Smartphones: Tipps und Tricks - Auf die richtige Einstellung kommt es an

Die Verbreitung der kleinen, vielseitigen Alleskönner schreitet in großen Schritten voran. Doch vielfach wissen ihre Besitzer nicht, wie man sinnvoll und vor allem sicher mit den Geräten umgeht.

Fast jeder will sie und auch immer mehr Leute besitzen sie: Smartphones. Mit Absatzzahlen von mehr als 50 Prozent aller verkauften Mobilgeräte sprechen die Smartphones für sich. Ein Leben ohne sie ist für viele Besitzer mittlerweile unvorstellbar geworden. Die vielen Möglichkeiten, die diese kleinen schlauen Geräte zu bieten haben, können den Alltag ihrer Nutzer erleichtern. Doch nicht immer ist alles, was den Smartphone-Besitzern hilfreich erscheint, auch tatsächlich von Vorteil für die User.

  • Warum ist der Akkuverbrauch von Smartphones so hoch und wie kann man ihn reduzieren?
  • Welche Handy-Tarife sind am günstigsten?
  • Welche Anwendung benötigt wie viel Datenvolumen?
  • Wie sieht es mit der Datensicherheit bei Applikationen (Apps) aus?
  • Wer hat die besseren Apps – der AppStore (Apple) oder Google Play (Google)?

Es folgen einige Tipps, welche den Umgang mit dem Smartphone erleichtern und Kosten- und Datenfallen verhindern können. Die Betriebssysteme von Apple (iOS am iPhone 4S) und Google (Android am Samsung Galaxy S2) dienten bei diesem Artikel als Grundlage. Wobei beinahe alle Empfehlungen und Einstellungen auch für die Betriebssysteme Windows-Phone, Symbian, bada, BlackBerry OS und Brew gelten.

 iPhone 4S und Samsung Galaxy S2

Akku: Strom sparen

Akkulaufzeit einsparen

Ein durchschnittlicher Smartphone-Nutzer hängt sein Handy zirka ein Mal pro Tag an das Ladegerät, um neue Energie zu tanken. Das ist im Vergleich zur Akkulaufzeit der älteren Handygeneration, die ohne viel Schnick-Schnack und Zusatzdiensten auskommen, sehr häufig. Doch wie kommt es zu einem so enormen Batterieverbrauch, auch wenn man sein Smartphone nicht über Gebühr nutzt?

Durch folgende Einstellungen können Sie den Stromverbrauch senken und Ihre Akkukapazität erweitern. wir vergleichen das iPhone 4S und das Galaxy S II: 

 

BLUETOOTH 
Schalten Sie die permanente Bluetooth-Erreichbarkeit aus. Aktivieren Sie diese nur dann, wenn Sie sie auch tatsächlich benötigen.

iPhone 4S
Einstellungen / Allgemein / Bluetooth / Deaktivieren
    Samsung Galaxy S2
Einstellungen /Drahtlos und Netzwerke / Bluetooth / Ausschalten
iPhone 4S - Bluetooth deaktivieren (Bild: Screenshot VKI)      Samsung Galaxy S2 - Bluetooth deaktivieren (Bild: Screenshot VKI) 

 

 

PUSH-DIENSTE 
Deaktivieren Sie Push-Dienste, welche ständig nach Updates suchen (zB E-Mail, Wetterdaten, Nachrichten-Feeds, Ortungsdienste). Stellen Sie diese Programme auf manuelle Abfrage ein, um sie nur dann zu nutzen, wenn Sie sie auch tatsächlich benötigen.

iPhone 4S
Push-Dienste müssen bei jedem Dienst extra eingestellt werden. Bsp.:

Einstellungen / Mail, Kontakte, Kalender /
Datenabgleich / Push austellen und beim
Laden auf manuell umstellen
(kann bei "Erweitert" auch für jeden
Mail-Account einzeln eingestellt werden)

Einstellungen / Facebook /
Push-Benachrichtigungen / einzeln ausstellen
   

Samsung Galaxy S 2
Einstellungen / Konten und Synchronisierung /
Automatisch Synchronisieren / Häckchen entfernen

 

 

 

iPhone 4S - Push-Dienste ausschalten (Bild: Screenshot VKI) iPhone 4S - Push-Dienste ausschalten am Bsp: Facebook (Bild: Screenshot VKI)     Samsung Galaxy S2 - Push-Dienste ausschalten (Bild: Screenshot VKI) 

 

 

APPS
Schalten Sie App-Anwendungen komplett aus. Viele Anwendungen sind auch nach dem vermeintlichen „Schließen“ noch offen und saugen Strom.

iPhone 4S
Doppelklick auf die Hometaste / Langer Klick auf die Apps (sie beginnen zu wackeln) / (-) Symbol berühren
    Samsung Galaxy S2
Langer Klick auf die Home-Taste / Task-Manager
iPhone 4S - App-Anwendungen ausschalten (Bild: Screenshot VKI)     Samsung Galaxy S2 - App-Anwendungen ausschalten (Bild: Screenshot VKI) 

 

 

WLAN
Schalten Sie die WiFi- bzw. WLAN-Verbindung aus, sobald Sie dieses nicht mehr nutzen.

iPhone 4S
Einstellungen / WLAN / ausschalten

    Samsung Galaxy S2
WLAN-Ausschalten: Einstellungen / Benutzerdef. Einstell. zum Energiesparen / WLAN ausschalten

WLAN-Einstellungen: Einstellungen / WLAN-Einstellungen
iPhone 4S - WLAN ausschalten (Bild: Screenshot VKI)      Samsung Galaxy S2 - WLAN ausschalten (Bild: Screenshot VKI) Samsung Galaxy S2 - WLAN Einstellungen (Bild: Screenshot VKI)

 

 

BILDSCHIRM
Stellen Sie die Auto-Helligkeit ein, um bei jedem Lichtverhältnis die optimale Displayhelligkeit zu erzielen.

iPhone 4S
Einstellungen / Helligkeit / Auto-Helligkeit
    Samsung Galaxy S2
Einstellungen / Anzeige / Helligkeit
iPhone 4S - Bildschirmhelligkeit (Bild: Screenshot VKI)      Samsung Galaxy S2 - Bildschirmhelligkeit (Bild: Screenshot VKI) 

 

 

TÖNE 
Schalten Sie die Tastentöne aus, sie sind zusätzliche Energiefresser.

iPhone 4S
Einstellungen / Töne / Tastaturanschläge ausstellen
    Samsung Galaxy S2
Einstellungen / Ton / Feedback / Hörbare Tastentöne / Haken entfernen
 iPhone 4S - Tastentöne ausschalten (Bild: Screenchot VKI)     Samsung Galaxy S2 - Tastentöne ausschalten (Bild: Screenchot VKI)

 

 

Akkuwechsel

Ein durchschnittlicher Lithium-Ionen-Akku hält zirka 1.000 Ladevorgänge. Wenn Sie das Smartphone täglich aufladen, entspricht dies einer Lebensdauer von ungefähr 2,5 Jahren. Bei den Apple-iPhone-Modellen lässt sich der Akku, im Gegensatz zu vielen anderen Handyanbietern, nicht vom Benutzer austauschen. Das iPhone muss eingeschickt werden. Bei Vertretern des Google-Betriebssystems wird manchmal bereits beim Kauf ein zweiter Akku mitgeliefert. Wobei es mittlerweile auch einige Android-Smartphones gibt, bei welchen der Akku nur durch die Hersteller ausgetauscht werden kann.

Als Alternative zum Zusatz-Akku gibt es auch so genannte Akkupacks zu kaufen, welche man an das Handy anschließt, wenn keine Steckdose in der Nähe ist.

Der richtige Tarif

Der richtige Tarif für individuelles Nutzungsverhalten

Jeder User hat sein eigenes Nutzungsverhalten. Der eine benutzt sein Smartphone hauptsächlich um E-Mails zu beantworten, der andere liest täglich aktuelle News und wieder ein anderer nutzt das Gerät für Unterhaltungszwecke, schaut Videos oder zockt Spiele. Je nach genutzten Anwendungen variiert auch das Datenvolumen. Ist das im Handyvertrag vereinbarte Datenvolumen aufgebraucht, so reduzieren manche Anbieter die Downloadraten von maximal 7,2 MBit/s auf zirka 64 kBit/s, was vernünftiges Surfen verhindert. Es empfiehlt sich daher, überall wo es dem Nutzer möglich ist, via WLAN auf dem Smartphone zu surfen. Vor allem Downloadvorgänge (zB das Herunterladen einer App), welche meist viel Datenvolumen verbrauchen, sollten über WiFi-Netze oder einen Computeranschluss durchgeführt werden. Einige Anwendungen verlangen sogar nach einem WLAN-Zugang, da sie ansonsten nicht downloadbar sind.

Ein durchschnittlicher Smartphone-User, der täglich ein wenig mit seinem Handy herumsurft, E-Mails abruft und während längerer Wartezeiten spielt, kommt monatlich in der Regel mit 500MB bis 1 GB Datenvolumen aus. Die so genannten „Heavy User“, die ihr smartes Gerät ständig nutzen, sollten sich jedoch eine Flatrate mit unbegrenztem Datenvolumen zulegen, um hohe Handyrechnungen zu vermeiden.

So viel Datenvolumen benötigen gewisse Anwendungen durchschnittlich:

E-Mail 10 - 50 kB
E-Mail mit Bild 100 kB - 1,5 MB
normale Webseite     1,5 - 2,5 MB
mobile Webseite 500 kB
YouTube Video 20 - 30 MB pro 10 Minuten
Facebook Profil 250 kB
Twitter Profil 200 kB

 

Vergleicht man den Aufruf einer normalen Webseite, die einige Bilder enthält (1,5 – 2,5 MB), mit jenem einer mobilen Webseite (500kB), die speziell für Smartphones und Tablets gemacht ist, so bilden sich hier große Unterschiede im Datentransfer. Das Angebot einer mobilen Webansicht wird aber immer wichtiger für die Smartphone- und Tablet-Nutzer. Somit sollte der Online-Markt reagieren und alle Webanwendungen in absehbarer Zeit für kleinere Bildschirme adaptieren, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.

Datenvolumen einsparen

So kann man mobiles Datenvolumen einsparen:

KARTEN- und NAVIDIENSTE
Nutzen Sie Offline-Karten oder Offline-Navidienste. Es empfiehlt sich das benötigte Kartenmaterial über eine WLAN-Verbindung, oder eine Kabelverbindung zu einem Rechner, vorab downzuloaden. Somit ist es möglich das Kartenmaterial im Offline-Modus beliebig oft zu nutzen, ohne erneut Datenvolumen zu vergeuden. Für Navigations-Apps gelten ähnliche Nutzungskriterien. Auch diese sollten offline genutzt werden, wenn Sie Datenvolumen einsparen wollen. Karten- und Navigations-Apps, die man ohne Internetverbindung nutzen kann, findet man allerdings sehr selten (gratis). Hier einige Beispiele: Google Maps (Android), Galileo Offline Maps (iOS), MapDroid (Android), Tripwolf (iOS, Android), Navfree (iOS, Android), Navit (Android).

iPhone 4S
zB Galileo Offline Maps (gratis, Zusatzfunktionen kosten aber etwas)
   

Samsung Galaxy S2
zB Google Maps (gratis)

iPhone 4S - Galileo Offline Maps (Bild: Screenshot VKI)     Samsung Galaxy S2 - Google Maps (Bild: Screenshot VKI)

 

 

STREAMING
Vermeiden Sie Audio- und Video-Streams. Musikstreaming-Portale wie Simfy oder Spotify können in der Premium-Version (gegen ein monatliches Entgelt) auch offline auf dem Smartphone genutzt werden. Häufig angesehene YouTube-Videos können für Android-Nutzer über die App „TubeMate“ und für iPhone-Nutzer über die App „Video Downloader Pro (Lite)“ heruntergeladen, am Smartphone gespeichert und ebenfalls im Offline-Modus angesehen werden.

iPhone 4S
zB Spotify (gratis)
    Samsung Galaxy S2
zB YouTube (gratis)
iPhone 4S - Spotify Musikstreamingplattform (Bild: Screenshot VKI)     Samsung Galaxy S2 - YouTube Videostreamingplattform (Bild: Screenshot VKI)

 

 

HINTERGRUNDANWENDUNGEN
Blockieren Sie Hintergrundanwendungen von Apps. Applikationen, die im Hintergrund weiter laufen, verursachen unnötigen Datentransfer. Synchronisation bzw. Aktualisierung von E-Mails, Facebook, Apps etc. sollten besser manuell durchgeführt werden.

iPhone 4S
Push-Diensta müssen bei jedem Dienst extra eingestellt werden. Bsp.:

Einstellungen / Store / Automatische Downloads laden ausstellen
    Samsung Galaxy S2
Einstellungen / Konten und Synchronisierung / Hintergrunddaten / Haken entfernen
iPhone 4S - Hintergrundanwendungen blockieren (Bild: Screenshot VKI)     Samsung Galaxy S2 - Hintergrundanwendungen blockieren (Bild: Screenshot VKI)

 

 

3G-NETZ
Schalten Sie den mobilen Datenverkehr (3G-Netz) ab. Diese Einstellung lohnt sich, wenn Sie gerade nicht im Internet surfen, sondern nur telefonieren oder SMS schreiben. Sämtliche mobile Daten wie E-Mail, Push-Benachrichtigungen usw. werden dann nur über WLAN übertragen. Wenn Sie im Ausland unterwegs sind sollten Sie zusätzlich noch das Daten-Roaming ausschalten bzw. auf manuelle Providerwahl einstellen.

iPhone 4S
Einstellungen / Allgemein / Netzwerk / 3G und mobile Daten deaktivieren
    Samsung Galaxy S2
Einstellungen / Drahtlos und Netzwerke / Mobile Netzwerke / Haken entfernen bei Paketdatn und Daten-Roaming
iPhone 4S - Mobile Daten und Datenroaming deaktivieren (Bild: Screenshot VKI)      Samsung Galaxy S2 - Mobile Daten und Datenroaming deaktivieren (Bild: Screenshot VKI) 

 

 

WEBSEITE KOMPRIMIEREN
Surfen Sie mit einem schlanken Browser. Um die Quintessenz von einigen Webseiten herauszufiltern, reicht es manchmal zB nur den Text (keine Bilder) anzusehen (zB mit der App TextOnly für Android). Auch schnelle, kleine, mobile Browser, welche die Internetseiten komprimieren, eignen sich um Datentransfer einzusparen (zB mit der App Opera Mini für iOS und Android).

iPhone 4S
zB Opera Mini (gratis) (Bsp. ORF.at)
    Samsung Galaxy S2
zB TextOnly (gratis) (Bsp. KONSUMENT.at)
iPhone 4S - Opera Mini Browser (Bild: Screenshot VKI)     Samsung Galaxy S2 - TextOnly Browser (Bild: Screenshot VKI)

Telefonieren im Ausland

Kostenfalle: Telefonieren im Ausland

Vorsicht beim Telefonieren im Ausland! Hier können leicht teure Roamingkosten anfallen. Üblicherweise bucht sich das Smartphone bei Grenzüberschreitung automatisch in das funkstärkste Netz des jeweiligen Landes ein. Bevorzugt man ein anderes Netz, so muss man dieses manuell einstellen. Um überraschend hohe Handykosten zu vermeiden, ist es ratsam, sich vor dem Auslandsaufenthalt über etwaige Tarife und Roaminggebühren der Provider zu informieren. Zu empfehlen ist, das Roaming bei Datendiensten abzustellen oder die Internetverbindung, für die Zeitspanne des Auslandsaufenthalts, gänzlich zu deaktivieren.

Neue EU-Regelung

Eine neue EU-Regelung, welche ab Juli 2012 in Kraft tritt, soll nun auch die Kosten für Datenübertragungen etwas bremsen. Ein MB Datenübertragung darf im EU Ausland maximal 70 Cent kosten. Seit Sommer 2010 gilt außerdem, dass ein Anbieter für Datentransfer nur dann mehr als 59,50 Euro (= 85 MB Datentransferverbrauch) berechnen darf, wenn der Nutzer zuvor dem Überschreiten der Kostengrenze aktiv zugestimmt hat. Ansonsten wird die Internetverbindung des Smartphones ab dem Erreichen der 60 Euro Marke gekappt. Bei 47,60 Euro bekommt der User aber bereits eine Warn-SMS zugesandt, dass man sich dieser Grenze nähert. Ein GB Datenvolumen ist im Inland ab zirka vier Euro erhältlich und ist somit deutlich billiger als außerhalb der österreichischen Grenzen. Vermeiden Sie also die Internetnutzung im Ausland so gut es geht, denn das kann sehr teuer werden.
Achtung: Außerhalb der EU gibt es keine Kostengrenze. Hier können teilweise bis zu 34 Euro pro MB für die Smartphone-User anfallen.

Manchmal kommt es auch vor, dass sich der Netzbetreiber in Grenznähe von alleine umstellt, da der Sendemast des ausländischen Providers vom Smartphone als stärkster Sender ermittelt wird. Das lässt sich verhindern indem die automatische Netzwahl des Handys auf manuelle Auswahl umgestellt wird.

Mehr Informationen zum Thema Roaming und Auslandstelefonie finden Sie in unserem "Handy Extra".

Manche Apps lesen mit

Apps: Die bösen Spione

Kontaktdaten, Telefonnummern, Adressen, E-Mail-Adressen, der aktuelle Aufenthaltsort und viele weitere persönliche Daten werden häufig von Apps durchsucht.  Diese userfreundlichen Dienstleistungen der Apps wie zB die vollständigen Kontaktdaten von A nach B zu laden, scheinen auf den ersten Blick harmlos, da sie dem Smartphonebesitzer den Alltag erleichtern. Was viele Nutzer aber nicht wissen: Manche Apps übermitteln die gesammelten Daten an Server im Internet. Dort werden die persönlichen Informationen anschließend an Unternehmen weiterverkauft, damit diese zB zielgerichtet Werbung schalten können. Einige Apps fragen den Nutzer bereits während der Installation um Erlaubnis die Daten verwenden zu dürfen („Darf … auf Ihre Kontaktdaten zugreifen“, „Darf … Ihren aktuellen Aufenthaltsort verwenden“). Diese Gebrauchsbestätigungen der Datenverwendung holen aber nicht alle Applikationen ein. Viele bedienen sich der persönlichen Daten, ohne dass der Nutzer darüber Bescheid weiß. Lädt man eine neue App herunter, so sollte als erstes in deren Einstellungen geprüft werden, ob diese zB den Location Based Service (Ortungsdienst) verwendet.

Vorsicht bei öffentlichen WLANs

Auch in offenen WLANs (in Zügen, in Cafés) ist man nicht davor gefeit, dass Dritte Daten mitlesen. Hat man einmal ein drahtloses Netzwerk ausgewählt, so erkennt das Smartphone dieses beim nächsten Besuch wieder und loggt sich automatisch ein. Diese WLAN-Hotspots sollten nachträglich wieder aus der Netzwerk-Liste des Smartphones gelöscht werden, um ein Eingreifen Dritter zu verhindern. Außerdem kann man bei den meisten Handys in den WLAN-Einstellungen festlegen, dass das Smartphone immer nachfragt, ob das jeweilige WiFi-Netz verwendet werden darf oder nicht.

AppStore oder Google Play – wer hat die besseren Apps?

Beide Stores (Apple und Google) bieten ihren Nutzern jeweils an die 500.000 Apps an. Bei dieser enormen Auswahl den Überblick zu bewahren fällt dementsprechend schwer.

Während beim AppStore jede einzelne App von Apple Mitarbeitern bewilligt werden muss, bevor sie im Store zum Download veröffentlicht wird, ist das Überprüfungsverfahren der Google-Apps bescheidener. Apples Hauptkonkurrent hat sich dafür entschieden, dass die App-Entwickler, vorerst ohne Kontrolle von Google, ihre Applikationen selbstständig im Google Play Market (hieß früher Android Market) veröffentlichen dürfen. Seit Mitte 2011 werden die Neuerscheinungen nach ihrer Veröffentlichung jedoch von einem Programm namens „Bouncer“ (Türsteher) überprüft. Dabei wird das Verhalten der App auf einem Android-Gerät simuliert und zusätzlich werden die Konten der Entwickler überprüft. Durch diese verstärkte Sicherheitsmaßnahme meint Google seinen Google Play Markt nun sicherer zu halten.

Vorab über App informieren

Um als Smartphone-Nutzer einigermaßen sicher gehen zu können, ob eine App „gut“ ist, empfiehlt es sich in Foren, Fachzeitschriften und in den App-Stores selbst, bei den User-Bewertungen, nach Empfehlungen Ausschau zu halten. Außerdem sollte vor dem Download, vor allem bei Gratis-Apps, überlegt werden, wofür die App gebraucht wird und gegebenenfalls auch missbraucht werden könnte.

Virenschutzsoftware nur für Android

Für Android-Smartphones wird bereits Virenschutzsoftware von bekannten Herstellern wie F-Secure (Mobile Security), Kaspersky (Mobile Security 9), McAfee (Wavesecure) und Symantec (Norton Mobile Security) angeboten. Diese Programme kombinieren meist klassische Funktionen wie Virenschutz, Firewall und Browser-Sicherheit mit Eigenschaften wie Fernlöschen und Fernsperren von Geräten. Der AppStore von Apple bietet bislang noch keine Virenschutzsoftware für iPhones an. Momentan gibt es nur wenige Viren im Smartphone-Bereich, wobei diese in Zukunft sicherlich zunehmen werden, da der Markt immer mehr boomt und persönliche Daten immer begehrter werden.

Handyverlust vorbeugen

Smartphone verloren, … was nun?

Ein Smartphone zu verlieren ist eine heikle Angelegenheit. Für unehrliche Finder stellt das vielseitige Gerät ein Datenparadies dar, das dem eigentlichen Besitzer zum Verhängnis werden kann. Deshalb sollten Smartphone-Besitzer auf ihr Handy mindestens so gut achten, wie auf ihre Geldbörse. Kommt es dennoch zu einem Verlust, so sollte man zu aller erst die SIM-Karte vom Provider sperren lassen. Lesen Sie mehr Empfehlungen für den Fall eines Handyverlusts im KONSUMENT Artikel "Handyverlust - Vergebene Chancen".

Folgende Tipps helfen, einen Datenmissbrauch beim Verlust des Smartphones vorzubeugen:

  • Lösch- und Sperrsoftware. Installieren Sie eine Lösch- bzw. Sperrsoftware, welche bei Verlust von der Ferne aus bedient werden kann. Diese kann bei SIM-Kartentausch oder bei mehrfacher Fehleingabe des Passwortes eigenständig aktiviert werden.
     
  • Backups. Übertragen Sie regelmäßig Backups (Sicherheitskopien) Ihrer Handy-Daten auf den Rechner. Wichtige Daten nur an einem Ort oder nur in einem Gerät aufzubewahren ist immer ein Risiko.
     
  • Passwort. Verwenden Sie nach jedem Stand-by-Modus eine Passwortabfrage, um das Gerät wieder freizuschalten. Je komplexer (Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen) das Passwort, desto besser.
     
  • Online-Banking. Vermeiden Sie Online-Banking via Smartphone. Sollten Sie es dennoch nutzen wollen, dann verwenden Sie SMS-TANs und bewahren Sie Ihre Kontonummer und diverse PIN-Codes nicht bei Ihrem Smartphone auf und speichern Sie diese nicht in der Telefon-Liste ab. Für mehr Informationen zum Thema Online-Banking am Smartphone lesen Sie den KONSUMENT Artikel "Bankkonto am Handy - Mobile Banking".

Wermutstropfen der kleinen Alleskönner

  • Wecker. Wer sein Smartphone über Nacht gerne ausschaltet, aber morgens durch den Handywecker geweckt werden möchte, der hat Pech gehabt. Ein Smartphone ist mit einem Computer vergleichbar: Wenn das Betriebssystem heruntergefahren ist, dann geht nichts, auch kein Wecker. Alternative: Stellt man das Smartphone über Nacht auf den Flugmodus um, dann ist der Akkuverbrauch auf maximal 2-5 Prozent beschränkt und man kann trotzdem morgens mit dem Handywecker aufstehen.
     
  • Versicherung. Jeder, dem schon einmal ein Smartphone hinuntergefallen ist, weiß, dass diese empfindlichen Geräte leicht kaputt gehen. Die Kosten für eine Displayerneuerung liegen bei den neueren Handys bei 100 Euro aufwärts. So stellt sich die Frage, ob sich eine Versicherung gegen Bruch, aber auch gegen Verlust, überhaupt bezahlt macht? Vielfach bekommt man um dieses Geld ein neues Handy. Rechnet man dann noch die monatliche Versicherungssumme gegen, so kann ein viel höherer Betrag herauskommen, als ein neues Handy kosten würde.
     
  • Schutz. Abgesehen von einigen wenigen Smartphone-Modellen, die mit einem härteren Display und einer wasserdichten Hülle ausgerüstet sind, reagieren die meisten Handys empfindlich auf raue Umwelteinflüsse. Um das Smartphone zu schützen, sollte eine Schutzfolie über das Display geklebt werden, um Kratzer zu vermeiden. Eine Schutzhülle sowie auch eine Schutztasche sind ebenfalls empfehlenswert, um dem Handy Sicherheit zu bieten. Ein sorgfältiger Umgang mit den Smartphones ist allerdings mit und ohne Schutzhüllen unumgänglich, um Beschädigungen vorzubeugen.

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