasse A), Wirksamkeit und Festigkeit des Haltesystems sowie das Sichtfeld beurteilt. Bei der Prüfung der Geräuschwahrnehmung wurden den Probanden im reflexionsarmen Raum Sinustöne unterschiedlicher Frequenz mit ansteigender Lautstärke zugespielt. Wenn das Signal für die Testpersonen eindeutig wahrnehmbar war, so wurde der Zuspielpegel registriert. Für die Untersuchungen wurden die Messungen mit und ohne Helm durchgeführt, die Differenz der Signalwahrnehmbarkeit ergab die akustische Dämmung des jeweiligen Helmes.

Die Verarbeitung von Helmschale, Innenmaterial, Nähten, die Riemenbefestigung sowie das Wechseln des Innenfutters wurden beurteilt. Die Reißkraft wurde in Anlehnung an EN 443 beurteilt, das Tragesystem musste bei einer Kraft zwischen 500 und 1000 N öffnen. Das Innenfutter wurde entsprechend der EN ISO 20344 6.12 hinsichtlich des Abriebwiederstandes geprüft. Die Materialien wurden in nassem Zustand 12.800 Zyklen und in trockenem Zustand 25.600 Zyklen ausgesetzt.

Praktische Prüfung

Die Beurteilung erfolgte durch 5 Männer und 1 Frau, die als geübte Skifahrer mit den Bedien- und Handhabungsfunktionen eines Skihelms vertraut sind. Die Punkte Helm anpassen, Aufsetzen, Abnehmen, Passform, Riemen, Kopfbandschnellverstellung, Verschluss, Gewicht subjektiv, Geräusch verursacht durch Helm, Geräuschwahrnehmung, Handhabung der Skibrille, Rutschfestigkeit, Tragekomfort bei langem Haar und Belüftung wurden nach einer fünfstelligen Skala beurteilt. Die Bedienungsanleitung wurde von einem Experten hinsichtlich Vollständigkeit und Verständlichkeit bewertet.

Schadstoffe

Prüfung des Helm-Innenmaterials auf Weichmacher (Phthalate), Flammschutzmittel, PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) sowie freie und freigesetzte phenolische Verbindungen.

Anbieter

Alpina Sports Austria GmbH & Co KG
Äußere Industriestraße 8a
D-86316 Friedberg
+49 8217 80 03 52
www.alpina-sports.de  

Atomic Austria GmbH
Lackengasse 301
A-5541 Altenmarkt im Pongau
06452 390 00
www.atomicsnow.com
www.amersports.com

Bollé: Bushnell Performance Optics Germany GmbH
An der Alten Spinnerei 1
D-83059 Kolbermoor bei Rosenheim
+49 8031 23 34 80
www.bolle-europe.at

Carrera: Safilo Austria GmbH
Johann-Roithner-Straße 131
A-4050 Traun
07229 77 30
www.carreraworld.com 
www.smithoptics.com

Casco International GmbH
Gewerbering Süd 11
D-01900 Bretnig
+49 3595 583 90
www.casco-helme.de

Cratoni helmets GmbH
Dr.-Hockertz-Straße 33
D-73635 Rudersberg
+49 7183 93 93 00
www.cratoni.com

Giro: Trendsport Peter Künstl GmbH
Südtiroler Straße 1
A-6911 Lochau
05574 471 47
www.trendsport.co.at

Head Austria GmbH
Tyroliaplatz 1
A-2320 Schwechat
01 701 793 07
www.head.com

INOC (Diskonterhelm): Hofer KG
Hofer Straße 1
A-4642 Sattledt
07244 800 00
www.hofer.at

LIMAR Deutschland GmbH
Sophienstraße 4
D-65189 Wiesbaden
+49 6115 80 87 65
www.limar.com

POC Austria GmbH
Moosfeldstraße 1
A-5101 Bergheim
0662 89 00 90
www.pocsports.com

Red: Burton Sportartikel GmbH
Hallerstraße 111
A-6020 Innsbruck
0512 23 00
www.burton.com

Salomon: Amer Sports Austria GmbH
Göllstraße 24
A-5082 Grödig
0664 913 84 82
www.salomon.com

Scott Sports AG Niederlassung Österreich
Grabnerweg 69
A-6020 Innsbruck
0512 34 35 31
www.scott-sports.com

Smith: Safilo Austria GmbH
Johann-Roithner-Straße 131
A-4050 Traun
07229 77 30
www.carreraworld.com
www.smithoptics.com

TSG: MOTION SPORTS Sport-Marketing & Vertriebs GmbH
Eitnergasse 7
A-1230 Wien
0617 42 82 10
www.motion-sports.at

Uvex Austria GmbH
Kamerlweg 33
A-4601 Wels
07242 62 32 30
www.uvex-sports.at

Wintex International
Negrellistraße 1
A-4650 Lambach
07245 201 02
www.wintex.at

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