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Eier: Basics rund ums Osterei - Frohe Ostern!

, aktualisiert am

Und wieder ist es soweit: Bunt gefärbte und bemalte Eier zum Schmücken und Verzehren begleiten uns durch die Osterzeit. Woran lassen sich Herkunft und Frische erkennen? Und wie viele Eier darf man essen?

Laut AMA (Agrarmarkt Austria) konsumiert ein Österreicher pro Jahr durchschnittlich 234 Eier. Ob wir die Eier mit gutem Gewissen genießen können, sagt uns die Einzel-Eikennzeichnung. Seit 2004 ist die EU-weit gültige Einzelkennzeichnung der Eier verpflichtend. Ein Stempel mit dem sogenannten Erzeugercode auf jedem Ei gibt Bescheid über Haltungsform, Herkunftsland und den landwirtschaftlichen Betrieb aus dem es kommt.

Lautet die Zahl zB 2 AT 1234567 so lassen sich daraus folgende Details ablesen: Die erste Zahl gibt die Haltungsform an: in diesem Fall 2 für Bodenhaltung. Die Buchstaben stehen für den Ländercode, also AT für Österreich, DE für Deutschland, BE für Belgien usw. Die siebenstellige Zahl hinter dem Ländercode informiert über die landwirtschaftliche Betriebsnummer. Zusätzlich kann noch MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) angegeben sein. Die Kennzeichnung MHD auf dem Ei ist freiwillig, verpflichtend ist sie allerdings auf der Verpackung.

Käfighaltung in Österreich verboten

Die Kennzeichnung 0 steht für biologische Erzeugung. Die so produzierten Eier stammen immer aus Freilandhaltung. Die Futtermittel für die Legehennen kommen aus biologischem Anbau.

Die Kennziffer 1 bezeichnet Freilandhaltung. Die Hennen haben Auslauf auf einer begrünten Fläche. Es gibt Bäume, Sträucher und einen Unterstand.

Kennziffer 2: Bei dieser Art der Haltung können sich die Hennen in einem Stall frei auf dem Boden bewegen.

Die Zahl 3 bedeutet Käfighaltung. Hier leben die Legehennen in Kleingruppen in einem Käfig mit Gitterboden. Diese konventionelle Käfighaltung ist in der EU seit 2012 und in Österreich seit 2009 verboten. In der EU wurden die konventionellen Käfige durch sogenannte ausgestaltete Käfige abgelöst. Diese Käfige sind etwas größer: pro Henne werden 750 cm2 bzw. 600 cm2 nutzbare Fläche vorgeschrieben. Und es gibt Sitzstangen sowie Nestflächen mit Einstreu.

In Österreich sind diese Käfige seit Jänner 2009 verboten. Es können hier aber ausgestaltete Käfige, die vor dem 1.01.2005 genehmigt wurden, noch bis zum Jahr 2020 genutzt werden. Eier aus ausgestalteten Käfigen werden weiterhin mit der Ziffer 3 gekennzeichnet. Auch bei dieser Haltungsform können sich die Tiere kaum artgerecht verhalten, weshalb Tierschützer sie ablehnen.

Herkunft der Ostereier

In Österreich werden rund um Ostern jedes Jahr 50 Millionen Eier gekocht, industriell gefärbt, verpackt und für den Verkauf vorbereitet. Bei gefärbten Eiern gibt es keinen verpflichtenden Herkunftsstempel. Dadurch kann sich die groteske Situation ergeben, dass den Konsumenten erst wieder versteckte Käfigeier untergejubelt werden. Denn durch die Farbe auf den Eiern lässt sich der Kennzeichnungsstempel nicht mehr erkennen.

Auf freiwilliger Basis sind genauere Angaben zur Herkunft über das Herkunftssicherheitssystems der AMA (Agrarmarkt Austria) möglich. Erkennbar sind diese Eier an der rot-weiß-roten AMA-Herkunftsbanderole.

Auch abseits von Ostern

Längst überfällig ist  die Kennzeichnung der Zutaten von verarbeiteten Produkten wie zB Teigwaren mit  Eiern.  Die Kunden sollten wissen, was sie kaufen. Gleichzeitig sind die Hersteller aufgerufen, den Konsumenten freiwillige Angaben zur Herkunft der verwendeten Eier zu liefern. 

Frische und Lagerung

Vitamine und Mineralstoffe

Das Ei enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe. Neben Eiweiß bietet es lebensnotwendige Aminosäuren, essentielle Fettsäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente. Hinzu kommen Folsäure, Biotin, Eisen und Zink sowie die Vitamine A, D, E und K. Ernährungsgesellschaften empfehlen, nicht mehr als zwei bis drei Eier pro Woche zu essen. Wer aber zu Ostern ausnahmsweise ein paar Eier mehr als sonst isst, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben.

Frische-Hinweise

Eier sind gekühlt 28 Tage ab dem Legedatum haltbar. Im Geschäft dürfen sie nur bis zur dritten Woche nach dem Legen verkauft werden. Die Frische ist mittels Schüttel- oder Wassertest feststellbar. Lässt sich beim Schütteln ein Schwappen hören, ist die Luftkammer größer und das Eiweiß wässrig. Der Dotter purzelt im Ei herum. Ein Zeichen, dass das Ei nicht mehr ganz frisch ist. Eine andere Frischetest-Variante: In einem Glas mit Salzwasser sinken frische Eier sofort zu Boden. Ein altes oder verdorbenes Ei mit besagter größerer Luftkammer schwimmt oben auf. Je frischer ein Ei ist, desto kleiner die Luftkammer.

Kühl lagern

Es gibt keine Vorschrift, dass Eier im Supermarkt im Kühlregal gelagert werden müssen. Zur Vorbeugung gegen Salmonellen ist eine Kühlung jedoch sinnvoll. Zu Hause empfiehlt es sich, Eier vor Licht geschützt, kühl und mit der stumpfen Seite nach oben im Kühlschrank aufzubewahren. Wichtig ist auch, dass Eier nicht nass werden. Das bedeutet, das Ei darf vor der Lagerung niemals gewaschen werden. Das beeinträchtigt die natürliche Schutzfunktion der Schale.

Für das Kochen von Ostereiern gilt: Die Eier nach einer Kochzeit von ca. zehn Minuten nicht abschrecken. Dabei können Wasser und mögliche Keime durch die Schale ins Ei-Innere eindringen. Das verkürzt die Haltbarkeit auf wenige Tage. 

Wenn der Osterhase ans Werk geht

Wer selbst kleine Ostermalwerke gestalten möchte, verwendet entweder die im Handel erhältlichen Lebensmittelfarben oder bearbeitet die Eier mit natürlichen Mitteln. Natur-Farben lassen sich zB mit Zwiebelschalen, Petersilie, Himbeer- oder Heidelbeersaft und Grüntee erzielen.

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