DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Fotos verwalten: importieren, bearbeiten, archivieren - Windows bringt´s mit

Für den Import, die Bearbeitung und die Archivierung Ihrer Fotos benötigen Sie kein Kaufprogramm. Eine kostenlose Alternative ist die Windows Fotogalerie.

Die Digitalisierung hat den Vorgang des ­Fotografierens deutlich verändert. Wenn problemlos tausend und mehr Bilder auf eine Speicherkarte passen, dann können Sie ohne zu überlegen auf den Auslöser drücken. ­Allerdings kommt bald der Zeitpunkt, zu dem Sie die Speicherkarte leeren und die Fotos auf dem Computer in eine sinnvolle Ordnung bringen sollten. Denn schließlich möchten Sie ja auch noch in ein paar Jahren den Durchblick haben und die schönen Erinnerungen wiederfinden können.

„Windows Essentials“: kostenlos downloadbar

Im Rahmen der kostenlos downloadbaren „Windows Essentials“ (früher: „Windows Live Essentials“) bietet Microsoft für alle Windows-Betriebssysteme ab XP ein relativ einfach zu bedienendes Programm für den Import, die Bearbeitung und die Archivierung von Digitalfotos.

Windows Essentials Version 2012

Beachten müssen Sie, dass unter dem in die Jahre gekommenen XP nur die Version 2009 der Windows Essentials läuft, für Vista, 7 und 8 gibt es mittlerweile die Version 2012 mit ein paar zusätzlichen Features (wie z.B. Geomarkierungen = die Verortung von Fotos). Leider gestaltet Microsoft sein Downloadangebot unübersichtlich. Wenn Sie die Version 2009 suchen, dann gehen Sie auf www.microsoft.at, klicken auf >>Downloads/Downloadcenter<< und geben ins Suchfenster „Windows Live Essentials“ ein. Der Treffer ohne Jahresangabe ist der richtige. Eine andere Möglichkeit ist die Eingabe des Suchbegriffs, diesmal inklusive 2009, in eine Suchmaschine wie z.B. Google. Auf den Online-Seiten diverser Computermagazine, wie z.B. „Chip“ oder „Computerbild“, be­finden sich ebenfalls Downloadlinks. Ähn­liches gilt für die Windows Essentials 2012. Der aktuelle Link lautet http://windows. microsoft.com/de-DE/windows-live/essen tials-home, aber auch mit der Suchmaschine haben Sie Erfolg.

Welchen Programmteil installieren?

Vor der Installation der Windows Essentials können Sie wählen, welche der Programme Sie auf Ihrem Computer haben möchten. Fehlendes können Sie später problemlos nach­installieren. Für die Zwecke der Fotoverwaltung ist nur die „Windows Fotogalerie“ notwendig. In der Version 2012 wird sie aber zusammen mit dem „Movie Maker“ installiert, mit dem man beispielsweise auch Diashows ­erstellen und auf DVD brennen kann.

Ansehen, gruppieren, beschriften

Ist die Fotogalerie einsatzbereit, können Sie Ihre Kamera mit dem Computer verbinden oder die Speicherkarte in das Lesegerät ­stecken. Nun öffnet sich ein Fenster mit Optionen. Unter Windows XP wählen Sie nun statt des integrierten „Scanner- und Kamera-Assistenten“ die Windows Fotogalerie. Unter Vista und 7 wählen Sie ebenfalls die Windows Fotogalerie anstelle von „Bilder und Videos mit Windows importieren“.

Windows 8 mit verbessertem Importassis­tenten

Windows 8 hat gegenüber den Vorgänger-Betriebs­systemen einen verbesserten Importassis­tenten. Die Möglichkeit, schon im Zuge des Fotoimports eine detailliertere Vorsortierung durchzuführen, ist aber auch hier nicht gegeben. Die Alternative ist, den Assistenten zu schließen, die Fotogalerie zu starten und dann auf >>Datei/Fotos und Videos importieren<< zu klicken.

Gruppieren und beschriften

Damit befinden Sie sich nun in jedem Betriebssystem in der gleichen Ausgangsposition. Sie sehen auf dem Bildschirm ein kleines Fenster, in dem der Punkt „Zu importierende Elemente ansehen, verwalten und gruppieren“ markiert ist. Ein Klick auf die Schaltfläche >>Weiter<< öffnet ein größeres Fenster, in dem die auf der Kamera befindlichen Fotos nicht nur angezeigt, sondern anhand ihres Aufnahmedatums bzw. der Aufnahmezeit automatisch in Gruppen zusammengefasst werden.

Probleme bei einigen Kameras

Mithilfe des Schiebereglers können Sie die Gruppenzusammenstellung beeinflussen, in dem Sie den ­Zeitabstand zwischen den einer Gruppe zu­geordneten Fotos vergrößern oder verkleinern (stufenweise zwischen einer halben Stunde und 29 Tagen). Erfahrungsgemäß funktioniert die Gruppen­zusammenstellung aber leider nicht lückenlos mit allen Kameras. Sollte dies der Fall sein, bekommen Sie dasselbe Ergebnis wie bei der Positionierung des Schiebereglers rechts ­außen: eine einzige große Gruppe.

Datei­namen in Suche einbeziehen

Sie können nun jeder Gruppe einen Namen geben. Dieser wird standardmäßig für den Ordner übernommen, als der die jeweilige Gruppe auf dem Computer abgespeichert wird. Weitere Optionen dazu finden Sie im erwähnten kleineren Fenster. Hier können Sie z.B. zum Ordnernamen das Aufnahme- oder das Importdatum hinzufügen. Und Sie können den Namen auch als Dateinamen für die Bilder übernehmen lassen. Das Umbenennen ist aber auch später noch möglich.

Datei­namen in Suche einbeziehen

Auf jeden Fall ist es sinnvoll, weil Datei­namen bei Verwendung der Suchfunktion am Computer mit einbezogen werden. In der Standardeinstellung behalten die Bilder ihre von der Kamera vergebenen fortlaufenden Nummern, wie z.B. DSC_350, DSC_351 etc. Neben einem Namen können Sie den Fotos weiters eine oder mehrere – durch Strichpunkte voneinander getrennte – Markie­rungen hinzufügen, sogenannte Tags (gesprochen: Tägs) oder Stichwörter. Diese ­dienen der genaueren Zuordnung eines Fotos für die leichtere Auffindbarkeit. Die Tags für die Fotos des vergangenen Sommers könnten z.B. lauten: „Urlaub; Italien; Rom“.

Benutzername und Kennwort nicht erforderlich 

Wenn sich die Windows Fotogalerie nach erfolgtem Bilderimport bzw. durch Anklicken öffnet, werden Sie zur Eingabe Ihres Benutzernamens und Ihres Kennworts im Rahmen eines Microsoft-Kontos (früher: Windows Live-ID) aufgefordert. Die Anmeldung ist ­jedoch nicht erforderlich, solange Sie keine Online-Funktionen nutzen möchten, und Sie können das Fenster schließen.

Vor sich sehen Sie nun in der linken Spalte die Bilderordner, die den zuvor eingeteilten Gruppen ent­sprechen, und in der Mitte eine Übersicht der Fotos, die sich in dem oder den jeweils markierten Ordnern befinden. Wenn Sie oben im Menüband auf >>Ansicht/Alle ­Details<< klicken, zeigt Ihnen das Programm alle zu den Fotos verfügbaren Informa­tionen. Hier sehen Sie, dass es zusätzlich zu den Dateinamen auch Bildtitel zur näheren Beschreibung gibt.

Bildtitel zur näheren Beschreibung

Falls auf der rechten Seite keine Spalte geöffnet ist, klicken Sie im Menü auf >>Ansicht/Bereich Markieren und Beschriften<<. In der Spalte lassen sich neben dem Bildtitel auch Personen- und Geomarkierungen sowie (weitere) beschreibende Markierungen (= Tags) hinzufügen.

Tags vergeben und bearbeiten

Tags vergeben und bearbeiten

Wenn Sie den Mauszeiger auf ein einzelnes Foto stellen, ohne zu klicken, öffnet sich eine etwas größere Vorschau. Setzen Sie bei ­einem oder mehreren Fotos durch Anklicken des Kästchens links oben einen Haken, so können Sie allen ausgewählten Fotos beispielsweise dieselben Tags hinzufügen. Durch Doppelklick auf ein Foto hingegen ­öffnet sich ein großes Vorschau- und Bearbeitungsfenster für das eine ausgewählte Bild.

Auf das Original ­zurücksetzen

Experimentieren Sie ruhig. Die Foto­galerie legt von bearbeiteten Fotos Kopien an. Falls Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, können Sie auch nachträglich jederzeit auf die Schaltfläche >>Auf das Original ­zurücksetzen<< klicken und den ursprüng­lichen Zustand wiederherstellen. Vergessen Sie nicht, Ihre wichtigen Dateien trotzdem regelmäßig zu sichern, und sei es durch ­manuelle Kopie auf eine externe Festplatte! Welche weiteren Möglichkeiten es dafür gibt und wie Sie Ihre Fotos auch beim ­Umstieg auf einen neuen Computer mit­nehmen können, ohne die von Ihnen gesetzten Markierungen zu verlieren, erfahren Sie in unserem KONSUMENT-Buch „Musik & ­Fotos am PC“.

Bildergalerie: Windows Fotogalerie

×

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail
Zum Seitenanfang