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Lautsprecher - Soundcheck

, aktualisiert am

  • Regal- oder Standlautsprecher
  • Nicht schlechter als "durchschnittlich"
  • Unterschiede liegen im Detail

Größe ausschlaggebend

Wer hohe Ansprüche an die Klangqualität stellt, darf bei den Lautsprecherboxen nicht sparen. Und da gilt immer noch die Regel: Die Größe macht’s. Regallautsprecher sind ein Kompromiss, wenn der begrenzte Wohnraum keine andere Lösung zulässt. Den besseren Klang bieten fast immer Standboxen, die rund 80 bis 100 cm hoch sind. Die Gehäuse sind groß genug für den Resonanzraum, der eine gute Basswiedergabe möglich macht.

Getestet wurden 14 Lautsprecherpaare namhafter Produzenten, die Preise liegen zwischen 300 und 1700 Euro. Sie sind durchwegs gediegen verarbeitet, das Gehäuse besteht aus Holz, die Oberflächen sind meist Kunststoff-foliiert, lackiert oder (in einem Fall) Holzfurnier; sie sind wahlweise in 3 bis 4 verschiedenen Holzarten/Farben erhältlich. Alle Paare können zu einer Surround-Sound-Anlage erweitert werden.

Erkennen Sie das Klavier?

Was macht eine gute Box aus? Optimal ist es, wenn der Zuhörer den Eindruck gewinnt, dass sich die Töne von den Lautsprechern lösen und gut ortbar im Raum stehen. Die Qualität ist am besten bei akustischen Instrumenten festzustellen: Sind Klavier oder Violine zu erkennen, haben sie ihre natürliche Klangfarbe? Kann man Stimmen oder Instrumente örtlich unterscheiden (Lokalisation)? Lassen sich die beiden Violinen im Streichquartett klanglich unterscheiden (Transparenz)?

Ausgewogener Klang nur bei fünf Testkandidaten

Auch wenn die Ergebnisse recht knapp beisammen liegen (alle schnitten „gut“ bis „durchschnittlich“ ab): Einen natürlichen, ausgewogenen Klang (mit einem „gut“ in allen drei Kriterien) bekamen nur fünf Testkandidaten bescheinigt. Neben den drei Erstplatzierten von Canton, Elac und Heco sind dies Infinity und Quadral. Auffallend ist, dass der Preis kein Kriterium zu sein scheint. Die Heco Celan 500 kosten im Schnitt an die 1140 Euro, klingen aber weniger natürlich als die billigeren Victa 700 aus dem gleichem Haus. Und das teuerste Lautsprecherpaar, CM7 von Bowers & Wilkins landete ebenfalls im geschlagenen Feld: Natürlichkeit und Transparenz sind nur mäßig.

Watt oder Schalldruckpegel

Die Wattzahl sollte beim Kauf nur eine untergeordnete Rolle spielen. Sie gibt lediglich an, welche Dauerleistung die Lautsprecher verkraften, ohne Schaden zu nehmen, und ist somit eher ein Anhaltspunkt für die Partytauglichkeit der Boxen. Interessanter ist da schon der maximale Schalldruckpegel. Wir ließen von einem Experten feststellen, bei welcher Lautstärke in dB(A) das Signal in einem Meter Entfernung als verzerrt empfunden wird. Je höher die Werte, desto besser. Ein Unterschied von 10 dB entspricht einer Verdopplung der Lautstärke. Treibt man die Lautsprecher über die Belastbarkeitsgrenze, können sie beschädigt werden.

Was der Wirkungsgrad besagt

Aussagekräftig ist auch der Wirkungsgrad: Er besagt, wie effektiv ein Lautsprecher mit den angebotenen Watt umgeht. Ein hoher Wirkungsgrad bedeutet höhere Lautstärke bei vergleichsweise geringer Verstärkerleistung. Konkret in unserem Test: Wer einen schwachen Verstärker besitzt, ist mit Elac FS 57 bzw. Nubert nuBox 481 am besten dran. Im Idealfall sollten Verstärker und Lautsprecher jedoch eine ähnliche Wattzahl haben, um Probleme zu vermeiden.

Verstärker nicht unterdimensionieren

Wer glaubt, mit einem schwachen Verstärker die Lautsprecher zu schonen, irrt jedenfalls. Ein unterdimensionierter Verstärker verzerrt den Ton, wenn er an seine Leistungsgrenze getrieben wird, und kann dem Lautsprecher eher Schaden zufügen als ein Verstärker mit viel Power, der den Boxen kurzzeitig – aber unverzerrt – mehr Leistung liefert, als sie eigentlich vertragen.

Braucht man eine magnetische Abschirmung?

Elac und Nubert haben in ihre Boxen eine Sicherheitsschaltung eingebaut. Bei zu viel Leistung reduzieren sie die Lautstärke – dann kann es passieren, dass die Musik beim Lauterdrehen leiser wird. Einige Modelle sind magnetisch abgeschirmt (siehe Tabelle). Das verhindert Bildstörungen an einem TV-Gerät, das zu nah neben einer Box steht (näher als einen halben Meter). Allerdings handelt es sich dabei um ein aussterbendes Phänomen, denn es betrifft lediglich Röhren-TV-Geräte. LCD- oder Plasmabildschirmen können die Magnetfelder von Lautsprechern nichts anhaben.

Foto: Stiftung Warentest


Funklautsprecher Canton CD3500 Wireless. Die Funkboxen benötigen zwar keine Boxenkabel, doch dafür brauchen sie Strom – aus dem Netzkabel. Im Hörtest zeigte das Canton-Paar zwar leichte Schwächen in Natürlichkeit und Transparenz, doch Störgeräusche durch die Funkübertragung waren nicht zu vernehmen. Nachteil: Auch im Stand-by-Betrieb wird Strom verbraucht. Preis: 1600 Euro.

Aktivboxen Teufel M 520 F. Ein Lautsprecher-Paar mit Tieftönern, die über eigene Leistungsverstärker verfügen, kann den Subwoofer einer Surround-Sound-Anlage ersetzen. Die Teufel-Boxen konnten im Hörtest nicht überzeugen. Die Bässe wirken maßlos überzogen. Das stört bei der Musikwiedergabe; beim Heimkino weniger.
Preis: 1188 Euro im Direktvertrieb ( www.teufel.de ).

Lautsprecher: Kompetent mit "Konsument "

  • Preis kein Kriterium. Die Standboxen der Markenhersteller schneiden alle „gut“ bis „durchschnittlich“ ab. Die Preise sind allerdings recht unterschiedlich, „gute“ gibt es bereits um 400 Euro.
  • Reiches Angebot . Die Hersteller bieten zahlreiche Modelle an, und jeder Händler hat nur eine beschränkte Auswahl von Boxen in seinem Geschäft stehen. Im guten Fachhandel kann man die meisten Modelle aber bestellen. Viele Lautsprecher werden auch im Versand angeboten.
  • Die eigenen Ohren entscheiden . Am besten wäre es, Lautsprecher anhand von Musik, die einem vertraut ist, im eigenen Wohnzimmer zu vergleichen. Da das leider nur selten möglich ist, sollten Sie jedenfalls ihre Lieblings-CD (mit akustischen Instrumenten) zum Probieren ins Geschäft mitnehmen. Und die Lautsprecher möglichst bei gleicher Lautstärke vergleichen. Sonst hält man die lautere Box für die bessere.

Lautsprecher: So haben wir getestet

Aus einem Test der Stiftung Warentest wurden die Ergebnisse von insgesamt 16 Standlautsprechern, darunter eine Funk- und eine Aktivlautsprecheranlage, übernommen.

  • Hörtest. 6 Experten und 3 Laien hatten über 5 Musikstücke zu urteilen: Jazz, Kammerchor, Opernduett, Sinfonieorchester und Klavierquintett. Kriterien: Natürlichkeit, Lokalisation und Transparenz. Abhörraum gemäß DIN EN 61305-5.
  • Technische Prüfungen . Ermittelt wurden Wirkungsgrad,
    maximaler Schalldruckpegel (bei 250/1000/4000 Hertz) und magnetische Abschirmung. Belastungstest und Messung der Impedanzkurven gaben keinen Anlass
    zu Beanstandungen. Amplituden- und Phasenfrequenzgang, Impulsantwort und Zerfallspektrum wurden mittels MLS-Verfahren überprüft.
  • Verarbeitung und Handhabung . Geprüft wurden: Form und Umfang, technische Angaben und Handhabung der Gebrauchsanleitung; Anschließen der Kabel, Isolation von Klemmen und Brücken (Installation); Austauschbarkeit, Kennzeichnung der Chassis, Zugänglichkeit der Frequenz-Weiche (Reparatur); Kippwinkel und Kippkraft (Standfestigkeit); Stabilität der Verbindung von Frontabdeckung und Füßen, Fertigung von Kanten und Oberflächen (Verarbeitung).

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