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Internet: Super-Cookies - Gar nicht super

Super-Cookies sind ein potenzielles Sicherheitsrisiko und sollten besser nicht dauerhaft auf der Festplatte gespeichert bleiben. Wir sagen Ihnen, wie Sie die Cookies entfernen können.

Cookies sind kleine Dateien mit Zusatzinformationen, die beim Surfen auf der Festplatte Ihres Computers abgelegt werden. Sie werden zum Beispiel verwendet, um in einem Onlineshop Ihre Kundendaten, wie den Inhalt Ihres Warenkorbs, abzuspeichern. Vorüber­gehend sind Cookies also nützlich und wären an sich nicht bedenklich, wenn sie nicht fallweise dazu missbraucht würden, das individuelle Surfverhalten oder den Festplatten­inhalt auszuspionieren. Eine gezielte Cookieverwaltung mithilfe der Browsereinstellungen ist daher anzuraten – siehe Internet Explorer 5/2010 bzw. Firefox 8/2010.

Gerade weil viele User sensibel auf Cookies reagieren, haben die Entwickler ihrerseits ­gehandelt und sogenannte Super-Cookies (Flash-Cookies) programmiert. Sie erfüllen denselben Zweck wie herkömmliche Cookies, sind allerdings schwieriger zu entdecken und lassen sich nicht so einfach entfernen oder blocken.

BetterPrivacy bei Firefox

Wobei es Firefox-User insofern leichter haben, als es für den Browser ein Add-on (eine Erweiterung), also ein kostenloses Zusatz­programm namens BetterPrivacy gibt, das Super-Cookies nach dem Schließen des Browsers löscht. Sie finden BetterPrivacy, ­indem Sie unter >Extras/Add-ons/Add-ons herunterladen/Alle Add-ons ansehen< die Website für Firefox-Erweiterungen https://addons.mozilla.org aufrufen und dort ins Suchfeld den Programmnamen eingeben.

Supercookies und Internetexplorer

Im Internet Explorer (IE) haben Sie es etwas schwieriger. Hier müssen Sie eigenhändig tiefer ins System Ihres Computers eindringen. Sie können bei Befolgen der Anleitung aber keinen Schaden anrichten. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf >Start< und öffnen Sie mittels Linksklick den >Explorer< bzw. unter Windows 7 >Windows-Explorer<. Nun klicken Sie auf >C:/Benutzer/(Ihr Benutzername)<. Unter Windows XP folgt dann >Anwendungsdaten<, unter Vista und 7 >AppData/Roaming<. Danach geht es in ­allen Betriebssystemen weiter mit >Macro­media/Flash Player<. Nun löschen Sie die Ordner "#Shared Objects" und "macromedia.com" mit ihrem gesamten Inhalt.

Sollten Sie die Anwendungsdaten/AppData nicht finden, dann klicken Sie in der Menü­leiste des Explorer-Fensters auf >Extras/­Ordneroptionen/Ansicht< und markieren unter "Versteckte Dateien und Ordner" die Option "Alle Dateien und Ordner anzeigen".

Unter Vista und 7 wird die Menüleiste eingeblendet, wenn Sie die Taste "Alt" drücken.

Blocken mit Adobe

Blocken mit Adobe ...

Es gibt übrigens auch eine Möglichkeit, die Super-Cookies überhaupt zu blocken. Dies geschieht unabhängig vom verwendeten Browser mit dem "Flash-Cookie-Manager" des Anbieters "Adobe". Löschen Sie zunächst wie oben beschrieben alle Flash-Cookies. Danach geben Sie ins Adressfeld ­Ihres Browsers www.macromedia.com/support/documentation/de/flashplayer/help ein und klicken in der linken Leiste unter "Einstellungsmanager" auf >Globale Zugriffsschutzeinstellungen<. Dort wählen Sie die Schaltfläche >Immer verweigern<.

Als ­nächstes folgen die >Globalen Speicher­einstellungen<. Unter dem Schieberegler aktivieren Sie die Option "Nicht mehr fragen"; die beiden unterhalb angeführten ­betreffend Flash-Inhalte von Drittanbietern bzw. gemeinsame Flash-Komponenten deaktivieren Sie hingegen. Die restlichen Punkte sind dann nicht mehr relevant. Die Änderungen, die Sie vorgenommen haben, werden dauerhaft auf den auf Ihrem PC installierten Adobe Flash Player angewendet. Für IE-User ist die Sache nun erledigt.

... und Firefox

Falls Sie den Firefox mit BetterPrivacy verwenden, öffnen Sie >Extras/BetterPrivacy/LSO Manager<. Darin befindet sich in der "Liste der gespeicherten Flash-Cookies" ein einziger Eintrag (Ordner "sys"; Dateiname "settings.sol"). Markieren Sie diese Zeile mit Mausklick und klicken Sie danach auf >LSO nie automatisch löschen<. Bestätigen Sie mit >OK<. Nun bleiben die Einstellungen für den Flash Player erhalten.

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