DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Skigebiete: Ermäßigungen - Spartipps für Familien und Senioren

Die meisten Skigebiete bieten Ermäßigungen für Familien mit Kindern und für Senioren an. Bei den vielen Tarifen kann man leicht den Überblick verlieren.

Viele Familien wollen die bevorstehenden Semesterferien wieder zum gemeinsamen Skiurlaub in Österreich nutzen. Auch wenn Skifahren ­immer teurer wird. Wie viel das für eine ­Woche ausmacht, sehen Sie in unserer Preisübersicht. Ein 6-Tage-Skipass für einen ­Erwachsenen kann heuer bis zu 246 Euro kosten (Obergurgl oder Sölden in Tirol). In den günstigsten Skigebieten kommt man mit 100 Euro oder darunter davon.

Paketpreis für 4-köpfige Familie; Bild: VKI
Skiurlaub für eine vierköpfige Familie

Für Kinder gibt es häufig Vergünstigungen. In Begleitung Erwachsener können sie manchmal sogar gratis fahren oder es wird ein prozentueller Preisnachlass für die gesamte Familie geboten. Damit Sie diese teils durchaus attraktiven Angebote berücksichtigen können, haben wir erhoben, wie viel sechs Tage Skifahren für eine vierköpfige ­Familie kostet: zwei Erwachsene, ein Jugend­licher (Jahrgang 1997) und ein Kind (Jahrgang 2004).

Ermäßigungen: Familienrabatte und Gästekarten inklusive

Alle Ermäßigungen sind darin eingerechnet (soweit sie uns bekannt waren); also Familienrabatte und Nachlässe dank Gästekarten (die man bekommt, wenn man vor Ort übernachtet). Nicht inbegriffen sind Ermäßigungen, die Mitglieder von Clubs oder Vereinen gewährt werden oder in deren Genuss man erst durch den Kauf einer ­Rabattkarte kommt. 

Günstige Skiregionen kleiner

Der so errechnete Paketpreis reicht von 305 Euro im günstigsten Fall bis 815 Euro. Wobei die billigen Skigebiete naturgemäß wesentlich kleiner sind: Wenigzell in der Steiermark bietet zusammen mit anderen Skifahrgelegenheiten im Joglland 14 Kilometer Skipisten, die Weinebene an der Grenze zwischen Kärnten und Steiermark kommt zusammen auf 22 km. Die teuren Skigebiete dagegen können mit durchwegs über 100 km aufwarten. Der Arlberg kann sogar auf 340 km ver­weisen, nimmt man den Tiroler und den Vorarlberger Teil zusammen.

88 Skigebiete in Österreich im Vergleich

In unserer Zusammenstellung haben wir die Preise von 88 Skigebieten berücksichtigt, die mindestens 10 Pistenkilometer bieten, denn für eine ­Woche Skiurlaub werden sich die wenigsten mit einem geringeren Angebot begnügen (die Angaben über alle erhobenen Skigebiete finden Sie in unserem Skigebiete EXTRA). 

Lesen Sie auch: Preisvergleich: Skiverleih und Skidiebstahl: "Der sichere Skipass".

Mehr-Tage-Karten können ganze Region umfassen

Pistenlänge nur ein Richtwert

Mit der Pistenlänge ist das allerdings so eine Sache. Die meisten Skigebiete geben sie ­immer noch „nach gefahrenen Kilometern“ an, das heißt, man misst den Weg, den ein durchschnittlicher Skifahrer zurücklegt – mit allen Schwüngen, die er auf dem Weg ins Tal so ziehen mag. Erwarten würde man die Messung der Falllinie in der Pistenmitte – das ist aber immer noch ein Minderheiten­programm. In der Tabelle sind alle korrekten Angaben ohne Fußnote wiedergegeben. Überall dort, wo die Kilometerangabe mit einer Fußnote versehen ist, heißt es Vorsicht, die Messung erfolgte hier nach gefahrenen Kilometern oder die Liftbetreiber machten keine Angaben zu ihrer Messmethode.

Kilometerangaben beinhalten gesamte Skiregion

Zu beachten ist auch, dass sich viele Kilo­meterangaben auf eine ganze Skiregion ­beziehen. Häufig gelten Mehr-Tage-Karten (meist ab eineinhalb Tagen) nicht nur im lokalen Gebiet, sondern in einer ganzen Region. Bekanntes Beispiel ist die Region Ski Amadé, die zahlreiche Gebiete in Salzburg und der Steiermark umfasst und auf diese Weise auf 760 km kommt (in der Tabelle finden Sie beispielhaft Flachau-Wagrain in Salzburg und Hauser Kaibling in der Steiermark). Ski-Hit erlaubt das Skifahren in zahlreichen Gebieten Osttirols und im benachbarten Kärnten. Den Vogel schießt wohl Katschberg-Aineck (Kärnten) ab: Das örtliche Skigebiet hat 70 km Piste aufzuweisen, aber das 6-Tage-­Paket für die vierköpfige Familie gilt für die gesamte Top-Ski-Pass-Region, die nach Angaben der Anbieter 1.104 Pistenkilometer in Kärnten und Osttirol umfasst.

Kilometerangaben nicht zu viel Bedeutung beimessen

Man sollte sich also davor hüten, bei der Auswahl des Skigebietes zu sehr auf die Kilometerangaben zu schielen. Denn wer will schon im Urlaub im Halbtagesrhythmus von einem Ort zum anderen hetzen, um das komplette Angebot nutzen zu können? Der Erholungswert ist jedenfalls weit größer, wenn man die ganze Urlaubswoche an einem Ort verbringt. 

Seniorentarif nicht einheitlich

Wo Senioren billiger fahren

Welche Vergünstigungen haben Senioren zu erwarten? In mehr als einem Drittel der ausgewählten Skigebiete gibt es keine, auch Personen über 65 müssen den Erwachsenentarif zahlen. Meist sind die Seniorentarife nur geringfügig niedriger, ein Minus von lediglich fünf Prozent ist keine Seltenheit. Nur in einem Viertel der Fälle stimmen die Seniorentarife mit den Jugendtarifen überein, sonst sind sie überwiegend höher. Besonders seniorenfreundliche Skigebiete bieten einen 20-Prozent-Nachlass gegenüber dem Erwachsenentarif, so zum Beispiel Stubaier Gletscher oder Katschberg. Sogar 28 Prozent werden im kleinen niederösterreichischen Gebiet Königsberg bei Hollenstein geboten. Die 6-Tage-Karte kostet dort 72 Euro. Noch eine Spur darunter liegt die Weinebene mit 71,50.

Obergurgl verlangt höchsten Seniorentarif

Den höchsten Tarif müssen Senioren in Obergurgl bezahlen: 246 Euro, das entspricht dem dortigen Erwachsenentarif. Es folgen Kitzbühel mit 233 Euro sowie Saalbach und Ski Amadé.

Seniorentarif; Bild: VKI 

Seniorentarif nicht einheitlich gewährt

Ab wann der Seniorentarif gewährt wird, ist alles andere als einheitlich. Die Altersgrenze 60 Jahre hält sich etwa die Waage mit der Grenze 65 Jahre. In einigen Fällen existiert noch eine Geschlechtertrennung, für Frauen gilt 60, für Männer 65; so beispielsweise in Lermoos und Sölden (beide Tirol) oder im steirischen Niederalpl. Manchmal unterscheiden sich die Altersgrenzen zwischen dem lokalen Gebiet und dem regionalen ­Verbund – wer sich da noch auskennt, ist zu ­beglückwünschen.

Sparmöglichkeiten für Großeltern

Was ist, wenn die Großeltern mit den Enkelkindern auf Skiurlaub fahren? Kommt es dann billiger als für die Eltern? Überall dort, wo es günstige Seniorentarife gibt, ist natürlich auch der Paketpreis (2 Senioren, 1 Jugend­licher, 1 Kind) günstiger. Unter den hoch­preisigen Skigebieten trifft dies etwa auf Arlberg und Sölden zu; am Arlberg wird das Paket gleich um 62 Euro billiger (753 Euro), in Sölden sogar um 73 Euro (726,50 Euro), der Preis in Obergurgl bleibt dagegen mit 809,50 Euro ziemlich hoch. Prozentuell am meisten sparen können Großeltern in Königsberg, dort sinkt der Paketpreis von 323 auf 267 Euro.

Höhere Kosten für Großeltern möglich

Überall wo Familienrabatte gewährt werden und es keine bzw. nur relativ geringe Senioren­ermäßigungen gibt, müssen Großeltern da­gegen sogar mit höheren Gesamtpreisen ­rechnen. Denn die Familienrabatte sind in aller Regel an Eltern-Kind-Beziehungen gebunden, die Familienzugehörigkeit ist nachzuweisen. So liegt der Paketpreis am Stubaier Gletscher trotz Seniorenermäßigung um rund 20 Euro höher, in Hinterstoder (Oberösterreich) um 77 Euro. Besonders hoch ist der Verlust des Familienrabatts in Lermoos in Tirol: plus 131 auf 736 Euro, oder auch auf der Postalm in Salzburg: plus 119 auf 448 Euro.

Marktübersicht: Skigebiete von Salzburg/Osttirol bis NÖ

Marktübersicht: Skigebiete in Vorarlberg und Tirol

Tabelle: Die teuersten Skigebiete

Tabelle: Die günstigsten Skigebiete

Zusammenfassung

Immer teurer. Die Liftkartenpreise steigen weit stärker als die allgemeine Preisentwicklung oder die Einkommen. Im Vergleich zum Vorjahr werden heuer um rund 3,6 Prozent höhere Liftpreise verlangt, der Verbraucherpreisindex ist hingegen im selben Zeitraum um 1,7 Prozent gestiegen.

Tarifdschungel. Auch das Personal an den Liftkassen kennt oft nicht alle mög­lichen Rabatte und Ermäßigungen. Daher vor Urlaubsantritt erkundigen!

Saisonkarten. Wer gerne Ski fährt, sollte die Angebote für Saisonkarten prüfen. Häufig ist man schon bei rund 10 Tagen (also unter 2 Wochen) mit einer Saisonkarte besser dran.

Links zum Thema

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail
Zum Seitenanfang