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MP3-Player - Jukebox in der Tasche

  • Doppelte Speicherkapazität bei gleichem Preis
  • Zusatzfeatures kosten kräftig
  • Qualität häufig nicht berauschend

Den "Knopf im Ohr"

Freaks, so lehrt uns der Duden, sind „fanatisch für etwas Begeisterte“ – und die dürfte man in der stetig wachsenden Gemeinde der Liebhaber von MP3-Playern unschwer finden: Schon jeder dritte Haushalt der Alpenrepublik ist im Besitz so eines tönenden Winzlings, dessen Inhaber man unschwer am „Knopf im Ohr“ erkennt. Er macht sie immun gegen akustische Belästigungen wie „Könnten Sie mir bitte mal mit dem Kinderwagen in die Straßenbahn helfen?“ oder „Wissen Sie vielleicht wo die XY-Gasse ist?“. Denn aus den Ohrhörern dringt Sound pur.

Lieblingssongs immer dabei

Mit der aktuellen Generation der Player – so zeigt unser Test von 16 Geräten – mittlerweile sogar doppelt so viele wie noch vor einem halben Jahr: Über mindestens 512 Megabyte Speichervermögen verfügt heute die überwiegende Mehrzahl der Unterhaltungsmaschinen, das langt locker für rund 150 Titel in meist guter Tonqualität. Die „Elefanten“ bringen es gar auf bis zu 40 Gigabyte plus der Möglichkeit, die Kapazität mithilfe von Speicherkarten weiter zu erhöhen.

Vom MP3- zum Multimedia-Player

Das ist häufig auch nötig: Denn längst muss man sich nicht mehr mit Musik allein zufrieden geben, rund die Hälfte der Testkandidaten vermag darüber hinaus auch Fotos und ein Viertel sogar Videos zu speichern und wiederzugeben. Vor allem letztere haben naturgemäß großen Appetit auf Speicher und Akkuleistung. So ist es im schlimmsten Fall auch nach 3,5 Stunden vorbei mit dem Multimedia-Vergnügen aus der Westentasche (Mustek PVR-H140); am anderen Ende der Skala finden sich hingegen „Dauerbrenner“ mit einer Musik-Leistung von 22 (Sony NW-HD3), ja sogar 28 Stunden (TrekStor i.Beat organix).

Teure Wechselakkus

Dies ist nicht zuletzt im Hinblick auf die beschränkte Lebensdauer der Akkus von Bedeutung (etwa 400 Ladezyklen): Bei den meisten Geräten können diese nicht vom Benutzer selbst gewechselt werden und kosten darüber hinaus teilweise eine ganz schöne Stange Geld. Diesbezüglich schießt der „iPod shuffle“ von Marktführer Apple den Vogel ab: Der Preis des Akkus erreicht jenen des Gerätes…  Ein Wegwerf-MP3-Player für rund 100 Euro also.

Die Teuersten sind die Schlechtesten

Apropos Preis: Die Spannweite ist mit 100 bis knapp unter 500 Euro doch erheblich – und sagt allein noch nichts über die Qualität des Players aus. Teurer ist nicht automatisch auch besser. So finden sich die meisten „weniger zufriedenstellenden“ Testergebnisse justament in der höchsten Preiskategorie, bei den Geräten mit Videofunktionalität. Es will also gut überlegt sein, unter welchen Bedingungen man das Gerät einsetzen will und was es unbedingt können muss beziehungsweise was verzichtbar ist. Wir haben übrigens in unserem letzten Player-Test (siehe dazu: Weitere Artikel - " MP3-Player 3/2005 ") einen ausführlichen Systemvergleich gebracht, deshalb an dieser Stelle nur so wenig zur Erinnerung: 

Flash oder Festplatte?

Die unterste Preis- und Leistungskategorie stellen die Flash-Player dar, die über einen eingebauten Chip verfügen, auf dem die Musik abgelegt wird. Vorteil: Es gibt keinerlei bewegliche Teile, man kann also Purzelbäume damit schlagen, ohne dass es zu „Aussetzern“ kommt. Gleichzeitig wiegen sie nur zwei bis sechs Dekagramm, fallen also beim Joggen buchstäblich nicht ins Gewicht.

Maximal 512 Megabyte

Das Speichervolumen ist auf derzeit 512 Megabyte begrenzt (lediglich das Gerät von dnt kann mit einer Speicherkarte erweitert werden). 5 bis 20 Gigabyte vermögen hingegen die Player mit Festplatte zu speichern, die naturgemäß aber etwas anfälliger für Erschütterungen sein können. Mit rund zehn Dekagramm und ähnlichen Abmessungen wie die Flash-Player sind sie aber durchaus noch „transportabel.

Player mit Fotodarstellung

Wie sehr die Festplattenkapazität auf den Preis durchschlägt, zeigt die dritte Kategorie im Test: die Geräte mit Festplatte plus der Möglichkeit, über das Display auch Fotos betrachten zu können. Während Kapazitäten von 5 Gigabyte um rund 260 Euro zu haben sind, blättert man für 20 oder 30 Gigabyte bis zu 400 Euro auf den Tisch. Das Gewicht kann bis zu 16 Dekagramm betragen, auch die Abmessungen sind klarerweise größer als bei den Playern ohne Fotodarstellung.

Unpraktisch aber modern

Mindestens doppelt so schwer und nochmals deutlich größer kommen die Player mit Videomöglichkeit daher, womit sie als Begleiter bei bewegungsintensiven Sportaktivitäten wohl nicht mehr jedermanns Sache sind; sie mögen eher als elektronischer Mohnschnuller für die Kinder am Autorücksitz oder zum Zeitvertreib in Bahn und Flugzeug dienen. „Anlaufzeiten“ von bis zu 50 Sekunden nach Drücken des Play-Knopfes sind gleichfalls eher etwas für geduldige Naturen. Dafür erreicht aber die Speicherkapazität durchaus jene gängiger Einsteiger-PCs.

Flaue Qualität bei Bild und Video

Bild- bzw. Videoqualität sind bei der Mehrzahl der Prüflinge übrigens „weniger zufriedenstellend“, was die Überlegung, ob man diese (teuren) Zusatzfeatures wirklich benötigt, doppelt dringlich erscheinen lässt. Andererseits: Die Möglichkeit, seine Digitalfotos aus der Kamera auf Festplatte zu speichern, kann im Urlaub ganz praktisch sein.

Schlechte Kopfhörer

Eine Zusatzausgabe sollte man aber auf alle Fälle auch bei den Nur-Musik-Playern einkalkulieren: jene für ordentliche Kopfhörer. Denn obwohl die Soundwiedergabe ja wohl das primäre Aufgabenfeld eines MP3-Players ist, gibt kein einziger Hersteller seinem Gerät einen Ohrhörer mit, der über ein „durchschnittliches“ Klangerlebnis hinauskäme…

MP3-Player 10/2005

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MP3-Player: Kompetent mit Konsument

Foto und Video schwach. Zusatzfeatures wie Foto- und Videowiedergabe kommen teuer und sind meist qualitativ nicht befriedigend. Player mit Festplatte können teilweise als portable Speicher für Digitalfotos genutzt werden.

Irre Akkupreise. Die Kosten für Wechselakkus sind teilweise horrend – unbedingt beim Kauf berücksichtigen.

Kopfhörer sinnvoll. Separate (bessere) Kopfhörer sind ein Muss, die mitgelieferten Ohrhörer beleidigen Ihr Trommelfell.

Im Test: 16 tragbare MP3- und Multimedia-Player.

Tonqualität
Für den Hörtest wurden Auszüge aus Klassik und Pop verwendet, die als MP3 mit einer Datenrate von 128, 192, 256 kbit/s sowie WMA mit 128 kbit/s kodiert waren. Drei Testpersonen bewerteten den Klang über die mitgelieferten und einen hochwertigen Kopfhörer. Auch bewertet: Frequenzgang des Kopfhörers am Kunstkopf, Signal-Rauschabstände, Verzerrungen, Impedanz.

Bildqualität (nur bei Geräten mit Foto- bzw. Videowiedergabe)
Drei Testpersonen beurteilten die Wiedergabe auf dem Display und einem TV-Monitor (Video: mit Filmsequenzen in AVI und MPEG4/DivX) und die Handhabung. Die Betriebsdauer mit einer Akkuladung wurde gemessen.

Handhabung
Drei Testpersonen prüften die Gebrauchsanleitung nach den Kriterien Vollständigkeit, Verständlichkeit, Hilfestellungen bei Fehlern. Inbetriebnahme fasst das Einsetzen von Batterien und Speicher, Verbindung mit dem PC, Installieren von Treibersoftware und Programmen sowie Archivieren und Übertragen von Musik zusammen. Bedienen am Gerät bewertet Ein- und Ausschalten, Start, Stop, Suche, Lautstärkeänderung, Beschriftung der Tasten, Schalter und Buchsen. Ablesbarkeit und Aussagekraft des Displays. Aus der Transferdauer von 100 MB MP3-Daten zwischen PC und Spieler wurde die Geschwindigkeit von Down- und Upload ermittelt. Messung von Anlaufverzögerung und Abschaltverzögerung.

Tragbarkeit
Drei Anwender beurteilten subjektiv. Außerdem wurden Gewicht und Volumen gemessen.

Verarbeitung
Beurteilt wurden Festigkeit, Passgenauigkeit und Gratfreiheit von Gehäuse, Schaltern und Steckverbindern und Kratzfestigkeit des Displays.

Vielseitigkeit
Mit einem gewichteten Punkteschema bewerteten wir Vielfalt der Anschlussmöglichkeiten (Betriebssysteme, Adapter etc.), Audio-/Videoformate (MP3, AAC, WMA u. a.), Anwendungsmöglichkeiten (Musikrekorder, Radio etc.) und Komforteigenschaften (Fernbedienung, Displaylicht u. a.).

Stromversorgung
Die Spieldauer wurde mit einem neuen Batteriesatz bzw. geladenem Akku gemessen. Die Ladedauer wurde über einen vollen Ladezyklus bis zur Anzeige „Ladevorgang beendet/Akku voll“ gemessen.

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