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Marktübersicht Schigebiete - Geheimtipps für Sparmeister

  • 50 Schigebiete im Vergleich
  • Preiswerte kleine Gebiete in allen Bundesländern
  • Wo es Ermäßigungen für Familien oder Senioren gibt

Schiurlaub je nach Familienbudget

Wohin im Schiurlaub? Einfach in eine ruhige Gegend oder doch in ein Gebiet mit mehr Action? Zu wohl bekannten Pisten, oder Neues kennen lernen? Familienintern allseits zufrieden stellende Kompromisse finden – leichter gesagt, als getan. Und das Wissen um mitunter deftige Preise von Schipässen, Quartier und Verpflegung macht die Entscheidungsfindung auch nicht leichter – der Urlaub soll das Familienbudget ja schließlich nicht sprengen.

Liftkartenpreise erhoben

Welche Beträge heuer allein für Liftkarten zu veranschlagen sind, haben wir in 50  kleineren und größeren Schigebieten erhoben. Bei den Preisangaben für 6-Tage-Karten sind eventuelle Gästekarten-Ermäßigungen bereits berücksichtigt.

Familienermäßigungen

Wer in erster Linie preiswert über die Pisten flitzen will, ist mit einem kleinen, eigenständigen Schigebiet meistens am besten dran. Von den Gebieten mit rund zwanzig bis dreißig Pistenkilometern haben die Forsteralm (Niederösterreich), Gaberl und Hohentauern (Steiermark) sowie der Zahme Kaiser (Tirol) die besten Preise: Erwachsene können hier um 80 bis knapp 100 Euro sechs Tage lang die Lifte benutzen. Zusätzlich gibt es am Gaberl, dem Zahmen Kaiser und in Hohentauern Familienermäßigungen: am Zahmen Kaiser in Form eines Package-Preises, am Gaberl in Form gestaffelter Tarife für Kinder. Und in Hohentauern gilt ab vier bezahlten Karten freie Fahrt für alle weiteren Kinder.

Mit dem Meldezettel zum Lift

Doch Achtung: Um Familienermäßigungen zu erhalten, müssen Sie die Liftkarten für die ganze Familie auf einmal kaufen und Ihre Zusammengehörigkeit amtlich nachweisen können. Das ist in allen Schigebieten gleich. Also: Ausweise und Meldezettel beziehungsweise Familienpass nicht vergessen!

Schibusse gibt es nicht überall

In größeren Schigebieten sind Schibusse üblicherweise fixer Teil der Infrastruktur, in kleineren ist das oft anders. Da fahren die Schibusse zwischen Ort und Liftstation mitunter sehr selten (z.B. Ebensee/Feuerkogel, Aigen-Schlägl/Hochficht) oder es gibt sie gar nicht (z.B. Waidhofen/ Forsteralm, St. Urban/Simonhöhe). Ein Urlaub ohne Auto ist also nicht überall möglich.

Auslauf für Konditionsstarke

Wer großen Wert auf Abwechslung legt und viele neue Pisten kennen lernen will, muss schon tief in die Tasche greifen. Wie in den Jahren zuvor sind Sölden und Ski Arlberg bei den Preisen Spitzenreiter. Die 6-Tage-Karte für Erwachsene kostet mit um die 190 Euro mehr als doppelt so viel wie auf Gaberl oder Forsteralm. Dafür wird aber auch einiges geboten: 3 Dreitausender und 150 Pistenkilometer in Sölden, mehr als 270 Pistenkilometer bei Ski Arlberg. Der bloße Gedanke daran kann sportlichen Fahrern schon das Wasser im Mund zusammenrinnen lassen.

Falls es Ihnen ähnlich geht und Sie trotzdem nicht so viel für den Schipass hinblättern wollen: Weit mehr als 100 Pistenkilometer gibt es auch in etwas günstigeren Schigebieten, zum Beispiel in Serfaus-Fiss-Ladis. Gemächliche Fahrer oder Familien mit kleineren Kindern werden das enorme Angebot allerdings mitunter weder da noch dort voll nutzen können.

Schipässe für mehrere Schigebiete

Doch es geht noch weiter: Manche Schipässe gelten nicht nur in einem, sondern in vielen, zum Teil weit voneinander entfernten Schigebieten. Als Beispiele seien die Mehrtageskarten des Skiverbunds Amadé (umfasst die Salzburger Sportwelt, das Großarltal, Hochkönigs Winterreich, Gastein und Dachstein Tauern) und der Kärntner Top Ski Pass/Gold (für über 30 Schigebiete Kärntens und Osttirols) genannt. Lassen Sie sich von den riesigen Gültigkeitsbereichen nicht blenden. Denn wer kann schon all diese Gebiete mit ihren vielen Pisten tatsächlich binnen einer Woche befahren?

Seniorenermäßigungen: große Unterschiede

Heuer wollten wir auch wissen, in welchen Gebieten man Senioren (in unserer Erhebung als 65-Jährige vorgegeben) bei den Schipässen preislich entgegenkommt. Ergebnis: Ermäßigungen für ältere Schifahrer werden zwar oft, aber bei Weitem nicht überall geboten. Und was die seniorenfreundliche Tarifgestaltung anbelangt, sind einige kleine Gebiete manchen prominenten Großräumen eindeutig überlegen.

Sehr unterschiedliche Vergünstigungen

So werden für die Liftkarten von Eggalm-Zillertal 3000, Flachau (Salzburger Sportwelt), Hauser Kaibling-Skiverbund Amadé, Schmittenhöhe oder Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang 65-Jährigen keine Vergünstigungen gewährt. Doch es gibt auch viele Gegenbeispiele. Und in etlichen Schigebieten sind die Seniorentickets erheblich verbilligt. Wer etwa in Sölden an der Liftkassa den Seniorenausweis vorlegt, bekommt für die Tageskarte  6,50 Euro, für die 6-Tage-Karte 34 Euro Ermäßigung; das entspricht einem Rabatt von rund 17 Prozent. Und in der vergleichsweise kleinen Salzburger Weißsee Gletscherwelt (mit schon von vornherein moderaten Liftpreisen) kosten die Senioren-Tageskarten sogar um 8 Euro, die 6-Tage-Karten um 37 Euro weniger als Tickets zum Normaltarif; das ist um 30 Prozent billiger.

Familienfreundlich: Weißsee Gletscherwelt

In der Weißsee Gletscherwelt können übrigens auch je zwei Kinder unter zwölf Jahren die Lifte gratis benutzen, wenn sie mit ihrer Familie unterwegs sind. Eine feine Sache, falls diese Regelung auf Ihre Familienkonstellation zutrifft und Sie ohnehin immer alle zusammen über die Pisten brettern!

Schigebiete 12/2005

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Sparen läßt sich überall

Selbst innerhalb eines Bundeslands lässt sich das Urlaubsbudget über eine zielgerichtete Auswahl des Schigebiets spürbar entlasten. Der Unterschied zwischen billigstem und teuerstem 6-Tage-Schipass beträgt in unserer Erhebung in Oberösterreich 30, in Tirol knapp 100 Euro. Und auch bei den Tageskarten sind die Preisunterschiede enorm.

Schipass-Preise für Erwachsene Tageskarte   6-Tage-Karte  
Vorarlberg

26,00 (Ifen) -
39,50 (Ski Arlberg)

139,00 (Brandnertal) -189,00 (Ski Arlberg)
Tirol    23,00 (Zahmer Kaiser) -
39,50 (Silvretta Arena Ischgl, Sölden)
96,00 (Zahmer Kaiser) -
193,50 (Sölden)
Salzburg     27,00 (Weißsee Gletscherwelt) -
36,00 (Schmittenhöhe, Skicircus Saalbach)
 
125,00 (Weißsee Gletscherwelt) -
173,00 (Skicircus Saalbach)
Kärnten 23,00 (Emberger Alm)-
35,00 (Bad Kleinkirchheim, Ski-Arena Nassfeld)
109,00 (Emberger Alm) -
169,00 (Ankogel, Bad Kleinkirchheim, Ski Arena Nassfeld)
Steiermark 20,00 (Gaberl) -
36,00 (Hauser Kaibling)
80,50 (Gaberl) -
171,00 (Hauser Kaibling)
Oberösterreich 23,00 (Postalm)-
30,00 (Wurzer Alm)
110,00 (Postalm) -
140,50 (Wurzer Alm)
Niederösterreich 18,00 (Forsteralm) -
27,50 (Semming, Hochkar)
80,00 (Forsteralm) -
137,00 (Semmering)

Schigebiete: Kompetent mit Konsument

  • Klein und günstig.  Kleinere, preiswerte Schigebiete gibt es in jedem Bundesland. In den günstigsten Schigebieten unserer Erhebung kosten die 6-Tage-Schipässe pro Erwachsenen weniger als 100 Euro.
  • Teure Riesen.  Hundert und mehr Pistenkilometer und die Option, mit einem Schipass in mehreren Gebieten Schi laufen zu können, sind kostspielig. Fahren Sie überhaupt so viel?
  • Gezielt auswählen.  Familienermäßigungen gibt es nicht in allen Schigebieten, manche greifen zudem nur bei bestimmten Familienkonstellationen. Schipässe zum Seniorentarif sind manchmal stark verbilligt.

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