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Online-Fotoausarbeitung - Unterbelichteter Komfort

  • Schnell und bequem
  • Nicht jede Software bedienungsfreundlich
  • Webseiten sind vergänglich

Teure Foto-Ausdrucke daheim

Hochwertige Tintenstrahl- oder Fotodrucker liefern Ergebnisse, die sich von Fotolabor-Ausarbeitungen kaum unterscheiden. Bei einer durchschnittlichen Druckdauer von zwei Minuten pro Bild wird man die 100 Aufnahmen vom letzten Urlaub trotzdem zur Belichtung außer Haus geben.

Optimale Online-Ausarbeitung
Online-Fotoausarbeitung: zu dunkel

So unterschiedlich kann Online-Fotoausarbeitung ausfallen. Das untere Bild ist viel zu flau.

Zum Zeitaufwand gesellen sich nämlich die Kosten. Ohne allfällige Testausdrucke kommen Fotopapier und Drucker-Verbrauchsmaterial für das Format 10x15 auf 50 Cent bis 1 Euro pro Bild. Online-Fotolabors verlangen 5 bis 30 Cent (plus eine fixe Bearbeitungs- oder Versandgebühr pro Auftrag).

Online- Ausarbeitung

Um Ihre Digitalfotos belichten zu lassen, können Sie mit den Originaldateien auf Ihrer Speicherkarte (oder Kopien davon auf CD-ROM) einen Händler aufsuchen, der mit einem Terminal-PC ausgestattet ist. Er kopiert die Fotos vom Speichermedium und schickt sie an das Labor.

Oder Sie setzen sich vor Ihren eigenen PC, sofern Sie einen Breitbandanschluss haben, und laden Ihre Fotos auf den Server eines Online-Anbieters. Da die Upload-Geschwindigkeit allerdings bei den meisten Breitbandanschlüssen deutlich niedriger ist als beim Download, ist bei großen Datenmengen der Gang zum Händler überlegenswert.

Viele Anbieter, wenige Labors

Online-Anbieter für die Fotoentwicklung gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, wobei allerdings nur eine Handvoll selber entwickelt. Viele sind nur Vermittler, die in einem der Großlabors in Österreich, Deutschland oder anderen europäischen Ländern ausarbeiten lassen. Die Fotozustellung erfolgt auf dem Postweg, bezahlen müssen Sie meist im Voraus per Kreditkarte oder Bankeinzug. Zum Teil ist auch die Abholung und Bezahlung in einer nahe gelegenen Filiale möglich.

Für den Test haben wir aus jeder Sparte repräsentative Vertreter genommen: Interspar , Billa und Hofer für den Lebensmittelhandel, dm und Bipa für den Drogeriehandel, Niedermeyer , Hartlauer und Cosmos für den Foto- und Elektrofachhandel, Bildermacher und fotospeed als lokale Ausarbeiter mit Internet-Auftritt, HappyFoto als österreichisches Großlabor mit Postversand sowie Fotocommunity , Foto.com  und snapfish als reine Internet-Anbieter.

Schwierige Formatauswahl

Das gewählte Bildformat 10x15 ist gängig und günstig, jedoch anders als das teurere 11x15 nicht den Seitenverhältnissen eines üblichen Digitalfotos angepasst. Die Folge ist, dass die Papierbilder verlustfrei aufs passende Format 10x13 zugeschnitten werden (Fit-in) oder dass am oberen und unteren Rand Bildbereiche fehlen, weil das Foto formatfüllend auf 10x15 „aufgeblasen“ wird (Fill-in). Bei der Bestellung müssen Sie die entsprechende Auswahl treffen bzw. darauf achten, was anbieterseitig voreingestellt ist – sofern dieses Detail auf der Homepage überhaupt angeführt wird.

Unterschiedliche Softwarelösungen

Bereitgestellt wird auf jeden Fall Software, die den Vorgang von der Bilderauswahl bis zum Upload auf den Server des Labors ermöglicht und in einem Warenkorb alle Daten zusammenführt, die für die Bestellung und deren Nachverfolgung notwendig sind. Diese Software ist teilweise nur online verfügbar oder kann heruntergeladen werden. Sie können mit der Offline-Software Fotoauswahl, Warenkorbzusammenstellung etc. offline, ohne Internetverbindung erledigen, und manchmal stehen einfache Bearbeitungswerkzeuge zur Rote-Augen-Entfernung oder zur Auswahl von Bildausschnitten zur Verfügung.

Farbsättigung ist optimal
Farbsättigung ist zu gering
Bei der unteren Heuschrecke ist die Farbsättigung zu gering, das Bild erscheint zu violett.

Die am simpelsten gestrickte Lösung ist der HTML-Upload via Browser (HTML ist eine Layoutsprache für die Gestaltung von Internetseiten). Allerdings funktioniert dies nur Foto für Foto, was sich bei größerer Bilderanzahl langwierig gestaltet. Vielseitiger sind Uploadmöglichkeiten via ActiveX (mulitimediale Erweiterungssoftware für den Internet Explorer) und Java (Programmiersprache zur Einbettung von grafischen Elementen und Spezialeffekten in Webseiten).

Plug-ins im Browser

Meist muss hier ein Applet – also eine kleine Softwarelösung – in den Browser integriert werden. Eventuell müssen Sie dazu dessen Sicherheitseinstellungen herabsetzen. Andererseits ermöglichen solche Plug-ins Funktionen, die im Standardsystem nicht vorgesehen sind (z.B. Mehrfachauswahl von Dateien).

Ein Ordner schafft Übersicht

Sinnvoll ist, wenn Sie im Vorfeld einen eigenen Upload-Ordner zusammenstellen – weil die Bildersuche beim HTML-Upload mühsam ist bzw. weil die ActiveX- und Java-Software den Inhalt eines Ordners in Form von Thumbnails, also kleinen Vorschaubildern, zeigt. Die werden für jeden Ordner, den Sie öffnen, zeitaufwendig erstellt. Kaum Vorteile bringt Ë Ëder Upload-Ordner bei Pixdiscount. Die Software kopiert die gewählten Fotodateien vor dem Upload auf jeden Fall in einen eigenen Ordner.

 Ein lokal gespeicherter Ordner schadet auch deshalb nicht, weil sich der Upload als Nadelöhr des ganzen Vorgangs erweist. Die Einstellungen der Firewall, eine Unterbrechung der Internetverbindung oder eine Überlastung des Anbieter-Servers können dazu führen, dass Sie den Upload nochmals durchführen müssen. Haben Sie die Auswahl nicht gespeichert, müssen Sie von vorn beginnen.

Upload-Software

Hilfreich ist es zum Teil, wenn Sie sich beim Anbieter registrieren und vor dem Upload anmelden. Bei einer plötzlichen Störung werden jene Bilder, die bis dahin hochgeladen wurden, auf Ihrem Benutzerkonto gesichert. Eine intelligente Lösung, so wie auch die Upload-Software von Foto.com, die schon im Vorfeld die Festlegung des Bildformates einfordert. Davon abhängig werden die Bilder auf die erforderliche Dateigröße komprimiert, was den Upload deutlich beschleunigt. Eine ähnliche Software bietet auch HappyFoto an. Erfahrungen aus dem Test zeigen, dass man nie wissen kann, ob der Webauftritt einzelner Anbieter nicht von heute auf morgen komplett geändert wird, ob z.B. früher angebotene Download-Software kommentarlos verschwindet oder Online-Software plötzlich anders reagiert als gewohnt. Vor bösen Überraschungen ist man also nie gefeit.

Zustellung vs. Selbstabholung

Rote Augen müssen nicht sein
Rote Augen sind wegretuschiert
Rote Augen müssen nicht sein, in einigen Fällen werden sie automatisch wegretuschiert.

Was uns sonst noch auffiel: Die Selbstabholung im Supermarkt ist aufgrund hoher Bearbeitungsgebühren mitunter teurer als die Postzustellung der Konkurrenz. Geliefert wurde in den meisten Fällen sehr flott; auch Fotos, die in Deutschland belichtet wurden, waren meistens nach zwei Arbeitstagen im Briefkasten. Das Angebot von 100 Gratisfotos bei Pixdiscount ist zwar interessant, allerdings verliert man bei größeren Bildermengen leicht den Überblick. Das gilt auch für den Anbieter: Aus 125 hochgeladenen Fotodateien wurden 138 Papierbilder, manche mehrfach und dazu noch in unterschiedlichen Formaten. Auch die Abrechnung war nicht durchschaubar.

Etwas verwundert waren wir beim Vergleich der Ausarbeitungen bei Interspar, Cosmos und Hartlauer. Alle drei arbeiten mit dem zweiten heimischen Großlabor, Color Drack, zusammen, alle drei bieten zwei unterschiedlich teure Ausarbeitungsqualitäten. Wie sich herausstellte, bekommt der Kunde beim billigeren Bild von Spar aber jene Qualität, für die er bei Cosmos und Hartlauer den Premium-Preis bezahlt. Spar hat also offenbar besser verhandelt.

Fotoversand via E-Mail - Ohne Datenstau unterwegs

Nicht jeder Empfänger von Digitalfotos freut sich darüber. Oft ist die Datenmenge unnötig groß und führt zum Stau. Dabei lässt sich dieser ganz einfach vermeiden.

Besitzer von Einwahlverbindungen wissen es. Selbst der Empfang von nur einem einzigen Megabyte (MB) wird zum Geduldspiel. Da mittlerweile aber mehr als die Hälfte der österreichischen Haushalte auf Breitbandzugänge setzt und zugleich der Boom bei der Digitalfotografie anhält, ist eine gewisse Unbekümmertheit beim Versand großer Datenmengen feststellbar.

"Quota exceeded" - Datenvolumen überschritten

Mitunter fängt somit das Geduldspiel von vorne an, was im Grunde gegen die Netiquette, also den Höflichkeits- und Verhaltenscodex im Internet verstößt. Außerdem knabbern der Empfang und natürlich der Versand am inkludierten Datenvolumen, das bei den meisten Breitbandtarifen limitiert ist. Jede Überschreitung kostet Geld. Und falls der Empfänger die E-Mails nicht regelmäßig abruft, ist der gleichfalls begrenzte Speicherplatz des E-Mailpostfachs beim Provider im Nu überfüllt („quota exceeded“ heißt das dann in der Internet-Sprache).

Da heutzutage praktisch keine Digitalkamera unter 5 Megapixel (MP) angeboten wird, sondern im Gegenteil 7 bis 8 MP die Regel sind, müssen Sie pro Foto mit einer Dateigröße von 3 bis 5 MB rechnen – außer die Auflösung wurde in der Kamera schon deutlich reduziert. Wenn Sie diese Bilder auf dem Monitor in Originalgröße anschauen, sehen Sie lediglich einen Ausschnitt davon und müssen sie mittels der Zoomfunktion des Bildbetrachtungsprogrammes verkleinern.

Absender muss Datei komprimieren

Das ändert allerdings nichts an der Dateigröße. Diese muss bereits der Absender schrumpfen. Die beste Methode dafür ist die Reduzierung der Auflösung – eine Funktion, die jedes Bildbearbeitungsprogramm beherrscht (z.B. „Adobe Photoshop“ oder „The Gimp“) bzw. auch Bildbetrachtungs- und Bildarchivierungssoftware (etwa „IrfanView“ oder Apples „iPhoto“). Am einfachsten ist es, die Option „Bild als E-Mail versenden“ zu verwenden. Dabei wird das ausgewählte Foto automatisch verkleinert.

Wenn Sie allerdings mehr Einfluss darauf haben möchten, was beim Verkleinern geschieht, müssen Sie dies händisch tun. Nehmen wir als Beispiel das weit verbreitete, kostenlose IrfanView (www.irfanview.de). Unter dem Menüpunkt >>Bild/Größe ändern<< finden Sie vorgegebene Standardgrößen bzw. die Möglichkeit zur Eingabe eigener Werte. Achten Sie dabei immer auf die Option >>Proportional<< . Sie bewirkt, dass bei einer Größenänderung die Proportionen des Fotos beibehalten werden.

800x600 Pixel reichen

800x600 bzw. maximal 1024x768 Pixel genügen, wenn Sie die Fotos lediglich zur Betrachtung am Bildschirm versenden – die Bildhöhe ist dabei der kritischere Wert, weil er auch bei Hochformat gilt. Die letztgenannte Auflösung erlaubt sogar schon eine qualitativ gute Fotoausarbeitung (bzw. den Fotoausdruck) im Format 10x15 cm. Optimal für 10x15 sind 1280x960 Pixel und auch Papierbilder in 13x18 gelingen akzeptabel (Achtung! Mit Rücksicht auf die Qualität Fotos immer zuerst nachbearbeiten und dann verkleinern). In manchen Programmen ist es sogar möglich, die Reduktion der Auflösung automatisiert für eine ganze Reihe ausgewählter Bilder ablaufen zu lassen.

Es soll Sie dabei nicht irritieren, wenn die Pixelzahlen nicht exakt mit den oben angegebenen „runden“ Werten übereinstimmen, sondern eventuell ein paar Pixel fehlen. Dies hängt mit der Größe des Speicherchips der Digitalkamera zusammen, hat aber letztlich keinen spürbaren Einfluss.

Fotos auf CD verschicken

Sollte jemand in Ihrer Bekanntschaft tatsächlich Wert auf die höchste Bildqualität legen, weil er z.B. ein Poster ausarbeiten lassen möchte, dann brennen Sie die Fotos am besten auf CD und versenden diese per Post oder nehmen Sie zum nächsten Treffen auf einem USB-Stick mit. Und, weil wir eingangs von der Netiquette gesprochen haben: Wenn Sie mehr als rund ein Megabyte an Daten versenden möchten, dann ist es höflicher, den Empfänger (telefonisch) vorzuwarnen.

Test "Online-Fotoausarbeitung": Kompetent mit "Konsument "

  • Brauchbare Ergebnisse. Die Bilder waren – jede Ausarbeitung für sich betrachtet – in Ordnung. Erst der Quervergleich brachte Schwächen einzelner Anbieter ans Licht.
  • Angebote mit Fußangeln. Sonderangebote können vorteilhaft sein, allerdings gelten sie für bestimmte Zeiträume, Formate und eine bestimmte Bildanzahl. Achten Sie darauf, ob die Aktion im Warenkorb berücksichtigt wird.
  • Zu viel des Guten. Wenn gute Ausgangsbilder vorliegen oder Sie diese am PC selbst bearbeitet haben, dann schalten Sie – sofern möglich – die Option „Bildoptimierung“ aus.
  • Größe anpassen. Eine Bildgröße von 1800x1200 Pixel ist für das Format 10x15 ausreichend und reduziert die Dateigröße für den Upload.

Online-Fotoausarbeitung: So haben wir getestet

Getestet wurden 15 Firmen, welche die Fotoausarbeitung über Internet anbieten: Vertreten sind Lebensmittelhandel, Drogeriehandel, Fotohandel, Foto-Ausarbeiter und Internet-Anbieter.

Ausarbeitungsqualität

Von mehreren Testpersonen wurden anhand von verschiedenen Motiven und Testbildern Bildschärfe, Kontrastumfang, Helligkeitsabstufung, Farbtreue und Gesamteindruck beurteilt. Dabei wurde davon ausgegangen, dass der Gesamteindruck wichtiger ist als die originalgetreue Wiedergabe. Zusätzlich wurde anhand geeigneter Fotos noch überprüft, welche Ausarbeiter bei Gegenlicht-Aufnahmen, bei Porträts mit roten Augen und bei Blitzfotos allgemein am besten damit zurechtkommen bzw. entsprechende Korrekturen selbsttätig vornehmen. Der Beschnitt und die Vergrößerung wurden messtechnisch ermittelt, aus der Vergrößerung wurde der Prozentsatz der fehlenden Bildteile am Gesamtbild ermittelt und zusätzlich die Auswirkung subjektiv bewertet.

Homepage

Die Internet-Auftritte wurden beurteilt: Möglichkeit, Bilder aus verschiedenen Speichermedien auszuwählen und per Internet-Verbindung zum Anbieter (auf dessen Server) zu übertragen (Upload) sowie der gesamte Vorgang von der endgültigen Bild- und Formatauswahl bis hin zur Bestellung und den vom Anbieter gegebenen Rückmeldungen und Zusammenstellungen. Bezug genommen wurde auch auf die dazu angebotenen Hilfestellungen auf der Homepage des Anbieters.

Lieferung

Überprüft wurden Auslieferung der Fotos, tatsächliche Lieferzeit und Einhaltung der angegebenen Lieferzeit.

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