DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Nintendo Switch - Klage wegen „eingebautem Verschleiß“

Unsere französische Partnerorganisation Que Choisir hat Klage gegen den japanischen Spielekonsolenhersteller Nintendo eingereicht. Sie wirft dem Unternehmen vor, dass die beliebte Spielekonsole Switch zu schnell kaputt wird.

Genau lautet die Klage auf „geplante Obsoleszenz“, also den eingebauten Verschleiß. Bei der Switch seien die Controller das Problem: Sie stecken oft fest, und das meist weniger als ein Jahr nach dem Kauf der Konsole. Mehr als 5.000 Switch-Nutzer hätten sich bereits über das Problem beschwert, sagen die Verbraucherschützer. 65 Prozent der Betroffenen berichteten, die Fehlfunktion sei innerhalb eines Jahres nach dem Kauf aufgetreten. Das Problem sei bereits seit drei Jahren bekannt, erklärte Que Choisir.

Nintendo müsse den Mangel endlich beheben – also entweder einen anderen Chip verbauen oder die Switch besser gegen Schweiß und Schmutz abdichten. Die französischen Verbraucherschützer hatten Nintendo schon vor einem Jahr kritisiert. Nintendo Frankreich bot daraufhin Anfang des Jahres an, kaputte Spielekonsolen kostenlos zu reparieren – auch Geräte mit abgelaufener Garantie. Que Choisir pocht aber auf Behebung des Problems, da es weiterhin viele Beschwerden gebe.

Wichtiges Signal an die Industrie

In Frankreich ist eingebauter Verschleiß seit 2015 strafbar und wird als Betrug geahndet. Bei Verstößen drohen zwei Jahre Haft und eine Geldstrafe, die bis zu fünf Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens betragen kann. Im Gesetz wird „geplante Obsoleszenz“ so definiert: „Alle Techniken, mit denen ein Anbieter vorsätzlich die Lebensdauer eines Produktes verkürzt, damit die Austausch-Rate erhöht wird.“ Das Verbot ist vor Gericht nur schwer durchzusetzen, weil den Unternehmen Vorsatz nachgewiesen werden muss. Das Gesetz hat deshalb mehr pädagogische als juristische Funktion. Experten werten das Verbot in Frankreich daher als Signal an die Industrie.

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

alt

Internet-Beratungsstelle - Neuer Name

Mehr Information, leichter Beschwerden einreichen. Die Internet Ombudsstelle (vormals: Internet Ombudsmann) informiert Konsumenten, mit neuem Außenauftritt, zu digitalen Konsumentenschutzthemen.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums

Sozialministerium
Zum Seitenanfang