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Mineralwasser & Co - Quell der Erfrischung

, aktualisiert am

Nicht alles, was in Flaschen abgefüllt wird, ist von gleicher Qualität: Es findet sich Leitungswasser bis Heilwasser, es gibt stille oder prickelnde Wässer, sie können einen hohen oder fast keinen Gehalt an Mineralstoffen haben.

Wasser und Gesundheit

Säuglinge bis zum dritten Lebensmonat benötigen etwas mehr als einen halben Liter Wasser pro Tag, gegen Ende des ersten Lebensjahres ist es dann schon rund ein Liter. Ab etwa dem zehnten Lebensjahr benötigen Kinder wie Erwachsene rund zwei bis zweieinhalb Liter Wasser täglich.

An heißen Tagen oder bei großer körperlicher Anstrengung kann der Flüssigkeitsbedarf auch mehr als doppelt so hoch wie normal sein. Flüssigkeitsverluste von nur 2 Prozent, etwa durch starkes Schwitzen oder starke Durchfälle, vermindern bereits die körperliche und geistige
Leistungsfähigkeit. Ein Wasserdefizit von mehr als 20 Prozent lässt Nieren und Kreislauf versagen und führt so zum Tod.

Bei Mangelversorgung sinnvoll

Mit Mineralwasser können – je nach Mineralgehalt des Produktes – bestimmte Mineralien zugeführt werden. Dies ist besonders bei Mangelversorgung sinnvoll oder wenn die Mineralstoffversorgung durch die normale Nahrung aus bestimmten Gründen nicht sichergestellt ist. So kann es etwa nötig sein, bei Milchunverträglichkeit dem Körper mit kalziumreichem Mineralwasser (mindestens 150 mg Ca/l) zusätzliches Kalzium zuzuführen. Bei ausgewogener Ernährung wird der Bedarf an Mineralstoffen jedoch auch ohne Mineralwasser über Milch und feste Nahrungsmittel gedeckt.

Im Dschungel der Öko-Bilanzen

Einweg gegen Mehrweg, Glasflasche gegen Dose, Tetrapack und Plastikflasche: Ein Thema, zu dem es viele, sehr gegensätzliche Studien gibt. Tendenzen sind aber erkennbar: Grundsätzlich kann man sagen, dass die Mehrwegglasflasche umso besser in der Ökobilanz abschneidet, je geringer die Entfernungen zwischen Abfüller und Konsumenten sind. Milchflaschen etwa, die von der im Ballungsraum gelegenen Molkerei ohne Umweg über das Zentrallager der Handelskette direkt zum dortigen Konsumenten gelangen, wären aus ökologischer Sicht ideal – ein Szenario, das es aber leider kaum mehr gibt.

Mehrwegflaschen vertretbar

Über längere Strecken transportiert sind PET-Mehrwegflaschen aufgrund ihrer Leichtigkeit, die Transportenergie spart, durchaus vertretbar. Je größer das Gebinde, desto besser für die Umwelt. Bei den Mineralwässern bietet aber lediglich

Römerquelle eine Mehrweg-PET-Flasche an. Schlechte Noten gibt es für Einweg-PET-Flaschen. Achtung: Auch die Vöslauer Pfandflasche ist eine Einwegflasche!

Italienisches Mineralwasser: weiter Transport

Aus ökologischer Sicht sind die bei manchen Supermarktketten immer wiederkehrenden
Sonderangebote ausländischen, meist italienischen Mineralwassers abzulehnen. Sowohl die Ein-Weg-PET-Flasche als auch die weite Transportstrecke wirken sich hier negativ auf die Öko-
bilanz aus.

 

 

 

 

 

Mineralwasser

Ein natürliches Mineralwasser stammt aus einem exakt definierten, unterirdischen und vor jeder Verunreinigung geschützten Wasservorkommen. Charakteristisch für das jeweilige Wasser ist sein Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen oder sonstigen Bestandteilen, der zwischen 1 und 6,5 g je Liter liegen muss. Wässer, deren Mineralstoffgehalt darüber oder darunter liegt, müssen ihren ernährungsphysiologischen Wert mit einem Gutachten nachweisen.

Entscheidend für Menge und Zusammensetzung der Stoffe sind in erster Linie die geologischen Gegebenheiten. Das Wasser kann gar keine oder auch natürliche Kohlensäure enthalten, mit fremder oder Quellkohlensäure in unterschiedlicher Menge versetzt sein. Es darf nicht mit Chlor oder UV-Bestrahlung behandelt werden.

Anerkennung durch Ministerium nötig

Natürliches Mineralwasser muss, ehe es auf den Markt gebracht wird, vom Bundesminister für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz anerkannt worden sein. Für diese Anerkennung sind geologische, hydrologische, physikalische, physikalisch-chemische und chemische Untersuchungen beziehungsweise Gutachten vorzulegen. Natürliche Mineralwässer dürfen am Etikett keine krankheitsbezogenen Angaben aufweisen.

 

 

 

 

 

 

Mineralwasser für Säuglinge

Als „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ dürfen sich jene Mineralwässer bezeichnen, bei denen genau festgelegte Höchstwerte von Mineralstoffen und Spurenelementen nicht überschritten werden. Dies ist deshalb wichtig, da die inneren Organe, darunter auch die Nieren, vor Ende des ersten Lebensjahres noch nicht fertig ausgebildet sind. Überschüssige Mineralstoffe können daher nur bedingt ausgeschieden werden.

Heilwasser

Als Heilwasser gelten Mineralwässer, die aus einer Quelle stammen, die nach den Gesetzen des jeweiligen Bundeslandes als Heilquelle anerkannt ist. Dazu muss der Nachweis erbracht werden, dass deren Wasser aufgrund besonderer Eigenschaften und ohne jegliche Veränderung seiner natürlichen Zusammensetzung eine wissenschaftlich anerkannte Wirkung ausübt.

Solche Wässer dürfen dann trotz krankheitsbezogener Angaben am Etikett auch außerhalb von Apotheken verkauft werden. Am Etikett sind überdies Name und Lage der Quelle anzugeben sowie eine kurze Darstellung der letzten Analyse und der anerkannten Indikationen.

 

 

 

 

 

 

 

Tafelwasser

Bei Tafelwasser handelt es sich in der Regel um normales Trinkwasser unter Verwendung einer oder mehrerer Zutaten. Üblicherweise wird Kohlendioxid zugesetzt, doch auch die Anreicherung mit Mineralsalzen ist zulässig. Tafelwasser muss der Trinkwasserverordnung entsprechen, das bedeutet, dass es ohne weitere Kennzeichnung mit Chlor, Ozon oder UV-Bestrahlung behandelt werden darf.

Leitungswasser kann besser sein

Das Wasser muss nicht unbedingt aus einer Quelle stammen, es kann auch aufbereitetes Oberflächenwasser sein. Es handelt sich also vielfach um Wasser, das in gleicher Qualität, wenn nicht sogar besser und frischer, aus den heimischen Wasserleitungen kommt!

Kompetent mit Konsument

  • Sportgetränk . Mineralwasser vermischt mit Fruchtsaft ist nicht nur ein guter Durstlöscher, sondern auch dazu geeignet, bei sportlicher Betätigung den Körper mit den nötigen Mineralstoffen und Vitaminen zu versorgen.
  • Kohlensäure hemmt das Keimwachstum . Angebrochene „stille“ Wasser sollten im Kühlschrank aufbewahrt und rasch getrunken werden.
  • Frisches Wasser aus der Leitung . Steht Leitungswasser länger in den Rohren, löst es bisweilen Stoffe aus dem Leitungsnetz. Das Wasser kann dann erhöhte Mengen etwa an Eisen, Zink, Kupfer oder Blei enthalten sowie bei Kunststoffleitungen organische Verbindungen. In diesem Fall ist es sinnvoll, das Wasser einige Minuten rinnen zu lassen, bis frisches, kühleres Wasser aus der Leitung kommt, das auch besser schmeckt.

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