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Skigebiete im Preisvergleich 2012/2013 - Pistenspaß für Jugend, Familie und Senioren

, aktualisiert am

Preisvergleich: Sölden, Ischgl, Zillertal, Obertauern, Nassfeld, Arlberg, Postalm, Weinebene, Hochficht ... Wir haben in 80 österreichischen Skigebieten die Ticketpreise erhoben und verglichen: Mehrere kleine aber auch etliche größere Gebiete punkten mit familienfreundlichen Tarifen für den Skipass.

Wie viel kosten die Skipässe in dieser Hochsaison? Für unsere alljährliche Preiserhebung haben wir auch heuer wieder Fragebögen in eine Reihe von Skigebieten geschickt. Die gesamte Untersuchung finden Sie in unserem Download (PDF, 151 Seiten, englisch) Ski Resorts in Europe 2012/2013.

Skiurlaub einer Familie

Wir wollten wissen, wie viel für Tages- und für 6-Tage-Karten für Erwachsene, Jugendliche (16 Jahre, Jahrgang 1996), Kinder (9 Jahre, Jahrgang 2003) und Senioren (65 Jahre, Jahrgang 1947) zu zahlen ist und wie viel die 6-Tage-Skipässe im Familienpaket kosten – für eine Familie mit zwei Erwachsenen, einem Jugendlichen und einem Kind.

Familienrabatt und Gästekartenermäßigung

Etwaige Ermäßigungen (Familienrabatte, Gästekartenermäßigung) sind in dieser Kalkulation bereits berücksichtigt. Sämtliche Angaben stammen von den Anbietern, entweder mittels Fragebogen erhoben oder von der Homepage. Wir haben sie soweit möglich überprüft und zum Teil korrigiert, dennoch können wir für die Angaben keine Gewähr übernehmen.

Im Verbund teuer

In unserer Erhebung sind kleinere Skigebiete ebenso vertreten wie mittlere und große. Viele Gebiete sind eigenständig, andere Teil eines (kleineren oder größeren) Verbunds. Große Skiverbünde können ganze Täler (z.B. Silvretta Montafon, Vorarlberg) oder auch mehrere, teilweise weit voneinander entfernte Regionen mit Hunderten Pistenkilometern (z.B. TopSkiPass Kärnten & Osttirol) umfassen. Den Vogel schießt dabei die Tirol Snow Card ab, die 3596 Pistenkilometer bietet – es gibt sie in den Tiroler Skigebieten allerdings nur gegen Aufpreis. In eigenständigen Gebieten gelten die Skipässe nur für die lokalen Pisten.

Mehr-Tage-Karten

Gehört ein Skigebiet zu einem Verbund, gelten Mehr-Tage-Karten (meistens ab 1,5 oder 2 Tagen) sehr häufig für sämtliche Skigebiete dieses Verbunds und sind dementsprechend teurer. So kann man mit einer Mehr-Tage-Karte für das Nassfeld nicht nur vor Ort fahren, sondern in vielen über ganz Kärnten und Osttirol verstreuten Skigebieten – macht zusammen 1104 Kilometer, ob man das will oder nicht.  

 

Preise um 3,9 % teurer als 2011

Dass es auch anders geht und man durchaus beide Bedürfnisse bedienen kann, zeigt das Beispiel Kristberg (Verbund Silvretta Montafon, Vorarlberg). Hier werden heuer Mehr-Tage-Karten neben dem Verbund auch nur für die lokalen Lifte angeboten. Das Familienpaket 6-Tage-Karten kostet für den Kristberg (8,5 Pisten-km) 435 €, für den Verbund Silvretta Montafon (246 Pisten-km) hingegen 672 €.

Moderate Preise bei lokalem Skigebiet

Jeder sollte wählen können zwischen moderaten Preisen für ein lokales Skigebiet und den höheren Preisen für eine ganze Region. Doch leider scheint der Trend in Richtung Großmannssucht zu gehen. In Tirol wächst der Druck in Bezug auf den Zusammenschluss lokaler Skigebiete. So sollen zum Beispiel die relativ preiswerten Gebiete Axamer Lizum, Muttereralm und Schlick 2000 miteinander verbunden werden. Mit den billigen Familienangeboten wäre es dann wohl vorbei …

Preisschub: 3,9 Prozent teurer

In den meisten Skigebieten ist für die Tickets heuer auch spürbar mehr zu bezahlen als im Vorjahr. Die reguläre 6-Tage-Karte für Erwachsene kostet diesen Winter durchschnittlich 3,9 Prozent mehr als letztes Jahr, wobei in Einzelfällen sogar zweistellige Steigerungsraten verbucht werden müssen. In manchen Gebieten (z.B. Emberger Alm, Kärnten) sind die Skipasspreise erfreulicherweise gleich geblieben. Billiger geworden ist Skifahren allerdings kaum. Laut unseren Aufzeichnungen hat nur die Turracher Höhe (Kärnten/Steiermark) bei den 6-Tage-Tarifen (unter Berücksichtigung der Gästekartenermäßigung) etwas nachgelassen – von 194 auf 192 Euro für einen Erwachsenen.

Preis – Leistung

Für Familien ist es häufig eine Preisfrage, wo der Winterurlaub schlussendlich verbracht wird. Wer mit weniger Pistenkilometern zufrieden ist, kann die Urlaubskasse schonen: In den zehn preiswertesten Gebieten unserer Erhebung kostet das Familienpaket 6-Tage-Karten zwischen 274 € (Wenigzell, Steiermark) und 408 € (Petzen, Kärnten). All diese Gebiete sind klein (7 bis 23 Pisten-km), die meisten davon zudem relativ niedrig gelegen.

Teuer: Arlberg und Sölden

Nur auf der Muttereralm und dem Rangger Köpfl/Oberperfuss (beide Tirol) bzw. auf der Weinebene (Kärnten/ Steiermark) reichen die Pisten bis 1800 m Seehöhe oder darüber. Für ein begrenztes Angebot an Pistenkilometern gibt es allerdings nicht überall auch günstige Tickets. In manchen kleinen Gebieten ist für Skipässe ebenso viel oder sogar noch mehr zu bezahlen als in wesentlich größeren Gebieten.

Heiligenblut: mäßig teuer und mittlere Größe

Am niederösterreichischen Hochkar (19 Pisten-km, 1383 bis 1799 m Seehöhe) kostet das Familienpaket 6-Tage- Karten beispielsweise 559,50 €. Um 559 € könnte unsere Musterfamilie auch in der Tiroler Region Kühtai (2020 bis 2520 m Seehöhe) – Hochoetz (820 bis 2300 m Seehöhe) eine Woche lang die Lifte benutzen. Die beiden Skigebiete sind durch einen kostenlosen Shuttlebus miteinander verbunden und haben gemeinsam 85 Pistenkilometer (noch besser wäre es natürlich, wenn man sich auch für nur eines der Gebiete zu einem niedrigeren Preis entscheiden könnte). Ein weiteres Beispiel für ein mäßig teures Skigebiet mittlerer Größe ist Heiligenblut am Großglockner (55 Pisten-km auf 1301 bis 2902 m Seehöhe). Hier kommt das Familienpaket 6-Tage-Karten auf 532,50 €.

Teuer: Arlberg und Sölden

Im Ranking der teuersten Skigebiete unserer Erhebung finden sich wie in den Vorjahren SkiArlberg (Vorarlberg) und Sölden (Tirol) auf Rang 1 und Rang 2. In diesen beiden Topskigebieten kosten die 6-Tage- Karten im Familienpaket heuer 791 € (SkiArlberg) bzw. 773 € (Sölden). SkiArlberg bietet 283, Sölden 150 Pistenkilometer inklusive drei per Seilbahnen erschlossene Dreitausender – für viele passionierte Skifahrer ein Traum.

Großglockner Resort/Kals: große Pistenauswahl 

Für Urlauber, die Wert auf eine große Pistenauswahl legen, aber für Skipässe trotzdem nicht ganz so viel auslegen möchten, kommt beispielsweise das Großglockner Resort/Kals in Betracht (110 Pistenkilometer auf 920 bis 2621m Seehöhe, Osttirol). Das Familienpaket 6-Tage-Karten kommt auf 621 €. Ob sinnvoll oder nicht: Hier gelten die Mehr-Tage-Karten unter anderem auch im Hochpustertal (Osttirol), auf dem Mölltaler Gletscher oder dem Ankogel (beide Kärnten). Die Skigebiete dieses Verbunds (Ski Hit Kärnten/Osttirol) haben zusammen an die 400 Pistenkilometer.

Tarife nach Alter gestaffelt

Vor dem Urlaub informieren

Skipasstarife sind üblicherweise nach dem Alter gestaffelt. In vielen Skigebieten ist das Liftfahren für Kinder bis zum Alter von sechs oder sieben Jahren in Begleitung der Eltern oder generell von Erwachsenen gratis. Für Jugendliche und Senioren gibt es häufig spezielle Tarife, für Familien und für Urlauber, die ihr Quartier in der Region haben, oft eigene Ermäßigungen. Um sie zu erhalten, braucht man üblicherweise Ausweise oder andere Papiere.

Gästekarte vom Quartiergeber

Um eine Gästekartenermäßigung zu bekommen, müssen Sie sich von Ihrem Quartiergeber vor dem Ticketkauf die Gästekarte geben lassen. Kinder, Jugendliche und Senioren müssen ihr Alter per Ausweis belegen, um Skipässe günstiger kaufen zu können. Und um eine Familienermäßigung zu erhalten, müssen Sie die Skipässe für alle Familienmitglieder auf einmal kaufen und Ihre Zusammengehörigkeit an der Kassa nachweisen (z.B. durch Meldezettel oder Ausweise). Achtung: Welche Dokumente verlangt werden, kann je nach Skigebiet unterschiedlich sein. Fragen Sie nach, bevor Sie in den Urlaub starten!

Tabelle: Marktübersicht Skigebiete in Österreich

Tabelle: Die günstigsten Skigebiete in Österreich

Tabelle: Die teuersten Skigebiete in Österreich

Tabelle: Langlaufloipen in Österreich

90 Langlaufgebiete im Vergleich

Die Skifahrernation Österreich hat auch sehr viele Langlaufgebiete. Sie sind über das ganze Land verstreut, mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften, was die Länge, den Schwierigkeitsgrad, die Höhenlage bzw. -differenz betrifft, und einiges mehr.

Wir haben die bekanntesten Langlaufgebiete angeschrieben und sie gebeten, einen Fragebogen mit Detailangaben zu ihrem Gebiet auszufüllen. 90 Gebiete haben uns geantwortet – die Daten finden Sie in der Tabelle "Langlaufskigebiete Österreich“.

Die Größten: Ramsau/Dachstein, Kitzbüheler Alpen/St.Johann

Es finden sich ganz kleine Gebiete mit ein paar Loipenkilometern und große mit 100 km und mehr. Die größten sind Ramsau/Dachstein, Kitzbüheler Alpen/St.Johann und die Pinzga-Loipe zwischen Krimml und Zell am See. Alle drei verfügen eigenen Angaben zufolge über ein Loipennetz von über 200 km. Es gibt übrigens auch im Nahbereich Wiens ein recht großes Langlaufgebiet, die Panoramaloipe Wechsel – Semmering mit 90 Kilometer Loipe (Eigenangabe).

Doppelzählungen sind üblich

Man muss hier allerdings einschränkend hinzufügen, dass in der Branche Doppelzählungen üblich sind. Sei es, dass Loipenspuren in jeder Fahrtrichtung (hin und zurück) extra gezählt werden, oder Skating- und klassische Loipenstrecken addiert werden, oder auf zwei Rundstrecken, die ein Teilstück gemeinsam haben, dieses Teilstück doppelt gezählt wird. Da die meisten Gebiete diese Doppelzählung anwenden, kann man die Gebiete dennoch recht gut vergleichen.

Vernetzte Loipenanlagen in Mittelgebirgslage

Im Hochgebirge (vor allem Tirol, Salzburg) befinden sich die Loipen typischerweise in langgezogenen Tälern oder Flachgebieten oder aber in Höhenlagen. In den "Flachländern" Niederösterreich, aber auch Oberösterreich oder Steiermark, finden sich dagegen oft ausgedehnte, vernetzte Loipenanlagen in Mittelgebirgslage, wo Höhen- und Tallagen einander abwechseln, was die Loipen abwechslungsreicher macht.

Nachteil: Da mehr Höhenmeter überwunden werden müssen, sind sie auch anstrengender bzw. schwieriger zu bewältigen. Talloipen haben wiederum den Nachteil der mangelnden Schneesicherheit. Höhenloipen sind oft nur mittels Aufstiegshilfen erreichbar, man gelangt nur über einen kostenpflichtigen Lift hin oder mit dem eigenen Pkw über eine Mautstraße, auf der unter Umständen Schneeketten angelegt werden müssen.

Keine Richtlinie für Schwierigkeitsgrade

Leider gibt es für die Schwierigkeitsgrade keine Richtlinie. Was in einem Fall als „leicht“ bezeichnet wird, kann anderswo bereits mäßig schwer sein. Auch die Höhendifferenzen bieten nur eine ungefähre Orientierungshilfe, da sie mit der Streckenlänge in Beziehung zu setzen sind. Manchmal kann es auch in relativ ebenem Gelände ein Steilstück geben, die Anfänger vor große Schwierigkeiten stellen können.

Gütesiegel des Landes

Manche Langlaufgebiete sind mit einem Gütesiegel des Landes ausgezeichnet (Steiermark, Tirol), was gewisse Mindeststandards garantiert: Mindestbreite, mindestens eine klassische und eine Skating-Spur, Absicherung gefährlicher Passagen, vor allem aber bezüglich Informationen vor Ort: Panoramatafeln bei den Einstiegsstellen, Beschilderung mit Kilometerangabe und Schwierigkeitsgrad.

Übrigens: Die meisten Loipen (etwa drei Viertel) sind gratis benützbar …

Zusammenfassung

  • Preise. Das günstigste Familienpaket 6-Tage-Karten kostet 274 € (Wenigzell Schneeland, 12 Pisten-km), das teuerste 791 € (SkiArlberg, 283 Pisten-km).
  • Teuerung. In vielen Gebieten sind die Skipässe heuer deutlich teurer als letzten Winter. Die reguläre 6-Tage-Karte für Erwachsene kostet durchschnittlich um 3,9 % mehr als im Vorjahr.
  • Ermäßigungen. Erkundigen Sie sich noch von daheim aus, welche Ermäßigungen es in Ihrem Urlaubs-Skigebiet gibt und welche Dokumente Sie brauchen, um sie zu erhalten. An der Liftkassa werden Ermäßigungen nicht immer extra angeboten. Fragen Sie nach!

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