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Schibrillen - Klare Sicht

  • Schlechtwetterbrillen im Test
  • Nur ein Modell ist sehr gut
  • Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Geeignete Ausrüstung wählen

Urlaubstage sind kostbar. Begeisterte Wintersportler zieht es daher selbst nach Schlechtwettereinbrüchen auf die Pisten. Die selten so frei zu befahren sind wie gerade dann, wenn Schneetreiben und Nebel andere Urlauber in Sauna, Hallenbad oder Kaffeehaus flüchten lassen. Klar, dass die Ausrüstung an die Witterungsverhältnisse angepasst sein muss.

16 Modelle unter die Lupe genommen

Wir haben sechzehn helmkompatible Schlechtwetterbrillen von zwölf Markenherstellern getestet. Sie kosten zwischen 30 und 170 Euro. Das Modell der Eigenmarke von Intersport, Tecno Pro, war zum Testzeitpunkt nicht verfügbar und konnte daher nicht getestet werden.

Helle Scheiben, aber guter UV-Schutz

Auch Schlechtwetterbrillen müssen die Augen gut vor UV-Licht schützen. Denn UV-Strahlen dringen selbst durch Nebel, die Belastung wird durch Reflexion sogar verstärkt. Ob eine Brille mehr oder weniger UV-Schutz bietet, hängt nicht von der Tönung ihrer Scheiben ab. Eine dunkle Tönung absorbiert mehr sichtbares Licht und schützt so vor Blendung. Brillen mit dunklen Scheiben sind daher bei Sonnenschein die richtige Wahl, doch bei Schlechtwetter mindern sie die ohnehin schon reduzierte Sicht.

Je mehr sichtbares Licht Schlechtwetterbrillen durchlassen, desto besser. Und mit UV-Schutz können selbst farblose Gläser versehen sein. Bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometer (nm) sollten Brillen UV-Licht komplett ausfiltern, so Augenarzt Professor Dr. Peter Heilig. Die meisten Modelle im Test schützen auch tatsächlich bis 400 nm. Immerhin ein Drittel der Modelle (5 von 16) schafft dies nicht: Briko Odissey Worldcup Racing, Oakley O-Frame, Smith Anthem sowie E-Rotiv und Powder von Alpina.

Lichtdurchlässigkeit

Im sichtbaren Bereich des Lichts sollte die Brille möglichst viel Licht durchlassen. Was nicht alle Brillen erfüllen, die Unterschiede sind sehr groß: Beim Modell Oakley A-Frame Snow wurde eine Lichtdurchlässigkeit von 84 Prozent (zwischen 380 und 780 nm) gemessen, während sich das Modell von Smith Anthem mit lediglich 13 Prozent begnügte.

Gelb - orange - rosa

Letztlich ist aber das subjektive Empfinden entscheidend. Bei schlechtem Wetter ist das Licht oft diesig. Zusammengeschobener Schnee oder sogar ausgeprägte Buckel sind dann auf der Piste mit freiem Auge kaum zu erkennen. Gute Schlechtwetterbrillen wirken aufhellend und verstärken Kontraste. Ihre Scheiben sollten möglichst hell und leicht getönt sein.

Ob gelblich-hellbraun, gelblich-orange oder rot-rosa der optimale Farbton ist, wird individuell oft sehr unterschiedlich empfunden und ist nur über Probieren herauszufinden: Schauen Sie im Geschäft mit aufgesetzter Brille gezielt in eine dunkle Ecke. Modelle, mit denen Sie besser als mit bloßem Auge sehen und deren Scheibenfarbe Ihnen angenehm ist, kommen in die engere Wahl.

Brillen mit Doppelscheiben bevorzugen

Schibrillen sollen die Augen zudem vor Schlagverletzungen schützen. Es gibt Modelle mit Doppelscheiben und solche mit nur einer Scheibe. Getestet wurden ausschließlich Brillen mit Doppelscheiben. Dieses System hat sich bei der Überprüfung auf Schlagfestigkeit bewährt. Die meisten Brillen überstanden diesen Test völlig unbeschadet. Nur bei Cébé G-LAND, Alpina E-Rotic und Alpina Powder gingen die Außenscheiben zu Bruch, doch die Innenscheiben blieben intakt. Das heißt: Im Ernstfall wäre das Auge unversehrt geblieben. Mit Einscheibenbrillen wäre es zu einem Augenkontakt gekommen.

Helm zum Kauf mitnehmen

Ob eine Brille rundum gut sitzt, können Sie nur feststellen, wenn Sie sie mit Ihrem eigenen Helm probieren. Achten Sie darauf, ob sich das Trageband ausreichend weit verstellen lässt und wie es um seine Elastizität bestellt ist. Zu streng sitzende Brillen verursachen Druckstellen, zu lose verrutschen leicht. Einmal eingestellt, sollte die Länge des Tragebandes fixiert sein. Bei Scott 89 Xi rutschte das Band durch den Verstellmechanismus und saß daher bald zu locker. Mittlerweile wurde der Verstellmechanismus dieses Modells geändert, Restbestände könnten jedoch noch im Handel erhältlich sein.

Verschiedene Befestigungsmöglichkeiten

Zwischen Helm und Brille beziehungsweise Gesicht und Brille dürfen keine Zwischenräume bleiben. Damit die Brille nicht verrutscht, sollte sich das Brillenband am Helm fixieren oder befestigen lassen. Einige Helme sind zu diesem Zweck auf der Rückseite mit einer Führungsschiene, andere mit einer Schlaufe ausgestattet. Einige Brillenbänder mit Klipp- bzw. Einhakverschluss lassen sich an manchen Helmmodellen schlecht befestigen. Hier heißt es also aufpassen, ob Helm und Brille zusammenpassen. Tragebänder mit gummierten Innenseiten sorgen für zusätzlichen Halt.

Schaumstoffauflagen mit oder ohne Fleece

Es gibt Schibrillen mit einlagigen und solche mit mehrlagigen Schaumstoffauflagen. Die Auflagen sollten auf jeden Fall weich sein und nicht kratzen. Bei manchen Modellen ist diese Auflage mit Fleece überzogen. Das fühlt sich zwar angenehm auf der Haut an, hält aber nicht gut am Helm – Brillen mit Fleece-Schicht verrutschen leicht. Und einmal nass geworden, trocknen sie nur langsam. Doch gleich ob mit Fleece oder ohne: Schaumstoffauflagen drücken mitunter unangenehm auf die Nasenflügel und erschweren dadurch das Atmen. Wie stark, hängt auch vom Gesichtsschnitt ab.

Blickfeldeinschränkung

Je weniger Ihr Blickfeld durch Brille und Helm eingeschränkt wird, umso sicherer sind Sie auf den Pisten unterwegs. Inwieweit eine Brille Ihr Gesichtsfeld an den Seiten einengt, können Sie ohne großen Aufwand überprüfen: Strecken Sie aufrecht stehend die Arme waagrecht nach vorne, langsam zur Seite öffnen. Bis zu einem Winkel von rund 160 Grad sollten Sie Ihre Arme noch sehen können. Etwaige schwarze Umrandungen auf der Scheibeninnenseite oder zu dicke Schaumstoffauflagen im Nasenbereich wirken störend bzw. irritierend.

Empfindliche Anti-Beschlags-Beschichtung

Eine Anti-Fog-Beschichtung verhindert, dass die Scheibe beschlägt. Alle Modelle im Test sind damit ausgestattet. Die auf der Innenseite der inneren Scheibe aufgetragene Beschichtung ist allerdings äußerst empfindlich und muss daher sorgsam behandelt werden. Sollte bei einem Sturz Schnee in die Brille gekommen sein: am besten den Schnee herausklopfen und die Brille an der Luft trocknen lassen. Sofern der Hersteller das Brillensäckchen auch als Putztuch deklariert hat, können Sie die Scheibe im Notfall damit oder mit einem weichen Tuch (kein Papier!) vorsichtig austupfen. Durch Reiben, Wischen, Berühren mit bloßen Fingern oder Handschuhen wird die Anti-Fog-Schicht zerstört.

Beschlagen trotz Beschichtung

Nicht alle Hersteller weisen in ihren Bedienungsanleitungen auf die Empfindlichkeit der Beschichtung hin. Bei Alpina Powder und E-Rotic, Bollé Scream, Swans 500DH und Uvex ultra werden Sie entsprechende Informationen vergeblich suchen. Manchmal können Brillen allerdings trotz intakter Beschichtung beschlagen. Zum Beispiel, wenn Sie stark schwitzen oder von der kalten Piste in die doch etwas wärmere Gondel steigen. Es gibt auch Modelle mit eingebautem Ventilator (wie die Prodigy Turbo Fan von Smith im Test), diese werden rasch wieder sichtfrei. Allerdings ist der durch den Ventilator verursachte Luftzug für empfindliche Augen möglicherweise unangenehm.

Bruchfestigkeit bei allen Modellen

In den Hütten herrscht oft großes Gedränge. Da kann es schon vorkommen, dass sich jemand auf Schibrillen setzt. Die meisten Modelle im Test sind robust. Bei Adidas Yodai, Cébé G-LAND, Bollé Sharkfin und Bollé Scream lösten sich zwar bei der Probe aufs Exempel die Scheiben aus der Fassung, doch es ging keine zu Bruch.

An dieser Stelle gleich ein Tipp: Sollten Sie eine neue Brillenscheibe brauchen (weil die alte kaputt oder zerkratzt ist), lassen Sie sie am besten gleich im Geschäft einsetzen. Denn bei den meisten Modellen erfordert der Scheibentausch eine gehörige Portion Geduld und Geschick. Und dass dabei die Innenseite der Scheibe nicht berührt werden soll (Anti-Fog-Beschichtung!), macht die Sache nicht unbedingt leichter. Manche Scheiben haben auf der Innenseite allerdings eine Schutzfolie.

Anleitung für Scheibenwechsel

Falls Sie dennoch auf eigene Faust eine Scheibe wechseln wollen oder müssen: Beginnen Sie mit dem Einsetzen beim Nasenbereich und drücken Sie die Scheibe fest in die Einkerbung. Von dort arbeiten Sie sich dann weiter fort. Ziehen Sie eine eventuell vorhandene Schutzfolie erst danach ab.

Augen unbedingt schützen

Schlechtwetterbrillen eignen sich auch zum Nachtschilaufen bei Flutlicht. Wenn Sie allerdings untertags unterwegs sind und plötzlich die Sonne durchkommt, führt am Brillenwechsel kein Weg vorbei. Denn andernfalls sind mit der Zeit, so Professor Peter Heilig, bleibende Schäden der Netzhaut zu erwarten. Augenschmerzen sind ein ernst zu nehmendes Warnsignal. Setzen Sie daher eine Brille mit dunkleren Scheiben auf, bevor es überhaupt so weit kommt. Das kann auch eine Sportbrille sein, die das Auge rundum vor Licht schützt.

Vor dem "Einsommern" - reinigen

Im Lauf der Saison lagern sich in den Schaumstoffauflagen Schmutz und Sonnencremereste ab. Reinigen Sie die Schaumstoffauflagen bei Bedarf oder bevor Sie die Schibrille zu Saisonende in Etui oder Brillensäckchen gepackt im Kasten verstauen mit reichlich Wasser und ein bisschen Spülmittel.

Unnötige Schadstoffe

Dass Kunststoffprodukte mehr oder weniger zwangsläufig gesundheitsgefährdende oder umweltverschmutzende Substanzen enthalten, war vielleicht vor Jahren gültig. Heute ist das weder technologisch noch aus Sicherheitsgründen erforderlich. Nicht unmittelbar gesundheitsschädlich ist PVC, stellt aber eine hohe Umweltbelastung dar. Es wurde in sieben Fällen in der Verpackung gefunden, in zwei Fällen im Brillenrahmen: bei Swans 500DH und Alpina E-Rotic.

Flammschutzmittel in Smith-Modellen

Wesentlich bedenklicher ist der Nachweis eines Flammschutzmittels im Schaumstoff der beiden Smith-Modelle, darunter die 170 Euro teure Prodigy Turbo Fan: Sie enthielten Tris-Dichlorpropylphosphat, einen Stoff, der im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Brillen benötigen keinen Flammschutz, daher ist anzunehmen, dass (aus Kostengründen) Schaumstoff für einen anderen Verwendungszweck zur Brillenerzeugung herangezogen wurde.

Phenol unter Krebsverdacht

Bei der Alpina E-Rotic wiederum wurde Phenol nachgewiesen. Phenol hat keimtötende Wirkung, steht aber ebenfalls unter Krebsverdacht. Um diese Gefahr auszuschließen, können Sie einen Geruchstest machen: Phenol hat einen scharfen, stechenden Geruch, ein schadstofffreier Schaumstoff ist hingegen geruchsfrei.

Nur 4 Schibrillen schadstofffrei

In den anderen Fällen wurden nur geringe Schadstoffmengen gemessen. Dennoch: Nur vier Schibrillen sollten sich letztlich als völlig schadstofffrei erweisen, das ist bloß jede vierte der 16 getesteten Modelle.

Lichtdurchlässigkeit von Schibrillen

Im Idealfall sollte eine Schlechtwetterbrille kein UV-Licht (bis 400 nm) durchlassen - sichtbares Licht aber möglichst viel (über 400 nm). Das ist bei der Adidas Yodai (rote Kurve) der Fall. die schlechtesten Werte erzielte dagegen die Smith Anthem (schwarze Kurve). Sie lässt nur 13 Prozent des sichtbaren Lichtes durch.

Lichtdurchlässigkeit von Schibrillen (Diagramm: Konsument)

In den Downloads finden Sie Diagramme zu allen getesteten Schibrillen.

Oakley A-Frame mit verbessertem Helmband

Schibrillenband Oakley A-Frame

Laut Angaben des Herstellers wurde das Helmband inzwischen verbessert. Es hat auf der Innenseite eine gummierte Beschichtung, die dazu führt, dass das Band besser am Helm haftet. Das von uns getestete  Modell hatte noch ein Helmband ohne Gummierung, was die Helmtauglichkeit stark beeinträchtigte – das Band hatte keinen Halt am Helm und verrutschte ständig. Daher wurde die Schibrille auch abgewertet, was zu einem lediglich „durchschnittlichen“ Urteil im Praxistest führte. Mit der Gummierung wäre das Testurteil der Oakley A-Frame deutlich besser ausgefallen.

Kunden, die noch ein altes Modell besitzen, können ein gummiertes Helmband nachkaufen (sieh Bild unten). Es kostet 20 Euro. Bestellen kann man es im Fachhandel überall dort, wo es Oakley-Schibrillen gibt.  

Schibrillenband Oakley A-Frame

Mit der gummierten Schicht auf der Innenseite sind die Hafteigenschaften des Modells Oakley A-Frame deutlich besser, die Helmtauglichkeit ist gegeben.

Schibrillen: Anbieteradressen

Adidas: Silhouette International Schmied AG,
Ellbognerstraße 24,
A-4021 Linz,
(0732) 371 11 17-0,
www.adidas.com/eyewear

Alpina Austria ,
Neudaugasse 333,
A-5741 Neukirchen am Großvenedig,
(06565) 68 90-0,
www.alpina-eyewear.at

Bollé: MFT Multifunktionale Trainingsgeräte GmbH,
Industriestraße 9 Top 4/2,
A-2353 Guntramsdorf,
(02236) 86 02 00,
www.bolle.com

Briko VertriebsgmbH ,
Inkustraße 1-7,
A-3400 Klosterneuburg,
(02243) 253 26,
www.briko.com

Carrera Optyl Austria Trading GmbH ,
Johann-Roithner-Straße 131,
A-4050 Traun,
(07229) 773-0,
www.carrerasport.com

Cébé,
Bienerstraße 270/2/30,
A-6020 Innsbruck,
0664 307 01 57,
www.cebe.com

Marker Völkl Austria GmbH,
Hauptstraße 36,
A-4770 Andorf,
(07766) 40 70-12,
www.marker.net

Oakley,
Carl-Zeiss-Ring 7a,
D-85737 Ismaning,
(0049 89) 996 50 41 81,
www.oakley.com 

Scott GesmbH,
Moosstraße 14,
A-5230 Mattinghofen,
(07742) 36 39-0,
www.scottusa.com

Smith: Safilo Austria GmbH,
Johann Roithner-Straße 131,
A-4050 Traun,
(07229) 773,
www.carrerasport.com

Swans: Connective Sport HandelsgesmbH,
Heroalstraße 2,
A-4870 Vöcklamarkt,
(07682) 33 57,
www.swans-sports.com

Uvex Austria GmbH,
Kamerlweg 33,
A-4600 Wels,
(07242) 623 23-0,
www.uvex-sports.de

Schibrillen: Kompetent mit Konsument

  • Große Preisunterschiede. Die einzige sehr gute Brille im Test, Adidas Yodai, kostet 149 Euro. Carrera Chameleon, das zweitbeste Modell, kostet knapp 40 Euro – schade, dass die Verpackung PVC-haltig ist.
  • Hell und leicht getönt. Je heller die Brillenscheibe, desto besser die Sicht bei widrigen Witterungsverhältnissen. Gelblich-hellbraun, gelblich-orange oder rot-rosa getönte Scheiben wirken kontraststeigernd. Auf jeden Fall sollte die Schibrille – aus Sicherheitsgründen – über eine Doppelscheibe verfügen.
  • Freies Blickfeld. Achten Sie darauf, dass Ihr Blick nicht durch ein zu enges Sichtfeld, durch schwarze Umrandungen oder zu starke Schaumstoffauflagen irritiert wird.
  • Mit Helm probieren. Die Brille muss rundum gut sitzen, mit dem Helm zusammenpassen und auch gut darauf halten. Die Schaumstoffauflage sollte nicht zu sehr auf Ihre Nasenflügel drücken.
  • Extra Brille für Schönwetter. Schlechtwetterbrillen nicht bei Sonnenschein verwenden. Die meisten Brillen im Test bieten zwar einen sehr guten UV-Schutz (ist auch bei Schlechtwetter unerlässlich), doch zu viel sichtbares Licht blendet und schadet den Augen ebenfalls.

Schibrillen: So haben wir getestet

Im Test: 16 Schibrillenmodelle

TECHNISCHE UNTERSUCHUNGEN (40%)

Schlagtest

Die Schibrillen wurden über einen Zeitraum von 2 Stunden bei –10 °C im Gefrierschrank gelagert, die Prüfung wurde innerhalb von 30 Sekunden nach Herausnahme aus dem Gefrierschrank durchgeführt.

Die Schibrille wurde auf einen Prüfkopf gesetzt und das Bruchverhalten über dem Auge festgestellt. Dabei wurde der Prüfkopf so justiert, dass die Schispitze des Fallpendels mit einer Kraft von 1150 N (± 30 N) genau über dem Augenmittelpunkt aufschlägt. Am Prüfkopf wurde die Augenpartie mit Plastilin belegt, um festzustellen, ob es beim Aufschlag der Schispitze eventuell zu einem Kontakt zwischen Schibrille und Auge gekommen ist.

Ermittlung der Lichtdurchlässigkeit im UV- und im sichtbaren Bereich

Die Ermittlung der Transmission erfolgte mittels Spektralphotometer in % im Bereich von 280 bis 780 nm. Jede Messung bestand aus 4 Einzelmessungen, die an verschiedenen Stellen der Scheibe vorgenommen wurden. Aus den Einzelmessungen wurde ein Mittelwert berechnet.

Umfang des Tragebandes

Der Umfang des Tragebandes wurde auf einem Kegel (kleinster Durchmesser = 120 mm/größter Durchmesser = 300 mm/Höhe = 900 mm) in mm ermittelt.

Dehnbarkeit des Tragebandes

Die Dehnbarkeit des Tragebandes wurde bei der maximalen Weite mittels einer Federwaage bei einer Zugkraft von 30 N in mm ermittelt.

PRAXISTEST (50%)

Erkennung von Konturen

Dieser Praxistest wurde am Gletscher unter zur Beurteilung der Brillen idealen Witterungsverhältnissen (dichter Nebel, kaum Wind) durchgeführt.

Als Beurteilungsobjekt wurden ein Schneehügel bzw. Schispuren herangezogen. Vor jeder Beurteilung wurden die Beurteilungsobjekte ohne Brille betrachtet; erst danach erfolgte die Beurteilung mit der Schibrille. Durch diese Vorgehensweise war es möglich, für alle getesteten Prüfmuster die gleichen Bedingungen zu schaffen.

Erkennung von Störungen im Sichtfeld

In einem Praxistest beurteilten 5 Testpersonen mittels Fragebogen, ob das Blickfeld durch die Konstruktion des Brillenrahmens oder der Scheibe eingeengt war bzw. als störend empfunden wurde.

Helmtauglichkeit

Der Test Helmtauglichkeit folgte den 3 Fragestellungen "Haltbarkeit der Schibrille am Helm", "Verstellbarkeit des Tragebandes am Helm" sowie "Tragekomfort der Schibrille". Dieser Test wurde in einem Praxistest mit 5 Testpersonen abgewickelt.

Sitztest

Es wurde die Belastung simuliert, die sich ergibt, wenn sich jemand auf die Brille setzt (Testperson mit 75 kg, fünf Wiederholungen). Die Schibrille wurde dazu auf einen normalen, gepolsterten Bürostuhl gelegt und dabei immer in ihrer Position verändert.

Scheibentausch

Dieser Test wurde in einem Praxistest mit 5 Testpersonen abgewickelt. War eine Bedienungsanleitung mit Anweisungen zum Scheibentausch vorhanden, wurde diese unterstützend herangezogen.

Anti-Beschlag-Beschichtung

Die Schibrillen wurden über einen Zeitraum von 12 Stunden im Gefrierschrank bei –10 °C gelagert. Beim Herausnehmen aus dem Gefrierschrank wurde beurteilt, ob die Scheiben auf der Innenseite beschlagen.

Verzerrfreiheit

Die Schibrille wurde im Abstand von etwa 50 cm vom Auge entfernt über eine gerade Linie bewegt. In einem Praxistest beurteilten 5 Testpersonen mittels Fragebogen, ob sich die gerade Linie durch die Brille hindurch gesehen biegt. (Dies würde bedeuten, die Brille ist "nicht verzerrfrei").

Bedienungsanleitung

Es wurden die Hinweise auf die Anti-Beschlag-Beschichtung, die Pflege und Aufbewahrung sowie den Scheibentausch beurteilt.

UMWELTEIGENSCHAFTEN (10%)

Überprüfung auf PVC in Verpackung und Brillenrahmen

Mittels Beilstein-Methode wurde überprüft, ob die Kunststoffteile der Verpackung sowie der Schibrillenrahmen aus PVC gefertigt wurden.

Schadstoffe im Schaumstoff

Der Schaumstoff wurde vom Brillenrahmen abgelöst, in einem Lösungsmittel extrahiert und mittels GC-MS analysiert.

Abwertung

Die Note für die Schadstoffe im Schaumstoff konnte nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis von PAK, Weichmacher, Flammschutzmittel, Phenolverbindungen oder bromierten Flammschutzmitteln.

Das Urteil für die Umwelteigenschaften konnte nicht besser sein als die Note für die Schadstoffe im Schaumstoff. Ergaben die Umwelteigenschaften ein „weniger zufriedenstellend“, wurde das Gesamttesturteil um eine halbe Stufe abgewertet.

War die Helmtauglichkeit weniger zufriedenstellend, konnte der Praxistest nicht besser als durchschnittlich sein.

War die Erkennung von Konturen durchschnittlich, konnte der Praxistest nicht besser als durchschnittlich sein.

War die Technische Prüfung weniger zufriedenstellend, konnte das Gesamttesturteil nicht besser als durchschnittlich sein.

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