Internet & Computer: Sichere Passwörter - Zswaimb!

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Je schwieriger ein Passwort zu knacken ist, desto besser. Dahinter stecken sollte aber ein System, damit man nicht selbst daran scheitert.

Passwörter sind wie Türschlösser

Passwörter sind wie Türschlösser: Sie können Gelegenheitseinbrecher abschrecken, gezielten Angriffen allerdings nur begrenzte Zeit standhalten. Trotzdem würde es niemandem einfallen, anstelle einer modernen Schließanlage an der Hauseingangstür ein einfaches Bundbartschloss zu montieren.

Schutz eigener  Daten 

Beim Schutz der eigenen Daten – sei es vor neugierigen Kollegen im Büro, sei es vor kriminellen Machenschaften im Internet – ist allerdings eine weit verbreitete Nachlässigkeit feststellbar. Da liegen kleine Zettel mit dem Passwort unter dem Mauspad oder kleben gar sichtbar auf dem Bildschirm, da werden Vornamen, Geburtsdaten, Autokennzeichen, Monatsnamen, „Harry Potter“ und ähnliche allseits bekannte Figuren verwendet oder der Name jenes Malers, dessen Bild im Büro hängt.

Nicht Tastatur abschreiben

Gängig – und deshalb als Passwörter ungeeignet – sind weiters die der Anordnung auf der Tastatur entsprechende Buchstabenfolge „qwert“ und Ziffernfolgen wie „12345“, „0815“ oder gar „0000“. Oft genügt es, versuchsweise ein paar Wörter einzutippen, und der Code ist geknackt. Professionelle Hacker hingegen verwenden Spezialsoftware, die innerhalb weniger Stunden zig Millionen Kombinationen ausprobiert.

Nicht dem Zufall überlassen

Zufallskombinationen sind eine gute Alternative, doch wenn man bedenkt, wie schwierig es schon ist, sich den PIN-Code der eigenen Bankomatkarte zu merken, dann wird man nach der Rückkehr aus dem Urlaub an „cjpmg“ vermutlich selber scheitern, sofern kein System dahintersteckt.

Bewährt hat sich, Zitate aus Liedtexten oder Büchern als Grundlage zu wählen und von jedem Wort nur den Anfangsbuchstaben zu nehmen. Aus „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“ wird dann: „zswaimb“, wobei es ratsam ist, auf weniger Bekanntes als diesen Goethe-Klassiker zurückzugreifen. Grundsätzlich kann es sich auch um einen einfachen Satz handeln wie: „Mein Ehemann ist klein und glatzköpfig.“

Je länger, je besser

Im Optimalfall – und sofern es vom jeweiligen Computersystem oder Anbieter zugelassen wird – besteht ein Passwort zumindest aus sieben Zeichen, wobei man durch Satzzeichen, Einbindung von Ziffernkombinationen sowie abwechselnde Groß- und Kleinschreibung zusätzliche Hindernisse für Hacker schaffen kann.

Zusätzlich Ziffern einbauen

Ziffern können zusätzlich oder anstelle von Buchstaben verwendet werden, wobei das Ersetzen einzelner Buchstaben durch Ziffern nach einem schwer durchschaubaren System erfolgen sollte. Die Position des Buchstabens im Alphabet ist somit kein brauchbares Kriterium, ebenso wenig der Ersatz von „o“ durch die Ziffer „0“. Sinnvoller ist da schon, statt „e“ „1“ oder „11“ und statt „z“ „2“ oder „12“ zu schreiben, weil sie gesprochen diesen Anfangsbuchstaben haben. Hier ist jeder dazu eingeladen, sich im eigenen Interesse sein individuelles System zurechtzulegen.

Nicht den PIN-Code verwenden

Dort, wo lediglich Ziffern zugelassen sind, sollte man vermeiden, den PIN-Code der Bankomatkarte zu verwenden. Sonst könnte diese Geheimzahl Unbefugten bekannt werden. Besser ist es, wiederum von einem Wort oder Zitat auszugehen und dieses nach einem eigenen System in eine Ziffernfolge zu „übersetzen“.

Verschlüsseln und sicher aufbewahren

Verschlüsseln und sicher aufbewahren ist im Übrigen auch der Rat an jene, die es partout nicht lassen können, ihr Passwort zu notieren. Manche Experten meinen, dass dies immer noch sinnvoller ist, als den Firmenmitarbeitern jegliche Notizen zu untersagen. Dies führe meist dazu, dass sie auf sehr einfache Passwörter zurückgreifen.

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Wie sicher ist Ihr Passwort?

Unter www.datenschutz.ch - Menüpunkt "Passwort-Check" haben Sie die Möglichkeit die Qualität Ihrer Passwörter online überprüfen zu lassen.

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