DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Ski: Freeride-Bindungen - Freiheit mit Kompromissen

, aktualisiert am

Freeride-Bindungen sind ein Kompromiss zwischen Alpin- und Touren-Bindungen. Dafür müssen Abstriche beim Komfort gemacht werden.

Im unserer Testtabelle finden Sie:

  • Diamir Freeride Pro ML
  • Dynafit Radical FT Z12
  • Hagan Z01 Allmountain
  • Marker Duke EPF 16
  • Tyrolia Adrenalin 13
  • Salomon Guardian WTR 16

Getestet haben wir Einstellung der Bindung, Auslöseverhalten, Verhalten bei Vereisung, Eindringtiefe Harscheisen, Stopper, Seitenstabilität, Kraftaufwand, Einstieg in die Bindung/Ausstieg, Bindung umstellen von Gehen auf Fahren, Fahrgefühl bei der Abfahrt.

Lesen Sie auch unseren Ski: All Mountain Rocker - Herren- und Damenmodelle


Hier unser Testbericht: Seit Jahren bringen Wintersportartikel-Hersteller regelmäßig neue Freeride-Produkte auf den Markt. Diese sollen den Spagat ­zwischen guter Performance auf der Piste, abseits der Piste und beim Aufstieg über mehrere Hundert Höhenmeter schaffen. KONSUMENT hat getestet, ob das Versprechen von der großen Freiheit hält und welche Abstriche Sie beim Umstieg von einer reinen Touren- bzw. Alpinbindung in Kauf nehmen müssen.

Sechs Freeride-Bindungen im Test

Insgesamt sind sechs Freeride-Bindungen der Marken Salomon (baugleich mit Atomic und Scott), Marker, Tyrolia (baugleich mit Elan und Fischer), ­Hagan, Diamir und Dynafit gegen­einander angetreten. Bewertet wurden sowohl technische Kriterien wie das Auslöse­verhalten und die Anfälligkeit für Vereisung als auch prak­tische Gesichtspunkte wie ­etwa das Ein- und Aussteigen in die/aus der Bindung sowie der Komfort bei verschiedenen Fahrmanövern. Restlos überzeugen konnte, so viel vorweg, schlussendlich kein Kandidat. Fünf erzielten in unserem Test ein "durchschnittliches" Ergebnis, eine Bindung wurde mit "weniger zufriedenstellend" beurteilt.

Abstecher in den Tiefschnee

Freeride-Bindungen sollen auch Abstecher in den verlockenden Tiefschnee sowie kleinere Aufstiege ermöglichen. Sie eignen sich für breite Skier (ab ca. 90 mm), auf denen Felle Platz finden, bieten Steighilfe und Harsch­eisen und können sowohl mit Alpin-, als auch mit Touren- und speziellen Freeride-Skischuhen verwendet werden. Für ausgedehnte Skitouren, bei denen der Aufstieg im Mittelpunkt steht, sind diese Produkte allerdings nicht gedacht: Weil im Vergleich zu reinen Touren-Bindungen relativ schwer, sind sie für Strecken über mehr als 300 bis 400 Höhenmeter eher ungeeignet.

Umsteigen klappt gut

Freiheit birgt Gefahren

Der Freeride-Skifahrer fährt mit Lift oder Gondel auf den Berg und hält sich die Option offen, von der Piste abzuweichen. Diese Freiheit ist verlockend, birgt allerdings auch ­Gefahren. Wer sich in ungesichertes Gelände wagt, muss dafür die richtige Ausrüstung und Ausbildung haben. Dazu gehört etwa, sich im Vorhinein über die Lawinengefahr zu informieren und Ski, Schuhe sowie Bindung stets in gut gepflegtem Zustand zu halten. Davon, als Laie die Bindungseinstellung zu verändern, raten wir übrigens ab.

Skalierung zu klein

Im Test hat sich gezeigt, dass die Skalen an den Bin­dungen nicht immer mit dem tatsächlich ­erreichten Z-Wert übereinstimmen (besonders mit Touren-Skischuhen bei Diamir und Hagan). Bei der Dynafit-Bindung lässt sich der Z-Wert von 10 nicht mehr einstellen, obwohl ein Z-Wert bis 12 möglich wäre. Außerdem ist die Skalierung so klein geraten, dass man sie kaum lesen kann. Damit die Bindung richtig auslöst, sollte der Wert unbedingt vom Fachmann ermittelt, eingestellt und mit einem Prüf­gerät bestätigt werden.

Umsteigen klappt gut

Weil Freerider kürzere Aufstiege unternehmen und öfter vom Gehmodus in die Abfahrt wechseln, ist diese Umstellung besonders wichtig. Die gute Nachricht: Das Umsteigen funktioniert bei den meisten Kandidaten ­reibungslos. Vor der Abfahrt sollte man die Unterseite des Bindungsstegs mit dem Skistock von Schnee befreien, damit ein fester Sitz gewährleistet ist. Im Vereisungstest ­konnten wir einzig bei der Salomon eine ­Beeinträchtigung feststellen: Hier neigt der Verschlussmechanismus des Gehmodus zum Aneisen. Eher umständlich präsentierte sich das Modell von Marker. Hier muss beim ­Fixieren der Gehmechanismus plan mit der Bindungsplatte abschließen.

Bindungen punkten bei der Abfahrt

Bindungen punkten bei der Abfahrt

Die "Freerider" können zwar mit reinen Alpin-Bindungen nicht ganz mithalten, eignen sich aber tendenziell besser für die ­Abfahrt als für den Aufstieg. Keiner der Kandidaten gibt sich in diesem Bereich eine Blöße. Besonders komfortabel wedelt es sich etwa mit der Marker Duke EPF – einer relativ schweren Bindung, die einem beim Aufstieg Schweißperlen auf die Stirn treibt, dafür aber gute Seitenstabilität bietet. Speziell in diesem Punkt konnte hingegen die Diamir wenig überzeugen.

Alle lösen beim Sturz korrekt aus

Allen Modellen gemein ist, dass sie im Falle eines Sturzes korrekt auslösen. Im Labor ­wurde das mit einem Schlag auf den Skischuh getestet. Die Befürchtung, bei einem hohen Z-Wert würde ein derartiger Schlag den Gehmodus auslösen, bestätigte sich nicht. Sollte bei einem Sturz ein Ski abhanden­kommen, kann man sich bei fast allen Kandidaten auf die Skistopper verlassen. Einzig der Stopper von Dynafit zeigte im Test einen sehr geringen Bremseffekt. Negativ aufgefallen ist bei ­Tyrolia, dass der Stopper bei geschlossener Bindung seitlich zu weit absteht und sich ­unweigerlich in der Hose verfangen kann.

Fazit: Abstriche beim Komfort

Freeride-Bindungen wollen sowohl auf der Piste als auch im freien Skiraum überzeugen. Der Preis dieser Freiheit sind Abstriche beim Komfort. Keines der getesteten Produkte konnte restlos zufriedenstellen. Als guter Allrounder hat sich das Modell von Tyrolia erwiesen. Dessen größtes Manko – die weit abstehenden Skistopper – könnte der Hersteller relativ einfach beheben. Die Bindung Dynafit Radical FT Z12 hat trotz guter Per­formance beim Aufstieg nicht überzeugt. Wer statt Touren- und Alpin-Aus­rüstung ­separat zu kaufen lieber dem Freeride-Trend folgt, findet in den Steckbriefen die spezifischen Stärken und Schwächen der Bindungen.

Die Dynafit Radical FT Z12 ist als einzige Freeride-Bindung keine Rahmenbindung. Der Schuh wird hier durch Pins – Stifte bzw. Krallen – gehalten, die in speziellen Vertiefungen der Schuhe einrasten.  Dazu braucht man spezielle Skischuhe (Bild: VKI/Roms)

Die Dynafit Radical FT Z12 ist als einzige Freeride-Bindung keine Rahmenbindung. Der Schuh wird hier durch Pins – Stifte bzw. Krallen – gehalten, die in speziellen Vertiefungen (Inserts) der Schuhe einrasten. Dazu braucht man aber Skischuhe, die über solche Inserts verfügen (Bild: Romstorfer/VKI)

Testtabelle: Freeride-Bindungen

Bildergalerie: Sohlenlänge, Bindungseinstellung, Harscheisen und Stopper im Vergleich, ...

×

Steckbriefe

Reihung nach Testergebnis

Salomon Guardian WTR 16
(baugleich mit Atomic Tracker 16 MNC, Scott BC 16 Guardian)
Schwerste Bindung im Test, dafür sehr robust und bequem beim Fahren. Die Fixierung des Gehmechanismus neigt zum Vereisen, zum Umstellen der Steighilfe muss man den Griff des Skistocks verwenden. Nur eine Steighilfenposition.

Marker Duke EPF 16
Einfaches Einstellen des Z-Wertes, der auch gut mit den Messwerten übereinstimmt. Gute Seitenstabilität, überzeugt bei der Abfahrt. Wegen des hohen Gewichts ist der Aufstieg eher beschwerlich. Ein- und Aussteigen aus der Bindung mühsam. Harscheisen zu weit hinten. Schwergängiges Umstellen von Geh- auf Fahrmodus. Beim Fixieren muss der Gehmechanismus plan mit der Bindungsplatte abschließen.

Tyrolia Adrenalin 13
(baugleich mit Elan Adrenalin 13, Fischer Adrenalin 13)
Einfaches Einstellen des Z-Wertes, der auch gut mit den Messwerten übereinstimmt. Bei geschlossener Bindung steht der Stopper seitlich weit ab. An der Unterseite der Bindungsplatte sammelt sich schnell Schnee.

Hagan Z01 Allmountain
Im Aufbau ähnelt diese Bindung der Diamir Freeride Pro ML. Beim Gehmechanismus lässt sich recht einfach eine Hubbegrenzung einstellen, die bei Verwendung des Harscheisens von Vorteil ist. Die Verankerung für die Fixierung des Gehmechanismus spießt, was beim Gehen stört. Bei Skischuhen mit abgetretener Sohle lässt sich die Bindung nicht mehr korrekt einstellen.

Diamir Freeride Pro ML
Einfach zu bedienende Steighilfe, Harscheisen lassen sich – einmal montiert – komfortabel ein- und ausklappen. Der Gehmechanismus ist schnell fixiert, aber bei Spitzkehren ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Der hintere Bindungsteil neigt zum Vereisen, die Bindung klappert beim Gehen und es mangelt an Seitenstabilität.

Dynafit Radical FT Z12
Die leichteste Bindung, gut im Aufstieg und auch bequem in der Abfahrt. Kann allerdings nur mit Skischuhen verwendet werden, die über Inserts verfügen. Das Umstellen vom Fahr- in den Gehmodus ist etwas mühsam und das Aussteigen aus der Bindung kompliziert. Der Z-Wert von 10 kann nicht eingestellt werden, obwohl Skalierung bis Z-Wert von 12 reicht. Abgewertet, weil Stopper keine Bremsfunktion zeigen.

Alpine Sicherheit

Ohne entsprechende Ausbildung und Ausrüstung hat man im freien Skigelände nichts verloren!

Bewegt man sich als Freerider oder Skitourengeher im freien alpinen Gelände, müssen die Wetterverhältnisse und die aktuelle Lawinensituation (online unter:Lawinenwarndienst) unbedingt mitberücksichtigt werden. Jedoch muss man die Bedeutung der jeweiligen Warnstufen auch verstehen lernen. - Ein LVS-Gerät (Lawinenpiepser), eine Lawinenschaufel und eine Sonde sind als Standardausrüstung auf jeder Tour unerlässlich. Zusätzlich ist es ratsam, eine Erste Hilfe-Ausrüstung sowie einen Biwaksack einzupacken.

Folgende Vereine bieten Ausbildungskurse zu Lawinenkunde und dem richtigen Gebrauch der Lawinenausrüstung an:

Bilder: Brunnhofer/VKI

- Österreichischer Alpenverein, OEAV
Oesterreichischer Alpenverein

- Naturfreunde
Naturfreunde Österreich

- Österreichischer Touristenklub, ÖTK
Österreichischer Touristenklub

- Deutscher Alpenverein, DAV
Alpenverein Deutschland

- Schweizer Alpen-Club, SAC
Schweizer Alpenclub

Um das Risiko stärker zu minimieren, empfehlen wir bei einer Lawinenwarnstufe drei sowohl beim Gehen als auch beim Abfahren eine maximale Hangneigung von 30 Grad. Eine Beschreibung, wie man unter anderem die Hangneigung feststellen kann, liefert die "Stop or Go"-Strategie des Alpenvereins.

Eines sollte man sich immer bewusst sein: Fährt man im freien Gelände, setzt man sich Gefahren aus. Daher müssen die Warntafeln an der Piste unbedingt beachtet werden. Zweigt man trotz Warnung von der markierten Piste ab, gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Einen Hang, der zu einhundert Prozent sicher ist, gibt es nicht. Sind in einem Hang bereits Fahrspuren zu sehen, bedeutet das nicht, dass eine Abfahrt deshalb auch sicher ist. Diesem Irrtum sind schon viele Skifahrer unterlegen.

Weiterführender Link:
ÖAV: Sicher am Berg - Stop or go

Verhalten auf der Piste

Die zehn Verhaltensregeln der FIS für Skifahrer & Snowboarder:

1. Rücksichtnahme auf die anderen Skifahrer und Snowboarder
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.

2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.

3. Wahl der Fahrspur
Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.

4. Überholen
Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.

5. Einfahren, Anfahren und hangaufwärts Fahren
Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Abfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.

6. Anhalten
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.

7. Aufstieg und Abstieg
Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.

8. Beachten der Zeichen
Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.

9. Hilfeleistung
Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.

10. Ausweispflicht
Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

Zusammenfassung

  • In alpinem Gelände: Unbedingt die Lawinensituation und die Wetterverhältnisse berücksichtigen. Lawinenpiepser, Lawinenschaufel und eine Sonde dürfen im Gepäck nicht fehlen. Bevor man sich in den freien Skiraum begibt, sollte man eine entsprechende Ausbildung absolviert haben und sich des stets präsenten Restrisikos bewusst sein.
  • Richtiges Lagern: Hinweise dazu entnehmen Sie der jeweiligen Gebrauchsanweisung. Bindungen sollen bei wenig Feuchtigkeit gelagert werden, in einem staubfreien Raum und ohne große Temperaturschwankungen. Vor dem ersten Einsatz in der nächsten Wintersaison die Ausrüstung beim Fachhändler überprüfen lassen.
  • Einstellung: Wechselt man den Skischuh, muss auch die Bindung neu eingestellt werden. Das Einstellen sollte man einem Fachmann überlassen.
  • Helm und Brille: Ganz gleich ob auf oder abseits der Piste: Eine angemessene Grundausstattung ist Pflicht. Dazu gehören neben einem gut passenden Skischuh auch ein Skihelm und eine Skibrille.

Testkriterien

Im Test: 6 Modelle in der Preisklasse von 330 bis 490 Euro.

TECHNISCHE PRÜFUNG

Überprüfung der Bindungseinstellung (Z-Werte): Bei einer kleinen, einer mittleren und einer großen Skischuhlänge (ca. 305, 317 und 323 mm) wurden ein niedriger, ein mittlerer sowie ein hoher Einstellwert (ca. 6, 8 und 10) mit dem Messgerät Wintersteiger Speedtronic Pro überprüft. Die Prüfung erfolgte sowohl mit einem Alpin- als auch einem Tourenskischuh.

Auslöseverhalten der Bindung: Ein Skischuh wurde in die Bindung eingespannt und der Ski fixiert. Der Z-Wert wurde auf die Maximalstufe eingestellt. Mit einem Schlagpendel wurde 5 Mal von hinten auf den Skischuh geschlagen und dabei überprüft, ob die Bindung auslöst (d.h. der Skischuh aus der Bindung springt), ob sich die Verriegelung des Gehmechanismus öffnet (der Skischuh jedoch fest in der Bindung bleibt) oder ob die Bindung aus dem Ski ausreißt.

Vereisungstest: Die Bindung wurde wiederholt mit Wasser besprüht und im Gefrierschrank für je eine Stunde gelagert. Nach dreimaligem Wiedereinfrieren wurde überprüft, ob die Bindung sich vom Fahr- in den Gehmodus umstellen ließ.

Eindringtiefe der Harscheisen: Es wurde abgemessen, wie weit die kürzeste sowie die längste Kralle des Harscheisens unter dem Ski herausragen, sowohl in der Ausgangsposition des Gehmodus als auch in der ersten Steighilfestufe.

Funktionalität Stopper: Der Stopper wurde mittels einer U-förmigen Metallschiene fixiert und der Ski eine Piste (Hangneigung ca. 27 Grad) hinabgleiten gelassen. Nach einem Anfahrtsweg von 10 Metern löste sich die Metallschiene und der Stopper wurde aktiviert. Es wurde der Weg ermittelt, bis der Ski zum Stillstand gelangte.
Seitenstabilität. Die Skibindung wurde auf Z-Wert 10 eingestellt. Der Skischuh wurde eingespannt und mittels eines Gewichts (11,5 kg) zur Schuhinnenseite gezogen. Auf einer Skala wurde abgelesen, wie weit sich die Bindung seitlich bewegt.

Zu hebendes Gewicht beim Gehen: Ein Tourenskischuh (Dynafit Zero4U) mit einem Gewicht von 1890 Gramm wurde in die Skibindung eingespannt. Bei geöffnetem Gehmechanismus wurde der Schuh angehoben und das gehobene Gewicht gemessen.

GEBRAUCHSANLEITUNG

Zwei Personen bewerteten die Gebrauchsanleitung u.a. hinsichtlich Lesbarkeit und Gestaltung, Gliederung, logischem Aufbau und Vollständigkeit sowie Hinweisen zu Verwendung, Transport, Pflege und Wartung.

PRAKTISCHE PRÜFUNG

Beurteilung der Handhabung durch mehrere Testpersonen anhand eines Fragebogens. Bewertet wurden die Einstellung der Bindung, die Verwendung von Steighilfe, Harscheisen und Stopper. Ebenso bewertet wurden das Ein- und Aussteigen aus der Bindung, das Umstellen vom Fahr- in den Gehmodus, das Geräusch beim Gehen sowie das Geh- und Fahrgefühl.

Anbieter

Diamir: Sail & Surf Produktions- und HandelsgmbH
Bundesstraße 55
A-4822 Bad Goisern
06135 206 33-0
Sail&Surf

Dynafit: Oberalp Austria GmbH
Furtmühlstraße 34
A-5101 Bergheim
0662 45 12 70
Dynafit

Hagan Ski GmbH
Andiesen 11
A-4774 St. Marienkirchen
07711 331 33
Hagan Ski

Marker Völkl Austria GmbH
Hauptstraße 36
A-4770 Andorf
07766 40 70-0
Völkl

Salomon: Amer Sports Austria GmbH
Göllstraße 24
A-5082 Grödig
06246 391-0
Salomon

Tyrolia: Head Austria GmbH
Tyroliaplatz 1
A-2320 Schwechat
01 701 79-0
Head
 

Leserreaktionen

Head-Tyrolia reagiert

Zu Ihrem Test der Freeridebindungen im Heft 11/2014 dürfen wir anmerken, dass das beanstandete Problem bei unserer Bremse des Modells Tyrolia „Adrenalin 13“ für kommende Saison 15/16 bereits überarbeitet worden ist. Diese liegen wesentlich besser nach dem Schließen an.

Ralf Eisenhut
Marketing Wintersports Austria
(aus KONSUMENT 4/2015)

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail
Zum Seitenanfang