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Datenhandel: Klatschtante - Kommentar von Gernot Schönfeldinger

Das Internet kennt keine Privatsphäre. Zum Teil stimmen wir der (Weiter-)Verarbeitung unserer persönlicher Daten sogar zu. Verbraucher müssen gut überlegen, was sie diesem öffentlichen Raum anvertrauen.

Gernot Schönfeldinger über Computer, Smartphones und Software (Foto: VKI)

Vor einem Jahr freuten wir uns über Googles Ankündigung, das Scannen von E-Mail-Inhalten einzustellen. Nun hat der Konzern zugegeben, dass Entwickler von Drittanbieter-Apps für Android die Möglichkeit erhalten, unsere über Gmail verwalteten E-Mails zu lesen. Und das geschieht nicht nur maschinell. Sofort ist von „Skandal“ und von „schmutzigen Geheimnissen“ die Rede.

Skandal mit persönlicher Zustimmung?

Dabei macht Google weder ein Geheimnis daraus noch handelt es sich um unsaubere Praktiken, denn wir als Nutzer haben unsere Zustimmung dafür erteilt! Ob wir bewusst wahrgenommen haben, dass wir der App die Berechtigung gegeben haben, unsere Mails „lesen, senden, löschen und verwalten“ zu dürfen, ist eine andere Frage. Wer sich nachträglich Klarheit verschaffen möchte, kann dies unter https://myaccount.google.com/security-checkup tun.

Das Internet gestalten

Das Internet kennt keine Geheimhaltung. Ich glaube nicht, dass wir es deshalb aufgeben werden. Dazu ist es zu sehr Teil unseres Alltags. Aber wir sollten darauf achten, was wir diesem öffentlichen Raum anvertrauen. Schließlich erzähle ich der größten Klatschtante der Nachbarschaft (die ebenso ein Onkel sein kann) auch nicht die intimen Dinge meines Lebens.

Dieses und viele weitere Themen finden Sie in unserem VKI-Blog unter:

VKI-Blog: Technik-Spielplatz

Gernot Schönfeldinger: Kontakt

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