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Damen-Ski - Rocker für Ladys

Damen-Ski sind fast durchwegs gut. Zumindest empfanden das unsere Testerinnen so, die 11 Damenmodelle einem Vergleich unterzogen.  Die neue Rocker-Bauweise kam gut an.

Unseren Skitest haben wir diesmal ausschließlich Damenmodellen im mittleren Preissegment mit Hersteller-Listenpreisen von rund 400 bis 450 Euro gewidmet und sie unseren gewohnten praktischen und technischen Prüfungen unterzogen. Gleich vorweg können wir sagen, dass das Ergebnis erfreulich positiv ausgefallen ist und sicher gewisse Rückschlüsse auf allgemeine Entwicklungen im Skibau zulässt. Etwa auf eine gestiegene Verarbeitungsqualität der gesamten Skikons­truktion.

Wenn Sie sich nicht nur für Skis sondern für günstige Skigebiete interessieren, lesen Sie am besten unsere Marktübersicht Skigebiete

Keine Ausreißer

Weiter mit dem Skitest: So gab es zum Beispiel bei der technischen Prüfung diesmal keinen einzigen Ausreißer – sowohl bildlich als auch wörtlich gesprochen, denn im Rahmen dieser Prüfung wird ja unter anderem die Ausreißfestigkeit der Kanten getestet. Auch dass der Fischer-Ski hier als Einziger „nur“ mit „Gut“ abschneidet, ist für die Praxis irrelevant. Seine Kante wurde durch die gezielten horizontal geführten Aufschläge lediglich um 0,2 Millimeter verschoben. Die Mehrzahl der Kandidaten in diesem Ski-Test absolvierte diesen Prüfpunkt ohne Beanstandung. In früheren Jahren waren dabei immer wieder Skimodelle mit ausgerissenen Kanten – und somit als unbrauchbar – auf der Strecke geblieben oder ihre Konstruktion hatte sich beim Aufpralltest an den Klebestellen aufzulösen begonnen. Auch Letzteres war diesmal kein Thema.

Deutliche Unterschiede bei der Kantenhöhe

Was wir in diesem Zusammenhang allerdings einmal mehr erwähnen möchten, sind die teils deutlichen Unterschiede bei der Kantenhöhe, die z.B. auch beim Vergleich der beiden punktemäßig gleichauf liegenden Testsiegermodelle von Salomon und Blizzard auffallen. Die Differenz zwischen 2,15 und 1,68 mm Kantenhöhe bekommt dann eine Bedeutung, wenn man viel und sportlich unterwegs ist und folglich auf einen guten Kantengriff angewiesen ist. Dann kann leicht alle drei Tage ein neuerlicher Skiservice fällig sein – solange noch genügend Kante vorhanden ist, denn die wird ja bei jedem Schleifen eine Spur dünner.

Weniger Kraftaufwand

Rocker-Bauweise

Eine andere Entwicklung, die kein Qualitätskriterium, sondern einen Trend darstellt, ist der Umstieg der meisten Hersteller auf die sogenannte Rocker-Bauweise. Üblicherweise hat ein Ski eine Vorspannung, d.h. auf einer ebenen Fläche liegen Schaufel und Ende auf und dazwischen wölbt sich der Ski wie ein Bogen nach oben.

Bei der Rocker-Bauweise ist der Ski nicht erst bei der Schaufel nach oben gebogen, sondern – in abgeschwächter Form – bereits weiter hinten. Dadurch lässt er sich leichter fahren, nämlich wie ein entsprechend kürzerer Ski. Das macht sich vor allem beim Einleiten eines Schwunges bemerkbar. In unpräpariertem Gelände wiederum schwimmt ein Rocker-Ski besser auf.

Weniger Kraftaufwand

Der gegenüber den Vorjahren insgesamt auch wieder breitere Ski lässt sich mit weniger Kraftaufwand drehen und verzeiht mehr Fehler. Beim Aufkanten hingegen wirkt die ganze Länge des Skis, er hält besser und wirkt nicht so giftig. Das kommt besonders den Fahrerinnen und Fahrern mit mittlerem Können zugute.

Für sportliche Fahrer auf harter Piste ist das nicht unbedingt von Vorteil. Der Ski wird nämlich ein wenig träger, die Kante greift erst mit etwas Verzögerung. Unterm Strich hat sich die Rocker-Technologie jedenfalls bewährt, die wenigen Ski mit herkömmlicher Bauweise kamen im Test auf den hinteren Rängen zu liegen.

Gemütlich oder sportlich

Praktische Prüfung

Wie üblich teilten sich unsere Testerinnen bei der praktischen Prüfung auf zwei Gruppen auf, die eher gemütlichen „Fun“-Fahrerinnen und die sportlichen Fahrerinnen, die den Brettln einiges abverlangten. Aufschluss über deren unterschiedlichen Eindrücke bietet ein Blick auf die Detailbewertung der beiden Gruppen. So empfanden beispielsweise die sportlichen Fahrerinnen den Blizzard-Ski als weniger komfortabel und laufruhig als die Fun-Gruppe.

Wirklich große Unterschiede in der Beurteilung durch die beiden Gruppen gab es allerdings bei anderen Modellen. Am krassesten ist der Fall von Head, dem die sportlichen Fahrerinnen ein „Sehr gut“ zubilligten, während ihn die Fun-Gruppe mit einem „Durchschnittlich“ im Mittelfeld platzierte.

Gemütlich oder sportlich

Völkl und Elan erlitten ein ähnliches Schicksal; sie verlangen demnach eine sportliche Fahrweise, um ihre Stärken auszuspielen. Relativ einig waren sich die Testerinnen dafür beim Nordica-Ski, der in vielen Teilbereichen nicht über ein „Durchschnittlich“ hinauskam, aber tendenziell ebenfalls die sportliche Fahrweise bevorzugt.

Gegenüber den Mitbewerbern deutlich abgefallen ist nur ein einziger Ski, nämlich das Modell von Rossignol (Testurteil: „durchschnittlich“). Das lag hauptsächlich an der praktischen Prüfung, bei der er in vielen Bereichen Schwächen zeigte und weder die eine noch die andere Fahrerinnen-Gruppe so recht überzeugen konnte.

Testtabelle: Damen-Ski

Zusammenfassung

  • Geschlossenes Feld. Die Damenmodelle in der getesteten Preisklasse (rund 400 Euro) überzeugen fast durchwegs hinsichtlich Qualität und Fahreigenschaften. Die Rocker-Bauweise hat sich durchgesetzt und hat sich im Großen und Ganzen bewährt.
  • Keine Kontinuität. Ein Wermutstropfen ist die Philosophie der Hersteller, die „Brettln“ jedes Jahr aufs Neue erfinden zu wollen. Das Nachfolgemodell eines Spitzenski kann den Erfolg wiederholen oder es kann enttäuschen. Aufschluss bieten praxisorientierte Tests wie dieser.
  • Leihski überlegenswert. Für Wenigfahrer können Leihski praktischer und preisgünstiger sein. Am besten wendet man sich an einen Verleih direkt im Wintersportort. So ist auch das Ausprobieren mehrerer Modelle (derselben Preisklasse) problemlos möglich.
  • Einmal jährlich zum Service. Wie oft Ski gewachst werden sollen oder zum Rundumservice müssen, hängt von der Beanspruchung ab. Einmal jährlich (am besten zum Saisonende) sollte jeder Ski zum Service, bei dem Schäden repariert, die Kanten geschliffen und die Ski gewachst werden.
  • Kondition aufbauen. Nicht ohne Vorbereitung auf die Piste gehen – beginnen Sie rechtzeitig mit dem Konditionstraining.

Testkriterien

Getestet wurden Damenmodelle der mittleren Preisklasse (rund 400 Euro mit Bindung).

Technische Prüfung

  • Aufpralltest: Vor der Prüfung wurden die Ski 12 Stunden bei –10 °C gelagert. Dann wurden Schaufel und Skiende mit unterschiedlichem Gewicht (dreimal mit 50 kg, einmal mit 60 kg und einmal mit 70 kg) hochgezogen, auf eine Stahlplatte aufgeschlagen und auf sichtbare Schäden überprüft.
  • Ausreißfestigkeit der Kante: Die Festigkeit der Kanten wurde durch einen Schlagversuch gegen die Kante in horizontaler Richtung von innen nach außen an zwei Stellen im Bindungsbereich geprüft.
  • Kantenhöhe: Die Materialstärke der Kante, Höhe (vertikal) und Breite (horizontal), wurde gemessen (vorne, in der Mitte und hinten).
  • Lauffläche: Die Planheit der Lauffläche wurde vorn, in der Mitte und hinten gemessen.

Praktische Prüfung

Beurteilt wurden die Fahreigenschaften durch mehrere Testpersonen (Frauen) in verschiedenen Leis­tungsgruppen anhand eines Prüfbogens (fünf Bewertungsstufen).

  • Skidynamik: Bewertung der Skicharakteristik unter Berücksichtigung der speziellen Anforderungen an die Fahrtechnik beim Carven. Dynamik beim Schwungeinleiten (Kantenwechsel) und Dynamik in der Schwung-(Steuer-)Phase (Kantengriff), jeweils bei kurzen und bei langen Schwüngen.
  • Fahren: Das Fahrverhalten in verschiedenen Situationen wurde bewertet. Bei kurzen und bei langen Schwüngen, bei klassischen parallelen Schwüngen mit Rutschphasen, auf nicht präparierten Pisten; weiters die Gleiteigenschaften beim Geradeausfahren.
  • Komfort: Bewertet wurden Laufruhe und Stabilität bei Schussfahrten sowie die Dämpfung.

Anbieter

Atomic Austria GmbH
Lackengasse 301
A-5541 Altenmarkt im Pongau
06452 39 00-0
www.atomicsnow.com

Blizzard Sport GmbH
Klausgasse 32
A-5730 Mittersill
06562 63 91-0
www.blizzard-ski.com

Dynastar: Skis Dynastar SAS
Valiergasse 62/1
A-6020 Innsbruck
0512 39 16 97
www.dynastar.com

Elan-Sportartikelerzeugungs- und HandelsgesmbH
Kärntner Straße 48
A-9586 Fürnitz
04257 23 15-0
www.elansports.com

Fischer Sports GmbH
Fischerstraße 8
A-4910 Ried im Innkreis
07752 909-0
www.fischersports.com

Head Austria GmbH
Tyroliaplatz 1
A-2320 Schwechat
01 701 79
www.head.com

K2 Ski Sport + Mode GmbH
Seeshaupter Straße 62
D-82377 Penzberg
+49 8856 901-0
www.k2skis.com/skis

Nordica: Tecnica Group Austria GmbH
Klausgasse 32
A-5730 Mittersill
06562 45 10-0
www.nordica.com

Rossignol Österreich GmbH
Valiergasse 62/1
A-6020 Innsbruck
0512 36 45 85
www.rossignol.com

Salomon Österreich GmbH
Moosfeldstraße 1
A-5101 Bergheim
0662 45 55 47
www.salomonsports.com

Völkl: Marker Völkl Austria GmbH
Hauptstraße 36
A-4770 Andorf
07766 40 70-0
www.voelkl.com

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