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Kindersonnenbrillen - Cooler Durchblick

  • Kinderaugen brauchen Schutz
  • Gute Brillen müssen nicht teuer sein
  • Nur eine passende Brille ist eine gute Brille

Mehr als reine Coolness

Sonnenbrillen sind ziemlich cool. Stars tragen sie Tag und Nacht. Das Kultobjekt hat aber bei Kindern eine noch wichtigere Funktion: Gute Sonnenbrillen schützen die empfindlichen Kinderaugen vor sichtbaren und unsichtbaren Sonnenstrahlen. „Das frühkindliche Auge verfügt noch nicht über den Eigenschutz gegen UV-Strahlen“, sagt Augenarzt Prof. Dr. Peter Heilig. Kinder sollten daher nie direkt in die Sonne schauen und eine gut sitzende Brille tragen. „Sonnenbrillen müssten das gesamte UV-Spektrum filtern, diese Strahlen können bis in die Netzhaut dringen und zu Schäden führen.“ Grauer Star ist eine der Spätfolgen direkter Sonneneinstrahlung.

100% UV-Schutz nötig

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Sonnenbrille mit der Aufschrift „100% UV-Schutz“ versehen ist. Die Sicherheit ist in 4 Kategorien klassifiziert. Eine gute Brille muss mindestens die Kategorie 3 aufweisen, besser: Kategorie 4. Alle „sehr guten“ und „guten“ Brillen im Test erfüllten dieses Kriterium.

Dunkle Gläser in Braun oder Grau bevorzugen

Sonnenbrillen müssen (je nach Lichteinstrahlung) das sichtbare Licht zu 70 bis 80 Prozent absorbieren, am besten tun dies dunkle Gläser in Braun oder Grau. Gelbes Glas ist bei Sonne ungeeignet, bei Nebel gut. Rosa Barbie-Brillen eignen sich nur zum Tragen im Kinderzimmer und verdienen nicht das Attribut „Sonnenschutz“. Verspiegelte Brillen passen Johnny Depp gut, sind für Kinder aber nicht ideal, weil sie zerkratzt werden können und dadurch schädliche Reflexionen ermöglichen. Verzichten sollte man auch auf eine verlaufende Tönung, da die Sonne auch in den unteren, hellen Bereich der Brille dringt. Sonnenbrillen mit polarisierenden Gläsern haben den Vorteil, dass Reflexionen, wie etwa vom Meer, abgeschwächt werden. Ob die Brille dunkel genug ist, lässt sich leicht feststellen: Kneift das Kind die Augen trotz Brille zusammen, ist das Glas zu hell.

Selber testen

Ungünstig sind aber auch zu dunkle Brillen. Spielt das Kind damit zwischendurch im Schatten, nimmt es sie wahrscheinlich bald ab. Gut ist die Brille, wenn die Welt dahinter nicht verzerrt ist. Ein einfacher Test: Halten Sie die Brille etwa 20 bis 30 Zentimeter vor den Augen über kariertes Papier, und drehen Sie sie leicht hin und her – können Sie die Linien deutlich erkennen, ist die Brille in Ordnung. Verschwimmt die Welt dahinter, so schädigt sie zwar das Auge nicht, Ihr Junior wird sie aber nicht lange tragen.

Nur gut passende Brillen kaufen

Runde Sonnenbrillen ohne Seitenschutz sind zwar lustig, jedoch ungeeignet. Prof. Heilig: „Die Sonnenbrille soll – besonders bei extremer Sonneneinstrahlung am Meer oder im Gebirge – das Auge umschließen, seitliche Lichteinstrahlung verhindern und einen guten Rundumschutz bieten, denn 40 Prozent der schädigenden Strahlen gehen rund um die Brille ins Auge.“ Nur eine passende Brille ist daher eine gute Brille. Sie sitzt fest und hüpft beim Ballspielen oder Radfahren nicht auf und ab. Eine Brille mit Federbügel, ein Band oder Gummiband zum Fixieren garantieren festen Halt. Generell sind gerade Bügel besser, sie drücken nicht hinter den Ohren – der Fachoptiker kann die Brille individuell anpassen.

Widerstandsfähigkeit muss sein

Sonnenbrillen haben heute Polycarbonatscheiben mit einer Stärke von mindestens 1,2 Millimetern; Glas wird nicht mehr verwendet. Der Rahmen ist meist aus Kunststoff, dieses Material birgt für Kinder das geringste Verletzungsrisiko. 16 der 37 getesteten Brillen haben den Belastungstest überstanden – sich draufzusetzen oder die Brille fallen zu lassen darf also ihr Überleben nicht gefährden. Prof. Heilig: „Besonders widerstandsfähig sind auch Rahmen aus flexiblen Titan-Legierungen.“

Gute Brillen müssen nicht unbedingt teuer sein

Gute Kindersonnenbrillen reißen kein Loch ins Budget. Die getesteten Modelle sind zwischen 2,90 und 59 Euro zu haben. Sollte sich das Kind partout gegen die Sonnenbrille wehren, muss eine Schirmkappe her, die zumindest ein wenig Schutz vor Sonnenstrahlen von oben bietet.

Die "sehr guten" und "guten" Kindersonnenbrillen

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Reaktionen nach dem Test

H&M (für das Modell 808200) und kik („Sealion King“) verweisen darauf, dass die Brillen der EN 1836 entsprechen. Wir sind der Meinung, dass die Norm veraltet und nicht praxisgerecht ist.

Uniopt argumentiert, das Modell Modasol sei eine „Sportbrille“ und keine „Sonnenbrille“. Die Brille trägt aber die Bezeichnung „Sonnenbrille“, daher haben wir sie als solche getestet.

Watch & More, Vertreiber der „Elegance Collection“, nimmt die Brille aus dem Programm.

Importeure

H&M:  Hennes & Mauritz GesmbH,
www.hm.com ,
Tel: (01) 585 84 00

Benetton:  Hartlauer HandelsgesmbH,
www.hartlauer.at ,
Tel: (07252) 588-0

Ray Ban Junior:  Luxottica VertriebsgesmbH,
www.luxottica.com ,
www.ray-ban.com ,
Tel: (02243) 308 88-0

C&A  Mode Ges.m.b.H. & Co KG, 
www.cunda.at ,
Tel: (01) 717 51-0

Airborn:  Sports Experts GesmbH,
Tel: (07242) 243-0

x-trem  eyewear,
Tel: (07472) 612 02-15

Alpina  Sport und Optik VertriebsgesmbH,
www.alpinaeyewear.de ,
Tel: (06565) 68 90-0

Cébé Junior:  Pichler Franz, Handelsagentur,
www.cebe.com ,
Tel: (03612) 235 46

Baby Club Sunstyle:  C&A Mode Ges.m.b.H. & Co KG,
www.cunda.at ,
Tel: (01) 717 51-0

Polaroid:  Hama Technics Handels GmbH,
www.polaroid.com ,
Tel: (02239) 47 77-0

RepSol:  Uvex Austria GesmbH,
www.uvex-sports.de ,
Tel: (07242) 21 07 45

Carrera  Optyl Austria Trading GesmbH,
www.carrerasports.com ,
Tel: (07229) 773-0

Kompetent mit Konsument

  • „Rundum-Schutz“. Gute Brillen umschließen das Auge und verhindern seitliche Lichteinstrahlung. Achten Sie auf den Vermerk „100-prozentiger UV-Schutz“.
  • Farbe und Material. Die Scheiben sollen braun oder grau, der Rahmen aus Kunststoff sein.
  • Perfekter Sitz . Der Fachoptiker passt Ihrem Kind die Brille individuell an.
  • Genau schauen. Beispiel H&M: einmal im Test „sehr gut“ – zwei andere Brillen schlecht. Beachten Sie, dass sich die Testergebnisse nur auf das jeweilige Modell beziehen!

So haben wir getestet

Im Test: 37 Sonnenbrillen für Kinder, eingekauft Anfang Mai in Wien und Umgebung.

Technische Prüfung

Untersucht wurde die Absorption im UV-Bereich bis 380 bzw. 400 nm sowie im sichtbaren Bereich (380–780 nm). Die Transmissionskurven wurden mit einem Varian Cary 3E Spektralphotometer aufgenommen und ausgewertet.

Für den Verzerrungstest wurde die Brille über einem karierten Blatt Papier gedreht und erhoben, ob die Linien dadurch verzerrt wurden.

Praxistest

Der Schutz vor seitlicher Sonneneinstrahlung wurde von 5 Kindern im Alter von 7 bis 13 Jahren subjektiv bewertet. Beim Reinigungstest wurde von 2 Personen erhoben, ob sich die Gläser beim Putzen mit einem Baumwolltuch aus der Verankerung lösen lassen. Beim Belastungstest wurde erhoben, ob die Brille der Belastung standhält, wenn sich irrtümlich jemand draufsetzt. Dazu wurde ein typischer gepolsterter Bürostuhl herangezogen, als Testperson fungierte ein Mann mit einem Körpergewicht von 75 kg.

Abwertungen

Eine Abwertung erfolgte, wenn die Absorption des sichtbaren Lichtes weniger als 70 Prozent betrug bzw. wenn es beim Belastungstest zu irreversibler Verformung oder Bruch kam.

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