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Notruf 1450 - Schnelle Hilfe

Seit Anfang April erhalten Anrufer in Wien, Niederösterreich und Vorarlberg unter der Telefonnummer 1450 Beratung bei Gesundheitsproblemen. Das Rund-um-die Uhr-Angebot soll bald in ganz Österreich verfügbar sein.

Fall 1

Es ist Samstag. Frau M. hat seit einigen Tagen Schmerzen und eine Schwellung im rechten Arm. Sie vermutet, dass sie sich bei der Gartenarbeit überanstrengt hat. Da die Beschwerden nicht besser werden, überlegt die Pensionistin, sich für eine Untersuchung ihres Armes ins Krankenhaus fahren zu lassen.

Ausschließen einer ernsthaften Erkrankung

Doch zuvor wählt Frau M. auf Empfehlung ihrer Nachbarin die Nummer 1450. Am Telefon meldet sich eine diplomierte Krankenschwester. Sie befragt Frau M. zu Alter, Vorerkrankungen, Medikamente und Allergien und dazu, ob sie bereits beim Arzt war oder sich schon selbst behandelt hat. Es folgen weitere Fragen nach einem vorgegebenen Schema: ob sie im Augenblick unter Brustschmerzen oder Atemnot leidet, der Arm kalt und blass ist, sie Fieber hat und es sichtbare Verletzungen auf der Haut gibt.

Nachdem auf diese Weise eine mögliche ernste Er­krankung ausgeschlossen werden konnten, empfiehlt die diplomierte Krankenschwester Frau M., kalte Kompressen aufzulegen und den Arm höher zu lagern, damit die Schwellung schneller abklingen kann. Sollte sie Schmerzmittel oder Salben brauchen, werde sie der Apotheker beraten. Frau M. wird geraten, nochmals anzurufen oder zum Hausarzt zu gehen, falls die Schmerzen wieder stärker werden oder neue Beschwerden auftreten sollten.

Fall 2

Frau S. wacht mitten in der Nacht mit furchtbaren Bauchschmerzen auf. Sie fürchtet einen Blinddarmdurchbruch, zögert aber, die Rettung zu rufen. Sie wählt 1450. Die diplomierte Krankenschwester bei der telefonischen Gesundheitsberatung geht mit ihr systematisch alle möglichen Symptome durch und kann sie beruhigen: Was Frau S. quält, sind Blähungen. Ihr wird geraten, eine Wärmeflasche aufzulegen und umgehend wieder anzurufen, sollten die Beschwerden weiter anhalten.

Fazit. Bisher waren Patientinnen und Patien­ten mit der Frage, ob sie bei einem Gesundheitsproblem sofort ärztliche Hilfe brauchen oder sich selbst behandeln und ab­warten können, zumeist ziemlich auf sich gestellt. Auch bei der Entscheidung, ob sie zum Hausarzt, zum niedergelassenen Facharzt oder in die Spitalsambulanz gehen sollen, stand ihnen niemand zu Seite. Vor allem nachts und am Wochenende war guter Rat oft teuer. Bei der neuen telefonischen Gesundheitsberatung 1450, die derzeit in Wien, Niederösterreich und Vorarlberg getestet wird, bieten nun diplomierte Pflegekräfte rund um die Uhr Hilfe an. Im Hintergrund stehen Ärzte und Rettungseinheiten für Notfälle bereit.

Kompetente Telefonberatung entlastet Spitalsambulanzen

Die Niederösterreichische Patientenanwaltschaft begrüßt dieses neue Beratungsangebot. Für die Patienten sei es sehr wichtig, rasch eine professionelle Einschätzung zu bekommen, wie akut ihre Erkrankung ist. Erfahrungen zeigen, dass viele Menschen die Dringlichkeit ihres „Notfalls“ überschätzen und manches Mal einfache Hausmittel die Beschwerden zum Abklingen bringen. Kompetente Telefonberatung kann die Patientenzufriedenheit steigern und gleichzeitig mithelfen, die Spitalsambulanzen zu entlasten.

 

 

 

 

 

 

 

VKI-Kooperation mit der Patientenanwaltschaft Niederösterreich

In dieser Rubrik berichten wir über Fälle, mit denen österreichische Patientenanwältinnen und -anwälte befasst sind. Für die Niederösterreichische Patienten- und Pflegeanwaltschaft ist der Notruf 1450 ein wichtiges Angebot zur Erstberatung im Krankheitsfall. Kompetente Telefonberatung kann zur Patientenzufriedenheit beitragen und die überbeanspruchten Spitalsambulanzen entlasten.

 

Niederösterreich

NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft

Rennbahnstraße 29, Tor zum Landhaus, 3109 St. Pölten

Tel. 02742 9005-15575

Fax 02742 9005-15660

E-Mail: post.ppa@noel.gv.at

Patientenanwalt Niederösterreich

ARGE Patientenanwälte Logo

 

 

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Patienten haben häufig das Gefühl, ihren Ärzten ausgeliefert zu sein. Doch wer krank ist, ist durchaus nicht schutzlos – vorausgesetzt, er kennt seine Rechte. Unser Buch zeigt anhand konkreter Beispiele, welche Rechte Patienten im Gesundheitsbetrieb haben und welche Möglichkeiten bestehen, diese durchzusetzen.

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  • Fundierte Antworten auf 100 Fragen
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