DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Weintrauben - Beerenauslese

Herbstzeit ist Traubenzeit. Schön, dass sie auch unvergoren köstlich schmecken. Naschen dringend empfohlen!

 

Viele Vorteile

Vitamine für die Nerven, Kalium fürs Herz, Kalzium für Knochen und Zähne. Außerdem noch Magnesium für die Muskeln und Eisen für die roten Blutkörperchen. Am wichtigsten aber: viel Traubenzucker, der in Sekundenschnelle munter macht. Weintrauben haben’s in sich und dazu nicht allzu viele Kalorien (durchschnittlich 70 kcal/293 kJ pro 100 Gramm, je nach Süße).

Blaue Trauben gesünder?

Die Weinrebe zählt zu den ältesten Kulturpflanzen. Die Zahl an Traubensorten lässt sich inzwischen kaum noch überblicken. Ein Unterscheidungsmerkmal ist die Farbe und die – vor allem für Kinder – wichtige Frage: mit oder ohne Kerne. Wofür sich entscheiden? Hält man sich an die Ernährungswissenschaft, fällt die Antwort eindeutig aus: blau mit Kernen bevorzugt. Da die wertvollen roten Pflanzenfarbstoffe, die Anthozyane, nur in blauen Trauben vorkommen und die Hauptmenge der Mineralstoffe in den Kernen sitzt, sind blaue Trauben mit Kernen am gesündesten. Genau genommen enthalten auch kernlose Sorten Kerne. Sie sind aber so winzig, dass man sie beim Essen nicht spürt.

Nur 10% Tafeltrauben

Apropos Essen: Unglaubliche 85 Prozent der weltweiten Traubenernte sind ausschließlich zur Kelterung, also zur Erzeugung von Wein und Sekt, bestimmt. Nur etwa 10 Prozent kommen als Tafeltrauben in den Handel, die restlichen 5 Prozent werden zu Rosinen getrocknet.

 

Die wichtigsten Sorten

Italia-Traube: Eine feine, sehr süße Weintraube mit leichter Muskatnote aus Italien und Spanien. Bildet große Beeren mit bis zu fünf Kernen, aber zarter Schale und hat eine gelbe bis goldgelbe Farbe.

Victoria: Wird vorwiegend aus Italien und Griechenland importiert. Sie zeichnet sich durch kompakte Trauben mit mittelgroßen, goldgelben Beeren und einen angenehm milden Geschmack aus.

Regina-Traube: Kommt aus Italien und wurde in der Zucht weniger aufwendig veredelt als andere Traubensorten. Die Früchte sind hellgelb, groß bis mittelgroß, haben bis zu fünf Kerne und eine feste Schale.

Thompson Seedless: Eine kernlose Sorte, die mit ihrer milden Süße und den mittelgroßen, gelben Beeren besonders bei Kindern ein Hit ist. Die geringeren Erträge machen diese Trauben im Handel etwas teurer.

Sultana-Traube: Aus der ebenfalls kernlosen Züch-tung werden in den Mittelmeerländern Rosinen hergestellt. Die frischen grünen Beeren sind klein, haben eine feste Schale und schmecken äußerst süß.

Red Globe: Die hell- bis dunkelrote italienische Traube ist mittelgroß bis groß, hat eine feste Schale, knusprige Samenkörner und einen wenig intensiven Eigengeschmack.

Ribiér: Stammt ursprünglich aus Frankreich. Die Traube besteht aus runden, fest zusammenhängenden dunkelblauen Beeren mit fester Schale und schwarzen Samenkernen. Das Fruchtfleisch schmeckt angenehm mild.

Flame Seedless: Eine kernlose blaue Traubensorte aus Chile und Südafrika. Ihre Kennzeichen sind locker hängende Beeren mit ungleichmäßiger rosa Färbung und einem leicht säuerlichen Geschmack.
Oft belastet

Trauben gründlich waschen

Immer wieder zeigen Tests, dass Weintrauben Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten können. Bis zur Ernte werden die sehr empfindlichen Früchte mehrmals gespritzt. Vor dem Essen daher gründlich mit lauwarmem Wasser waschen. Bei Früchten aus biologischem Anbau sind Traubenliebhaber eher auf der sicheren Seite. Hier genügt kurzes Abbrausen mit kaltem Wasser.

Natürlicher Schutzmantel

Die Wachsschicht, die auf vielen Weintrauben liegt, ist übrigens kein Spritzmittelrest, sondern ein natürlicher Schutzmantel, der aus dem Kondensniederschlag durch den Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht entsteht.

Tipps für Gartenfreunde

Weintrauben aus dem eigenen Garten? Ein Weinstock, dessen Reben sich an einer sonnigen Hausmauer hinaufranken oder über eine Pergola gezogen werden, stillt die Sehnsucht nach dem Süden. Wenn Sie auf Standort, Sortenwahl und die richtige Pflanzung achten, kann gar nichts schief gehen.

1. Der richtige Standort. Wie alle Obstgehölze braucht die Rebe für die Entwicklung gesunder, süßer Früchte viel Sonne und Wärme. Ein nach Süden oder Südwesten orientierter Platz ist ideal. An den Boden stellen Weinstöcke geringe Ansprüche. Allerdings mögen sie keine Staunässe, und das Erdreich sollte schön locker sein.

2. Die richtige Sorte. Fragen Sie in der Reb- oder Baumschule nach pilzresistenten Sorten. „Gutedel“ oder „Müller-Thurgau“ liefern zwar hervorragende Trauben, sind aber sehr anfällig gegen Echten und Falschen Mehltau. Dagegen braucht man etwa „Glenora“ oder „Königliche Esther“ kaum zu spritzen.

3. Die richtige Pflanzung. Der Rebstock wird so gesetzt, dass die Veredelungsstelle zirka fünf Zentimeter über dem Boden liegt. Den Pflanzstab nicht vergessen, an den dann die Grünreben und die verholzten Triebe gebunden werden. Über Ihre Traubenernte können Sie sich im dritten Jahr nach dem Setzen freuen.

Von der Traube zum Wein

Die im Herbst gelesenen Trauben werden in einer Traubenmühle zu Brei gemahlen und in der Kelter gepresst. Die Pressrückstände, Trester genannt, dienen als Viehfutter und Düngemittel. Aus 15 Kilogramm Trauben gewinnt man 10 bis 12 Liter Saft (Ausbeute rund 70 Prozent). Er wird einer alkoholischen Gärung unterzogen. Dabei bauen Hefepilze den Traubenzucker zu Ethylalkohol (Ethanol) ab.

Große Einbußen

Im Vorjahr setzte vor allem das feuchte Wetter im Sommer und Frühherbst der österreichischen Weinernte stark zu. Größere Einbußen durch Pilzerkrankungen waren unausweichlich. Auf einer Anbaufläche von 45.700 Hektar konnte ein Ertrag von 2,264.000 Hektolitern Wein erzielt werden. Verglichen mit der Produktion von 2004 war das ein Rückgang um 17 Prozent. Dementsprechend groß sind die Hoffnungen der österreichischen Winzer für dieses Jahr.

Quelle: Statistik Austria

Einkauf und Aufbewahrung

Darauf sollten Sie beim Einkauf von Weintrauben achten:

Hände weg von giftgrünen Trauben. Sie wurden zu früh geerntet, schmecken sauer und können Magenbeschwerden verursachen. Die optimale Farbe von hellen Trauben ist gelbgrün bis goldgelb. Solche Früchte sind reif und süß. Im Gegensatz zu anderen Obstsorten reifen Weintrauben auch bei längerer Lagerung nicht nach.

Greifen Sie zu größeren Rispen. Mehrere kleine Sträußchen oder einzelne Früchte sind zwar qualitativ nicht schlechter, wurden aber beim Verpacken mehr strapaziert und neigen eher zur Fäulnisbildung.

Entscheiden Sie sich bei fertig abgepackter Ware für die rundum geschlossene Plastikschale mit Lüftungsschlitzen. Darin sind die Früchte am besten geschützt, denn jede Druckstelle bietet einen Nährboden für Schimmel.

Nehmen Sie den Boden der Plastikschale genau unter die Lupe. Die unten liegenden Früchte müssen den größten Druck aushalten und faulen zuerst, wenn sie nicht schonend verpackt wurden.

Lose Ware ist in der Papiertüte am besten aufgehoben. Im Plastiksack kann sich Staunässe bilden, die Trauben verderben rascher.

Weil Trauben sehr druckempfindlich sind, transportieren Sie sie vorsichtig und im Einkaufskorb ganz oben .


So bewahren Sie Weintrauben optimal auf:

Empfehlenswert ist eine kühle, trockene Lagerung in luftdurchlässiger Verpackung im Gemüsefach des Kühlschranks oder in einem dunklen, kühlen Keller. Auch hier immer obenauf legen und keinem Druck aussetzen.
Da zusätzliche Nässe Schimmelbildung begünstigt, die Trauben immer erst kurz vor dem Verzehr waschen . Erst danach von den Stängeln abpflücken.

Bei richtiger Lagerung bleiben Weintrauben in der Obstschale maximal fünf Tage lang frisch , im Kühlschrank sind sie drei bis vier Wochen haltbar .

Weintrauben 9/2006

×

Downloads

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

Sozialministerium
Zum Seitenanfang