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Skigebiete - Vom Arlberg bis Wenigzell

, aktualisiert am

100 Skigebiete im Vergleich: Die Tickets kosten in den teuersten Skigebieten fast drei Mal so viel wie in den günstigsten. Wer sich vorab durch den Tarifdschungel der Skigebiete kämpft, fährt am besten.

Lesen Sie auch unsere Marktübersicht: Skigebiete im Preisvergleich 2012/2013.

Den Urlaub im Schnee wollen viele nicht missen: Endlich wieder ausgiebig Ski fahren! Wie viel ist diesen Winter für Skipässe zu zahlen? Wir haben die Skipasstarife für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie die Preise für 6-Tage-Skipässe im Familienpaket in 100 Skigebieten erhoben.

Paketpreise für eine Familie

Wie schon in den Jahren zuvor wurden die Paketpreise für eine Familie mit zwei Erwachsenen, einem 16-jährigen Jugendlichen (Jg. 1995) und einem 9-jährigen Kind (Jg. 2002) unter Berücksichtigung allfälliger Ermäßigungen (z.B. Familienrabatte oder Gästekartenermäßigung) berechnet. Sämtliche Preise gelten für die Hochsaison.

Naturschnee, Pistenangebot, Schneesicherheit

Die Meinungen darüber, was ein ideales Skigebiet ausmacht, sind geteilt. Die einen schwören auf Naturschnee, andere setzen Schneesicherheit voraus. Diese wiederum kann oft nur mit dem Einsatz von Schneekanonen gewährleistet werden. Die einen legen Wert auf ein großes, durchgängig zu befahrendes Pistenangebot; die anderen reisen gerne täglich vom Urlaubsquartier zu immer neuen Pisten an; die dritten wollen einfach nur Ski fahren und fühlen sich in kleinen Gebieten wohl.

Kleine Skigebiete meist am günstigsten

Auch wenn es Ausnahmen gibt: Für ein knappes Urlaubsbudget sind kleine Skigebiete meistens die beste Option. Unsere Musterfamilie kommt heuer gleich in vier Gebieten mit 300 € und weniger für das Liftfahren aus, wenn die 6-Tage-Skipässe im Familienpaket unter Nutzung gebotener Ermäßigungen gekauft werden: Die preiswertesten Vier unserer Erhebung sind Wenigzell/Joglland in der Steiermark (271 €, 12 Pisten-km), der Zahme Kaiser-Walchsee in Tirol (290 €, 25 Pistenkm), die Postalm Arena in Salzburg (299 €, 20 Pisten-km) und die Königsberglifte in Niederösterreich (300 €, 14 Pisten-km).

Teuerung: durchschnittlich 3 bis 4 Prozent

Für Skipässe ist heuer im Schnitt übrigens um drei bis vier Prozent mehr zu berappen als letzten Winter. In manchen Skigebieten sind die Preise aber auch gleich geblieben, in einigen wenigen erfreulicherweise sogar gesunken (z.B. See/Paznauntal, Tirol; St.Corona/ Wechsel, Niederösterreich).


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Ermäßigungen

Familien- oder Gästekartenermäßigungen

In vielen Skigebieten gibt es für Familien und Urlauber mit Quartier in der Region Ermäßigungen. Um eine Familienermäßigung zu erhalten, müssen die Skipässe für alle Familienmitglieder auf einmal gekauft und die Zusammengehörigkeit muss belegt werden (z.B. durch Ausweise und Meldezettel oder einen Familienpass).

Um eine Gästekartenermäßigung zu bekommen, müssen Sie sich von Ihrem Quartiergeber die Gästekarten aushändigen lassen, bevor Sie zur Liftkassa wandern. Dort wiederum heißt es, konkret nach Rabatten zu fragen. Doch die Mühe zahlt sich aus: Gästekarten- und Familienermäßigung können den Preis für die 6-Tage-Karten im Familienpaket um 10 bis 15 Prozent, in Einzelfällen sogar noch mehr reduzieren.

Lokale Pisten oder Skiverbünde

In eigenständigen Skigebieten gelten Skipässe ausschließlich für die lokalen Pisten. Sind Skigebiete Teil eines Verbunds, gelten Mehrtage-Karten (meist ab 1,5 oder 2 Tagen) häufig in allen Skigebieten dieses Verbunds. Das kann eine mehr oder weniger geschlossene Region oder ein ganzes Tal sein (z.B. Montafon, Zillertal …). Große Skiverbünde (z.B. Ski amadé in Salzburg und der Steiermark, TopSkiPass in Kärnten & Osttirol) können aber auch weit voneinander entfernt liegende Regionen mit etlichen Hundert Pistenkilometern umfassen.

Oft günstiger: die Lifte vor Ort

Oft günstiger: die Lifte vor Ort

Sie können und wollen das große Angebot eines Skiverbunds in den sechs Tagen nicht nutzen, sondern ausschließlich auf lokalen Skipisten fahren? Dann greifen Sie nicht blindlings zu 6-Tage-Skipässen. Rechnen Sie erst mögliche Alternativen durch. Mitunter sind mehrere, im Skigebiet vor Ort gültige Tageskarten preisgünstiger (u.a. weil lokale Liftbetreiber manchmal Ermäßigungen bieten, die es im Verbund nicht gibt).

Am Hochhäderich in Vorarlberg (8 Pisten-km) zahlt unsere Musterfamilie beispielsweise im Paket 480 €, wenn sie für die Urlaubswoche dreimal die lokal gültigen 2-Tage-Karten erwirbt. Das Familienpaket 6-Tage-Karten – für den sogenannten 3-Täler-Skipass (Bregenzerwald, Großes Walsertal, Lechtal) über 200 Pisten-km – käme hingegen auf 633 €.

Kinder, Jugendliche, Senioren

Skipasspreise sind üblicherweise nach Geburtsjahrgängen gestaffelt. In den meisten Skigebieten haben Kinder bis zum Alter von sechs bis sieben Jahren in Begleitung der Eltern oder von Erwachsenen freie Fahrt. Häufig gibt es zudem für Jugendliche und Senioren spezielle Tarife.

Doch bis wann ein Kind die Lifte gratis benutzen kann, ob überhaupt und bis zu welchem Alter ein Teenager in den Genuss eines Jugendtarifs, ein älterer Erwachsener in den Genuss eines Seniorentarifs kommt, hängt wiederum vom jeweiligen Gebiet bzw. Verbund ab. Ein Preisvergleich kann sich in solchen Fällen lohnen.

Skiverbünde überschneiden sich mitunter

In den teuersten Skigebieten unserer Erhebung kostet das Familienpaket 6-Tage-Karten übrigens über 700 €. 761 € sind dafür am Arlberg (283 Pisten-km), 750 € in Sölden/Tirol (148 Pisten-km), 700,50 € in Serfaus-Fiss-Ladis/ Tirol (204 Pisten-km) zu bezahlen. Dafür wird aber auch viel geboten. Bei passionierten Skifahrern lassen diese Gebiete bezüglich Ausstattung und Größe wohl kaum Wünsche offen!

Tabelle: Die günstigste Skigebiete in Österreich

Tabelle: Die teuersten Skigebiete in Österreich

Tabelle: Marktübersicht Skigebiete in Österreich

Saisonkarten: heißer Tipp für Ski-Freaks

Familien, die mehrmals pro Jahr in einer Region beziehungsweise einem Verbund Skiurlaub machen wollen, sollten vorab auch die Tarife für Saisonkarten durchforsten. Saisonkarten kommen mitunter günstiger als zwei bis drei Familienpakete mit 6-Tage-Karten.

Im niederösterreichisch-steirischen Skiverbund "Voralpen" (Mariazell, Gemeindealpe, Annaberg, Puchenstuben, Lilienfeld) kosten die Saisonkarten für unsere Familie beispielsweise 725 € im Familienpaket. Für das Familienpaket 6-Tage-Karten sind 439 € zu zahlen. Würde unsere Familie in dieser Region zu Weihnachten und in den Semesterferien je eine Woche Skiurlaub machen, wären die Saisonkarten bereits die günstigere Alternative.

Achtung: Saisonkarten und 6-Tage-Karten können regional unterschiedliche Gültigkeitsbereiche haben!

Wie viel kostet eine Woche Skiurlaub?

Hin- und Rückreise, Quartier und Verpflegung, Skipässe … Wir haben überschlagen, wie viel eine Woche Skiurlaub für eine vierköpfige Familie kostet, und sind dabei je nach gewähltem Skigebiet, Quartier und Konsumationen auf Berghütten beziehungsweise in Restaurants auf rund 2.000 € bei sehr sparsamer Urlaubsgestaltung gekommen.

So haben wir kalkuliert:

Treibstoffkosten Hin- und Rückfahrt: 70 €
Quartier mit Frühstück, 35 €/Person: 980 €
Mittagessen mit Getränk, 10 €/Person: 280 €
Abendessen mit Getränk, 10 €/Person: 280 €
Skipässe, günstiges Familienangebot: 400 €
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Summe 2.010 €

Familien, die ihren Urlaub in einem Gebiet mit teureren Skipässen in einem Hotel mit Halbpension verbringen und in Hütten und Restaurants nicht so genau auf die Preise achten, müssen für den Urlaub bald einmal 3.000 bis 4.000 € pro Woche oder noch mehr berappen. Brauchen darüber hinaus alle Familienmitglieder Leihski, schlägt sich das mit weiteren 300 bis 400 € pro Urlaubswoche (Leihski in Standardqualität) zu Buche.

 

Zusammenfassung

  • Unter 300 € bis über 700 €. Die preisgünstigsten 6-Tage-Karten im Familienpaket kommen auf 271 € (Wenigzell/Joglland), die teuersten auf 761 € (Arlberg). Wenigzell/Joglland umfasst 12 Pistenkilometer, am Arlberg stehen Skifahrern 283 Pistenkilometer zur Verfügung.
  • Tarifdschungel durchforsten. Informieren Sie sich schon von zu Hause aus (im Internet) über die Skipass-Tarife, sobald Sie sich für ein Gebiet entschieden haben. Überlegen Sie in Ruhe, welcher Skipass (z.B. lokal oder regional gültig) am besten für Sie passt.
  • Ermäßigungen nutzen. In vielen Skigebieten gibt es beim Kauf von Skipässen Ermäßigungen. Erkundigen Sie sich vorab, welche Dokumente Sie brauchen, um sie zu bekommen. An der Liftkassa werden Ermäßigungen üblicherweise nicht extra angeboten, Sie müssen danach fragen.

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