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Espressomaschinen - Im Namen der Crema

  • Am einfachsten geht’s mit Kapselgeräten
  • Siebträger günstig und gut
  • Vollautomaten erfüllen die Erwartungen

In jedem vierten Haushalt

Wenn Sie selbst noch keines der Kultgeräte zu Hause haben, können Sie fast sicher sein, dass sich einer Ihrer Nachbarn jeden Morgen bereits seinen hausgemachten Espresso zubereitet – laut Statistik besitzt nämlich jeder vierte Haushalt in Österreich eine Espressomaschine. Doch auch hier scheiden sich die Geister: Siebträger, Vollautomaten oder Kapselgeräte, welche Maschine bietet das Meiste für Ihr Geld? Und welche leistet das, was Sie sich erwarten?

AEG EA 130, Gaggia Baby, Impressa F70

Wir haben die Hauslieferanten des italienischen Dolce Vita getestet, damit Sie zum Verkosten nicht in Ihrer Nachbarschaft von Tür zu Tür gehen müssen. Wer beim nächsten Kaffeekränzchen oder dem Besuch vom Chef sichergehen möchte, der setzt auf den Vollautomaten Impressa F70 von Jura oder auf die Siebträgergeräte EA 130 von AEG und Gaggia Baby. Sie überzeugen durch besonders guten Kaffeegeschmack und verführerische Crema. Allerdings haben auch diese Geräte ihre Nachteile.

Siebträger: für Tüftler

Für Sie ist der Kaffee mehr als ein schneller Energielieferant am Morgen, mehr als ein Pausenfüller im Büro? Wer individuell Einfluss auf das Aroma des Espresso nehmen möchte, ist mit einem Siebträger am besten bedient. Entsprechende Hingabe ist aber erforderlich: Pulver mahlen und abmessen, andrücken, Filterträger einspannen, anschalten, und die Wassermenge muss ebenfalls von Hand reguliert werden. So viel Aktion ist nicht jedermanns Sache, doch die Experimentierfreudigen kommen voll auf ihre Rechnung.

Zucker auf dem Schaum

Gleich drei Geräte erbrachten in dieser Kategorie eine gute Leistung – der Geschmack überzeugte unsere professionellen Tester vor allem bei der EA 130 von AEG, die beste Crema lieferte die Gaggia Baby. Die Crema sorgt übrigens dafür, dass die Aromastoffe aus der Bohne sich nicht zu schnell verflüchtigen. Im Idealfall ist sie so beständig, dass aufgestreuter Zucker einige Sekunden lang nicht untergeht. Ist Ihnen das gelungen, so haben Sie den Siebträger im Griff. Aber nicht vergessen: Das Sieb muss nach jeder Tasse gereinigt werden. Wer das nötige Fingerspitzengefühl und die Zeit hat, ist mit einem Siebträger also gut beraten.

Espresso: 20 Cent pro Tasse

Hier bekommt man gelungenen Espresso zu einem günstigen Preis: Ab etwa 100 Euro sind Sie stolzer Besitzer einer Espressomaschine, und mit durchschnittlich 0,20 Euro pro Tasse ist der Siebträger auch im laufenden Betrieb am billigsten. Wir Österreicher scheinen im Zweifelsfall aber doch eher auf der gemütlichen Seite zu sein: Der Marktanteil für Siebträger beträgt lediglich ein paar Prozent.

Vollautomaten: für Gemütliche

Bei Weitem am häufigsten werden heute Vollautomaten gekauft. Sie standen bereits im Dezember 2004 auf unserem Prüfstand (siehe dazu: Weitere Artikel - " Espressomaschinen 12/2004 "). Damals wurden zwölf Vollautomaten, zwei Kapselgeräte und ein Siebträger getestet. Die meisten der Geräte sind noch erhältlich (siehe dazu: Tabellen - " Test: Espressomaschinen - Noch auf dem Markt 1/2006 "). Diesmal sollten sich zwei der exklusiven Maschinen mit Kapselgeräten und Siebträgern messen.

Den guten Ruf verteidigt

Und sie konnten ihren Ruf verteidigen. Unser Testsieger, die Jura Impressa F70, stammt aus dieser Kategorie. Doch trotz gefallenem Durchschnittspreis ist in Anbetracht der beachtlichen Anschaffungskosten nach wie vor eine starke Affinität zum italienischen Lifestyle gefragt. Dafür überzeugt die leichte Handhabung: Richtig programmiert, läuft automatisch heißes Wasser mit Druck durch ein feines Sieb voll Kaffeemehl.

Bohnen im Gerät gemahlen

Die Bohnen werden direkt im Gerät gemahlen, eine Pumpe sorgt für den nötigen Druck. So ist der Espresso immer frisch, das Gerät dank Stand-by-Funktion sofort betriebsbereit. Noch ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Spülen, Reinigen und selbst das Entkalkungsprogramm laufen mehr oder weniger automatisch ab – oder es werden zumindest die Bedienschritte auf dem Display vorgegeben. Da kann man fast nichts falsch machen.

Kapselgeräte: für Eilige

Einfacher geht es nun wirklich nicht mehr. Die Kapsel mit der gewünschten Geschmacksrichtung wird eingelegt, der Knopf für die Wasserbeigabe gedrückt und schon ist er fertig, der Kaffee für gehetzte Manager und all jene, die den Kaffeetratsch mit wenig Aufwand genießen wollen. Die Kapseln werden fast immer von Nespresso geliefert, auch wenn der Erfolg dieses Systems mittlerweile einige Nachahmer (wie Tchibo) gefunden hat.

Überzeugt: TK 50 NO 1 von Siemens

Von den beiden getesteten Geräten konnte der Espresso aus der TK 50 NO 1 von Siemens (mit Nespresso-Kapseln) geschmacklich überzeugen; dank automatischem Aufschäumer ist das Modell auch perfekt für Cappuccino und andere Varianten mit Milch geeignet. Doch aufgrund der Sicherheitsmängel – wenn man nicht aufpasst, wird leicht heißes Wasser verspritzt – konnte es lediglich mit „weniger zufriedenstellend“ bewertet werden.

Nespresso bleibt vorne

Mit dem Modell Cafissimo und eigenem Kapselsystem will Kaffeeröster Tchibo dem Marktführer Nespresso die Stirn bieten. Nicht wirklich effektiv, wie unsere Verkoster meinen: Weder der Geschmack noch die bei Kaffeetrinkern so beliebte Crema konnte im Vergleich zum Nespresso-System überzeugen. Deutlich günstiger ist der Anschaffungspreis, bei den Kapseln gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Bei Tchibo zahlt man für den Espresso 28 Cent. Die Kapseln von Nespresso (zu bestellen unter www.nespresso.com ) kosten zwischen 31 und 33 Cent. Damit ist der Kaffeenachschub im Vergleich mit den anderen Systemen bei den Kapselgeräten am teuersten.

Espressomaschinen: Vollautomaten

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Espressomaschinen: Kapselgeräte

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Espressomaschinen: Siebträger

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Espressomaschinen: Anbieteradressen

AEG: Husqvarna GesmbH Nfg. KG,
Industriezeile 36,
A-4020 Linz,
(0732) 77 01 01-0,
www.husqvarna.at

Clatronic: Degupa VertriebsgesmbH,
Gewerbeparkstraße 7,
A-5081 Anif,
(06246) 731 13-0

DeLonghi spa Division Österreich,
Industriezentrum NÖ-Süd, Straße 2a, Obj.,
A-2351 Wr. Neudorf,
(02236) 67 76 43,
www.delonghi.com

Gaggia: Saeco Austria AG,
Liebermannstraße A02/3,
2345 Brunn am Gebrige
(02236) 37 91 30-0
www.saeco.at

Jura Elektroapparate VertriebsgesmbH,
Interpark Focus 1,
A-6832 Röthis,
(05523) 566 95-0,
www.juraworld.at

Krups: SEB Österreich HandelsgesmbH,
Campus 21-Businesspark Wien Süd, Lieberm,
A-2345 Brunn am Gebirge,
(01) 866 70-299 00,
www.groupeseb.com

Siemens: BSH Hausgeräte GmbH,
Quellenstraße 2,
A-1100 Wien,
0810 24 02 60,
www.hausgeraete.at

Tchibo: EDUSCHO (Austria) GmbH,
Gadnergasse 71,
A-1110 Wien,
(01) 766 22-0,
www.eduscho.at

Espressomaschinen: Kompetent mit Konsument

  • Tassenhöhe.  Vorsicht beim Einkauf von Latte-Macchiato-Gläsern. So stilecht sie sein mögen, die meisten passen nicht unter den Auslauf der Maschinen. Die höchsten Tassen schafft die Jura Impressa F70 mit 11 cm.
  • Experimentiertrieb.  Auch wenn Siebträger die meisten Möglichkeiten bieten, so lässt sich auch bei den anderen Modellen die optimal abgestimmte Mischung finden. Der Kaffeegeschmack kann bei den meisten Vollautomaten durch Pulver- und Wassermenge sowie Mahlgrad variiert werden, bei den Kapselsystemen nur über die Wassermenge. Bei Siebträgern ist zusätzlich noch der Anpressdruck des Pulvers einstellbar.
  • Vorwärmen.  Sowohl Tasse als auch Espressomaschine sollten für ein optimales Ergebnis gut vorgewärmt sein. Vollautomaten spülen dabei gleich das System durch. Bei Kapselgeräten und Siebträgern muss das von Hand gemacht werden.

Espressomaschinen: So haben wir getestet

Im Rahmen einer internationalen Kooperation wurden 10 Espressomaschinen getestet,
davon eine Baugleichheit.

Espresso. Fünf Experten bewerteten Geschmack und geschmacksbildende Crema . Verkostet wurden bei Siebträgern eine Tasse und zwei Tassen mit 7 bzw. 14 g frisch gemahlenem Espressopulver sowie mit der Kaffeemenge nach Anbieterangabe; bei den Kapselgeräten jeweils eine Portion. Vollautomaten wurden auf mittlere Kaffeestärke eingestellt. Die Temperatur wurde in den gefüllten Tassen gemessen. Sie waren einmal nicht vorgewärmt, weiters nach Anbieterangaben sowie auf 40 Grad C vorgewärmt.

Technische Prüfung

Zu den Zubereitungszeiten gehören die Aufheiz- und Durchlaufzeiten für Espresso/Cappuccino sowie die Umschaltzeiten von Espresso auf Dampfen und umgekehrt. Tassen füllen: Geprüft wurde, wie gleichmäßig das Getränk in die Tassen fließt, ob es dabei vor- und nachtropft oder neben die Tassen spritzt. Milchschaum: Bewertet wurden Zeit bis zur Verdopplung des Volumens, Wassermenge, die dabei in die Milch geriet, und Schaumqualität.

Dauerprüfung und Verkalken: 6000 Durchläufe von je einer Tasse mit 15-minütiger Abkühlung nach je 10 Brühungen. Nach Anbieterangabe oder Geräteanzeige entkalkt und gereinigt. Die Wasserhärte betrug zirka 3,6 Millimol Gesamthärte (21 °dH).

Handhabung

Drei Fachleute und zwei Laien beurteilten: Anleitung, täglichen Gebrauch (Tassen aufstellen, Gerät mit Wasser und Kaffee füllen, Espresso zubereiten, Bedienelemente, Programmieren), Milchaufschäumen (mit Dampfdüse und automatischem Aufschäumer), Umschalten von Espresso auf Dampfen sowie das Reinigen (Teile von Hand säubern) und Entkalken (Entkalkungsvorgang durchführen).

Umwelteigenschaften. Geräusch

Einen Meter vor dem Gerät in gleicher Höhe ermittelten wir den Schalldruckpegel beim Zubereiten von Espresso und beim Kaffeemahlen.

Den Stromverbrauch ermittelten wir für folgende Betriebszustände:
1) acht Stunden kaffeebereit mit eingeschalteter Heizung;
2) acht Stunden Betriebsbereitschaft;
3) Herstellen von drei Mal zwei Tassen Espresso und eine Stunde Kaffeebereitschaft;
4) Aufheizen mit anschließendem Zubereiten von zwei Tassen Espresso; 5) Gerät ausgeschaltet.

Blei im Wasser: Bestimmt wurden Blei, Kadmium, Kupfer und Zink. Die Werte für Kadmium, Kupfer und Zink waren bei allen Geräten unbedenklich.

Sicherheit

Die Prüfungen erfolgten in Anlehnung an EN 60335 Teil 1 und Teil 15 (2002).

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