DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Musikarchivierung - Musik liegt auf der Festplatte

, aktualisiert am

Ihre große Schallplattensammlung auf einer kleinen Magnetscheibe? Der Computer macht’s möglich. Allerdings empfiehlt es sich, mit Überlegung an die Sache heranzugehen.

Bevor Sie die ersten Schritte setzen, sollten Sie wissen, dass das Digitalisieren der eigenen Musiksammlung eine Menge Zeit in Anspruch nimmt. Mitunter kann es sinnvoller sein, wenn Sie auf Musikdownloaddienste (wie etwa „iTunes“) zurückgreifen, um rasch und gezielt ganze Alben oder einzelne Titel zu erwerben. Möchten Sie doch die Mühe des Überspielens auf sich nehmen, müssen Sie sich zuverbundenen Hi-Fi-Anlage ist eine Mediafestplatte überlegenswert, die direkt an die Anlage angeschlossen wird. Die Titelauswahl erfolgt hier nicht über den Computer-, sondern über den Fernsehschirm.

Am einfachsten geht’s bei CDs

Audio-CDs legen Sie einfach in das CD/DVD-Laufwerk Ihres Computers und importieren mit kostenlosen Wiedergabe und Verwaltungsprogrammen wie dem „Windows Media Player“ ( www.microsoft.at ) oder „iTunes“ ( www.apple.at ). Bei aufrechter Internetverbindung, und sofern Sie diese Option in den Softwareeinstellungen aktiviert haben, finden die genannten Mediaplayer in der Regel die Titel- und Interpretennamen und laden oft sogar das Foto des CD-Covers. Entscheiden müssen Sie sich zuvor für das Dateiformat (Näheres siehe unten).

Kopfhörerausgang am Cassettengerät

Für Musikcassetten benötigen Sie ein Abspielgerät mit Audio-Ausgangsbuchsen (oft mit Line-out bezeichnet). Dieses verbinden Sie mittels Kabel (meist ein roter und ein weißer Cinchstecker am einen und ein dreipoliger Klinkenstecker am anderen Ende) mit dem Audio-Eingang des Computers. Ein Kopfhörerausgang am Cassettengerät ist zwar auch eine Möglichkeit, aber mit Rücksicht auf die Qualität nur zweite Wahl. Das Cassettengerät muss nicht über einen Verstärker verfügen.

Brenn-Software Nero, Audacity, Toast Titanium

Auf dem Computer brauchen Sie allerdings ein eigenes Programm, etwa das kostenlose "Audacity"  ( http://audacity.sourceforge.net ), die Brenn-Software "Nero" ( www.nero.com ) für Windows-Betriebssysteme bzw. "Toast Titanium" ( www.roxio.de ) für Mac OS X oder Spezialsoftware wie das "Music Cleaning Lab" ( www.magix.com ). Dieselben Programme verwenden Sie für das Überspielen von Schallplatten. Hier besteht allerdings die Notwendigkeit eines zwischengeschalteten Vorverstärkers, der das Signal des Plattenspielers entzerrt. Solche Geräte gibt es zu Preisen zwischen 15 und 50 Euro im Elektrofachhandel bzw. sind sie teilweise der Musikbearbeitungssoftware beigepackt.

Hi-Fi-Anlage mit Phono-Eingang

Ersparen können Sie sich den Vorverstärker, wenn Sie eine Hi-Fi-Anlage mit Phono-Eingang besitzen. Dann verbinden Sie einfach den Line- (oder Tape-)out-Anschluss des Verstärkers mit dem Computer. Die Alternative sind die relativ neu auf dem Markt angebotenen USB-Plattenspieler (ab ca. 150 Euro), bei denen das Überspielen via USB-Kabel funktioniert.

Die Aussteuerung des Eingangssignals erfolgt beim Aufnehmen von Cassetten und Schallplatten über die oben genannten Computerprogramme. Sinnvoll ist es, wenn Sie dabei die Option "Eingangssignal wiedergeben" wählen und vor dem Klick auf die Aufnahmetaste nicht nur optisch über die farbigen Balken der Aussteuerungsanzeige, sondern auch akustisch über die Computerlautsprecher oder noch besser über gute Kopfhörer kontrollieren, ob es zum Übersteuern und zu hörbaren Verzerrungen kommt.

Schneiden und verbessern

Das Überspielen ist aber nicht die einzige Funktion der Software. Anders als bei CDs, deren Aufteilung in einzelne, durchnummerierte Titel vom Computer direkt übernommen wird, liegt die Aufnahme einer Cassetten- oder Schallplattenseite zunächst als eine einzige große Datei vor. Die Software ermöglicht es, sie aufzusplitten. Oft müssen Sie dabei manuell nachhelfen, weil die automatische Titelerkennung durch leise Musikpassagen sowie durch das von Cassette oder Schallplatte stammende Grundrauschen irritiert wird. Zusätzlich zur Schnittfunktion gibt es eine Reihe von Filtern, das heißt Nachbearbeitungsmöglichkeiten zur Klangverbesserung, zur Rauschentfernung etc., deren Anwendung aber Fingerspitzengefühl erfordert.

Verschiedene Audio-Dateiformate

Standardmäßig speichern die genannten Programme die Musik in einem Format, das die Dateien nicht komprimiert. Das heißt, es kommt zu keinen Qualitätsverlusten beim Klang und auch das Nachbearbeiten hat keine hörbaren Folgen. Gängig ist das von Microsoft entwickelte WAV, das auch von allen MP3-Playern verstanden wird. Apple arbeitet bevorzugt mit dem hauseigenen AIFF. Allerdings benötigen Dateien in diesen Formaten an die 10 Megabyte (MB) Speicherplatz pro Minute. 25 Songs à 4 Minuten füllen somit 1 GB.

Kompromiss zwischen Klang und Dateigröße

Wenn für Sie die Klangqualität an erster Stelle steht, werden Sie wohl trotzdem die unkomprimierten Dateien behalten. Anderenfalls müssen Sie einen Kompromiss zwischen Klang und Dateigröße eingehen. Dies geschieht üblicherweise beim Importieren der Musik in ein Wiedergabe- und Verwaltungsprogramm. Das universellste Format ist MP3. Sinnvollerweise wählen Sie in den Programmeinstellungen für den Import eine Datenrate von 192 Kilobit pro Sekunde (kbit/s). Die Dateigröße beträgt dann 1,37 MB pro Minute und Sie bringen rund 180 Vier-Minuten-Songs auf 1 GB unter.

DRM: Kopierbeschränkungen

Weit verbreitet ist auch Microsofts WMA-Format, das bei 160 kbit/s für CD-nahe Qualität sogar noch eine Spur „schlanker“ ist als MP3. Auch bei online gekaufter Musik wird WMA oft eingesetzt, weil es mit einem Digital Rights Management (DRM) versehen werden kann, das heißt mit Kopierbeschränkungen. Die Entsprechung bei Apples „iTunes“ heißt AAC, ein Format, das von jedem „iPod“, aber bei Weitem nicht von jedem anderen Player verstanden wird. Die Umwandlung ins MP3-Format erledigt bei Bedarf allerdings die „iTunes“-Software, vorausgesetzt es handelt sich um selbst importierte und nicht um gekaufte Musik mit DRM.

MP3, AAC, WMA

AAC arbeitet mit einer hohen Kompressionsrate. Die Dateigröße für Musik in CD-naher Qualität (128 kbit/s) liegt bei 0,93 MB pro Minute. Fehlt noch die Erwähnung der lizenzfreien Alternative Ogg Vorbis, eines Verfahrens, das nach Expertenansicht exzellente Klangqualität bei gleich großen oder gar kleineren Dateigrößen als MP3 bringt. Mittlerweile gibt es auch eine Reihe von MP3-Playern, die Ogg-Vorbis-Dateien wiedergeben können.

Ordnung schaffen

Unabhängig vom Format ist es unerlässlich, schon von Beginn an – auf Basis Ihrer individuellen Logik – Ordnung in die digitale Musiksammlung zu bringen. Sogenannte Playlists (= Wiedergabelisten) erleichtern die (alphabetische) Reihung nach Albentiteln, Interpreten, Genre etc. Sie können dabei Titel ruhig mehreren Wiedergabelisten zuordnen, ohne Platz zu verschwenden, denn die Programme speichern die Musik lediglich einmal in einem zentralen Ordner, der mit jeder Wiedergabeliste verlinkt ist.

Daten sichern

Bleibt noch die Frage der Datensicherung. Ähnlich wie Musikcassetten, Schallplatten und Audio-CDs sind auch Festplatten, CD-ROMs oder DVDs nicht für die Ewigkeit gemacht. Mechanische Abnutzung, nicht mehr produzierte Abspielgeräte, material- und systembedingte Zerfallserscheinungen oder die Auflassung von (Datei-)Formaten sind hier wie dort Tatsachen, mit denen wir leben müssen. Ein regelmäßiges Back-up, etwa auf einer zweiten Festplatte oder in Form von MP3-CDs, ist aber zumindest eine mittelfristige Absicherung gegen plötzlichen Datenverlust.

Audio-CD, Musikcassetten, Schallplatten

   Audio-CDs werden in das CD/DVD-Laufwerk gelegt und mittels (Gratis-)Programm importiert.

  • Audio-CDs werden in das CD/DVD-Laufwerk gelegt und mittels (Gratis-)Programm importiert.
  • Für Musikcassetten wird ein Abspielgerät mit Lineout- Ausgangsbuchsen benötigt.
  • Schallplatten : Wer keine Hifi-Anlage mit Phono- Eingang besitzt, benötigt einen Vorverstärker.

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail
Zum Seitenanfang