DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Diäten: 5 Bücher zum Abnehmen - Abnehmen auf die Schnelle

Diät-Test: Von 24 Stunden bis 17 Tage; so schnell ging abspecken noch nie. Und sollte es doch nicht klappen, lässt vielleicht Essen à la Steinzeitmensch die Kilos purzeln.

Wir haben 5 Bücher zum Abnehmen getestet:

Buch: Achim Sam mit Prof. Dr. Michael Hamm - 24StundenDiät (Bild: VKI) Buch: Arthur De Vany - Die Steinzeitdiät (Bild: VKI)
Im Test: "24StundenDiät"
Achim Sam mit Prof. Dr.
Michael Hamm
Im Test: "Die Steinzeitdiät"
Arthur De Vany
   
Buch: Dr. Dr. Michael Despeghel - 2 Tage Diät sind genug (Bild: VKI) Buch: Alexa Iwan - Jede Frau kann schlanker werden (Bild: VKI)
Im Test: "2 Tage Diät
sind genug"

Dr. Dr. Michael Despeghel
Im Test: "Jede Frau kann
schlanker werden"

Alexa Iwan
   
Buch: Dr. med. Mike Moreno - Die 17 Tage-Diät (Bild: VKI)  
Im Test: "Die 17 Tage-Diät"
Dr. med. Mike Moreno
 

 

Unsere Bewertung: das Testergebnis auf einen Blick

Mit dieser Diät können Sie sehr gut abnehmen (Bild: VKI/Haberl)

Unsere Bewertung der einzelnen Diäten zeigt Ihnen, ob Sie mit diesen Abnehmprogrammen schlank werden oder dick bleiben. - Ist die Figur ganz links hervorgehoben: Mit dieser Diät können Sie schlank werden. Ist die Figur ganz rechts hervorgehoben: Mit dieser Diät werden Sie ziemlich sicher dick bleiben.


Lesen Sie auch unseren Diäten: Shred, hCG, 90-Tage, SOS Schlank ohne Sport - Mageres Ergebnis.

"24StundenDiät"

Buch: Achim Sam mit Prof. Dr. Michael Hamm - 24StundenDiät (Bild: VKI)"24StundenDiät" von Achim Sam mit
Prof. Dr. Michael Hamm
(ISBN 978-3-89883-383-7)

Bewertung:

Mit dieser Diät können Sie gut abnehmen (Bild: VKI/Haberl)  

Das steckt dahinter: Achim Sam kämpfte selbst mit überflüssigen Kilos, bevor er Spitzensportler und Buchautor wurde. Inzwischen ist er Ressortleiter beim Sport- und Lifestylemagazin FIT FOR FUN. Michael Hamm ist renommierter Ernährungswissenschaftler und Bestsellerautor von Diätratgebern. Seine universitären Arbeitsgebiete sind Ernährungspsychologie, Sportlerernährung und Diätetik. Bei der 24StundenDiät geht ohne Disziplin und sportlichen Ehrgeiz gar nichts. Wer damit Kilos verlieren will, muss hart trainieren.

Das gibt’s zu essen: Unter der Woche eine ausgewogene Mischkost. Die Empfehlungen für eine dauerhafte gesunde Ernährung fallen allerdings etwas dürftig aus. Einmal pro Woche wird Diät gehalten. An diesem Tag kommen viele Proteine und wenig Kohlenhydrate auf den Tisch. Erlaubt sind Frühstück, Mittagessen, ein Snack und Abendessen. Mehr als 70 Rezepte helfen, bei der Zubereitung der Mahlzeiten auf die dafür vorgeschriebene Kalorienanzahl zu kommen. Die Basis bilden magere Eiweißquellen wie Geflügel, Fleisch, Fisch, Milchprodukte oder Ei. Männer dürfen am Diättag 1.000 bis 1.200 kcal verzehren, Frauen 800 bis 1.000 kcal. Schon am Vortag sollen ab Mittag nur noch wenige kohlenhydratreiche Lebensmittel wie etwa Nudeln gegessen werden. Da zu diesem Zeitpunkt auch das Sportprogramm startet, dauert diese Diät nicht 24 Stunden, sondern eineinhalb Tage.

Was Sie noch ans Ziel bringt: Sport, Sport und nochmals Sport. Es werden viele Sportarten vorgestellt und Aufbau sowie Durchführung der einzelnen Trainingseinheiten ausführlich und gut erklärt. Für jede Sportart gibt es unterschiedliche Pläne, die detailliert ausgearbeitet sind und das individuell unterschiedliche Leistungsvermögen berücksichtigen. Die relativ lange Dauer der ersten Trainingseinheiten, die am Vorabend des Diättages beginnen, wirkt auf weniger Sportliche allerdings etwas abschreckend.

Das meinen wir dazu: Hier geht es weniger um Essen als vielmehr um Sport. Schon am Vorabend wird ebenso intensiv wie hart trainiert. Am darauf folgenden Diättag geht es mit einem etwas weniger anstrengenden Ausdauertraining weiter. Das alles kombiniert mit proteinreichen, also eiweißreichen Essensportionen. Gegen regelmäßige kohlenhydratarme Mahlzeiten kombiniert mit viel Sport über einen kurzen Zeitraum ist nichts zu sagen. Wer sich darauf einlässt, muss aber auf jeden Fall fit und gesund sein. Für Menschen, die mit ein paar Kilos zu viel kämpfen, ist diese Diät durchaus einen Versuch wert. Stark Übergewichtige lassen besser die Finger davon.

Fazit: Hartes Trainingsprogramm - Interessant, aber nur für Menschen geeignet, die gerne sporteln.

Positiv/negativ:

+ Die Einschränkung bei den Kohlenhydraten gilt nur für den Diättag
+ Ausgezeichnetes Sportprogramm
+ Der rasche Gewichtsverlust motiviert zum Weitermachen
– Empfehlung von Nahrungsergänzungsmitteln

"24StundenDiät" im Selbsttest

So eine Gelegenheit darf man nicht auslassen, dachten wir, als wir die 24StundenDiät sahen – und schritten zum Selbstversuch. Funktioniert das Abnehmprogramm? Wie viel kann man tatsächlich abnehmen? Was muss man dafür entbehren?

Hartes Sportprogramm

Wer mit dieser Methode abspecken will, braucht Durchhaltevermögen, stellten unsere Testpersonen – zwei Frauen und ein Mann – nach 24 Stunden erschöpft fest: Das Sportprogramm ist hart. Die erlaubten Essensportionen während des Trainings sind winzig; davon wird sicher niemand satt. Menschen, die Brot und Nudeln mögen, haben zusätzlich eine starke psychische Belastung, denn Kohlenhydrate sind während dieser Diät tabu.

Zuerst Fett abgenommen ...

Und der Erfolg? 900 Gramm Fett weniger, lautete die schöne Bilanz für die beiden Damen. Bei ihrem männlichen Kollegen waren es gleich 1,4 kg Speck weniger. (Die Messung wurde mittels BIA = Bio­elektrische Impedanzanalyse durchgeführt. Damit kann festgestellt werden, ob tatsächlich Fett und nicht Wasser verloren wurde.)

... dann mehr Gewicht als zuvor

Ein Traumergebnis, oder? Leider nein, denn sechs Tage später zeigte eine neuerliche Überprüfung: 400 g Fett mehr als vor der Diät für den Mann und 300 Gramm mehr Speck für eine der beiden Frauen. Lediglich eine Testperson konnte sich noch immer über 200 g Fett weniger freuen.

Fazit: Alle hatten mit der 24StundenDiät zwar Körperfett verloren, aber – mit einer Ausnahme – ebenso schnell wieder angesetzt bzw. sogar noch mehr auf den Rippen als vorher. Das Durchhalten war für die Testpersonen extrem schwierig. Die Schinderei beim Sport und das zusätzliche Fasten ließ alle im wahrsten Sinn des Wortes blass aussehen. Buchautor Achim Sam empfiehlt offenbar nicht von ungefähr, seine Diät an einem Wochenende durchzuführen.

Für die ganz Harten

Bleibt nur noch die Frage, wer seine Wochenenden mit schweißtreibenden Aktivitäten kombiniert mit knurrendem Magen verplanen möchte. Hungern allein ist schon kein Spaß, aber hartes Training und kaum etwas zu essen, das ist wirklich nur etwas für die ganz Harten.

"Die Steinzeitdiät"

Buch: Arthur De Vany - Die Steinzeitdiät (Bild: VKI)"Die Steinzeitdiät" von Arthur De Vany
(ISBN: 978-3-864700-00-2)

 Bewertung:

Mit dieser Diät können Sie gar nicht abnehmen (Bild: VKI/Haberl) 

Das steckt dahinter: Arthur de Vany ist Experte für altsteinzeitliche Ernährungsformen. Die von ihm entwickelte Diät bewirbt er im amerikanischen Fernsehen und auf einer eigenen Website. Sein Konzept basiert auf viel Eiweiß und wenig Kohlenhydraten. Genau genommen soll nur verspeist werden, was man selbst – oder ein anderer – pflücken, fangen und töten kann. Der Speiseplan besteht zu je einem Drittel aus rohem Obst und Gemüse, gekochtem Gemüse sowie Fleisch oder Fisch.

Das gibt’s zu essen: Erlaubt sind zwei, maximal drei Mahlzeiten pro Tag, die gründlich gekaut werden müssen. Getreide ist ebenso verboten wie getrocknete Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Soja und Sojaprodukte. Milchprodukte sind nur eingeschränkt und in geringen Mengen erlaubt. Neben Gemüse kommen täglich bis zu 425 g Fleisch bzw. Fisch auf den Tisch. Wem das zu viel ist, der kann auf Nahrungsergänzungsmittel ausweichen. Der Obstkonsum wird eingeschränkt, Nüsse sind nur in Maßen erlaubt, Öl wird lediglich zur Geschmacksverbesserung verwendet. Salz ist ebenso tabu wie verarbeitete Lebensmittel – lediglich ein kleiner Kuchen jährlich (Geburtstag!) ist erlaubt. Zum Trinken braucht man sich nicht zu zwingen, das eigene Durstgefühl reicht.

Was Sie noch ans Ziel bringt: Wenig, denn das Sportprogramm ist äußerst dürftig. Genau genommen beschreibt de Vany nur sein höchstpersönliches Trainingsprogramm, ohne Rücksicht darauf, ob das auch für andere Abnehmwillige Sinn macht. Eine erkennbare Struktur ist nicht vorhanden.

Das meinen wir dazu: Selbst wenn wir wollten, könnten wir uns 200.000 Jahre später nicht genauso wie unsere Vorfahren ernähren. Ganz abgesehen davon, dass das Spektrum der damaligen Ernährungsform von fast vegetarisch bis zu fleischlastig reichte, je nach Lebensraum. Die hier propagierte Ernährungsform enthält zu wenig Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Getreide, Hülsenfrüchte und Kartoffeln sind verboten. Auch die Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen wie Kalzium und Jod ist mangelhaft. Der üppige Fleischkonsum führt zu einer hohen Aufnahme von Cholesterin. Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist hier ebenso wenig ein Thema wie vegetarische Ernährung. Und das Sportprogramm? Nicht der Rede wert!

Fazit: In Stein gemeißelter Unsinn - Steinalt heißt noch lange nicht gut.

Positiv/negativ:

+ hoher Gemüseanteil, keine verarbeiteten Lebensmittel
– Viel zu viel Eiweiß in Form von Fleisch und Fisch
– Verbot von Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchten
– Empfehlung von Nahrungsergänzungsmitteln

"2 Tage Diät sind genug"

Buch: Dr. Dr. Michael Despeghel - 2 Tage Diät sind genug (Bild: VKI)"2 Tage Diät sind genug" von Dr. Dr. Michael Despeghel
(ISBN 978-3-86883-333-1)

Bewertung:

Mit dieser Diät können Sie mittelmäßig abnehmen (Bild: VKI/Haberl) 

Das steckt dahinter: Michael Despeghel ist Mediziner, Sportwissenschaftler, Spezialist für Lebensstiländerung und erfolgreicher Buchautor. Sein Abnehmkonzept ist denkbar einfach: An zwei Tagen wird Diät gehalten. Die restlichen fünf Tage der Woche darf man essen, was man möchte.

Das gibt’s zu essen: An den beiden Fasttagen klarerweise ziemlich wenig, nämlich pro Tag eine Mahlzeit mit 500 kcal. Darunter kann man sich z.B. etwas Salat und 200 g Hühnerbrust vorstellen, die mit ganz wenig Fett im Rohr gebraten wird. Wem das zu wenig ist, der darf sich zusätzlich eine klare Gemüsesuppe gönnen. Ein Rezeptteil mit 40 Gerichten, davon 7 vegetarisch und 2 vegan, erleichtert die Zubereitung der Fastenspeisen. Ob man diese Miniportion zu Mittag oder am Abend isst, spielt keine Rolle. Das gilt auch dafür, wie man sich die Fasttage einteilt: hauptsache regelmäßig, also mit einem fixen Zeitablauf. Während des Fastens darf unbegrenzt getrunken werden, allerdings nur Wasser oder ungesüßte Getränke wie Kaffee und Tee. Zur Unterstützung der Diät wird ein Tee empfohlen, den man auch im Internet bestellen kann. Was den Rest der Woche betrifft, werden Abnehmwillige ziemlich allein gelassen. Es wird zwar auf die Wichtigkeit von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen hingewiesen, allerdings ohne lebensmittelbasierte Empfehlungen. Und auch der Hinweis, so zu essen wie bisher, aber nach Möglichkeit maßvoll, ist nicht wirklich hilfreich.

Was Sie noch ans Ziel bringt: Ein gutes Sportprogramm. Eine ärztliche Untersuchung vor Beginn des Trainings wird empfohlen; ein Test zur Bestimmung der eigenen Leistungsfähigkeit vermeidet, dass man sich anfangs überfordert. Die vorgestellten Übungen werden gut beschrieben, Bilder erleichtern das Verständnis. Viele Tipps, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.

Das meinen wir dazu: Die großen Versprechungen, die am Buchcover gemacht werden, löst der Text nicht ein. Ohne Verzicht geht auch hier nichts. Nur wenn man sich den Großteil der Woche ausgewogen ernährt, also viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und fettarme Lebensmittel isst, werden die Kilos purzeln. Gefragt ist auch Durchhaltevermögen, denn zwei Fasttage pro Woche, an denen nur ganz wenig Essen auf den Tisch kommt, schafft nicht jeder.

Fazit: Mit Fasten gegen Kilos - Nur geeignet für Menschen, die Fasttage auch durchhalten.

Positiv/negativ:

+ Einfaches Konzept
+ Gutes Sportprogramm
– Nur Rezepte für die Fasttage
– Kaum Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl an Nicht-Fasttagen

"Jede Frau kann schlanker werden"

Buch: Alexa Iwan - Jede Frau kann schlanker werden (Bild: VKI)

"Jede Frau kann schlanker werden" von Alexa Iwan
(ISBN 978-3-442-17409-6)

Bewertung:

Mit dieser Diät können Sie mittelmäßig abnehmen (Bild: VKI/Haberl) 

Das steckt dahinter: Alexa Iwan ist Journalistin und Fernsehmoderatorin mit eigener Sendung. Als Ernährungswissenschaftlerin arbeitet sie mit übergewichtigen Kindern und Jugendlichen. In ihrem Anti-Diät-Buch, so der Untertitel ihres Ratgebers, wird nicht gehungert und es werden auch keine Kalorien gezählt. Stattdessen erfolgt eine Einteilung der Lebensmittel nach dem Ampelprinzip: Grün sind alle Lebensmittel, die vom Baum, vom Strauch oder vom Acker kommen. Gelb sind tierische Lebensmittel wie z.B. Fleisch. Rot sind alle verarbeiteten Produkte und Zucker.

Das gibt’s zu essen: Für die 3 Hauptmahlzeiten und 2 Snacks pro Tag werden hauptsächlich grüne Lebensmittel empfohlen. Dazu gehören sämtliche Gemüsearten und Kräuter, alle Obstarten, Kartoffeln, Naturreis, Getreide und Vollkornbrot. Außerdem fettarme Milchprodukte und Käse, Hülsenfrüchte, Nüsse, (See-)Fisch, Schalentiere und pflanzliche Öle. Bei Fleisch, Schinken, Eiern, Butter, Schlagobers und fettem Käse steht die Ampel bereits auf Gelb. Das rote Licht leuchtet bei Wurst, tierischen Fetten wie Schmalz, Süßigkeiten aller Art, Produkten aus weißem Mehl, Zucker und natürlich bei Fast Food und Fertiggerichten. 38 Rezepte, deren Zutaten leicht erhältlich sind, helfen, das Konzept in der Küchenpraxis umzusetzen.

Was Sie noch ans Ziel bringt: Jede Menge Tipps zu gesundem Essverhalten und nützliche Hinweise zur Lebensmittelkennzeichnung – z.B., wie man Zucker in der Zutatenliste erkennt. Beim Sportprogramm sieht es dagegen traurig aus. Es werden zwar verschiedene Sportarten vorgestellt, doch Angaben für eine Umsetzung von Ausdauer- und Krafttraining fehlen. Außer langsam anfangen, langsam steigern und lange durchhalten fällt der Autorin in Sachen Sport leider nicht viel ein.

Das meinen wir dazu: Tatsächlich – wie versprochen – kein Diätbuch, sondern eine Anleitung zu einem gesunden Essverhalten bei einer ausgewogenen Mischkost. Das Buch liefert außerdem grundlegende Informationen zu Eiweiß, Fett und Ballaststoffen. Aber auch nicht ganz so bekannte Lebensmittel wie Bulgur oder Quinoa werden vorgestellt. Schade, dass das Sportprogramm so schlecht ist.

Fazit: Beim Essen top, beim Sport ein glatter Flop - Auch für Männer geeignet.

Positiv/negativ:

+ Ausgewogene Mischkost
+ Sinnvolle Tipps zum Erlernen eines gesunden Essverhaltens
– Keine Mengenangaben bei Lebensmitteln, was das Einschätzen von Portionen schwierig macht
– Schwacher Sportteil

"Die 17 Tage-Diät"

Buch: Dr. med. Mike Moreno - Die 17 Tage-Diät (Bild: VKI)"Die 17 Tage-Diät" von Dr. med. Mike Moreno
(ISBN 978-3-442-17307-5)

Bewertung:

Mit dieser Diät können Sie gar nicht abnehmen (Bild: VKI/Haberl) 

Das steckt dahinter: Mit dem von ihm entwickelten Konzept der 17-Tage-Diät landete der Arzt Michael Moreno in den USA einen Bestseller. Sein Abnehmprogramm unterteilt sich in vier Abschnitte, auch Phasen genannt. Die ersten drei Phasen dauern jeweils 17 Tage, Phase 4 ein Leben lang.

Das gibt’s zu essen: Pro Tag dürfen 3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten verspeist werden. In Phase 1 kommen viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate auf den Teller. Erlaubt sind Fisch und Geflügel mit wenig Fett, "reinigendes" Gemüse, zuckerarme Früchte und probiotische Lebensmittel (spezielle Joghurts bzw. Drinks). In Phase 2 gibt es an einem Tag mehr, am anderen weniger zu essen. Zusätzlich zu den Lebensmitteln aus Phase 1 sind nun Meeresfrüchte und andere magere Fleischsorten erlaubt. Auch Vollkorngetreide, Reis, Hülsenfruchte und stärkereiche Gemüse (Kürbis, Kartoffeln) dürfen auf den Tisch. In Phase 3 gibt es nur wenig Fisch und Fleisch (handtellergroße Stücke), dafür auch mageren Schinken, Brot, Nudeln und 1 bis 2 Esslöffel Fett pro Tag. Gemüse darf uneingeschränkt, Obst nur eingeschränkt verzehrt werden. Im Rezeptteil finden sich zahlreiche vegetarische Rezepte, darunter viele Salate, die schnell zubereitet sind.

Was Sie noch ans Ziel bringt: Nichts, denn Sport spielt bei dieser Diät kaum eine Rolle. In Phase 1 und 2 werden täglich mindestens 17 Minuten Bewegung empfohlen, in Phase 3 dann 30 bis 60 Minuten fünfmal die Woche oder eine Stunde Sport am Samstag und Sonntag. Es werden einige Sportarten vorgestellt, doch ein Leitfaden für ein gezieltes Training fehlt. Schwach, schwächer, nicht genügend können wir dazu nur sagen.

Das meinen wir dazu: Eine eiweißbetonte Diät mit reduzierten Kohlenhydraten, die geschwätzig auf fast 400 Buchseiten ausgebreitet wird. Die Anzahl der Regeln, die bei dieser Diät eingehalten werden müssen, ist fast nicht zu überblicken. Vor allem in Phase 1 ist der Speiseplan durch die starke Einschränkung bei den Kohlehydraten sehr unausgewogen, die Nährstoffverteilung ungünstig.

Fazit: Phasenhaft daneben - Diese Diät können Sie getrost auslassen.

Positiv/negativ:

+ Berücksichtigung der Ernährungsgewohnheiten von Menschen unterschiedlicher Kulturen
– Unausgewogener Speiseplan
– Zu viel Cholesterin, zu wenig Ballaststoffe
– Empfehlung von Nahrungsergänzungsmitteln

Testkriterien

Die Entstehung von Übergewicht ist ein komplexes Phänomen. Einleuchtend, dass die Beseitigung von Übergewicht eine ebenso komplexe Strategie erfordert.

Wo Sie die Infos finden, die Sie suchen

Das steckt dahinter: Hier wird – in der Regel ohne Kommentar – die Diät so vorgestellt, wie sie der Autor präsentiert. Die Endbenotung zeigt Ihnen, ob Sie mit diesem Abnehmprogramm schlank werden oder dick bleiben.

Das gibt’s zu essen: Hier beschreiben wir, was und wie Sie essen.

Was Sie noch ans Ziel bringt: Unser Kommentar zum Sportprogramm und zu den Tipps zur Änderung Ihres Essverhaltens.

Das meinen wir dazu: Unser abschließendes Urteil, übersichtlich geordnet.

Fazit: Das Wichtigste in Kurzform

Bewertungsgrafik 

KONSUMENT-Testurteil: Mit dieser Diät können Sie sehr gut abnehmen (Bild: VKI/Haberl)  

Unsere Bewertung der einzelnen Diäten zeigt Ihnen, ob Sie mit diesen Abnehmprogrammen schlank werden oder dick bleiben. - Ist - wie in der Grafik oben - die Figur ganz links hervorgehoben, dann bedeutet dies: Mit dieser Diät können Sie schlank werden. Ist die Figur ganz rechts hervorgehoben: Mit dieser Diät werden Sie ziemlich sicher dick bleiben.

Gewichtung

Eine gute Diät basiert – darin sind sich die Fachleute einig – auf drei Säulen.

  • Die erste ist die Ernährung, also die Zusammenstellung der täglichen Kost,
  • die zweite ist die dauerhafte Veränderung des bisherigen Essverhaltens,
  • die dritte ist die Erhöhung des Energieverbrauchs durch mehr Bewegung.

50 Prozent der Gesamtnote vergeben wir für die Zusammensetzung der empfohlenen Ernährung (25 Prozent für die Nährstoffversorgung, 25 Prozent für die Lebensmittelempfehlungen). Zu 25 Prozent geht in die Endbeurteilung ein, ob die Forderungen der Ernährungswissenschaft eingehalten werden. Die letzten 25 Prozent der Gesamtbeurteilung gehen auf das Konto des Sports. Die Sportprogramme zu den untersuchten Diäten wurden vom Institut für Sportwissenschaften der Universität Wien einer kritischen Prüfung unterzogen. War mehr Bewegung bei einem Abnehmprogramm kein Thema, hatte das entsprechende Auswirkungen auf das Endurteil.

Nährstoffversorgung

Für die Beurteilung der Nährstoffversorgung, die ja immerhin 25 Prozent der Gesamtbeurteilung ausmacht, wurden fertig zusammengestellte Sieben-Tages-Pläne herangezogen. Wo sie fehlten, haben wir sie aus den Angaben in den Büchern selbst zusammengestellt und berechnet.

  • Entscheidend waren die folgenden Kriterien:
  • mindestens 1.200 Kilokalorien am Tag,
  • Fett unter 30 Energieprozent,
  • Fettzusammensetzung: keine erhöhten Anteile an gesättigten, n-3- und n-6-Fettsäuren,
  • Kohlenhydratanteil mindestens 50 Energieprozent,
  • Eiweißmenge zwischen 10 und 20 Energieprozent,
  • ausreichend Ballaststoffe,
  • Cholesterin unter 300 Milligramm,
  • Saccharose (Zucker) unter 10 Energieprozent,
  • keine Nährstoffunterversorgungen (kleine Abweichungen waren akzeptabel),
  • keine schädlichen Nährstoffüberversorgungen,
  • Nahrungsergänzungsmittel nicht als fixer Diätbestandteil,
  • kein bis moderater Alkoholkonsum.

Lebensmittelempfehlungen

So wie die Nährstoffversorgung gingen auch die Lebensmittelempfehlungen mit 25 Prozent in die Gesamtbeurteilung ein. An sie wurden die folgenden Anforderungen gestellt:

  • fünf Portionen (= fünf Handvoll, insgesamt ca. 700 Gramm) Obst und Gemüse am Tag als Teil des Konzepts,
  • keine Liste mit verbotenen Lebensmitteln,
  • keine einseitige Lebensmittelauswahl,
  • mindestens drei Mahlzeiten pro Tag,
  • eine vegetarische Version (inkl. Milch und Eier) mit ausreichender Nährstoffversorgung sollte möglich sein,
  • mittlerer Aufwand für die Zubereitung aller Mahlzeiten (unter 60 Minuten pro Tag),
  • sinnvolle Tipps für den Außer-Haus-Konsum.

Ebenfalls unter die Lupe genommen wurden der Aufwand der Rezepte, die Getränkeempfehlungen und ob das Mitkochen für die Familie bzw. die Mitnahme einer Mittagsmahlzeit leicht möglich ist.

Worauf wir besonders achten

  • Gewichtsabnahme maximal 0,5 bis 1 Kilogramm pro Woche. 
  • Das Lebensmittelangebot muss (in gering modifizierter Form) zur Dauerernährung geeignet sein. 
  • Als Dauerernährung darf die Diät keine Risikofaktoren erhöhen oder sonstwie gesundheitsschädlich sein. 
  • Eine Verhaltensänderung muss Teil des Konzepts sein und die Tipps dazu müssen möglichst praktikabel sein.

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

alt

Diät-Apps - App genommen


Test: Was bringen Diät-Apps für Smartphones? Wir haben acht dieser Diätchoaches untersucht. Fast die Hälfte können Sie vergessen: Schade um jeden Wischer.

alt

Personenwaagen - Beim Fett daneben

Ein Großteil der Modelle bestimmt das Gewicht treffsicher. Bei der Analyse des Körperfettanteils gibt es hingegen gehörige Schwankungen.

alt

Diäten - Runter mit den Kilos

Nach dem Schmausen kommt der Schrecken, wenn der Zeiger der Waage nach oben geht. Damit die Vorsätze zum Abspecken nicht scheitern, haben wir einige Diäten unter die Lupe genommen.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

Sozialministerium
Zum Seitenanfang